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VfB-Legende Timo Hildebrand über Neuers Nachfolger: „Er ist ein Torhüter, der keine Schwächen hat“

Hildebrand als Nummer 2: 'Hätte mein Ego hinten anstellen müssen'

Karl-Heinz Fischer  12. Februar 2026
Timo Hildebrand Interview
Timo Hildebrand wollte immer die Nummer 1 sein und gibt zu: "Ich hätte mein Ego hinten anstellen müssen" (© ddp media GmbH / Alamy Stock Photo)

Über 200 Spiele und die Deutsche Meisterschaft sammelte Timo Hildebrand in seiner Ära beim VfB Stuttgart, bevor der WM-Dritte über Valencia, Hoffenheim und Sporting Lissabon zu Schalke und Frankfurt weiterzog.

Nach der Glanzzeit beim VfB erlebte der heute 46-Jährige besonders bei Valencia sportlich keine schöne Zeit, über die er im „Wettbasis“-Interview ganz offen spricht. Denn als Nummer 2 sah sich der heutige Markenbotschafter des VfB, Unternehmer und Investor nie. „Jetzt im Nachhinein gesehen, hätte ich wahrscheinlich auch der Mannschaft viel mehr geben, mein Ego hinten anstellen müssen und hätte dann vielleicht auch noch ein besseres Standing bei anderen Vereinen gehabt.“

Spannend ist natürlich auch die Sicht von Timo Hildebrand auf die aktuelle Situation bei Stuttgart und die Entwicklung unter und mit Sebastian Hoeneß als Trainer. Der Blick geht auch auf die anstehende WM 2026, wofür sich auch einige Stuttgarter wie Deniz Undav, Maximilian Mittelstädt und Alexander Nübel noch aufdrängen wollen. Wer dabei sein will, muss sich auf jeden Fall noch steigern. Apropos steigern! Mit unseren Top-Boosts und besten Quoten kannst auch du deine Wett-Chancen in die Höhe treiben. Auch die Freebet Übersicht erleichtert dir vielleicht deine Entscheidungen.

Als ehemaliger Torhüter nimmt Hildebrand natürlich auch die Rolle von Marc-Andre ter Stegen, Oliver Baumann und Manuel Neuer im DFB-Team unter die Lupe, spricht über Bayern-Juwel Jonas Urbig sowie Schwierigkeiten im Ausland, wie sie auch Nick Woltemade, Florian Wirtz, Niclas Füllkrug und andere erleben.

Video: VfB-Torwart-Legende Timo Hildebrand lobt Manuel Neuers Rolle bei den Bayern, das Thema Nationalmannschaft sollte man aber jetzt ruhen lassen.

Hildebrand über VfB: „Man hört kein Knurren von links und rechts“

 

Wettbasis: Zu einem Top-Spiel haben wir auch einen Top-Gast. Herzlich willkommen, Timo Hildebrand.

Timo Hildebrand: Hallo, Servus.

Als eine VfB Stuttgart-Legende können Sie uns natürlich weiterhelfen, wenn es um den VfB geht. Warum ist Stuttgart gerade in einem Flow? Ich meine, die Stuttgarter haben genauso viele Punkte und sind nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter RB Leipzig Fünfter. Was macht den VfB gerade aus?

Timo Hildebrand: Gute Frage! Ich glaube, die Mannschaft, das Trainerteam, der Verein sind sehr homogen und funktionieren. Sie haben ein gutes Gerüst, auch wenn immer viele Spielerwechsel stattfinden. Aber der VfB hat ja auch viele Spiele und jeder trägt seinen Teil dazu bei, dass es aktuell super funktioniert.

Es liegt natürlich auch am Trainer, das haben Sie jetzt schon so ein bisschen angetextet. Wenn Sebastian Hoeneß gegen Köln gewinnt, dann hat er den sogenannten „Wundermann“ eingeholt. Jürgen Sundermann, das ist eine Trainerlegende, die vielleicht nicht mehr allzu viele kennen. Was macht Sebastian Hoeneß richtig?

Timo Hildebrand: Ich glaube, er hat einfach eine super Ansprache. Er nimmt jeden Spieler mit. Ich bin jetzt nicht so intern drin, aber das, was man auf dem Platz sieht, dass jeder Lust hat und sich jeder auch opfert für die Mannschaft. Also jeder gibt einfach eine gute Rolle ab, auch wenn er mal auf der Bank sitzt. Man hört kein Knurren von links und rechts und von daher ist es aktuell eine sehr homogene Truppe, die da insgesamt auf dem Platz steht, die aber auch gut mit dem Trainerteam arbeitet.

Jetzt habe ich auch schon einige Spiele des VfB zuletzt gesehen. Da fällt auf, dass Sebastian Hoeneß manchmal ein 4-2-4 spielen lässt. Das heißt, da geht ordentlich was in die Offensive. Erklären Sie uns mal die taktischen Kniffe.

Timo Hildebrand: Da wäre ich gerne Trainer und hätte Ihnen noch viel mehr erzählt. Aber der VfB spielt unglaublich guten Ballbesitz-Fußball, mit wenigen Ballverlusten und die Spieler machen wenig Fehler. Sie haben immer mal wieder ein paar Aussetzer drin im Aufbauspiel, das ist auch sehr riskant oft, aber sie erarbeiten sich so unglaublich viele Chancen, sind sehr flexibel auf den Außenbahnen mit den Eins-gegen-Eins-Spielern, wo einer eben auch mal drei Leute auf sich zieht und dann eben anderen Platz gibt. Und so ist es für jede andere Mannschaft schwer, das zu verteidigen.


