Wie wettet man richtig auf Tennis?

Recherche, Belagunterschiede und sonstige Hinweise für Tennis Wetten

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Fußball Wetten sind ohne Zweifel die beliebtesten Sportwetten. So ist es keineswegs verwunderlich, dass der Fußball-Bereich das Herzstück der Wettbasis ist und dementsprechend auch ausgebaut wurde. Ganz gleich ob internationaler Topfußball oder exotische Turniere, wir bieten tagtäglich tolle Fußball Tipps an. Aber unsere treuen Leser wird auch aufgefallen sein, dass wir unter der Woche auch sehr viele lukrative Tennis Wetten an den Mann bringen wollen und das hat seinen Grund. Wetten auf den Tennissport können bei der Beachtung einiger wichtiger Schritte gewinnbringend sein.

In diesem Artikel möchte ich die Prozesse der Information und Entscheidung etwas strukturiert darstellen, damit unsere Leser nachvollziehen können, welche Gedanken und Recherchen dahinterstecken, wenn es die obligatorischen Tennis Wetten gibt. Dabei gehe ich auf die wichtigsten Quellen für Statistiken und sonstige Informationen ein und beschreibe auch, welche Überlegungen ich mir bei der statistischen Analyse und beim Formcheck mache. Zum Abschluss gebe ich meine Meinung über die klassischen Tennis Wetten preis und verrate Tipps und Tricks für das erfolgreiche Wetten auf die Sportart Tennis.

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Die Datenbanken – Gut recherchiert ist halb gewonnen!

Es ist natürlich unsinnig anzunehmen, dass man alle Wetten gewinnen kann. Auch ist es nicht ganz richtig zu denken, dass eine gründliche statistische Analyse einen sicheren Tipp zur Folge hat. Allerdings ist es durchaus richtig, dass man mit einer guten Recherche seine Gewinnchancen drastisch erhöhen kann. Die Entscheidung, ob ein Tipp überhaupt gesetzt wird, und wenn ja, in welchem Ausmaß, kann bereits beim ersten Schritt fallen: Der Recherche. In der Regel schaue ich mir jeden morgen oder zumindest so früh es geht den Spielplan für die kommenden 48 Stunden an, wobei die Matches in den kommenden 24 Stunden meine größte Aufmerksamkeit haben. Hierzu steuere ich die Seite www.tennisexplorer.com an – eine allumfassende Seite, die nicht nur Tennisturniere auf ATP und WTA Ebene auf dem Schirm hat, sondern auch die weniger berühmten, dafür für das Wetten umso lukrativeren Challengers, sowie ITF und Futures Turniere.
Bei Tennisexplorer stößt man auf einige sehr nützliche Features. Neben den archivierten Tennis-News und Tennis-Tweets sind auch die Rankings und die Tour Kalendarien einsehbar. Das Wichtigste ist aber die sehr aufschlussreiche Dokumentation der individuellen Statistiken der Spieler. Für jeden Spieler in den Top 1000 ist eine eigene „Akte“ angelegt, in der die Ergebnisse der Turniere archiviert werden. Neben dem Hinweis auf das nächste Spiel des Spielers gibt es auch sehr nützliche Information, wie der Spieler beim aktuellen Turnier in seiner Karriere abgeschnitten hat. Dies ist besonders sinnvoll, da manche Spieler mit spezifischen Rahmenbedingungen (wie Höhenlage, Absprungverhalten des Balles, Belag) besser zurechtkommen und sie demnach ihre „Lieblingsturniere“ haben, wo sie dauerhaft gute Leistungen abrufen. Bei der Sparte „Player‘s Record“ ist eine ziemlich saubere Übersicht über die Ergebnisse in der gesamten Karriere aufgelistet. Diese sind wiederum auch gesplittet auf die einzelnen Beläge aufgeteilt, sodass man ziemlich schnell raus hat, welcher Spieler auf welchem Belag seine besten Resultate einfährt. Eine gute Alternative zum Tennisexplorer ist die Seite www.tennisergebnisse.net. Bei dieser Homepage hat man in erster Linie zwar einen Livescore Dienst, allerdings gibt auch dieser Dienst interessante Statistiken ab – im Gegensatz zum Tennisexplorer lassen sich hier beispielsweise Matchstatistiken vorheriger Spiele abrufen.

Ansonsten muss man als wichtige Quellen ganz klar noch die Homepages der ATP und der WTA hervorheben. Zumindest die ATP Seite ist sehr ausgereift und bietet sogar wirklich detaillierte Statistiken zu jedem einzelnen Spieler wie auch teilweise die Lebensläufe und beste Ergebnisse bei Grand Slam Turnieren. Alles sehr nützliche Sachen, die ich mir auch bei meiner Freizeit sehr gerne durchlese, denn dann bleiben sie auch eher im Gedächtnis. Wenn man öfters dieselben Spieler analysiert, dann merkt man sich nach einer Zeit wichtige Daten und Fakten. Ansonsten dient als gute Rechercheseite www.matchstat.com – auch hier gibt es Statistiken mit dem Fokus auf direkte Duelle. Bei der Analyse des Head-to-Head der Kontrahenten kommt bei mir diese Seite zum Einsatz, weil man nicht nur alle Duelle schön aufgelistet hat, sondern diese auch noch einmal gesondert statistisch betrachten kann.

