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American Football & NFL Wetten – Teil 3

Psychologische Aspekte beim American Football

Es gibt kein größeres jährliches Sportereignis als den Superbowl – dies müssen selbst Fußballfans anerkennen. Die Wettbasis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Sportart rund um den Superbowl – American Football – und die NFL als bekannteste Football-Liga vorzustellen. Im Vordergrund stehen selbstverständlich wertvolle Informationen für den Sportwetter, der sich auf NFL Wetten einlassen möchte.

Inhaltsverzeichnis

In Insgesamt fünf Artikeln werden all die Dinge beleuchtet, die für Wetten auf die NFL und American Football allgemein wissenswert sind. Dazu gehören die einzelnen Wettoptionen (Spread / Handicap Wetten), strategische Grundlagen, Analysen zum Heimvorteil und klimatischen Besonderheiten der Arenen genauso, wie psychologische Aspekte, Spielpläne, nennenswerte Regeländerungen der letzten Jahre und nicht zuletzt Besonderheiten der Playoffs und des Superbowls.

Dieser Beitrag ist Artikel 3 der Chronologie. Weitere Wetthinweise verstecken sich hinter den nachfolgenden Links:

NFL Wetten Teil 1 – Strategische Grundlagen
NFL Wetten Teil 2 – Heimvorteil & klimatische Unterschiede
NFL Wetten Teil 4 – Spielplan & Regeländerungen der letzten Jahre
NFL Wetten Teil 5 – Playoffs & Superbowl

Thema dieses Beitrags sind die psychologischen Aspekte. Es wird hinterfragt, welche Rolle beispielsweise ein Monday Night Game oder Spielerausfälle im Team einnehmen können.

Psychologische Aspekte

Psychologie ist ein Faktor, der im Sport stets eine Rolle spielt. Der Druck auf den Spielern ist abhängig davon, wie vorherige Matches abliefern, ob die Chance zur Revance gegeben ist oder aber das Spiel beispielsweise als Wochenhighlight zur besten Sendezeit im TV übertragen wird.

Revanche

Die Chance zur Revanche ist ein großer Motivationsfaktor für Teams in der NFL. Bei den Spielern und Mannschaften ist Stolz ein großer emotionaler Wert. Wenn ein Verein gegen den großen Rivalen mit einer hohen Punkte-Differenz verloren hat oder er anderweitig bloßgestellt wurde, ist die Chance groß, dass dies beim Rückspiel in die Performance einfließen wird. Es gilt die Ehre wieder herzustellen und sich für das letzte Spiel zu revanchieren. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Spiel, in dem die eine Mannschaft verloren hat, nicht länger als maximal ein Jahr her ist. Umso frischer der Schmerz, umso besser. Aber es kann auch ein großer Schmerz sein, der länger her ist (zum Beispiel der Rauswurf aus den Playoffs in der Saison davor). Wie hat die Mannschaft bisher in Revanche-Spielen in der Vergangenheit abgeschnitten? Machte es einen Unterschied oder nicht? Wenn die Mannschaft positiv in Revanche-Spielen abgeschnitten hat, kann dies in die Wetteinschätzung mit einfließen.

Rivalität

Rivalitäten sind ebenfalls ein Faktor, der in die Wettentscheidung mit einfließen kann. Manche Rivalitäten sind historisch bedingt, andere basieren eher auf aktuellen Ereignissen, welche die Stimmung zwischen zwei Teams zerrüttet hat. Die meisten sind in einer Division zu finden, da die Teams zusätzlich direkt um einen Playoff-Platz konkurrieren. In solchen Spielen kann es dazu kommen, dass der Underdog zusätzliche Motivation aus der Rivalität schöpft. Dadurch kann der Underdog das Spiel knapp halten oder sogar gewinnen, obwohl der Favorit auf dem Papier wesentlich stärker ist.

