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Wie funktioniert die ATP Weltrangliste im Tennis?

Erklärungen und Sonderregelungen zur ATP Weltrangliste!

Der Montag ist im Normalfall der Tag, an dem die Weltrangliste der Damen und Herren im Tennis einem Update unterzogen wird. Woche für Woche gibt es Veränderungen in der Tennis-Weltrangliste. Dessen sind sich viele Fans mit Sicherheit bewusst, doch im Detail ist die Tennis-Weltrangliste ein durchaus kompliziertes Konstrukt, mit vielen Bestimmungen und Ausnahmeregeln, die bei Tennis Wetten zu beachten sind.

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Tennis genießt in der breiten Öffentlichkeit einen sehr hohen Stellenwert und auch auf der Wettbasis gibt es zu sehr vielen spannenden Spielen ausführliche Vorschau-Artikel. Deshalb möchten wir in diesem Beitrag das Konstrukt der Tennis-Weltrangliste den treuen Lesern ein wenig näher bringen, damit sie bei Tennis Wetten nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Den Fokus legen wir dabei auf die ATP-Weltrangliste, allerdings sind nahezu alle Erklärungen auch bei den Damen gültig. Der Unterschied dort besteht, dass sich die Turnierkategorien ein wenig unterschiedlich darstellen.
 

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Wie berechnet sich die Weltrangliste?

Die Tennis-Weltrangliste in der heutigen Form wurde im Jahr 1973 eingeführt. Ganz vereinfacht dargestellt, werden dabei die Ergebnisse der letzten 52 Wochen berücksichtigt und anhand dieser Ergebnisse ergeben sich die Positionen in der Weltrangliste. Wieso die Weltrangliste solch eine große Bedeutung hat, ist ebenfalls schnell erklärt, denn anhand dieser Position wird ermittelt, wer bei den Turnieren fix im Hauptfeld steht und wer in die Qualifikation muss. Zudem haben die Topspieler bei einem Turnier stets den Vorteil „gesetzt“ zu sein und dementsprechend einem großen Kaliber, sprich einem anderen aktuell topklassierten Spieler, aus dem Weg zu gehen.

Wichtig ist jedoch zu wissen, dass nicht alle Turniere ihre Aufnahme in diese Weltrangliste finden. Wer sich schon länger mit dem Tennissport beschäftigt, sieht schnell, dass die ganz großen Topstars weitaus seltener auf der Tour zu finden sind als die sogenannten „Young-Guns“. Egal wie viele Turniere ein Spieler in einem Jahr absolviert, in die Wertung kommen nur maximal 19 Ergebnisse! Genau da beginnt es kompliziert zu werden. Als einer dieser Young-Guns kann Dominic Thiem bezeichnet werden. Der Österreicher hat sich den Namen als „Vielspieler“ nachweislich verdient. Während andere Akteure gerade mal auf diese 19 Ergebnisse in einem Jahr kommen, sind bei Thiem durchaus mal 25 oder noch mehr Turniere zu finden. Die logische Konsequenz: die Ergebnisse von sechs Turnieren zählen nicht.

Auf den ersten Blick kann dies durchaus ein Vorteil sein, doch beim Thema „Streichresultate“ haben die Spieler nicht die freie Wahl. Es gibt genaue Bestimmungen welche Turniere in die Weltrangliste einfließen. Ohne Wenn und Aber zählen die vier Grand Slam Turniere in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York. Dies sind Turniere der Kategorie A. Als die Kategorie B werden die Masters-Turniere (Turniere der Kategorie 1000) bezeichnet. Davon gibt es neun Turniere und die Ergebnisse von acht Masters-Turnieren (eine Ausnahme stellt das Sandplatz-Masters im Fürstentum Monaco dar) fließen definitiv in die Weltrangliste ein.

Somit sind zwölf der 19 Turniere bereits fix vorgegeben. Die sechs restlichen Resultate sind die besten Ergebnisse, die ein Spieler in den niedrig klassierten Turnieren vorweisen kann. Neben dem bereits angesprochenen Masters in Monte Carlo gibt es noch die Turniere der Kategorie 500 (C-Turniere wie beispielsweise in Halle oder Wien), die Turniere der Kategorie 250 (D-Turniere wie beispielsweise in Stuttgart oder Kitzbühel) sowie die Turniere in der „zweiten Leistungsstufe“ auf Challenger-Ebene (E-Turniere) beziehungsweise gar auf der Future-Ebene (F-Turniere).