Obligatorische Überlegungen zur Tennis Wette

Nachdem ich mir ein Match ausgesucht hab, welches ich intuitiv als attraktiv quotiert empfinde und in meiner Recherche bin, kommen stetig Überlegungen und Gedanken auf, was denn nun für beziehungsweise gegen meinen Tipp sprechen soll. Meine ersten Analysekriterien sind die Beschaffenheit des Belages des Turniers respektive der Austragungsort des Matches. Ganz klassisch unterscheidet man zwischen dem Sandbelag, dem Hartplatz, dem Rasenbelag und der Halle (Indoors). Sehr selten und eigentlich nur auf Challengerebene wird auch noch auf Teppich gespielt. Die Sandplätze sind sehr langsam in der Regel, die Hartplätze eher schneller mit hohem Ballabsprung, der Rasenbelag ist noch schneller mit flachem Absprung des Balles und Indoors sind die Ballwechsel ebenfalls eher schnell.


Zu beachten gibt es aber vor allem bei den Sandplätzen und auf Hardcourt, dass es da große Unterschiede gibt. Nicht jeder Sandplatzspieler kommt mit jedem Aschebelag zurecht. Einige Beispiele habe ich natürlich für sie parat. Eine Sandplatzspezialistin wie Sara Errani hatte schon immer immense Probleme mit den Sandplatzbelag von Stuttgart, da dieser Indoors ist und der Ball wesentlich weniger Energie abgibt. Deswegen hat sie bei diesem Sandplatzturnier (im Gegensatz zu den Turnieren mit sehr langsamen Sandbelag) noch nie ein nennenswertes Ergebnis erzielt. Ihre Spielweise passt dazu einfach nicht. Auf einem solchen Sandplatz hat die Spezialistin klare Nachteile gegen Spielerinnen die eigentlich eher auf dem klassischen Hartplatz oder in der Halle gut sind, da ihre Spielweisen dort besser zur Geltung kommen.

Zwei weitere gute Beispiele sind die Sandplatzturniere in Charleston und Houston in den USA. Der Sandplatz in den USA ist ebenfalls eher schnell und so ist es auch kein Wunder, dass in Houston beispielsweise ein Sam Querrey immer sehr gut ist. Der Amerikaner ist ein ganz mieser Sandplatzspieler (gewann nur 49 % seiner Sandplatzduelle, aber beispielsweise 61 % seiner Hartplatzduelle) – dennoch erreichte er in Houston sowohl 2010 wie auch 2015 das Endspiel und schlug dort bereits einen Fernando Verdasco, Feliciano Lopez oder Lleyton Hewitt, obwohl diese normalerweise auf Sand klar stärker sind als der hüftsteife Querrey. Zu den schnelleren Sandplatzbelägen gehören noch die Sandplatzturniere in Ecuador und Kolumbien, da die extreme Höhenlage und das Klima in diesen Ländern das Absprungverhalten des Balles extrem beeinflussen. Auch hier sind Powerplayer im Vorteil.

Auch auf dem Hardcourt kann man einige Unterscheidungen beobachten. Die US Amerikanischen Hartplätze sind zwar schnell, gehören dennoch nicht zu den schnellsten auf der Tour, denn dass beispielsweise eine Roberta Vinci und eine Flavia Pennetta gleichzeitig auf Hardcourt ein Grand Slam Finale erreichen wäre extrem unwahrscheinlich, wenn dieser Hartplatz wirklich schnell wäre. Bei den Australian Open in Melbourne beispielsweise wäre das nicht möglich gewesen. Aber auch hier muss man vorsichtig sein und nicht verallgemeinern, denn bei den US Amerikanischen Belägen gibt es große Unterschiede. Indian Wells, Winston Salem und Cincinnati sind eher schnell, Miami und die US Open eher weniger. Wirklich langsame Hartplätze findet man in Asien. Hier sind die returnstarken Novak Djokovic und Rafael Nadal immer im Vorteil gewesen und auch eine Agnieszka Radwanska feierte viele Turniersiege in Asien, weil der Belag deren defensiven Spielweise entgegenkommt. Nicht umsonst gewann beispielsweise Nadal sogar die Goldmedaille 2008 auf dem Hartplatz von Peking.

