Erfolgreich auf Tennis Mannschaftswettbewerbe wetten

Wie wettet man erfolgreich auf Davis Cup, Fed Cup und Co?

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Obwohl es sich beim Tennis natürlich in allererster Linie um einen Einzelsport handelt, gibt es gleich eine ganze Reihe unterschiedlicher und teilweise höchst traditionsreicher Tennis Mannschaftswettbewerbe. Damit die Wetten auf diese ein Erfolg werden, sind eine ganze Reihe von Komponenten zu beachten, die in diesem Artikel analysiert werden.

Die Wettbasis stellt die einzelnen Wettbewerbe zunächst genau vor und erklären dann im Detail, worauf man bei seinen Tipps unbedingt achten sollte, um zum Beispiel erfolgreiche Davis Cup Wetten zu platzieren. Mit Teamwettbewerben sind in diesem Fall keine üblichen Doppel gemeint, sondern echte Teamduelle.

Die wichtigsten Tennis Teamwettbewerbe

Nachfolgend gibt Ihnen die Wettbasis eine Übersicht über die bekanntesten und wichtigsten Tennis Teamwettbewerbe eines jeden Tennisjahres!

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Hopman Cup – Wettmöglichkeiten & Hinweise

Der Hopman Cup gilt als inoffizielle Mixed-Weltmeisterschaft und findet stets zu Beginn des Jahres (beziehungsweise über den Jahreswechsel) im Vorfeld der Australian Open in Perth statt. Benannt wurde er nach dem legendären Harry Hopman, der drei Jahrzehnte lang australischer Davis Cup Captain war und sein Land in diesem Zeitraum zu unglaublichen 16 Titelgewinnen führen konnte. Erstmals ausgetragen wurde das Turnier im Jahr 1989. Gespielt wird in zwei Gruppen mit je vier Nationen und die einzelnen Ländervergleiche bestehen aus je einem Herren-Einzel, einem Damen-Einzel und einem Mixed. Ausgetragen wird der Wettbewerb wie das kurz darauf stattfindende erste Grand Slam Turnier des Jahres auf Hardcourt. Der Wettbewerb erfreut sich bei den Zuschauern immenser Beliebtheit, zeigt sich stets offen für technische Neuerungen (im Jahr 2006 war es der erste offizielle Wettbewerb, bei dem die Spieler Hawk-Eye-Challenges nutzen konnten) und die Siegerliste umfasst äußerst illustre Namen wie beispielsweise Federer/Hingis.

Einige Nationen schickten bei den bisherigen 30 Ausgaben fast in jedem Jahr ihre männliche und weibliche Nummer 1, so dass beispielsweise die Tschechen über den kompletten Zeitraum beinahe immer mit sehr klangvollen Teams wie Mecir/Sukova, Korda/Novotna oder Berdych/Kvitova an den Start gingen. Sogar Boris Becker und Steffi Graf traten einst gemeinsam an, scheiterten 1992 jedoch im Halbfinale. Trotzdem konnten sich schon zwei deutsche Paarungen in die Siegerliste eintragen, nämlich 1993 Stich/Graf und 1995 Becker/Huber. Auch einige weitere interessante Konstellationen wie Geschwisterpaare (Emilio Sanchez und Arantxa Sanchez-Vicario für Spanien, Wayne und Cara Black für Simbabwe) oder spätere Ehepaare (Roger Federer und Mirka Vavrinec) hielt das Turnier bereits parat und auch überaus überraschende Finalisten gab es schon (zum Beispiel Thailand im Jahr 2000 mit Srichaphan/Tanasugarn). Da Mixed-Wettbewerbe nur bei den vier Grand Slam Turnieren ausgetragen werden (obwohl es einige Turniere auf der ATP und WTA Tour gibt, die zeitgleich am selben Standort stattfinden, wird dort kein Mixed gespielt), gibt es nur wenige Mixed-Statistiken, die man zum Anbringen erfolgreicher Tennis Wetten studieren könnte. Behelfen sollte man sich dadurch, dass man prüft, wo die Spieler und Spielerinnen auf den jeweiligen Doppel-Weltranglisten platziert sind. Wegen des kurzen Modus kommt es sehr häufig beim Stand von 1:1 nach den Einzeln zum dann alles entscheidenden Mixed, das im Normalfall die Nation für sich entscheidet, die über die besseren Doppelspieler verfügt. Auffällig ist, dass der Hopman Cup dennoch eher als bessere Trainingseinheit angesehen wird, bei dem die Topstars nicht die Konzentration an den Tag legen, die man später bei den Australian Open sehen kann.

