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Verzerrtes Selbstbild bei Sportwetten

Wie sich Sportwetter bei Siegen und Niederlagen selbst reinlegen

Wer bei Sportwetten nicht gerade erfolgreich ist, findet schnell die Schuldigen. Es war vielleicht der Schiedsrichter, eventuell einfach nur Pech in der letzten Minute des Spiels oder eben ein schlechter Tag. Im Gegenzug wirken Erfolge doch viel eher als das Produkt der eigenen Fähigkeiten. Beides läuft am Ende darauf hinaus, dass es bei Sportwetten, wie auch sonst im Leben, einen ganz besonders hartnäckigen Feind gibt: Das eigene ICH! Menschen können sich gut selbst täuschen, was bei Sportwetten und Einsätzen mit dem eigenen Geld jedoch nicht ratsam ist.

Was bedeutet ein verzerrtes Selbstbild bei Wetten

Ein verzerrtes Selbstbild, auch selbstwertdienliche Verzerrung genannt, ist nichts, was spezifisch nur bei Sportwetten auftritt. Es taucht dort aber häufig auf, da es permanent um Niederlagen und Erfolge geht. Wer eine Sportwette abschließt, egal ob Einzel- oder Kombiwette, kann am Ende richtig liegen oder nicht. Systemwetten schaffen zumindest einen Mittelweg. Wenn ein Ereignis eintritt und die Wette abgeschlossen ist, geht es an die Abrechnung. Aber nicht nur finanziell, sondern auch kognitiv. Wie ist eine abgeschlossene Wette zu bewerten?

Generell ist es so, dass Misserfolge gerne auf äußere Umstände bezogen werden – sprich das Wetter, den Pfosten oder Schiedsrichter. Im Gegenzug werden Erfolge meist den eigenen Fähigkeiten zugeschrieben. Es war kein Glück, sondern eindeutige Voraussicht. Doch beide Bilder täuschen oftmals, was für zukünftige Prognosen nicht hilfreich ist.

Doch gerade bei Sportwetten kann es eben auch ganz anders gehen und es lässt sich anhand von festen Faktoren ablesen, ob eine Wette als gut oder schlecht bewertet werden darf / muss. Natürlich gibt es Menschen, die ein besseres Bauchgefühl als andere zu haben scheinen, aber grundsätzlich sind Wetten anhand ihres Value abzulesen. Wenn der ohnehin niedrig war, ist die Wette einfach nicht gut, egal ob damit gewonnen oder verloren wurde. Sportwetten sind das Ergebnis von Wahrscheinlichkeiten.
 

 

Die Vorteile der selbstwertdienlichen Verzerrung

Diese kognitive Täuschung scheint in erster Linie nicht sonderlich hilfreich, aber ergibt evolutionär gesehen durchaus Sinn. Letztendlich ist es eine Form von Optimismus. Es wird versucht die Lage besser zu sehen, als sie womöglich ist und scheint daher selbst in einem besseren Licht. Das kann durchaus sinnvoll sein, um nicht selbst in ein tiefes Loch zu fallen. Denn im Gegenzug zur Wahrheit ist es auch absolut nicht hilfreich, sich permanent von morgens bis abends alle seine eigenen Fehler vorzuführen. Ebenso sind die Gedanken an Angst und Zweifel nur bedingt hilfreich. Das eigene Bild etwas durch die Verzerrung aufzupolieren, kann also heilsam und praktisch sein.

Die Nachteile der selbstwertdienlichen Verzerrung

Natürlich haben die positiven Faktoren Grenzen. Wenn die Verzerrung darauf beruht, kurzfristig ein Tief zu umgehen, ist dagegen kaum etwas einzuwenden. Wenn sie aber zum Dauerzustand führt, der keine Selbstkritik zulässt, führt das in einen Teufelskreis. Dadurch können Situationen und abgeschlossene Wetten nicht mehr sauber analysiert werden, sodass sich Fehler wiederholen, wodurch erneut der Effekt ausgelöst wird. Selbstüberschätzung kann auf lange Sicht sogar in den Ruin treiben.

Besser als alle anderen sein

Selbstbewusstsein ist wichtig. Das führt aber nicht selten dazu, ein insgesamt verzerrtes Bild der Realität zu gewinnen und sich stärker einzuschätzen, als man ist. Vor allem im Vergleich mit anderen. Der größte Teil der Autofahrer glaubt, dass er besser als der Rest fährt. Nun ist das schon alleine rechnerisch nicht möglich. Kurz gesagt: Selbstbewusstsein ist eine Sache, aber eine gehörige Portion Demut oder gesunde Selbsteinschätzung ist ebenso wichtig. Übrigens kann sich Selbstbewusstsein auch daraus stärken, dass die eigenen Fehler und Schwächen erkannt und abgestellt werden.

Verzerrte Wahrnehmung in anderen Bereichen

Sportwetten bieten sich perfekt dafür an, dass der Mensch eine selbstwertdienliche Verzerrung in seinem Denken hat. Aber auch in anderen Situationen kommt das immer wieder vor, oftmals sogar sehr offensichtlich und jeder dürfte schon mal eine solche Situation erlebt haben. Beispielsweise ordnen Studenten eine Klausur eher als leistungsgerecht ein, wenn sie darin gut abschneiden. Beim Durchfallen neigt aber fast ausnahmslos jeder dazu, die Klausur als zu schwer oder gar unfair zu bewerten. Bei Sportlern findet sich das gleiche Muster. Was dagegen unmittelbar hilft: Erfahrung. Je erfahrener ein Tipper ist, desto besser kann er Situationen nüchtern betrachten und sich auch kritisch selbst sehen, ohne gleich das Kind mit dem Bade ausgießen zu müssen.

Fazit – Verzerrtes Selbstbild bei Sportwetten

Wer darum weiß, dass jeder sich gerne auch mal selbst täuscht, der hat den wichtigen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Bei Sportwetten ist ein verzerrtes Selbstbild nach Möglichkeit zu eliminieren. Das Gegenstück zum verzerrten Selbstbild ist die Objektivität, die sich dadurch auszeichnet, leicht Vergleiche ziehen zu können. Beispielsweise zeigt sich das dadurch, dass die Quoten gut eingeschätzt werden. Entsteht ein Value bei einer erfahrenen objektiven Bewertung, kann von einer guten Wette gesprochen werden, ob sie nun gewonnen wird oder nicht. Auf langfristige Sicht gesehen hilft auch die Erfahrung. Grundsätzlich gilt trotz des Faktors „Glück“: Wenn immer alles schief läuft, macht der Sportwetter etwas falsch. Wenn es aber häufig richtig läuft, über einen längeren Zeitraum betrachtet, scheint einiges an den eigenen Analyseabläufen zu stimmen.
 

Eine Übersicht und Informationen auf der Wettbasis, die sich mit den Thema Wettsucht und Spielmanipulation beschäftigen, finden Sie in unserem Artikel: Verantwortungsvoll Wetten – Spielsucht & Wettmanipulation