Trump vs. Biden: Neuer Favorit im Wahlkampf dank Obamas Unterstützung?

Trumps Umfragewerte schwächeln

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Biden & Obama
Biden & Obama © imago images / UPI P

Wie schnelllebig das politische Geschäft sein kann, erlebt derzeit US-Präsident Donald Trump. Vor einigen Wochen schien seine Wiederwahl weitestgehend gesichert, doch die Corona-Krise ist zum Gamechanger bei der Frage nach dem Favoriten im Präsidentschafts-Wahlkampf avanciert.

Die Arbeitslosenzahlen schießen durch die Decke und der Dow Jones Index hat zwar seinen freien Fall gestoppt, doch das Hauptargument Trumps für eine zweite Amtszeit im Weißen Hause in der Gestalt einer funktionierenden Wirtschaft bricht zusehends weg.

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(Wettquoten vom 16.04.2020, 09:17 Uhr)

Dazu kommt die Erkenntnis, dass das Gesundheitssystem der USA der Herausforderung durch das Virus weniger gut begegnet, verglichen mit anderen Ländern. Abbildungen von Krankenschwestern in New Yorker Krankenhäusern, die aufgrund fehlender Schutzkleidung in Müllsäcken eingekleidet ihren Job verrichten mussten, gingen um den Globus.

Die Karten in Bezug auf die Präsidentschaftswahlen 2020 werden entsprechend neu gemischt – und damit auch die Quoten der Kandidaten. Mit Joe Biden haben die Demokraten außerdem einen Kandidaten auserkoren, der seit jeher als Angstgegner von Donald Trump galt.

Statt des politisch deutlich linker positionierten Bernie Sanders geht die Partei nun mit einem vergleichsweise moderaten Kandidaten ins Rennen. Seine Gefährlichkeit für Trump ergibt sich vor allem durch eine Strahlkraft, die in republikanische Wählerschichten hineinreicht.

Des Weiteren wird Joe Biden seit dieser Woche vom noch immer überaus populären Ex-Präsidenten Barack Obama unterstützt. Die beschriebene Gemengelage führt längst zu einer wachsenden Nervosität beim derzeitigen Amtsinhaber. Wer seine täglichen Briefings der Presse verfolgt, kann das Bild eines Präsidenten, der mit dem Rücken zur Wand steht, leicht bestätigen.

Journalisten werden noch inflationärer als sonst als „Fake“ beschimpft und die Pressekonferenzen nehmen immer mehr den Charakter von Wahlkampfveranstaltungen an, während der Informationsgehalt kontinuierlich abnimmt. Kein Wunder, dass die Wettquoten bei den besten Wettanbietern schon länger nicht mehr klar zugunsten des aktuellen Präsidenten ausfallen.

Trump nicht mehr Favorit gegen Biden?

Die vorangestellte Frage lässt sich mittlerweile teils mit einem „Ja“ beantworten. Die Zweifel an einem adäquaten Umgang des US-Präsidenten mit der Bedrohung durch das Coronavirus in den USA nehmen Woche für Woche zu.

Die Lage im Bundesstaat New York ist nur ein aktuelles Beispiel und sicherlich nicht der letzte Beleg für eine kritische Einschätzung. Neue Hotspots wie in New Orleans zeigen vielmehr auf, dass anderen Großstädten des Landes ein ähnliches Szenario bevorsteht.

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Trump verzettelt sich in politische Lagerkämpfe

Hierbei zeichnet sich für Trump parallel ein wachsender Machtkampf mit den Gouverneuren der Bundesstaaten ab. Als er kürzlich postulierte, dass die Entscheidungsbefugnis über Lockerungen der Ausgehbeschränkungen allein bei ihm liegt, widersprachen ihm sofort einige Politiker wie Andrew Cuomo, der Gouverneur von New York.

Der für sein Krisenmanagement im Gegensatz zu Trump in den Medien und der Bevölkerung vielerorts gelobte Demokrat wies süffisant darauf hin, dass die USA keinen „König“, sondern einen „gewählten Präsidenten“ haben. Der in der US-Verfassung festgeschriebene Grundsatz des Förderalismus spricht deutlich gegen das aufgestellte Urteil des Präsidenten.

Trump sollte sich in einem Wahljahr nicht allzu viele zusätzliche politische Auseinandersetzungen leisten, doch genau dies ist nun zu erwarten. Die Verteilung von Beatmungsgeräten an einzelne Bundesstaaten aus den Reserven der Regierung in Washington ist bereits ein weiteres Streitthema im Lande.