Fed Cup – Wettmöglichkeiten & Hinweise

Der Fed Cup ist der bedeutendste Mannschaftswettbewerb im Damen Tennis. Erstmals wurde er 1963 im Modus „Zwei Einzel, ein Doppel“ ausgetragen, seinerzeit noch unter dem Namen Federation Cup. Die teilnehmenden Nationen versammelten sich hierzu an einem zentralen Ort, an dem im Rahmen eines einwöchigen Turniers das Siegerteam ausgespielt wurde. Bei Namen und Modus blieb es bis ins Jahr 1994, anschließend folgte die Umbenennung in Fed Cup, in deren Zuge auch der Modus geändert wurde. Seit 1995 werden genau wie beim männlichen Pendant – dem Davis Cup – vier Einzel und ein Doppel ausgetragen. Ein Unterschied zum Herren-Wettbewerb ist jedoch, dass das Doppel im Fed Cup erst nach Abschluss aller vier Einzel ausgetragen wird während es im Davis Cup bereits nach den ersten beiden Einzeln stattfindet.

Eine weitere ganz gravierende Neuerung des Jahres 1995 war, dass es fortan Heim- und Auswärtsspiele gab und die einzelnen Runden über das Kalenderjahr verteilt ausgespielt wurden – der zentrale Austragungsort wurde also aufgegeben. Hieraus ergab sich für das Heimteam nun auch die neue taktische Möglichkeit, über den Untergrund zu entscheiden, was vorher durch den zentralen Austragungsort natürlich nicht möglich war. Das deutsche Team konnte sich bis jetzt zweimal in die Siegerliste eintragen, 1987 und 1992. Der Triumph von 1987 war an Dramatik nicht zu überbieten und ging als eine der größten Wenden innerhalb eines Matches in die Tennis-Geschichte ein. Seinerzeit lagen Steffi Graf und Claudia Kohde-Kilsch im Finale beim Stand von 1:1 nach den Einzeln im entscheidenden Doppel gegen Chris Evert/Pam Shriver völlig aussichtslos mit 1:6, 0:4 zurück, bevor ihnen noch die Wende gelang und sie das Match noch mit 1:6, 7:5 und 6:4 für sich entscheiden konnten. Die Fed Cup Kapitäne, die Deutschland am meisten prägten, waren Klaus Hofsäss und Barbara Rittner, die jeweils über mehr als eine Dekade die Geschicke des Teams leiteten (Hofsäss von 1984-1997 und Rittner von 2005-2017). Rittner, die als aktive Spielerin in der Zeit nach Steffi Graf und Anke Huber teilweise quasi im Alleingang den Klassenverbleib des Teams sicherte (letztmals kurz vor ihrem Rücktritt als aktive Spielerin 2004 beim 3:2-Erfolg in der Ukraine durch Siege in ihren beiden Einzeln und im Doppel), blieb trotz einer außergewöhnlichen Spielergeneration um Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Sabine Lisicki und Julia Görges ein Titelgewinn als Kapitänin verwehrt. Lediglich ein Finaleinzug stand zu Buche, bei dem man jedoch 2014 in Tschechien chancenlos war.

Die Tschechinnen konnten im Zeitraum 2011-2016 binnen sechs Jahren fünfmal den Fed Cup gewinnen und man sollte sie auch heutzutage bei Fed-Cup-Wetten stets auf der Rechnung haben.
 