Hier sind einige Rivalitäten, aber wie bereits erwähnt, sollte auch auf aktuelle Geschehnisse geachtet werden:

Seattle Seahawks vs. Los Angeles Rams
Green Bay Packers vs. Minnesota Vikings
Dallas Cowboys vs. Washington Redskins
Denver Broncos vs. New England Patriots
New York Giants vs. Philadelphia Eagles
Pittsburgh Steelers vs. Baltimore Ravens
New England Patriots vs. New York Jets
Cincinnati Bengals vs. Pittsburgh Steelers
Chicago Bears vs. Green Bay Packers

Sunday Night / Monday Night TV Games

Wenn während der NFL Saison in den USA Sonntagmittag und Nachmittag etwa 10-12 Spiele fast zeitgleich laufen, fällt es schwer den Überblick zu behalten. Die Zuschauer vor dem TV müssen sich entweder das Spiel anschauen, welches vom Anbieter ausgestrahlt wird oder haben im Pay-TV die Qual der Wahl. Somit verteilt sich der Fokus der Zuschauer und auch der Sportwetter.

Anders sieht es hingegen bei dem „sunday night game“ und „monday night game“ aus. Die Spiele liegen in der der „prime time“ – der besten Sendezeit – und sind in der Regel (Ausnahme „Double header“ seit 2006 in der ersten Spielwoche) das jeweils einzige Spiel, das zu diesem Zeitpunkt ausgetragen wird. Zudem werden sie landesweit ausgestrahlt. Für die Teams bedeutet das, dass der Druck zu gewinnen (oder sich nicht zu blamieren) noch weiter steigt. Auf dieser These bildete sich der Mythos des „monday night homedog“, welcher besagt, dass man immer auf den Homedog in dem Spiel am Montagabend setzen soll, um zu gewinnen. Dies geht auf die 70er und 80er Jahre zurück und war zu dieser Zeit für eine Weile auch profitabel. Aber seitdem haben die Buchmacher dies in den Spread längst miteinbezogen. Laut Statistiken belaufen sich die Zahlen zwischen 1985 und 2014 auf 84 Siege und 77 Niederlagen des „Monday night homedogs“. Das sind gerade einmal 52% und das ist nicht ausreichend für einen Profit bei durchschnittlichen NFL Wettquoten um 1,91 für den Spread.

Aufstellungsänderungen

Die Aufstellungen wechseln von Woche zu Woche, was nicht allein mit den Formkurven der Spieler zu erklären ist. Verletzungen und Sperren führen zu genauso zu Anpassungen, wie in den Sommermonaten die Trades und der Draft.

Verletzungen

Verletzungen gehören in einem Kontaktsport wie der NFL zum Tagesprogramm. Kaum ein Spieltag geht vorbei, an dem sich nicht diverse Spieler verletzen. Um dies beim Wetten zu seinem Vorteil nutzen zu können, müssen aber zwei wesentliche Dinge beachtet werden: Zum einen sollte man vor der Wettabgabe sicher sein, dass der verletzte Spieler auch tatsächlich nicht spielt. Dies ist nicht immer garantiert, da sich der Status im Verletzungsbericht (Injury report), den die Teams abgeben müssen, von Tag zu Tag ändern kann. Zu früh platzierte NFL Wetten können daher ein Fehler sein. Andererseits verschieben sich die Wettquoten, wenn wichtige Spieler garantiert fehlen. Es gibt folgende Verletzungslevels mit der der jeweiligen Chance, dass ein Spieler am kommenden Match teilnimmt:

Probable (P) – wahrscheinlich, Chance 75%
Questionable (Q) – fraglich, Chance 50%
Doubtful (D) – zweifelhaft, unsicher, Chance 25%
Inactive (IA) und Out (O) – definitiv fehlend, Chance 0 %

Diese Werte sind eher als Hinweis zu nehmen und nicht als eine Garantie. Viele Profis spielen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit, als mit welcher sie gelistet waren. Im Zweifel gilt es abzuwarten und Änderungen in den Verletzungsberichten (Injury report) zu beobachten.
Als nächster Punkt ist zu analysieren, ob und in welchem Maße der verletzte Spieler Einfluss auf das Spielgeschehen hat. Der Spieler mit dem größten Einfluss ist im Football der Quarterback. Ist der Quarterback verletzt und nimmt nicht am Spiel teil, ist es oft eine gute Wahl gegen dieses Team zu setzen. Es gibt aber auch andere (Star-)Spieler, welche durch ihre Fähigkeiten und Leistungen auf deren Position einen großen Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Ist ein solcher Leistungsträger verletzt und es gibt keinen äquivalenten Ersatz, ist es ebenfalls in Betracht zu ziehen, die NFL Wetten gegen das angesprochene Team zu platzieren.

