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Wann ist man spielsüchtig und wie kann man Spielsucht bekämpfen?

Wann beginnt Spielsucht, wie erkenne ich sie und was kann man tun?

Der größte Indikator, dass das Thema Sportwetten gefährlich werden kann, ist sicherlich die Tatsache, wenn in nahezu jeder Lebenssituation an die nächste Wette gedacht wird. Wer mit seiner Freundin Essen geht oder ins Kino und im Kopf dennoch das aktuelle Champions League Ergebnis oder das Tennis-Resultat hat, sollte sich schon selbst mit diesem Thema beschäftigen und noch früh genug entgegensteuern. Spielsüchtige nehmen nahezu jede Gelegenheit wahr und wetten wie wild drauf los. In Zeiten des Smartphones kann jeder problemlos 24/7 online sein und durch das mobile Angebot, insbesondere die Live-Wetten, werden immer wieder Reize gesetzt. Wer sich als gefährdeter pathologischer Spieler sieht, muss einen sehr starken Willen haben um diesen Reizen zu widerstehen. Wie bei einem Alkoholiker der erste Schluck schon der Rückfall ins Verderben sein kann, kann bei einem Spieler, die erste Wette nach längerer Zeit die Hemmschwelle auf ein Minimum senken und der Teufelskreislauf beginnt von Neuem.

Wer diese Phase bereits überschritten hat, wird sich oftmals selbst dabei erwischen, dass der meist genutzte Button auf der Webseite „Einzahlen“ lautet. Immer wieder findet man sich auf der Payment-Seite wieder. So lange das Bankkonto Geld hergibt, ist alles gut. Der monatliche Gehalt kam gerade erst und nun heißt es, das große Geld zu machen. Doch nach wenigen Minuten, Stunden oder vielleicht auch ein paar Tagen ist wieder die leere Null zu finden. Neuerlich wird eingezahlt in der Hoffnung, „nur die letzte Einzahlung zurückgewinnen und dann ist alles wieder gut“. Doch diese Hoffnung zerschlägt sich und die einzige Konstante ist eben die Einzahlungsseite. Ein iterativer Prozess, der sich immer und immer wieder wiederholt. Irgendwann ist dann ein Großteil des verfügbaren Geldes verspielt und getreu dem Motto „Geld zu Ende aber noch so viel Monat übrig“ wird in den nächsten Tagen und Wochen ein wenig kürzer getreten. Hierbei werden pathologische Spieler oftmals zu einer Pause gezwungen, denn es ist schlicht und ergreifend kein Geld da um zu wetten. Ganz schlimm ist es, wenn bereits in dieser Phase kriminellen Machenschaften nachgegangen wird, um sich seine Sucht zu finanzieren.
 

Wann beginnt Spielsucht, wie erkenne ich sie und was kann man tun? – TEIL 1
Wie kann ich Spielsucht erkennen? Wettbasis.com Ratgeber

 

Das Leben eines pathologischen Spielers

Eine solche Zwangspause birgt oft die große Chance, das Ruder herumzureißen. In dieser Phase kommt oftmals die Selbstkritik zu tragen. Die Frage nach dem „Wieso“ ist auf einmal ein bestimmendes Thema im Alltag. Wieso habe ich schon wieder den gleichen Fehler gemacht? Wieso habe ich nichts daraus gelernt? Und auch wie soll es nun weitergehen? In dieser Zeit verzichten solche Menschen oftmals auf sehr Vieles. Es wird sich kaum noch etwas gegönnt und man sieht, dass bereits einige wenige Euros am Tag reichen, um über die Runden zu kommen. Vor dem nächsten Zahltag sehen sich schon viele als „geheilt“ an, weil beispielsweise zwei Wochen lang keine Wette getätigt wurde. Ab nun werden nur solche Spiele getippt, auf denen wirklich ein großer Value zu sehen ist. Dies klappt vielleicht am ersten Tag noch, doch nach der ersten verlorenen Wette ist schon wieder das Zurückgewinnen des verlorenen Geldes an oberster Stelle. Und danach haben wir das gleiche Bild wie vorhin beschrieben. Die Zeiten, in denen kaum gewettet wurden, sollten allerdings Hoffnung geben, dass diejenige Person aus diesem Kreislauf ausbrechen kann. Anstatt beim nächsten Zahltag wiederum dieses Spiel von vorne zu beginnen, sollte man versuchen, sich selbst etwas zu gönnen. Irgendwo essen gehen, eine Sportveranstaltung besuchen oder sonst etwas, das einem Freude bereitet. Hierbei wird weitaus weniger Geld benötigt, als bei den Wetten und die Lebensqualität steigert sich wieder. Zudem kann endlich begonnen werden, den angehäuften Schuldenberg abzubauen und sich Schritt für Schritt in eine sorgenfreie Zukunft zu entwickeln. Doch die Praxis ist leider oftmals anders als die Theorie.