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Davis Cup – Wettmöglichkeiten & Hinweise

Der Davis Cup ist der mit Abstand wichtigste Mannschaftswettbewerb im Herren-Tennis, bei dem jedoch im Laufe der letzten drei Jahrzehnte immer wieder leichte Anpassungen und Modifizierungen vorgenommen wurden. Geblieben ist – zumindest in der als Weltgruppe bezeichneten 16 Nationen umfassenden ersten Liga – der generelle Modus mit zwei Einzeln am Freitag, einem Doppel am Samstag und zwei Einzeln am Sonntag. Diese werden über die Distanz Best-of-Five ausgetragen (in den unteren Ligen jedoch seit kurzen nur noch am Samstag und Sonntag und nur noch über die Distanz Best-of-Three). Insgesamt werden demnach fünf Punkte vergeben und die Nation, die mindestens 3 Punkte einfährt, ist somit der Sieger des jeweiligen Ländervergleichs. Heimrecht genießt das Team, das beim letzten Aufeinandertreffen auswärts antreten musste. Gab es zwischen den beiden Nationen seit 1970 noch kein Duell, so entscheidet das Los.

Im Laufe der Jahrzehnte gab es viele legendäre Davis Cup Schlachten, die den Zuschauern im Gedächtnis blieben. Seine goldenste Zeit hatte der Wettbewerb circa von 1985-1995, als in Deutschland bei den TV-Zuschauern teilweise zweistellige Millionen-Zahlen erreicht wurden, so dass manchmal sogar die Tagesschau weichen musste. Selbst mitten in der Nacht drückten 1987 mehrere Millionen deutsche Fans Boris Becker bei seinem epochalen Match gegen John McEnroe in Hartford um den Klassenverbleib in der Weltgruppe die Daumen. Dieses Match sollte mit seinen 6:22 Std lange Zeit das längste aller Zeiten bleiben, was auch daran lag, dass zu dieser Zeit im Davis Cup noch keine Tiebreaks ausgespielt wurden. Dies blieb bis zum Jahr 1988 so und bis ins Jahr 2015 gab es zumindest im fünften Satz keine Tiebreak Entscheidung. Seit 2016 wird nun jeder Satz beim Spielstand von 6:6 im Tiebreak-Modus entschieden, was Traditionalisten bedauern, jedoch im Gegenzug ein kleines Argument für die Top Stars sein soll, um im Davis Cup anzutreten (im Wissen, sich keine „endlosen“ Schlachten liefern zu müssen).

Auch weitere kleinere Maßnahmen wie die seit diesem Jahr mögliche Nominierung von fünf statt vier Spielern durch den jeweiligen Davis Cup Captain (der im Gegensatz zu den Coaches auf der ATP-Tour die kompletten Matches über auf dem Platz beziehungsweise auf der Bank seines Spielers verbringt) sollen helfen, den Wettbewerb für die Top Spieler attraktiver zu gestalten. Immer wieder sind jedoch auch für Traditionalisten wahre Schreckens-Szenarien wie eine Reduzierung auf zwei Gewinnsätze auch in der Weltgruppe oder sogar die Abschaffung des Heimvorteils im Rahmen eines Final Four oder sogar einer zentralen Austragung in einwöchiger Turnierform mit 18 Teams an einem Standort im Gespräch. Insbesondere die letzte Variante, die ITF-Präsident David Haggerty im April 2018 vorstellte, käme im Grunde genommen einem Todesstoß des bereits seit dem Jahr 1900 ausgetragenen Wettbewerbs gleich, weswegen unter anderem der Deutsche Tennis Bund sich mit aller Vehemenz gegen diese Pläne auflehnen will. Das immer wieder angeführte Argument, dass Top-Spieler die Belastung mit bis zu vier Daviscup Runden über das Jahr verteilt, nicht schultern können, muss für die Protagonisten der 1980iger Jahre wie Hohn klingen, spielten diese doch seinerzeit über das ganze Jahr hinweg deutlich längere Matches (unter anderem Best-of-Five in nahezu jedem ATP-Tour-Finale sowie Doppel ohne abgekürzte Match-Tiebreak-Lösung), ohne sich über die Belastung zu beklagen. Zudem führen die wenigen Top-Spieler, die das Belastungsargument für ihre Absagen anführen, sich meist selbst ad absurdum, indem sie stattdessen bei Schaukämpfen oder neuen Formaten wie dem Laver Cup oder der von 2014-2016 ausgetragenen International Tennis Premier League teilnehmen.

