Enthält kommerzielle Inhalte

Wann Sie beim Wetten eine Pause einlegen sollten!

Wettsucht - wenn soziale Kontakte eine immer kleinere Rolle spielen

Ein ganz normaler Samstag?

Darf ich mich Ihnen vorstellen? Mein Name ist Philipp und mein Hobby führt dazu, dass ich so manchen geruhsamen Samstagnachmittag anders verbringe als der Großteil der Menschheit. Ich bin leidenschaftlicher Sportler, sowohl selbst auf dem Rasen, als auch hinter dem Absperrzaun als Fan im den verschiedensten Stadien Deutschlands. Mit meinen 22 Jahren befinde ich mich momentan mitten im Studium, bewohne somit eine WG mit 2 Mädels , sowie meinem besten Freund Klaus, der als einziger der drei ebenso begeistert mit Sport sein Wochenende verbringt. Seit rund einem Jahr versuche ich, aus dem schönen Hobby auch Profit zu schlagen und wette auf verschiedenste Ereignisse in der Welt des Sports. Dazu sind häufig Nerven aus Stahl notwendig, so auch vor wenigen Tagen, wovon ich Ihnen nun berichten möchte.

Genüsslich sitze ich im Wohnzimmer, begeistert erwarte ich meine Freundin, die anscheinend einen ganz besonderen Tag erwischt hat. Verwöhnt sie mich heute mit einem leckeren Frühstück? Doch während sie durch die Tür ins Zimmer spazieren möchte… höre ich das schrille klingeln das Weckers. Verwirrt drehe ich mich im Bett um und sehe verschlafen auf das Handy, welches mich aus dem Schlaf gezogen hat. Kurz muss ich mich fassen, bevor mir nahezu gleichzeitig die Gedanken kommen, dass ich eigentlich gar keine Freundin habe, ich auch nicht im Wohnzimmer sitze und ich diesem Traum gnadenlos entrissen wurde. Die Wanduhr zeigt 6:15 Uhr, soviel ist durch die ersten Sonnenstrahlen, die durch das leicht geöffnete Dachfenster scheine, zu erahnen. Wenig später wurde mir bewusst, dass Samstag ist, der Wecker gar nicht hätte klingeln dürfen und ich beginne mich gleichzeitig über das Handy und mich selbst aufzuregen. An Schlafen war nicht wirklich mehr zu denken und so beschloss ich die Zeit bis zum Aufstehen mit Musik zu füllen. Eigentlich ist es ein tolles Gefühl nicht zur Arbeit zu müssen und in Ruhe im Bett zu liegen, doch ein leichter Kater aufgrund der Party des vergangenen Abends lässt mich die Kopfhörer recht schnell wieder in die Ecke legen.

 

Gibt es ein Patentrezept für die richtige Anzahl an Wetten pro Tag?
Wie viele Wetten pro Tag? Wettbasis.com Ratgeber

 

Gegen 8 Uhr, das Aufstehen habe ich inzwischen über mir ergehen lassen, erreiche ich den Kühlschrank, nehme mir ein Joghurt sowie ein fertig belegtes Brötchen und beginne beides in mich hineinzustopfen. Aus langer Tradition mache ich mein Frühstück stets am Vortag fertig, um nicht aus fehlender Motivation und Faulheit am nächsten Morgen komplett darauf zu verzichten. Die lange Freizeit aufgrund des frühen Erwachens schlug ich recht sinnvoll tot, indem ich meine Jogginghose drüber streifte und einen kurzen Lauf durch unseren Park, direkt unterhalb des Hauses gelegen, startete. Auf diese Art und Weise gelingt es mir immer, zur Ruhe zum kommen und ein klein wenig abzuschalten. Dies war auch bitter nötig, denn ein größeres Sportprogramm stand für den restlichen Tag an. Tatsächlich kann ich im Nachhinein behaupten, des es die geruhsamste Zeit des Tages war, auch wenn ich zweimal von Spaziergängern nach der Uhrzeit gefragt wurde und beinahe vom Hund des Nachbargrundstückes angesprungen worden wäre.