In Anbetracht des traditionell wenig diplomatischen Tons von Trump in politischen Auseinandersetzungen gestalten sich solche Konflikte für ihn als großflächiges Minenfeld, wodurch seine Rolle eines Favoriten für den Gewinn der nächsten US-Wahlen ganz sicher nicht gestärkt wird.

Unstimmigkeiten mit beliebtem Virologen nehmen zu

Ein Trumpf von Trump war bislang aber Dr. Anthony Fauci: Der langjährige Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten und Chef-Immunologe der US-Regierung zeichnet sich durch eine stets unaufgeregte Analyse der Lage aus, deren Komplexität der erfahrene Wissenschaftler zudem in einfachen Worten auszudrücken vermag.

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Dank dieser Eigenschaft ist Fauci in der Bevölkerung sehr beliebt und seine Auftritte bei den täglichen Pressekonferenzen des Präsidenten, an denen er oftmals teilnimmt, heben sich wohltuend von der immer fahrigeren Präsentation vonseiten Trumps ab. Jedoch kühlt sich das Verhältnis der beiden nunmehr spürbar ab.

Der 79-Jährige hat in der jüngeren Vergangenheit mehrmals Angaben des US-Präsidenten korrigiert, beispielsweise in Bezug auf vorschnelle Hoffnungen durch ein Malaria-Medikament. Längst wird gemunkelt, dass der Chefberater dadurch auf einer Abschussliste steht. So retweetete der Präsident kürzlich einen Beitrag, der mit dem Hashtag „FireFauci“ versehen war.

Sollte es dazu kommen, wird Trump mit diesem Schritt seine Beliebtheitswerte in der Bevölkerung sicher nicht steigern.

Vorwurf der Vetternwirtschaft

Schon jetzt steht der Präsident in der Kritik, dass er statt auf wissenschaftliche Expertise lieber auf familiäre Bande setzt. So nimmt sein Schwiegersohn Jared Kushner eine Rolle als Koordinator für die Beschaffung von medizinischem Equipment ein. Überdies sollte er wie die Präsidententochter Ivanka Trump Mitglied im neugeschaffenen „Opening the Country Council“ werden.

Das Gremium soll den Weg aus dem Lockdown entwerfen. Allerdings war die Kritik an den letztgenannten personellen Entscheidungen so groß, dass beide vorerst nicht für diese Posten ausgewählt worden. Dennoch waren auch diese Schritte, die sich nah am Nepotismus bewegten, dem Vertrauen in das Krisenmanagement von Trump nicht förderlich.

Ist Biden der neue Favorit im Wahlkampf?

Auch ohne den nun alles überstrahlenden Faktor der Corona-Krise war Joe Biden aus der Schar der Kandidaten der Demokraten von Beginn an der Favorit bei der Fragestellung: Wer kann Trump am ehesten schlagen? Der ehemalige Senator aus Delaware ist extrem erfahren, da er bereits seit den 1970er Jahren auf der politischen Bühne in den USA aktiv ist.

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Speziell durch seine achtjährige Funktion als Vizepräsident zwischen 2009 und 2017 ist Biden im ganzen Land bekannt.

Biden erhält prominente Unterstützung

Obendrein profitiert er nun davon, dass sich sein ärgster Konkurrent bei den Vorwahlen in der Person von Bernie Sanders recht frühzeitig aus dem Rennen um die Kandidatur der Demokraten herausgenommen hat. Ein langer und zermürbender interner Zweikampf wie 2016 zwischen Sanders und Hillary Clinton konnte somit vermieden werden.

Dies stärkt den aus Pennsylvania stammenden Kandidaten enorm, weil nun die Reihen innerhalb des Lagers der Demokratischen Partei geschlossener sind. Sein Schachzug, den linksprogressiven Sanders, der besonders bei jungen Wählern beliebt ist, in seiner Kampagne weiterhin mit einzubinden, darf ferner als clever bezeichnet werden.

Nicht weniger erfreulich aus Sicht des 77-Jährigen ist natürlich gleichermaßen das zu Beginn erwähnte „Endorsement“ seines ehemaligen Chefs Barack Obama. Der Ex-Präsident erklärte in dieser Woche per zwölfminütiger Videobotschaft seine Bereitschaft zu einer umfangreichen Unterstützung.

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Afroamerikanische Wähler als wichtiger Faktor

Joe Biden wird auch deshalb mittlerweile als aufkommender Favorit angesehen, da die Corona-Krise abermals aufgezeigt hat, dass die USA noch immer kein gleichberechtigtes Land im Hinblick auf die schwarzen und weißen Bevölkerungsgruppen darstellen.