Die Mehrheit der Top-Spieler hat sich inzwischen jedoch deutlich gegen Haggertys Vorschlag gestellt und sich für eine Weiterführung des Davis Cups mit Heimvorteilen ausgesprochen, da dies der eigentliche Reiz und Kern des Wettbewerbs für Spieler wie Zuschauer ist. An neutralen Standorten hätte es Daviscup-Schlachten wie 1995 im österreichischen Unterpremstätten zwischen Österreich und Deutschland nie gegeben. Seinerzeit war die Stimmung vor fast 15000 frenetischen Fans so aufgeheizt, dass der Österreicher Horst Skoff den Deutschen Marc-Kevin Goellner vor dem entscheidenden Einzel bereits in der Kabine verbal anging („Dich schnapp ich mir gleich da draußen“), was in der Gentlemen-Sportart Tennis eigentlich undenkbar war. Eben diese besondere Attraktivität und Atmosphäre des Wettbewerbs wäre völlig verflogen, sollten sich zukünftig Österreich und Deutschland statt vor 15000 frenetischen Fans vor beispielsweise 200 semi-interessierten Zuschauern auf einem Nebenplatz in Singapur gegenüberstehen. Letztlich veranlasste eine von vielen Top-Spielern und nationalen Verbänden ähnlich vorgebrachte Argumentation Haggerty dazu, einen leicht modifizierten Vorschlag vorzustellen, bestehend aus einer ersten Runde beziehungsweise einer Qualifikationsrunde im Februar (jedoch nur über die Distanz Best-of-Three-Sets), die nach altem Muster mit Heimvorteil ausgetragen wird und einem Endturnier im November auf neutralem Boden. Ob ein solcher Wettbewerb nach den ATP-Finals zum Jahresende jedoch auf allzu viel Gegenliebe bei den Spielern stößt, blieb zunächst ebenso abzuwarten, wie ob Haggertys entsprechender Vorschlag bei der entscheidenden Abstimmung am 16.08.2018 unter den Tennisverbänden überhaupt die erforderliche 2/3-Mehrheit erreichen würde. Letztlich gelang dies knapp mit 71% der Stimmen, was große Tennis-Nationen wie Australien und Deutschland, die dagegen stimmten, regelrecht in Schockstarre versetzte. Der Davis Cup wird sich somit ab dem Jahr 2019 nach 119 Jahren erstmals in völlig neuem Gewand präsentieren, auch wenn Details wie der Austragungsort der Endrunde noch nicht geklärt sind.

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World Team Cup – Wettmöglichkeiten & Hinweise

Der World Team Cup wurde von 1978 bis 2012 im Düsseldorfer Rochus Club ausgetragen und war der zweitwichtigste Herren-Mannschaftswettbewerb nach dem Davis Cup. Ab dem Jahr 2020 wird der Wettbewerb wieder jährlich stattfinden. Während die 35 Ausgaben in Düsseldorf stets im Juni auf Sand ausgetragen wurden und somit auch von absoluten Top-Spielern wie Pete Sampras, Andre Agassi, Stefan Edberg oder Boris Becker als Vorbereitung auf das direkt folgende Grand Slam Turnier in Paris (Roland Garros) genutzt wurden, wird die Neuauflage immer im Januar auf Hardcourt im Vorfeld der Australian Open stattfinden. Beim ursprünglichen Format kämpften acht Länder in zwei Vierer-Gruppen im Round Robin-System gegeneinander. Die beiden Gruppensieger spielten dann im abschließenden Finale. Deutschland ist Rekordsieger mit fünf Titeln, gefolgt von den USA, Argentinien, Schweden und Spanien mit je vier Erfolgen. Eine Besonderheit des WTC war, dass – zumindest offiziell – der Nummer 1 Spieler darüber entschied, wer als Captain des jeweiligen Landes agiert.