Wieder daheim startete ich meinen Laptop und begann sämtliche Listen mit verschiedensten Quoten der heutigen Fussballspiele durchzulesen. Eine Reihe von Spielen sprach mich an und obwohl mir recht schnell klar wurde, welche Spiele in meine heutige Auswahl kommen würden, rätselte ich weiter, ob dies auch tatsächlich die richtigen Entscheidungen waren, ich nicht vielleicht doch noch etwas ändern sollte, bevor des kurze Klicken auf den „BIETEN“ Button nach Eingabe meines Einsatzes die Suche beendete. Entschieden hatte ich mich für den Heimsieg Dynamo Dresdens, einem Erfolg der Schalker im Derby, den Heimdreier Borussia Mönchengladbachs und am spätem Abend noch für Chelsea in der Premier League. Nach Spinat zu Mittag schwang ich mich ins Auto um meinen Club für den ich schwärme, live im Stadion zu betrachten. Fünf Minuten später erreichte ich die Spielstädte des Wuppertales SV. Stolz streckte ich den Schal gen Himmel während ich mir durch die Menschenmassen einen Weg zum Stadioneinlass bahnte. Das Spiel war schlecht, wie in der vergangenen Wochen schon. Meine Stimmung sank auf den Nullpunkt als die Gästefans zum Jubelschrei über den Führungstreffer ausholten. Enttäuscht gönnte ich mir eine Bratwurst, nachdem der Mann mit der Pfeife die erste Halbzeit beendet hatte. Der leckere Geschmack von Wurst, Ketchup und Senf stimmte mich wieder leicht versöhnlich und gab neuen Mut für den zweiten Spielabschnitt. Zuvor stand noch ein ganz wichtiger Programmpunkt an. Der Stadionsprecher gab die Halbzeitstände aus den anderen Stadien bekannt. Dynamo Dresden gegen Erzgebirge Aue 2:0 tönte es fast schon zärtlich in meinen Ohren und ich jubelte im Inneren. Leider gab es dasselbe Bild in den restlichen 45 Minuten zu sehen. Der vermeintliche Favorit und Verein, der in meinem Herzen schlägt, bemühte sich erfolglos um den Ausgleich bis drei Minuten vor Schluss, als ein katastrophaler Abwehrschnitzer in den Gästereihen doch noch den Punktgewinn bedeutete. Mit gemischten Gefühlen, über zwei verpasste Punkte, jedoch immerhin einen geretteten, trat ich die Heimreise an.