Ansonsten fallen einzelne Verletzungen von Spielern in der NFL nicht so sehr ins Gewicht. Aber wenn ein Team mehre Verletzte hat, ist dies genauer zu betrachten. Sollten zum Beispiel mehrere Spieler der Defense verletzt sein, kann sich dies durchaus negativ auf das Team auswirken, da der Verein mit den Ersatzspielern nicht so eingespielt ist und in dieser Konstellation keine Spielerfahrung hat. Somit entsteht ein Nachteil gegenüber dem Gegner, den der Tipper nutzen kann. Aber ebenso kann sich dies auf die „Mehr als/weniger als“-Wette (Over/Under) auswirken. In diesem Beispiel wäre es logisch auf Überpunkte zu wetten, da die Verteidigung geschwächt ist und es somit zu mehr Punkten der gegnerischen Mannschaft kommen kann.

Sperren

Zu Sperren kann es zum einen auf dem Feld kommen. Die NFL hat in den letzten Jahren die Strafen wesentlich verschärft – mit dem Ziel, die Risiken für die Spieler zu minimieren. Die Spielersicherheit steht an erster Stelle, aber es sollen auch der Sportgeist und die Fairness, sowie der Respekt gegenüber allen Parteien (Spieler, Trainer, Fans,…), gestärkt werden. Die Strafen auf dem Feld, welche direkt vom Schiedsrichter verhängt werden, können und werden bei Bedarf nachträglich überprüft. Wenn die NFL nach gründlicher Prüfung des Vorfalles zu dem Entschluss kommt, dass eine härtere Strafe notwendig ist oder das zum Beispiel in einer Schlägerei noch weitere Spieler involviert waren, werden diese im Nachhinein verhängt. Das kann eine reine Geldstrafe, aber auch eine Suspendierung für mehrere Spiele sein.

Ein anderes Phänomen, wodurch es häufig zu Strafen in der NFL kommt, ist Kriminalität. Zahlreiche Spieler begehen abseits des Spielgeschehens Straftaten, welche eine Suspendierung zur Folge haben. Die fünf häufigsten Delikte in der Vergangenheit waren:

1. Trunkenheit/Drogen im Straßenverkehr
2. Drogenkonsum/leistungssteigernde Substanzen
3. Häusliche Gewalt
4. Körperverletzung
5. Belästigung der Allgemeinheit, Störung des öffentlichen Friedens

Die Auswirkungen der Abwesenheit des Spielers sind für die Wette gleich, wie unter dem Abschnitt Verletzungen beschrieben. Ein Unterschied betrifft die Vorhersehbarkeit bei „Wiederholungstätern“. Für einzelne Spiele ist das nicht entscheidend, aber es gilt eine gewisse Vorsicht, wenn Langzeitwetten für die Saison („Wie viel Yards wird Spieler XY in der Saison 2017/2018 werfen / rennen?“) geplant sind. Ein Blick auf das Strafregister des Spielers kann böse Überraschungen verhindern. Ein weiterer Unterschied ist die Gewissheit der Dauer der Strafen. Bei Verletzungen kann es, wie erwähnt, zu einer früheren Rückkehr des Spielers kommen. Bei Speeren ist dies nicht der Fall.

Draft und Trades

Bei dem NFL Draft haben die Teams die Möglichkeit, Spieler aus dem College oder von Universitäten zu akquirieren – ähnlich wie in der NBA. Die Idee hinter dem Draft ist ein Ausgleich der Niveaudifferenz in der Liga, da die schlechteren Teams der letzten Saison zuerst wählen dürfen und dadurch die besten Spieler erhalten.