Das 19. Turnier, welches in die Wertung einfließt, ist nur für die acht Top-Spieler auf der Tour relevant. Das Masters-Finale in London zählt ebenfalls und lässt das Punktekonto nochmals aufstocken. Das Maximum, welches ein Spieler dementsprechend erreichen kann, liegt bei 21.000 Punkten. Die bisher höchste erreichte Punktzahl in der Geschichte der Open Era erreichte Novak Djokovic am 6. Juni 2016, als er die stolze Punktzahl von 16.950 Punkten hinter seinem Namen stehen hatte.

Die Grand Slam Turniere

Vier Mal im Jahr blickt die Tennis-Welt für zwei Wochen auf die Turniere der höchsten Kategorie. Der Montag in der zweiten Turnierwoche ist auch einer der ganz wenigen Wochenbeginne, an denen es keine neue ATP-Weltrangliste gibt. Ansonsten ist dies nur noch bei einigen wenigen Masters-Turnieren der Fall, die über knapp zehn Tage gehen.

Im Hauptbewerb eines Grand-Slam Turniers stehen 128 Spieler. In der Woche vor dem Turnierbeginn kämpfen in der Qualifikation nochmals 128 weitere Spieler um die letzten 16 Plätze in diesem Hauptbewerb. Die Grand Slam Turniere sind nicht nur für die Weltrangliste aufgrund der vielen Punkte enorm wichtig, sondern gerade auch für Spieler, die irgendwo im Bereich um die Top-100 stehen. Bereits das Erreichen der ersten Hauptrunde sorgt für ein nettes Preisgeld, mit dem die nächsten Reisen zu den kommenden Turniere gut bezahlt werden können. Die vier Grand Slam Turniere werden in Melbourne (Australien Open), Paris (French Open), Wimbledon und New York (US Open) ausgetragen. Der Sieger erhält hierfür stolze 2.000 Punkte in der ATP-Weltrangliste und hat sich mit einem Sieg auch das Ticket für die ATP-Finals in London gesichert.
 

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ATP-Masters Turniere (Kategorie 1000)

Die zweithöchste Kategorie bei den Herren sind die Masters-Turniere. Dort erhält der Turniersieger 1.000 Zähler für die ATP-Weltrangliste. In dieser Kategorie gibt es über das ganze Jahr verteilt neun Turniere. Bereits weiter oben wurde die Sonderregelung für das Masters-Turnier in Monte Carlo angesprochen. Dementsprechend sind acht dieser neun Turniere fixer Bestandteil für die ATP-Weltrangliste.

Allerdings möchte die ATP-Tour das ganze System noch ein wenig komplizierter gestalten und schützt die „älteren“ Spieler durch einige Sonderregelungen. Die Topstars haben eigentlich eine Startverpflichtung bei diesen Turnieren, wenn es nicht Ausnahmen geben würde. Drei Ausnahmen gibt es hierfür, die beachtet werden müssen: Wenn ein Spieler mehr als 600 Spiele auf der ATP Tour bestritten hat, wenn ein Spieler mindestens zwölf Jahre lang auf der ATP Tour vertreten ist oder wenn ein Spieler mindestens 31 Jahre alt ist. Für jedes „Erreichen“ dieser Sonderregelung hat ein Spieler das Wahlrecht bei einem Turnier der Kategorie B (sprich die Masters-Turniere) auf einen Start zu verzichten und anstatt dessen ein Turnier einer niedrigeren Kategorie in die Wertung einfließen zu lassen. Spieler wie Roger Federer haben somit die Möglichkeit an maximal fünf Masters-Turnieren im Jahr teilzunehmen ohne, dass ein „Nuller“ in die Wertung einfließt.