Diese 10 Minuten sind wöchentlich die schlimmsten im Samstagsstress. Quietschend schert ein Auto vor mir in die Spur. Soeben schaffte ich es noch die Bremse voll durchzudrücken und mit einer Hand am Lenkrad einen Unfall zu verhindern. Mit der anderen Hand drückte ich auf meinem Autoradio herum, suchte verzweifelt nach einem Sportsender, der mir über die Bundesliga berichten sollte. Bekanntlich haben die Bundesligaspiele schon vor 20 Minuten angefangen, und ich grübelte wieder einmal darüber nach, wer es sich hat einfallen lassen, Fussballspiele parallel stattfinden zu lassen. Neben viel Rauschen kam langsam auch eine Stimme zum Vorschein, die mich darüber aufklärte, dass in meinen beiden getippten Spielen noch keine Tore gefallen waren. Fast erschrocken vernahm ich, dass ich die Heimat schon wieder erreicht hatte und stieg aus dem Auto. Ich kramte in meiner Hosentasche nach dem Türschlüssel, fand zuerst den falschen, schaffte es aber irgendwie doch noch das Schloss zu öffnen. Sky kann ich mir leider nicht leisten, dafür sind noch einige Wetterfolge nötig, somit mussten wieder einige andere Geräte herhalten. Mein Rechner suchte nahezu gleichzeitig nach einer Livescoreseite sowie einem chinesischenLivestream, damit ich zumindest das Topspiel in na ja, nennen wir es mal grad noch sichtbarer Qualität, verfolgen konnte. Mein Freudenschrei übertönte klar den des Radioreporters, als Schalke in Führung ging. Wenige Minuten später brachte mich der Rückstand Mönchengladbachs wieder auf den Boden zurück. Susi, die zu Beginn erwähnte Mitbewohnerin klopfte, wie so oft in einem ungünstigsten Moment, an meine Zimmertüre. „Hilfst du mir beim Wäsche abnehmen?“ hörte ich es durch den Türspalt zischen. Meine Bemerkung war kurz und knapp, „ja, in 14 Minuten“. Susi wusste, dass ich im Fussball nicht gestört werden wollte… Die Information, dass ich in 14 Minuten Zeit für sie hätte, reichte ihr inzwischen schon um die Uhrzeit abzulesen… ist doch immer gegen 16:15 Uhr Halbzeitpause der Bundesliga und der früheste Moment, sich mit Nebensächlichkeiten, wie dem Zusammenlegen der getrockneten Wäsche zu widmen. Draußen schoss mir der Wind entgegen, dunkle Wolken zogen am Horizont auf, was mir sagte, dass der Tag auch weiterhin drinnen verlebt werden würde. Hektisch schaute ich nach jedem Kleidungsstück, welches in der Wäschekorb befördert wurd,e auf meine Uhr, hatte der zweite Spielabschnitt doch längst begonnen. Endlich zurück im Zimmer genoss ich, dass Schalk die Führung ausgebaut hatte. Andererseits kaute ich ungeduldig auf meinen Fingernägeln herum, doch Gladbach vergab die besten Chancen um ins Spiel zurück zu kommen. In Minute 78 war es dann doch soweit und nach dem Ausgleich fehlte nur noch ein einziger Treffer zum perfekten Wetttag. Wenige Minuten später köpfte ein Stürmer den Ball an den Pfosten, die letzte Chance war vergeben und Enttäuschung machte sich in mir breit, obwohl ein klarer Gewinn aus den bisherigen Wetten übrig blieb. Chelsea musste nachher gewinnen, soviel stand für mich fest. Auf ihnen lag der größte Betrag, den ich nur äußerst ungern verlieren würde. Während des Spieles riefen Freunde an, was ich denn heute Abend machen würde. Doch ich konnte noch nicht sagen, ob die Lust zum feiern noch gegeben wäre, spielte Chelsea doch keinen guten Fussball, lag kurz vor Schluss noch immer nicht in Führung. Langsam begann ich immer stärker zu zittern und versuchte den Ball mit eigenen Rufen ins Netz zu tragen. Ich verfluchte Ballack nach dem auslassen einer 100% igen Chance. Nachspielzeit, die Hoffnung am Nullpunkt, eine letzte Ecke kommt in den Strafraum herein und – Toooooooor. Ein Schrei lässt meine Katze ängstlich zusammenfahren und der soeben als Buhmann ausgemachte Typ im blauen Trikot war plötzlich mein Held des Tages. Erschöpft lehne ich mich im Sessel zurück und genieße den Moment des Sieges. Die Dämmerung sowie meine Wanduhr verraten mir, dass es kurz nach 22 Uhr war. Die nächste Einladung eines Freundes nahm ich nicht an – ich war doch viel zu fertig, um mich woanders als an Computer oder Bett aufzuhalten.

 

Wie Sportwetten Verluste verkraftbar bleiben!
Was tun, wenn man mit Sportwetten verliert? Wettbasis.com Ratgeber

 

Bemerkung zur Story:

Mir ist sehr wichtig, dass diese Randbemerkung wirklich gelesen wird. Möglicherweise hat sich manch Leser bei dieser Fantasiegeschichte ertappt. Dennoch habe ich bewusst übertrieben, was dazu führt, dass die geschilderte Handlung nicht „normal“ für einen Sportwetter sein soll, sondern eher die Normalität für einen Süchtigen beschreibt. Sollten Sie einen ähnlichen Verlauf eines Samstags Woche für Woche haben, sollten Sie sich in Sachen Sportwetten definitiv eine Pause gönnen. Außerdem endet dieses „Märchen“ mit einem Happy End, ich bin aber überzeugt, dass eine Person mit diesem Charakter nicht jeden Samstag mit einem Lächeln ins Bett geht, sondern möglicherweise aufgrund eine Frustwette viel mehr verliert als dieser gute Tag eingebracht hätte. Die Überschrift stellt also reine Ironie dar und sollte nicht für Sie passend sein. Der Handlungsstrang kann in einigen kleinen Momenten gewiss ihr Leben widerspiegeln, sollte aber nicht stellvertretend für ihre Wochenendgestaltung stehen. Ein ganz normaler Samstag sollte anders aussehen, sind doch soziale Kontakte wesentlich wichtiger als einige Euro mehr auf der Bank.

Eine Übersicht und Informationen auf der Wettbasis, die sich mit den Thema Wettsucht und Spielmanipulation beschäftigen, finden Sie in unserem Artikel: Verantwortungsvoll Wetten – Spielsucht & Wettmanipulation