Bis auf ganz wenige Ausnahmen saßen dann letztlich jedoch immer die jeweiligen Davis Cup Kapitäne auch beim WTC auf der Bank. Nachdem es um die Jahrtausendwende herum im deutschen Team unter der Leitung von Boris Becker und Carl-Uwe Steeb große Probleme mit dem Teamgeist gab und die beiden seinerzeit aufstrebenden Youngster Tommy Haas und Nicolas Kiefer kein Wort mehr miteinander wechselten, gelang es dem neuen Captain Patrik Kühnen wieder den Mannschaftsgedanken in den Vordergrund zu rücken und so auch den Erfolg zurück zu bringen. Die letzten beiden deutschen Titel konnten so auch unter Kühnens Regie 2005 (mit Haas, Kiefer, Mayer, Waske) und 2011 (mit Kohlschreiber, Mayer, Petzschner, Kas) eingefahren werden. Die Besetzung des Turniers war über den gesamten Austragungszeitraum stets hochklassig, auch in den letzten Jahren vor der Entscheidung, das Format nicht weiter fortzusetzen. So trat beispielsweise Argentinien im Jahr 2005 gleich mit drei Top Ten Spielern (Gaudio, Coria und Canas) an. Die Veranstalter hoffen, dass auch die Neuauflage sich ähnlicher Beliebtheit bei Fans und Spielern erfreuen wird. Neu wird neben Termin und Bodenbelag auch das von acht auf 24 Nationen erweiterte Teilnehmerfeld sein. Es wird spannend zu sehen sein, ob sich die beiden im Januar ausgetragenen Mannschaftswettbewerbe Hopman Cup und WTC nicht mittelfristig ins Gehege kommen und auch, ob sich nicht die nun zukünftig äußerst ähnlichen Wettbewerbe Davis Cup und WTC, die im Abstand von nur zwei Monaten ausgetragen werden, gegenseitig ihrer Attraktivität berauben. Aber zunächst einmal ist die Rückkehr des WTC für jeden Tennis Fan ein Grund zur Freude und für jeden geneigten Tipper ein Ereignis, bei dem sich sicherlich die ein oder andere attraktive Wettmöglichkeit ergeben wird.

Laver Cup – Wettmöglichkeiten & Hinweise

Der nach der australischen Tennis Legende Rod Laver (20 Grand Slam Titel in Einzel, Doppel und Mixed) benannte Laver Cup ist ein neuer Mannschaftswettbewerb der Herren, der 2017 erstmals ausgetragen wurde. Es tritt hierbei ein „Team Europe“ gegen ein „Team World“ an. Die Teams bestehen aus je sechs Spielern und der Wettkampf besteht aus neun Einzeln und drei Doppeln. Die Grundidee des auch von Roger Federer mit initiierten neuen Wettbewerbs erinnert somit ein wenig an den äußerst traditionsreichen Ryder Cup im Golfsport (erste Austragung 1927), bei dem das Team Europe jedoch gegen ein Team USA antritt. Zudem findet der Ryder Cup lediglich alle zwei Jahre statt, während der Laver Cup jährlich ausgetragen werden soll. Austragungsort der ersten Ausgabe war Prag und die Bereitschaft zur Mitwirkung von Top Spielern war für die Veranstalter und Zuschauer vor Ort sicherlich sehr erfreulich, für den objektiven Beobachter jedoch teilweise auch ein wenig befremdlich. So griff der ein oder andere Spieler wie Alexander Zverev zum Racket, der im selben Jahr für den Davis Cup keinen Platz in seinem Terminkalender fand. Die Europäer siegten nach einem Erfolg von Roger Federer im entscheidenden Match gegen Nick Kyrgios. Die 2018er-Auflage wird in Chicago stattfinden. Für das Team Europa treten Roger Federer , Novak Djokovic, Alexander Zverev, Grigor Dimitrov und David Goffin an. Beim „Rest der Welt“ bietet Captain John McEnroe neben den Argentiniern Juan Martin del Potro und Diego Schwartzman auch John Isner, Kevin Anderson und erneut Kyrgios auf. Bei Wetten auf das Ereignis sollte man eher Vorsicht walten lassen da der Charakter manchmal noch ein wenig zwischen Show-Event und ernsthaftem Wettstreit schwankt. Zudem wirken die Regeln teilweise willkürlich. So gibt es am ersten Tag für einen Matchgewinn je einen Punkt, am zweiten Tag zwei Punkte und am dritten Tag drei Punkte. Die Matches werden jedoch stets in derselben Distanz ausgetragen, so dass diese Art der Punktevergabe wenig nachvollziehbar ist und wohl ausschließlich dazu dient, sicherzustellen, dass auch am dritten Spieltag noch beide Teams mit Siegchancen ausgestattet sind.

