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Daten und Fakten zum Thema Spielsucht, was sind die Anzeichen?

Wann beginnt Spielsucht und was kann man tun? Teil 1

Die Wettbasis informiert die Leser schon seit vielen Jahren mit Informationen zu den verschiedenen Buchmachern, Wettmöglichkeiten und vor allem auch mit sehr vielen Spielvorschauen. Angefangen von König Fußball, über Tennis, Golf, Wintersport, Motorsport und auch Gesellschaftsthemen. In den nächsten Tagen wollen wir uns einem Thema widmen, welches im Regelfall sehr wenig Beachtung findet. Die Rede ist hierbei von Spielsucht. Neue Buchmacher sprießen aus dem Boden und verzeichnen Jahr für Jahr hohe Gewinne. Um diese Gewinne zu erzielen, ist es naheliegend, dass es mehr Kunden gibt, die Geld mit Sportwetten verlieren als solche, die Geld gewinnen!

Das Thema Spielsucht wird jedoch nur selten behandelt, denn wer gibt schon von sich aus gerne zu, dass er ein Verlierer ist? Wer im Bekanntenkreis mit Freunden, Kollegen und Bekannten über das Thema redet, wird oftmals nur hören, wieviel gewonnen wurde. Maximal noch wieviel knapp nicht gewonnen wurde aufgrund einer Fehlentscheidung oder Ähnlichem. Die verlorenen Wetten zuvor und die Höhe der Einsätze sind allerdings nur selten ein Thema. Kaum jemand will sich als Verlierer deklarieren. Doch neben der Alkoholsucht ist die Spielsucht die zweitgrößte Suchterkrankung im deutschsprachigen Raum. Dennoch ist auch dies ein sehr sensibles Thema, nur wenige Leute können und wollen offen damit umgehen.

Die Wettbasis wird in den nächsten Tagen einige Artikel zu diesem Thema online stellen. Dabei wollen wir

  • im ersten Teil heute zunächst einmal ein paar Daten und Fakten zum Thema Spielsucht auf den Tisch legen.
  • Im zweiten Teil betrachten wir die äußerst selbstkritische Frage „Bin ich spielsüchtig?“
  • Und in weiterer Folge werden wir versuchen, eine Hilfestellung zu geben, falls diese Frage mit einem „Ja“ beantwortet wird.

Zudem müssen auch die jeweiligen Buchmacher in die Pflicht genommen werden und wir wollen kurz schauen, welche Möglichkeiten es für Spieler gibt, die ein eindeutiges Muster aufweisen. Ob diese weiterhin ausgebeutet werden sollen wie eine „eierlegende Wollmilchsau“ oder ob die jeweiligen Anbieter sich ihrer enorm wichtigen Rolle bewusst sind und das Wohl des einzelnen Spieler respektieren.

„Wann beginnt Spielsucht, wie erkenne ich sie und was kann man tun? – TEIL 3“
Spielsucht: Was kann man tun? – Wettbasis.com Ratgeber

 

Ab wann beginnt Spielsucht?

Wie schon erwähnt, gehört die Spielsucht mittlerweile zur zweithäufigsten Suchterkrankung im deutschsprachigen Raum. Nahezu jeder Mensch hat schon einmal Alkohol getrunken, alkoholsüchtig ist man deswegen aber noch lange nicht. Beim Thema Glücksspiel verhält es sich ähnlich. Laut mehreren Studien kann davon ausgegangen werden, dass über 85% der 16- bis 65-jährigen Männer im deutschsprachigen Raum schon mindestens einmal an einem Glücksspiel teilgenommen haben. Neben Sportwetten und Poker gibt es allerdings noch viele andere Formen von Glücksspiel. Auch Rubellose oder Lotto zählen selbstverständlich zu diesem Thema. In der Fachsprache wird ein Spielsüchtiger als „pathologischer Glücksspieler“ bezeichnet! Wir werden in unserer Serie vor allem den Fokus auf die Online Sportwetten legen!

Bei einem pathologischen Glücksspieler wird über eine längere Zeit hinweg aus Spaß bitterer Ernst. Sportwetten dienen nicht mehr dazu, um sich am Samstagnachmittag die Bundesligakonferenz ein bisschen interessanter zu gestalten, sondern der monetäre Aspekt steht im Vordergrund. Oftmals haben diese Leute schon Unmengen an Geld verloren und denken permanent daran, dieses verlorene Geld zurückzugewinnen. Die nächste Wette klappt und dann bin ich auf dem richtigen Weg. In der Regel sind vor allem Männer von Glücksspielen betroffen, Frauen hingegen lehnen dies oftmals schon im Vorhinein ab. Studien zufolge – welche jedoch immer mit Vorsicht zu genießen sind und die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch weitaus höher – soll es angeblich knapp eine halbe Million Menschen in Deutschland geben, die Anzeichen von „pathologischem Glücksspielen“ erkennen lassen.

 

Ist Spielsucht eine anerkannte Krankheit?

Dabei ist die Spielsucht eine ernstzunehmende Erkrankung. In Deutschland wurde die Spielsucht mittlerweile schon von der Krankenkasse anerkannt und ist der Alkoholsucht gleichgestellt. Das Problem ist jedoch, wie auch bei vielen psychischen Krankheiten, dass nach außen hin nichts ersichtlich ist. Wer sich einen Fuß oder eine Hand gebrochen hat, präsentiert dies gleich nach außen. Doch ein Spielsüchtiger kann seine Krankheit nach außen hin gut verstecken. Ähnlich wie auch alkoholsüchtige Menschen bauen sich diese ein sehr durchdachtes Konstrukt auf, um nicht „aufzufallen“. Der Ursprung der Sucht liegt allerdings schon zumeist etliche Monate zurück. Doch wie kann es überhaupt dazu kommen, dass die Kontrolle über das eigene Tun und Handeln in solch einem drastischen verloren Ausmaß verloren wird?