Eine weitere Möglichkeit für die Teams neue Spieler zu bekommen, ist ein Tausch mit anderen Vereinen (englisch: „trade“). Hierbei werden Spieler gegen Spieler und/oder Geld und/oder zukünftige Draft-Picks getauscht. Die Trades können auch zwischen mehr als zwei Teams ablaufen. In beiden Fällen können erhebliche Veränderungen, zum positiven als auch zum negativen, für ein Team entstehen. Es kann die komplette Teamchemie verändern. Deswegen sollte genau beobachtet werden, wie sich ein Trade oder eine Verpflichtung zum Beispiel eines jungen Talents beim Draft, auf die Spielweise des Teams auswirkt. Für unerfahrene Wetter ist es eventuell ratsam ein paar Spiele abzuwarten, bevor wieder Wetten abgeschlossen werden. Für den erfahrenen Wetter eröffnen sich durch entstandene Veränderungen Möglichkeiten, welche zum eigenen Vorteil genutzt werden können.

Trainerwechsel

Aber nicht nur Spielerwechsel sondern auch Trainerwechsel können einen signifikanten Einfluss auf zukünftige Spiele haben. So kann ein neuer Trainer einen völlig anderen Stil mitbringen als sein Vorgänger. Zum Beispiel wenn das Team unter dem bisherige Trainer sehr defensiv eingestellt war und der neu engagierte Trainer aber für seine Offensiv-Taktik bekannt ist. Auf einmal erzielt das Team wesentlich mehr Punkte und lässt auch mehr Punkte zu. Wenn man die Over/Under Wetten genau untersucht, lässt es sich in den kommenden Wochen an Lines kommen, die auf dem alten, defensiven Stil basieren und dementsprechend niedriger sind. Aber ein Trainerwechsel hat noch einen anderen Effekt: Teams, die einen Trainerwechsel vollzogen haben, gewinnen häufig eine Serie von Spielen oder steigern zumindest ihr Potenzial spürbar. Dafür gibt es folgende Gründe:

Einige Spieler haben möglicherweise den Respekt vor dem Trainer verloren oder dieser hat öfters Meinungsverschiedenheiten mit einzelnen Spielern. Durch einen neuen Trainer kann ein Neuanfang forciert werden. Dies bringt den Focus der Mannschaft wieder auf das Spiel.

Durch eine neue Strategie oder ein neues System, welches der Trainer einführt, werden einzelne Spieler oder im besten Fall die ganze Mannschaft effektiver.
Nachdem der alte Trainer weg ist und ein neuer Übungsleiter eingestellt wurde, rückt das Rampenlicht auf die Spieler. Diese müssen beweisen, dass es am alten Trainer lag, dass die Mannschaft verlor und nicht an ihnen selbst. Deshalb werden sie ihre Leistung steigern und 110% geben. Ebenfalls müssen die Stammspieler dem neuen Trainer beweisen, dass ihre Spielzeit und ihr Startplatz gerechtfertigt ist. Auswechselspieler spielen ebenfalls härter, da sie eine Chance sehen, mehr Spielzeit oder sogar einen Startplatz zu erhalten. Alles in allem kann man sagen, dass ein Trainerwechsel große Veränderungen mit sich bringt. Diese kann man bei genauerer Analyse zu seinem Vorteil nutzen. Ein Trainerwechsel liefert kurzfristig fast immer einen Aufschwung.

Der vorletzte Teil der umfassenden Vorstellung der Sportart American Football und der NFL befasst sich mit Besonderheiten des Spielplans und relevanten Regeländerungen des letzten Jahrzehnts:

NFL Wetten Teil 4 – Spielplan & Regeländerungen der letzten Jahre

 
Eine Übersicht über alle vorgestellten Sportarten mit zahlreichen Wetthinweisen auf Wettbasis.com finden sie auf: Wetten auf unterschiedliche Sportarten – Hinweise und Wettempfehlungen