Die Auswertungen der bisherigen Krankheitsverläufe zeichnen diesbezüglich ein klares Bild.

Seltener krankenversichert und schlechte Jobs

Die Gründe für diese Diskrepanz sind vielfältiger Natur: Unter anderem weisen sie weniger häufig eine Krankenversicherung auf oder arbeiten überproportional in schlechter bezahlten Berufen wie Lieferdiensten, die nun ein besonders großes Gefährdungspotential bezüglich einer Ansteckung aufweisen, da schützende Alternativen wie Home Office augenscheinlich keine Option bieten.

On top fällt die Anzahl der Vorerkrankungen bei Afroamerikanern höher aus, die bekanntermaßen einen Infektionsverlauf negativ beeinflussen. In der Summe lässt sich das Problem als strukturellen Rassismus benennen und dieses breit gefächerte Querschnittsthema wird den anstehenden Wahlkampf stark prägen.

Joe Biden kann in diesem Kontext auf eine zunehmende Unterstützung der schwarzen Wählergruppe setzen, da die Demokratische Partei dieses gesellschaftliche Defizit traditionell deutlicher benennt und höhere Vertrauenswerte für Lösungsansätze im Vergleich zu den Republikanern für sich verbuchen kann.
 
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Darüber hinaus wird die Diskussion um das Gesundheitssystem des Landes wieder aufflammen, ein weiteres Themenfeld, in dem Biden und seine Partei besser aufgestellt sind. Immerhin wurde zum Beispiel „Obamacare“ auch unter dem ehemaligen Vize-Präsidenten Biden eingeführt.

Joe Biden muss eventuell eine Anklage fürchten

Allerdings gestaltet sich die aktuelle Ausgangssituation für Joe Biden nicht gänzlich positiv. So sieht sich der unumstrittene Favorit für den Nominierungskongress der Demokraten im kommenden Sommer dem Vorwurf einer sexuellen Belästigung gegenüber. Dieser wird von Tara Raede, einer ehemaligen Mitarbeiterin seines Büros in den 1990er Jahren, erhoben.

Sollten sich diese Anschuldigungen erhärten, würde dies die Chancen für Biden natürlich schmälern und er bei der US Wahl kaum mehr als Favorit gelten.

 

Trump-Wettquoten in den letzten Monaten klar gestiegen

Bei den Quoten für die Präsidentschaftswahl 2020 wird die Frage nach dem Favoriten wie erwähnt zwischenzeitlich neu bewertet. Vom ehemaligen Vorsprung für Trump ist nicht mehr viel übriggeblieben. Stattdessen weisen die Buchmacher dem Rennen um das Weiße Haus immer mehr einen offenen Ausgang zu.

Trump vs. Biden

  • Trump in Umfragen für Krisenmanagement abgestraft
  • Biden mit Unterstützung von Obama und Sanders
  • Trumps Favoritenquoten steigen

Zumindest bei den Wettquoten für die „Popular Vote“ ist der Favorit mittlerweile sogar der Kandidat der Demokratischen Partei. Beispielsweise beim Anbieter Bwin, der für diesen Ausgang aktuell eine 1,40 gewährt, während der Counterpart der Republikaner mit einer 2,75 bewertet wird (Stand: 15. April, 14:40 Uhr).
 

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Wirtschaftliche Krise bedroht die Wiederwahl Trumps

Angesichts des epochalen Ausmaßes der wirtschaftlichen Krise in den USA ist eine zweite Amtszeit von Donald Trump fraglos stark gefährdet. Dass ein amtierender Präsidenten aufgrund einer Wirtschaftskrise seine erneute Wahl verpasst, war in der Vergangenheit auch bereits zu beobachten.

Ob beispielsweise Jimmy Carter 1980 oder George Bush 1992 – beiden amtierenden Präsidenten wurde wirtschaftliche Problemlagen zum Verhängnis, wobei dies besonders für den letztgenannten Republikaner und seine Niederlage gegen den damaligen Herausforderer Bill Clinton zutrifft.

Donald Trump muss ebenfalls eine weitere Überforderung des heimischen Gesundheitssystems fürchten, wodurch den Demokraten eine thematische Steilvorlage für den anstehenden Wahlkampf geliefert wird. Dass Trump nicht mehr als klarer US Wahl Favorit bei den Wettquoten angesehen wird, ist angesichts der aktuellen Entwicklungen leicht verständlich.

Trump vs. Biden: Noch kein neuer Favorit laut Wettquoten

Donald Trump: 1.80 @ Unibet
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(Wettquoten vom 16.04.2020, 09:17 Uhr)