 

Wer ist von Spielsucht betroffen?

Wie die Studien beweisen, haben knapp neun von zehn Männern Erfahrungen damit gemacht. Die Risikobereitschaft ist beim männlichen Geschlecht von Natur aus eher vorhanden. Dies kann in vielen Lebenssituationen durchaus von Vorteil sein, allerdings birgt auch dies seine Gefahren. Solange nur um ein paar Euros gespielt wird, um das aktuelle Bundesliga-Spiel ein wenig spannender zu gestalten, ist auch keine Gefahr vorhanden. Gefährlich wird es aber dann, wenn der Kunde der festen Überzeugung ist, das System zu überlisten. Selbstverständlich gibt es Beispiele, die dank dem Glückspiel reich geworden sind. Genau diese Menschen sind dann oft die Vorbilder und der Reiz des großen und vor allem schnellen Geldes ist auf einmal der Mittelpunkt.

Zwar ist es hinlänglich bekannt, dass ein erfolgreicher Buchmacher die Quoten so berechnet, dass für ihn ein Gewinn herausschaut, dennoch glaubt ein Jeder, dass man selbst der/die Person ist, die das System überlistet. Wieder einmal schlägt die kognitive Wahrnehmung zu. Das beste Beispiel für kognitive Wahrnehmung ist beim Lotto und beim Rauchen zu finden. Beim Lotto denkt ein jeder Spieler, dass man ausgerechnet diese eine Person sein könnte, die die sechs Richtigen tippen wird. Allerdings glaubt auch genau diese Person, dass man auf keinen Fall zu den Personen gehört, die aufgrund langjährigem Rauchen an Krebs sterben werden. Dabei ist hier die Wahrscheinlichkeit weitaus größer als auf einen Lotto-Sechser.

Doch der Mensch hört und fühlt das, was er sich wünscht. Und da ist der Gewinn bei den Sportwetten auf einmal ganz weit oben zu finden. Und in der heutigen Zeit wird genau dieser Reiz nahezu überall gefördert. Dank Smartphones ist das Wetten zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Die Buchmacher haben zudem 24 Stunden, sieben Tage die Woche Livewetten im Angebot und dank unzähligen TV-Werbungen kommen viele Leute auch immer wieder ungewollt mit dem Thema „Wetten“ in Verbindung. Gerade für Ex-Sportwetter, die versuchen abstinent zu bleiben, gibt es heutzutage viel zu viele Gefahrenquellen. Umso wichtiger ist es, sich zu öffnen und ehrlich mit sich selbst zu sein.

 

„Wann beginnt Spielsucht, wie erkenne ich sie und was kann man tun? Teil 2“
Ab wann ist man spielsüchtig? Wettbasis.com Ratgeber

 

Was sind die Anzeichen für Spielsucht?

Der Weg bis zur Spielsucht ist zumeist ein breiter, der sich über einen langen Zeitraum erstreckt. Jedoch ist man nicht erst spielsüchtig, wenn man bereits die halbe Existenz verspielt hat. Schon wenn das Verlangen nach Sportwetten den Alltag bestimmt, wird von Spielsucht gesprochen. Zu diesem Zeitpunkt ist noch ganz egal, ob die eigene Bilanz positiv oder negativ ist. Spielsüchtige vernachlässigen oft ihre sozialen Kontakte, angefangen von Familie, Partner, den eigenen Kinder, Bekannten bis hin zur regulären Arbeit. Diese Veränderungen passieren allerdings nicht radikal von einem Tag auf den anderen, sondern sind zumeist ein langwieriger, schleichender Prozess. Da die heutige Menschheit äußerst schnelllebig ist, werden vernachlässigte Freundschaften oftmals ohne Nachfragen zur Kenntnis genommen. Es ist halt so. Und wenn jemand einen Spielsüchtigen auf das Thema anspricht, reagiert der meist gereizt und sucht sich neue Ausreden, um die Vorwürfe abschmettern zu können.

Zumeist geht es sehr lange, bis ein Spieler sich diese eigene Krankheit eingesteht. Wie bei jeder Sucht muss der direkt Betroffene allerdings den eigenen Willen haben, diese zu bekämpfen. Und genau deshalb ist die selbstkritische Frage „Bin ich spielsüchtig?“ auch so wichtig. Für einen rationell denkenden Menschen ist es nicht nachvollziehbar, wie eine Person seine Existenz aufs Spiel setzen kann und den Monatslohn nur wenige Stunden nach dem Erhalten verspielen kann. Doch spielsüchtige Menschen kann man nicht als dumm bezeichnen. Spielsüchtige sind oftmals sehr intelligent und sicher, sich mit einer Mischung aus Wissen und Disziplin gegenüber dem Buchmacher durchsetzen zu können. Und ein „dummer Mensch“ schafft es zumeist gar nicht, seine eigene Sucht so lange zu verheimlichen, wie es viele spielsüchtige Menschen können.

 

Eine Übersicht und Informationen auf der Wettbasis, die sich mit den Thema Wettsucht und Spielmanipulation beschäftigen, finden Sie in unserem Artikel: Verantwortungsvoll Wetten – Spielsucht & Wettmanipulation