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Wetten auf Teamwettbewerbe: Austragungsort und Untergrund

Vor dem Platzieren von Wetten auf Tennis Mannschaftswettbewerbe ist es zunächst einmal wichtig, sich zu informieren, ob der betreffende Wettbewerb mit echten Heim- und Auswärtsspielen ausgetragen wird oder ob der Wettkampf an einem neutralen Ort stattfindet. Besteht ein echter Heimvorteil, so sollte man diesen in seinen Überlegungen zur Wette korrekt gewichten. Man sollte also durchaus auch Stadien- oder Hallengröße betrachten und zudem berücksichtigen, ob das Heimteam über eine große Tennistradition und frenetische Fans verfügt oder nicht. So macht es natürlich einen Unterschied, ob das Auswärtsteam zum Beipspiel in Frankreich vor 25000 Zuschauern antreten muss oder in Portugal vor 500. Auch die Distanz zwischen den beiden gegeneinander antretenden Ländern spielt eine Rolle: Spielt beispielsweise Deutschland in den Niederlanden, so wird auch das Auswärtsteam einige Unterstützer dabeihaben. Geht es hingegen auf einen anderen Kontinent, so wird die Gruppe der Auswärts-Fans eher überschaubar sein. Letztlich sollte man auch das unterschiedliche Temperament der Zuschauer auf den verschiedenen Kontinenten berücksichtigen. Natürlich unterstützen alle Fans ihr Heimteam, doch macht es für das Auswärtsteam einen großen Unterschied, ob man in Skandinavien, wo sich stets alles im Rahmen der fairen Gepflogenheiten abspielt, antritt oder in Südamerika. Insbesondere Brasilien ist gefürchtet, dort wurden schon 1992 die deutschen Spieler bei nahezu jedem Aufschlag in ihrer Konzentration gestört, zudem mit Sand oder Eiswürfeln beworfen.

Seinerzeit wurde die Partie jedoch – wenn auch unter großen Protesten der deutschen Akteure – zu Ende gespielt. Völlig eskalierte hingegen die Begegnung des österreichischen Teams um Thomas Muster in Brasilien 1996, als die Österreicher unentwegt beschimpft, bespuckt und von Spiegeln geblendet wurden. Das alpenländische Doppel Muster/Plamberger entschied sich daher Mitten im laufenden fünften Satz, den Platz zu verlassen und so Doppel und die gesamte Davis Cup Partie aufzugeben. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass im Davis Cup und Fed Cup das Heimrecht gleichbedeutend mit dem Recht ist, den Bodenbelag zu wählen. Auch dies sollte man bei seinen Wetten berücksichtigen und genau betrachten, auf welchem Untergrund die Paarung stattfindet. Es ist davon auszugehen, dass das Heimteam immer bestrebt sein wird entweder den Bodenbelag zu wählen, auf dem die eigenen Spieler am besten zurechtkommen oder den, auf dem die gegnerischen Spieler (insbesondere der Spitzenspieler) am schwächsten sind. So lässt beispielsweise Australien seine Gegner sehr gerne auf Rasen antreten, sofern diese nicht selber einen Rasenspezialisten in ihren Reihen haben. Auch die Inder wählen sehr häufig Gras als Untergrund für ihre Partien, nachdem sie viele Jahrzehnte lang tatsächlich auf getrocknetem Kuhmist (!) spielen ließen und dabei von Erfolg zu Erfolg eilten. Dies war ein absolutes indisches Alleinstellungsmerkmall, jedoch gab es selbst vor 25 Jahren noch entsprechende Courts in Indien (diese wurden zwar nicht mehr zu Wettkampfzwecken genutzt, jedoch erlernte beispielsweise die spätere indische Doppel-Nummer 1 Sania Mirza noch auf diesem Untergrund das Tennis spielen). Man sollte also im Vorfeld der Wetten stets auch die Statistiken der Spieler für den konkreten Bodenbelag betrachten und schauen, ob deren Stärken auf dem jeweiligen Belag zum Tragen kommen. Serve & Volley-Spezialisten beispielsweise können ihr Spiel auf Sand nicht richtig aufziehen, während Defensivstrategen, die hauptsächlich über die Kondition kommen, auf schnelleren Belägen wenig Aussicht auf Erfolg haben.