Ein weiteres großes Problem ist – so paradox es auch klingen mag – wenn ein potentieller pathologischer Glücksspieler Geld gewinnt. Ganz gefährlich ist es, wenn sehr viel Geld gewonnen wurde. Das Glückshormon Endorphin wird ausgeschüttet, der Spieler fühlt sich unschlagbar. Endlich hat er das System bezwungen, endlich sind die Zeiten, in denen Geldsorgen den Alltag bestimmt haben, vergessen. Geld wird auch oft ausgezahlt und man fühlt sich als König. Doch oftmals überschätzt man sich auch in dieser Phase selbst, verliert das gewonnene Geld wieder und zahlt das bereits ausbezahlte Geld wieder ein. Und dann oftmals noch mehr als man sich leisten kann. Denn schließlich hat man gerade selbst den Beweis erbracht, dass das große Geld durch Sportwetten möglich ist. Doch dies sind lediglich Ausreißer nach oben. Und schnell ist der Spieler wieder am harten Boden der Realität angekommen.
 

„Wann beginnt Spielsucht, wie erkenne ich sie und was kann man tun? – TEIL 3“
Spielsucht: Was kann man tun? – Wettbasis.com Ratgeber

 

Wie kann man Spielsucht bekämpfen und besiegen?

Die Scham, sich nach außen hin zu öffnen, ist bei vielen Menschen dann recht groß. Viele beschäftigen sich sicherlich damit, dass das eigene Spielverhalten nicht normal ist. Doch die Überwindung ist zu groß, um sich der Familie oder auch einem Fremden anzuvertrauen. Kurz nach solchen großen Enttäuschungen gilt es zu hoffen, dass die Familie einen direkt auf das Thema anspricht. In einem Moment der Schwäche wird dann oftmals die Wahrheit gesagt und die Familie eingebunden. Oftmals haben pathologische Glücksspieler große Angst vor diesem Moment, doch schon während dem Gespräch wird dann oft erkannt, wie gut es tut, dass endlich jemand über das eigene Wohlbefinden Bescheid weiß. Die Angehörigen sind zwar oftmals geschockt und fühlen sich vor den Kopf gestoßen. In diesem Moment gibt es sicherlich auch oftmals Vorwürfe, doch diese darf man keinem Böse nehmen. Nachdem sich die Emotionen ein wenig beruhigt haben, kann das Gespräch fortgesetzt werden. In den meisten Fällen hält die Familie zusammen und getreu der Lebensweisheit „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ kann der Blick nach vorne gerichtet werden. Das Vergangene würde man zwar gerne ändern, doch das ist bereits geschehen. Die Zukunft können wir selbst bestimmen und mit der Hilfe von Partnern, Eltern, Freunden, Bekannten und vielleicht auch dank externer Hilfe ist der Weg zwar steinig aber definitiv machbar!

 

Eine Übersicht und Informationen auf der Wettbasis, die sich mit den Thema Wettsucht und Spielmanipulation beschäftigen, finden Sie in unserem Artikel: Verantwortungsvoll Wetten – Spielsucht & Wettmanipulation