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Fussball-Wetten

Verdopplung seit 2012: So enorm stiegen die Ablösesummen im Fußball an

Philipp Stottan  13. März 2023
Erling Haaland ist nur einer von vielen Transfers, welche die durchschnittlichen Ablösen in die Höhe schießen lassen. (© IMAGO / PA Images)

Mittlerweile haben die Transferfenster im Fußball bereits Kultstatus, Spieler verpflichten gehört zum guten Ton.

Auch dadurch steigen die Ablösen immer weiter an. Summen von über 50 Millionen Euro für Perspektivspieler sind in Europa Gang und Gäbe.

Doch wie stark sind die Ablösesummen seit 1953 durchschnittlich angestiegen und was kann man in den kommenden Jahren noch erwarten? Wir haben es uns angesehen.

 

 

Verzwanzigfacht seit 1990: Transfersummen-Boom im Fußball

Einst, genauer gesagt 1984, war eine Ablöse von rund 12 Millionen Euro vom SSC Napoli für Diego Maradona – hier geht es zur Wettbasis Maradona Doku – eine Benchmark, die man so noch nie gesehen hatte.

Bereits 1990 wurde dieser Rekord von Roberto Baggio zu Juventus (12,9 Mio. €) überboten. Seither dauert es keine vier Jahre, ehe ein neuer Transferrekord aufgestellt wird.

Gerade in den Neunzigerjahren erlebte Ablösen, auch bedingt durch das Bosman-Urteil, einen wahren Boom. Innerhalb von nur vier Jahren, von 1988 zu 1992, verdoppelte sich die durchschnittliche Ablösesumme der Spieler (von rund 654.000 zu 1.3 Millionen Euro).

Und es ging nur weiter rasant nach oben. Die nächste Verdoppelung gab es bereits 1996. Und die Nächste? 1999.

Das führt dazu, dass die durchschnittliche Ablösesumme eines Fußball-Spielers im Zeitraum von 1990 bis ins Jahr 2022 mehr als verzwanzigfacht wurde! Bereits seit dem Jahr 2015 liegt die durchschnittliche Transfersumme über dem Maradona-Rekord aus 1984.

Die letzte Verdoppelung der Durchschnittssumme gab es von 2014 auf 2019 (ca. 11 mio. auf ca. 22 Mio.). Danach sind die Summen aufgrund der Corona-Pandemie abgefallen, wobei sie sich 2022 wieder auf einem Aufwärtstrend befinden.

 

 

Wohin geht die Entwicklung der Ablösesummen?

Auch der absolute Rekord von Neymar mit 222 Millionen Euro aus dem Jahr 2017 wird wohl noch eine Weile bestehen. Allerdings sagte man das auch über den Rekord von Cristiano Ronaldo aus dem Jahr 2009 (94 Mio. €) oder von Paul Pogba 2016 (105 Mio.€).

Unserer statistischen Analyse zufolge, die Methodik erläutern wir weiter unten, werden die Summen in den nächsten Jahren weiter ansteigen.

So könnten wir 2025 bei einer Summe von rund 23 Millionen Euro pro Spieler im Durchschnitt angekommen sein. Diese Summe wurde ermittelt durch ein Konfidenzintervall.

Dieses besagt, dass die zukünftige Summe mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent im besagten Bereich sein wird. Im Falle vom Jahr 2025 sind es gerundet 17,2 und 29,5 Millionen Euro – die wahrscheinlichste Summe ist hierbei eben die 23,4 Mio. €.

Da auch der Fußball von der globalen Wirtschaft nicht ausgeklammert ist und es dadurch bereits Anfang der 2000er oder eben in der Corona-Zeit Abfälle gab, werden in unserer Analyse auch weitere Einbrüche nach 2025 angenommen.

Innerhalb des Konfidenzintervalls ist aber weiterhin eine Steigerung möglich – auf mittel- und langfristige Sicht ist diese im Fußball ohnehin kaum zu verhindern.

 

Durchschnittliche Ablösen seit 2000 im Überblick

Jahr Ø Summe pro Spieler
2000 € 7.897.309
2001 € 8.725.604
2002 € 4.924.813
2003 € 4.588.571
2004 € 5.753.983
2005 € 5.502.073
2006 € 6.223.975
2007 € 8.646.653
2008 € 8.581.280
2009 € 8.782.449
2010 € 8.171.504
2011 € 8.650.321
2012 € 8.752.096
2013 € 11.629.280
2014 € 11.168.421
2015 € 13.871.693
2016 € 16.199.400
2017 € 20.244.756
2018 € 19.163.373
2019 € 22.999.028
2020 € 15.558.252
2021 € 15.635.368
2022 € 18.717.258

 

Die Methodik

Die Methodik für dieses Projekt umfasste mehrere Schritte:

1. Datenerhebung: Die Daten zu den Ablösesummen für Fußballspieler wurden von der Website transfermarkt.com gesammelt, die den Zeitraum von 1953 bis 2022 abdeckt.
Zwar werden dort nicht alle Transfers weltweit abgedeckt, doch Deals in einer signifikanten Anzahl.

2. Transformation der Daten: Die gesammelten Daten wurden anschließend transformiert und bereinigt, um sie in ein brauchbares Format für die Analyse zu bringen. Dies beinhaltete das Entfernen irrelevanter Spalten, die Behandlung fehlender Werte und die Konvertierung von Datentypen.

3. Datenauswertung: Die bereinigten Daten wurden anschließend ausgewertet, um den allgemeinen Trend der Ablösesummen im Laufe der Zeit zu verstehen. Dazu wurden Visualisierungen wie Liniendiagramme und Balkendiagramme erstellt, um die Muster in den Daten zu erkennen.

4. Statistische Analyse: Um die Höhe der Ablösesummen in den nächsten 5 Jahren zu prognostizieren, wurde ein statistisches Verfahren namens Sarimax-Modell verwendet. Dabei handelt es sich um eine Art Zeitreihenmodell, mit dem man zukünftige Werte auf der Grundlage vergangener Daten prognostizieren kann.

5. Bewertung des Modells: Die Leistung des Sarimax-Modells wurde anhand von Metriken wie dem Mittleren absoluter Fehler (MAE) und Mittleren absoluten prozentualen Fehler (MAPE) bewertet. Damit wurde überprüft, wie gut das Modell in der Lage war, die Höhe der Ablösesummen in den nächsten 5 Jahren vorherzusagen.

6. Abstimmung der Hyperparameter: Um die Genauigkeit des Modells zu verbessern, wurde eine Rastersuche durchgeführt, um die besten Werte für die Hyperparameter des SARIMAX-Modells zu finden.

7. Visualisierung der Vorhersage: Schließlich wurden die prognostizierten Transfersummen zusammen mit den tatsächlichen Werten visualisiert, um zu sehen, wie gut das Modell funktioniert. Es wurden auch Konfidenzintervalle aufgezeichnet, um den Grad der mit der Vorhersage verbundenen Unsicherheit aufzuzeigen.“

 

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Philipp Stottan

Philipp Stottan

Alter: 29 Nationalität: Österreich Lieblings-Wettanbieter: Bet-at-home, Bet365

Das Thema Sport und all seine Facetten begleiten Philipp seit er denken kann, zu Uni-Zeiten kamen dann auch die Sportwetten hinzu. Nach diversen Stationen im Journalismus entschied er sich dann dazu, seiner Wett-Leidenschaft auch beruflich nachzugehen. Vor allem in den Bereichen Fußball sowie US- und Kampfsport, kann man sich auf seine angesammelte Expertise verlassen.   Mehr lesen