Wie lassen sich die Teams richtig einschätzen?

Die Vorbereitung einer Wette auf Tennis Teams erfordert etwas mehr Zeit als ein Tipp auf ein einzelnes Match. Diese lohnt sich jedoch, denn Tipps auf Teams bieten auch öfter Möglichkeiten auf sehr attraktive Wettquoten. Zur richtigen Einschätzung der Favoritenrolle muss eine Vielzahl von Komponenten berücksichtigt werden und auch den Buchmachern gelingt es nicht immer, diese alle richtig einzupreisen. Zunächst einmal sollte man sich die direkten Vergleiche aller Spieler untereinander ansehen und nicht nur die Vergleiche zu den offiziell angekündigten Paarungen. Denn sehr oft werden zum Beispiel im Davis Cup als taktisches Mittel andere Spieler angekündigt als der Kapitän dann kurzfristig am Spieltag tatsächlich aufstellt. Wichtig sind zudem neben den Karriere-Bilanzen auf dem bespielten Bodenbelag und den aktuellen Jahresbilanzen zur Ermittlung der Formkurven auch die Bilanzen im entsprechenden Wettbewerb. Denn oft wachsen Spieler im Davis Cup regelmäßig über sich hinaus, die ansonsten – teilweise in ihrer gesamten Karriere – niemals eine solche Leistung erbringen, wie im Einsatz für ihr Heimatland. Ein Beispiel hierfür war der Auftritt von Kanadas Frank Dancevic (inzwischen trotz noch nicht beendeter Karriere bereits Davis Cup Captain) im Heimspiel gegen Spanien 2013, als dieser das Match seines Lebens spielte und die 132 Plätze vor ihm stehende spanische Nummer 1 Marcel Granollers mit 6:1 6:2 6:2 regelrecht zerstörte. Nie zuvor oder danach sah man Dancevic auch nur ansatzweise in vergleichbarer Verfassung.

Motivation oder Druck für einen Tennisspieler?
Verteidigung von Weltranglistenpunkten!

Genauso gibt es aber auch den gegenteiligen Fall, dass Spieler mit dem Druck im Davis Cup einfach nicht zurechtkommen und dies ganze Karrieren zerstören kann. Ein Beispiel hierfür ist das in jungen Jahren hochgelobte britische Talent Alex Bogdanovic, der gemeinsam mit Andy Murray als Nachfolger des legendären Tim Henman gehandelt wurde und vom britischen Tennis-Verband Star-Coach Brad Gilbert bezahlt bekam. Während Murray kometenhaft nach oben schoss zerbrach Bogdanovic unter anderem daran, dass er im Davis Cup gegen teilweise überaus machbare Gegner unglaubliche sechs Niederlagen in Folge erlitt. Daraufhin schmiss Captain John Lloyd ihn aus dem Team, wovon sich Bogdanovic nie mehr erholte.

Zusätzlich zur generellen Bilanz im Wettbewerb kann man auch ruhig einen Blick darauf werfen, ob Spieler sich in der Vergangenheit zuhause oder auswärts besonders stark gezeigt haben. Manche Spieler werden dadurch gepusht, dass das ganze Publikum gegen sie ist oder können in der Fremde befreiter aufspielen. So gelang es beispielsweise einem wie entfesselt aufspielenden Carl-Uwe Steeb beim ersten deutschen Davis Cup Sieg 1988 in Schweden sensationell die damalige Nummer 1 der Welt, Mats Wilander, vor dessen heimischer Kulisse zu bezwingen. Ein ganz essentieller Faktor beim Einschätzen der Stärke der jeweiligen Teams ist es auch, die Doppel-Spezialisten zu kennen. Sehr oft ist das Doppel bei ausgeglichenen Einzel-Spielern beider Teams das Zünglein an der Waage. Man sollte also im Vorfeld der Ländervergleiche neben der Einzel-Weltrangliste unbedingt auch die Doppel-Weltrangliste studieren und zudem schauen, ob die jeweiligen Länder ein festes und eingespieltes Doppel haben. Immer wieder gab es Doppel, die im Davis Cup als geradezu unbezwingbar galten, wie die Amerikaner Ken Flach/Robert Seguso (bevor diese an Boris Becker und Erik Jelen scheiterten), die Inder Leander Paes/Mahesh Bhupathi oder die australischen „Woodies“ Mark Woodforde/Todd Woodbridge. Und es ist gar nicht selten, dass man die beiden Beteiligten einer solchen sehr starken Doppel-Paarung in der Einzel-Weltrangliste nicht einmal unter den besten 500 Spielern finden kann.