ATP Turniere der Kategorie 500 und 250

Da es jedoch nicht jede Woche ein Highlight geben kann, gibt es auch auf der ATP-Tour Turniere der niedrigeren Kategorie. Insgesamt sind im Kalenderjahr 2017 13 Turniere der Kategorie 500 (C-Turniere) zu finden. Auch wenn wir bereits erwähnt haben, dass die Topspieler selbst aussuchen können, welche sechs Ergebnisse in die Wertung einfließen, gibt es auch da eine Sonderbestimmung. Die Top-30 müssen in einem Jahr an mindestens vier dieser dreizehn 500er Turniere teilnehmen, ansonsten geht eine Null in die Wertung. Damit sind die Sonderbestimmungen in der ATP-Weltrangliste erklärt. Wie bereits erwähnt, gibt es sechs Turniere (je nach Sonderregelung können die Top-100 bis zu neun dieser Turniere) in die Weltrangliste einfließen lassen.

Challenger- und Future-Turniere auf der Tour

Da es rund um die Welt unzählige Tennisprofis beziehungsweise verheißungsvolle Talente gibt, bestehen nicht nur die Turniere in den höchsten Kategorien, sondern auch noch die Challenger- und Future Turniere. Ohne dies abwertend zu bezeichnen, können diese Turniere als die zweite beziehungsweise dritte Leistungsstufe bezeichnet werden. Die Anzahl an Topspielern ist begrenzt und so müssen viele Spieler auf diese Kategorie ausweichen.

Da jedoch nur sechs Ergebnisse außerhalb der Top-Zwölf (vier Grand Slam, acht Masters-Turniere) zählen, kommt erneut eine Sonderregelung ins Spiel. Hat ein Spieler es aufgrund seines Rankings nicht geschafft an diesen zwölf Turnieren teilnehmen zu können, hat er die Möglichkeit diese Turniere durch Events aus der niedrigeren Kategorie zu ersetzen. Somit können auch Spieler auf der Challenger- oder Future Ebene 18 Resultate in die Weltrangliste einbringen.

Abseits der großen Bühne gibt es in jeder Woche unzählige Turniere. Die Spiele auf der ATP-Challenger-Tour werden im Regelfall auf der offiziellen ATP-Seite im Livestream übertragen. Wer sich auch ein wenig über die kommenden Stars informieren möchte, dem ist die ITF-Seite zu empfehlen. Egal wo auf der Welt, die Ergebnisse für diese Turniere sind auf folgendem Scoreboard jederzeit live zu finden.

Davis Cup und Olympische Spiele

Zwei weitere Ausnahmen stellen der Davis Cup sowie die alle vier Jahre stattfindenden Olympischen Spiele dar. Vor einigen Jahren gab es für Auftritte in diesen zwei Wettbewerben ebenfalls noch Weltranglistenpunkte zu ergattern. Dies ist mittlerweile nicht mehr der Fall und damit hat vor allem der Davis Cup eine enorme Abwertung erhalten. In den letzten Jahren waren nur noch sehr wenige Top-Ten Spieler dazu bereit, sich für ihr Heimatland in den Dienst zu stellen und um die „hässliche Salatschüssel“ zu kämpfen.

Bei den Olympischen Spielen stehen die Weltranglisten-Punkte im Hintergrund, denn olympisches Edelmetall wird für immer Bestand haben und ist Motivation genug.
 

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Fazit – Wie funktioniert die ATP Weltrangliste im Tennis?

Deutlich wurde bei den obigen Ausführungen, dass die ATP Weltrangliste wesentlich komplexer ist, als dies manch Tennisfan bekannt ist. Noch spannender wird es bei der Verteilung der Startplätze für einzelne Turniere, da beispielsweise das Protected Ranking Spieler beim Einstieg nach einer langen Verletzung schützt und somit nicht selten ein in der Weltrangliste schwächer platzierter Profi an einem Turnier teilnehmen darf, während ein besser platzierter Spieler sich durch die Qualifikation kämpfen muss.

Deutlich zu warnen ist vor Tennis Wetten allein aufgrund der Weltrangliste. Wer das Ranking zu stark einbezieht, wird damit eine Bruchlandung erleben, was nicht zuletzt an den unterschiedlichen Belägen liegt. Ein Rafael Nadal ist nicht der Nummer 1-Favorit in Wimbledon, doch auf Sand in Paris kaum zu schlagen. Tennis ist komplex und daher auch Expertenwissen für erfolgreiche Tennis Wetten notwendig.

 
Eine Übersicht über alle Empfehlungen, Tipps & Strategien für Tennis Wetten finden Sie in unserem Artikel: Empfehlungen, Tipps & Strategien für Tennis Wetten