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Cashout – Fluch oder Segen?

Die Vorteile und Nachteile bei Cashouts

Die Cashout Funktion ist ein immer beliebter werdendes Phänomen bei Sportwetten. Auch wenn den meisten klar ist worum es hier geht, wollen wir dies kurz nochmals erläutern. Ein Cashout ist das vorzeitige Verkaufen des Wettscheins an den Wettanbieter zu einem bestimmten Preis, der vom Wettanbieter vorgeschlagen wird. Man kann also während eines Matches oder im Verlauf einer Kombiwette jederzeit für das aktuelle Angebot des Buchmachers seinen Schein zu Geld machen. Dadurch können Gewinne abgesichert oder Verluste minimiert werden. Wer sich genauer informieren möchte: Detailliertere Erklärungen finden Sie unter folgendem Link: Was ist ein Cash Out?

Wir wollen nun mit der Fragestellung „Fluch oder Segen?“ an einigen Beispielen erklären, ob, und wann es sinnvoll ist, diese Cash Out Funktion zu nutzen.

Grundsätzlich gilt natürlich, dass Buchmacher diese Neuerung nicht ohne Grund installiert haben. Die angebotenen Cash Outs werden anhand der Live-Quoten der ausstehenden Events automatisch berechnet und sind somit natürlich nicht zum Vorteil des Wettenden. Dennoch nutzen viele diese Funktion, da man bei engen Partien oder großen Kombis seinen Schein häufig lieber für etwas weniger Gewinn verkauft, als dass man letztendlich mit komplett leeren Händen dasteht.

Weshalb Cashouts meist ein Fluch sind

Wenn wir uns für Fluch oder Segen entscheiden müssten, dann würden wir die Cashout Funktion eher als Fluch bezeichnen, da dadurch den Buchmachern eine weitere Möglichkeit gegeben ist, um profitabel die Gewinnspanne zu vergrößern. Dies wollen wir an einem einfachen Beispiel genauer erklären.

Beispiel: In einer Kombi-Wette mit einem möglichen Gesamtgewinn von 100€ fehlt nur noch ein richtiger Tipp. In einer Partie muss nur noch ein letztes Tor fallen, um die Kombi zu gewinnen. Das Match dauert noch 20 Minuten an und die Quoten für „Es fällt noch ein Tor“ beziehungsweise „Es fällt kein Tor mehr“ liegen beide bei 1,9. Dies bedeutet, dass der Buchmacher derzeit davon ausgeht, dass die Chance auf einen weiteren Treffer bei genau 50% liegt. Für die Kombi bedeutet es, dass zu genau 50% die 100€ gewonnen werden und zu 50% geht der Tipper leer aus. Aus Sicht des Wettanbieters liegt die durchschnittliche Auszahlung nun genau bei 50€ (Erwartungswert), da der Wettanbieter bei 1000 solchen Fällen 500 Mal 100€ Gewinn ausschütten müsste. Nun kommt die Cashout-Funktion ins Spiel. Für den vorzeitigen Verkauf des Wettscheins wird dem Spieler nun ein Auszahlungsbetrag von 40€ angeboten. Dies erscheint auf den ersten Blick recht lukrativ, da man häufig Angst hat, letztendlich mit gänzlich leeren Händen dazustehen. Doch wie recht deutlich ersichtlich ist, dürfte man die Cashout-Funktion nun eigentlich nicht nutzen, da ohne jene der Gewinn auf Dauer bei durchschnittlich 50€ liegen würde.

Die Cashout-Beträge liegen also immer unter dem zu erwartenden Gewinn, der durch die Live-Quoten in Echtzeit angepasst wird. Für eine langfristig profitable Strategie sollten Cashouts also nicht genutzt werden. Dennoch können sie in manchen Fällen auch zum Segen werden.

Warum Cashouts auch ein Segen sein können

Rein mathematisch betrachtet dürfte ein Cashout eigentlich nie verwendet werden. Dennoch gibt es einige Beispiele, bei denen diese Funktion durchaus interessant wird.

Beispiel: Schauen wir uns eine große Kombi an, die bis auf die letzte Wette herausragend gelaufen ist und man kurz davor steht mit einem kleinen 10€ Einsatz einen riesigen Gewinn von 500€ abzustauben. Nun fehlt nur noch ein Tor getreu des oben beschriebenen Spiels in den letzten 20 Minuten. Der Buchmacher würde für den vorzeitigen Verkauf des Wettscheins etwa 200€ (Erwartungswert wären 250€, also wieder 50% von 500€) bieten. Natürlich gilt auch hier, dass es aus mathematischer Sicht keinen Sinn ergibt, seine Wette zu verkaufen. Doch wer möchte denn bei einer so großen Wette das Schicksal in 20 Minuten bei der letzten Partie entscheiden lassen. Da verzichtet der ein oder andere dann vielleicht doch auf das Risiko und nimmt lieber die sicheren 200€ mit, als alles auf eine Karte zu setzen. Ein weiteres Beispiel wäre erneut eine Kombi, bei der nur noch ein Spiel am nächsten Tag stattfindet und der Rest schon gewonnen wurde. Grundsätzlich raten wir in diesem Fall immer von Cashouts ab, da mit der Abgabe der Wette klar sein muss, dass erst am letzten Tag die Kombi durchgehen kann. Wenn man dann mit dem großen Gewinn vor Augen nervös wird und unkluge Entscheidungen trifft, sollte man dieses letzte Spiel lieber gleich weglassen. Wenn aber nun einen Tag vor der Partie bekannt wird, dass der Topstürmer der Mannschaft, auf die sie gesetzt haben, verletzungsbedingt ausfällt, dann ändert dies die Situation natürlich grundlegend. Solche unplanbare Dinge lassen sich nicht vorhersagen und können die sicher geglaubte Kombi doch noch gefährden. Somit wäre auch hier die Nutzung der Cash Out Funktion eine Überlegung wert.

[top5bookmakers]

Fazit – Cashout: Fluch oder Segen?

Die Frage aller Fragen haben wir beantwortet: Mathematisch gesehen ist die Cashout-Funktion eher ein Fluch und gleichzeitig ein Segen für die Buchmacher. Dennoch sollte man sich dieser Thematik nicht ganz verschließen, da es doch immer mal wieder zu Situationen kommt, in denen man über die Innovation bei den Wettanbietern froh sein könnte. Für eine dauerhafte erfolgreiche Strategie ist es aber auf jeden Fall eher ratsam, seine Wetten wie in der Vergangenheit normal durchlaufen zu lassen.

 
Eine Übersicht aller Artikel der Wettbasis zum Thema Cash Out Funktion finden Sie in unserem Artikel: Alle Informationen zur Cash-Out-Funktion