Tennis Teamwettbewerbe – Welche Wetten sind zu empfehlen?

Zu großen Tennis Mannschaftswettbewerben wie Davis Cup, Fed Cup und Hopman Cup findet man bei allen großen Buchmachern die Möglichkeit, seine Tipps loszuwerden. Die Wettanbieter offerieren zu diesen Events stets die Option auf den Ländervergleich als Ganzes oder auf einzelne Partien zu tippen. Unsere Empfehlung lautet, sich die Zeit zu nehmen, sich im Vorfeld über alle Aspekte richtig zu informieren und dann nicht die einzelnen Matches sondern das komplette Länderduell zu bewetten. Der Aufwand hierzu ist zwar etwas größer, jedoch hat man dadurch auch bessere Chancen auf attraktive Quoten. Zudem ist dann gleich über mehrere Tage und bei verschiedenen Matches Spannung garantiert. Häufig besteht auch zwischen den Buchmachern ein Wettstreit, wer als erster mit seinen Quoten auf den Markt kommt. Dies führt dazu, dass oft beispielsweise schon dienstags Wettquoten für Partien im Davis Cup oder Fed Cup verfügbar sind, die jedoch erst zum Wochenende beginnen. Somit sind diese Quoten erhältlich bevor der Wettanbieter wissen kann, welche Spieler überhaupt ab freitags (im Davis Cup) oder samstags (Fed Cup) konkret gegeneinander antreten. Wer sich als Tipper an dieser Stelle die Mühe macht, sich durch Recherchen im Internet, das Lesen einiger Artikel und das Abgleichen der von uns genannten Vielzahl von Statistiken einen Informationsvorteil zu verschaffen, kann Wetten zu überaus attraktiven Quoten platzieren. Es ist kein lechter Weg, doch mit Einarbeitung & Recherche können bei Tennis Mannschaftswettbewerben interessante Wetten zu guten Quoten platziert werden.

Den Tennisbelag für Wetten passend einschätzen lernen!
Die unterschiedlichen Tennisbeläge für passende Wetten nutzen

 

Auf Tennis Teamwettbewerbe wetten – die wichtigsten Faktoren

Nachfolgend werden noch einmal die wichtigsten Hintergründe für Wetten auf Teamwettbewerbe in einer praktischen Übersicht zusammengefasst:

  • Zwingend unterscheiden zwischen Davis Cup / Fed Cup (hohe Priorität für Teilnehmer) und Hopman Cup / Laver Cup (bessere Fun-Turniere)
  • im Davis Cup / Fed Cup wählt die Heimnation (Stand 2018) den Belag aus -> doppelter Heimvorteil!
  • Wichtige Grundsatzfrage: Besitzt die Nation ein eingespieltes Doppel / gute Doppelspieler?
  • Wie stark wiegt der Heimvorteil? Jener ist bei fanatischen Tennisnationen (Balkan, Brasilien etc.) wesentlich größer
  • Sind die Nationen mit Top-Spielern am Start oder gibt es gravierende Ausfälle?
  • Welche Motivation bringen die Mannschaften mit und wie anstrengend waren die vorangegangenen Wochen der Einzelspieler?

Eine Übersicht über alle Empfehlungen, Tipps & Strategien für Tennis Wetten finden Sie in unserem Artikel: Empfehlungen, Tipps & Strategien für Tennis Wetten