Neben dem Wissen um den Belag ist aber auch die Formanalyse ein wichtiges Element bei der Entscheidung, ob ein Tipp sinnvoll ist oder nicht. Hat ein Spieler einen Lauf, dann sollte man diesen nicht unterschätzen. Im Gegensatz zu Mannschaftssportarten entscheidet beim Tennis einzig und alleine die Tagesform eines Spielers. Wer also körperlich gut drauf ist und einige Siege in Serie gefeiert hat, der hat das Momentum, welches im Tennis sehr viel wert ist. Ein hervorragendes Beispiel wäre David Goffin in seiner Saison 2014 zwischen dem 07. Juli und dem 20. August. In dieser Zeitspanne feierte der Belgier 26 Siege in Serie – drei Challenger Turniersiege und ein ATP Turnier inbegriffen.

Ich erinnere mich noch gut an diese Zeit, denn damals war der Belgier ab der dritten Woche in sämtlichen Kombis und Einzelwetten bei mir zu finden. Durch das Selbstbewusstsein dreier gewonnener Turniere auf Challenger Ebene in Serie schlug er in Kitzbühel sogar die favorisierten Kohlschreiber (2.30er Quote) und Thiem (2.10er Quote) mit Leichtigkeit. Obwohl die Serie gegen Janowicz am 20. August endete startete der Belgier kurz darauf eine weitere Serie von 14 Siegen in Folge und den Turniersiegen in Metz auf ATP Ebene und Mons auf Challenger Ebene. Lediglich Roger Federer beendete diesen Run im Finale von Basel – bis dahin schlug Goffin aber mit Tsonga (2.80er Quote) und Raonic (2.10er Quote ) zwei Topspieler. Ein solcher Run sagt viel über die Form eines Spielers aus und diese ist im Tennis extrem wichtig.
 

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Wettmöglichkeiten beim Tennis

Beim Tennis wette ich überwiegend auf Einzelwetten. In den seltensten Fällen gönne ich mir auch eine Zweier-Kombi-Wette mit zwei Favoriten, da es manche Match Ups gibt, die schon sehr eindeutig sind. Nach gründlicher Analyse entscheide ich mich meistens für den Sieg auf den Favoriten oder auf den Außenseiter, je nachdem welche Wettquoten ich zuvor im Auge hatte. Gerne weiche ich auch auf Handicap Wetten aus, wenn meiner Meinung nach sowohl die statistische wie auch die sportliche Grundlage gegeben ist, dass ein Sieg auch hoch ausfallen wird beziehungsweise, dass ein Games- oder Satz-Handicap zu hoch quotiert worden ist. Bei den Ergebnis Wetten konzentriere ich mich meistens auf 2-0 Siege, da glatte Erfolge bei einem klaren Vorteil von Belag und Spielweise definitiv Sinn ergeben.

Bei den Over und Under Wetten sind Überlegungen über die Spielweise der Kontrahenten und über den Belag ausschlaggebend. Für mich gilt, je schneller der Belag ist, desto wahrscheinlicher sind viele Games, da es weniger Breaks gibt (dieser Zusammenhang wurde beispielsweise von Pinnaclesports in deren Artikeln schon sehr oft bestätigt). Dieser Effekt verstärkt sich bei den Herren noch mehr, da diese wesentlich besser aufschlagen und sich noch seltener breaken lassen. Die Speerspitze bilden dabei Leute wie Ivo Karlovic, John Isner oder Milos Raonic. Sind solche Aufschlagriesen am Werk, dann schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken für eine Over Wette. Zwar haben die Over Wetten bei den Herren höhere Lines als bei den Damen, aber auch auf der WTA Tour gibt es die üblichen Verdächtigen, denn mit Lucie Safarova, Karolina Pliskova oder Madison Keys hat man sehr aufschlagstarke Damen auf der Tour, die bei den schnellen Belägen ebenfalls eher overlastig agieren. Umgekehrt sind bei langsamen Belägen für mich Under Wetten intuitiv die bessere Wahl, allerdings meistens nur auf Sand.

Fazit – Tenniswetten

Wir halten fest: Eine gute Recherche und eine geschulte Analyse ist sehr wichtig um beim Wetten langfristigen Erfolg zu haben. Für Tennis Wetten gibt es glücklicherweise einige sehr gute Datenbanken. Ja selbst die Twitter- und Facebook-Accounts der Spieler dienen manchmal durchaus als wichtige Informationsquelle. Wenn ein Fabio Fognini zu lange gefeiert hat vor einem wichtigen Spiel, eine Carina Witthöft mit einem Selfie Einblicke in ihren täglichen Trainingsplan gibt und eine Sara Errani sich über den Jet Lag beschwert, dann kann man solch interessanten Fakten durchaus in seine Überlegungen mit einfließen lassen. Die Informationsquellen sind gegeben und auch das macht Tennis zu einer tollen Sportart die bestens zum Wetten geeignet ist.

Eine Übersicht über alle Empfehlungen, Tipps & Strategien für Tennis Wetten finden Sie in unserem Artikel: Empfehlungen, Tipps & Strategien für Tennis Wetten