 

Hildebrand über Undav bei der WM: „Nominierung auf jeden Fall verdient“

 

Dann kommen wir natürlich auch zu den Personalien, denn Deniz Undav ist ja jemand, der nicht nur auf dem Platz erfreut, sondern auch in Interviews. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen. Erklären Sie uns mal Deniz Undav.

Timo Hildebrand: Er ist einfach ein guter Typ. Er ist grundehrlich, glaube ich, trägt das Herz auf der Zunge und macht sich auch nichts daraus, wenn ihn Leute nicht mögen. Ich glaube, ihm ist extrem wichtig, dass gute Stimmung in der Kabine herrscht, auch auf dem Platz und dass man einfach Fußball genießt und nicht alles so 100-prozentig ernst nimmt. Und das glaube ich, macht ihn als Person aus.

Könnten Sie es verstehen, wenn Julian Nagelsmann ihn nicht zur WM 2026 in die USA mitnehmen würde?

Timo Hildebrand: Schwierig aktuell. Also er hat jetzt eine richtig gute Phase gehabt, die letzten Spiele hat er schon auch ein paar Chancen versemmelt, das weiß er aber auch selber. Aber er ist halt immer gut für Aktionen. Man kann ihn immer reinwerfen und deswegen hat er eine Nominierung auf jeden Fall verdient.

Wenn Sie ihn jetzt als Spielertyp mal vergleichen würden, wen nehmen Sie da so als Referenzgröße?

Timo Hildebrand: Ich habe ja auch so ein paar Scorer-Listen gesehen, da ist er ja auch ganz oben aktuell. Ein ganz eigener Spielertyp! Er ist nicht der Schnellste, er ist sehr robust, sehr spielintelligent und ich glaube, das ist auch viel wichtiger, als Tempo zu haben. Dafür haben wir andere Spieler in der Mannschaft, wie Jamie Leweling oder Chris Führich. Oder Bilal El Khannouss ist auch extrem stark technisch und deswegen kann man Undav schwer vergleichen.

Wen sehen Sie vom VfB Stuttgart noch als gesetzt für das DFB-Team?

Timo Hildebrand: Also ich glaube, dass Alex Nübel auf jeden Fall auch mitfährt, als Nummer zwei. Ob Leweling dabei ist oder Führich? Ich finde, Maxi Mittelstädt macht einen super Job. Also der ist oft „underrated“. Wenn man sieht, wie er sich immer reinwirft in die Zweikämpfe, taktisch klug ist, dann ist er für mich eigentlich der Linksverteidiger für die Nationalmannschaft. Das würde ich mir wünschen, dass er Stammspieler in der Nationalmannschaft ist.

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Hildebrand über VfB im DFB-Pokal: „Zwei Mal in Folge, das hat der VfB noch nie geschafft“

 

Wenn wir jetzt dann zum Thema DFB-Pokal kommen: Der VfB Stuttgart hat sich wieder mal qualifiziert fürs Halbfinale. Warum wird er denn dieses Jahr wieder Pokalsieger?

Timo Hildebrand: Die Jungs wissen, wie sich das angefühlt hat, diesen Pokal hochzuhalten. Zwei Mal in Folge dieses Ding hochzuhalten, das hat der VfB noch nie geschafft. Das wäre sensationell. Jetzt schauen wir mal, was das Halbfinale bringt. Wir wünschen uns natürlich ein Heimspiel. Dann freue ich mich auch, wieder in Berlin mit dabei zu sein.

Die Party war gut, oder?

Timo Hildebrand: Absolut! Wir haben es damals vermasselt mit unserer Niederlage gegen Nürnberg. Aber diese Jungs haben endlich mal wieder einen Titel nach Stuttgart geholt. Das ist einfach das Größte als Fußballspieler und als Verein, Titel zu gewinnen.

Woran erinnern Sie sich noch von der Feier?

Timo Hildebrand: Das war ja sozusagen meine allerletzte Nacht als Stuttgart-Spieler und alle meine Freunde und Familie waren auch da und das war dann schon auch fröhlich, aber natürlich auch ein trauriger Abschied, weil eben die längste Zeit bei meinem Herzensklub vorbeiging.

Hildebrand über Oliver Baumann: „Ausgeglichener Torhüter, der keine Schwächen hat“

 

Jetzt haben wir schon über Personalien gesprochen und Sie als ehemaliger Nationaltorhüter werden natürlich eine Einschätzung haben, wenn wir jetzt Oliver Baumann und Manuel Neuer vergleichen. Wer ist besser auf der Linie?

Timo Hildebrand: Ich mag so Vergleiche eigentlich nicht, weil jeder weiß, dass Manu immer noch, oder die längste Zeit, einfach der beste Torhüter der Welt war. Oliver Baumann hat über 500 Bundesligaspiele und der macht auch einen super Job, zuletzt auch in den Quali-Spielen und er ist aktuell die Nummer eins. Ich weiß nicht, was mit Marc-Andre ter Stegen passiert, ob er noch mal wirklich fit zurückkommt und dann über ein paar Wochen, Monate auch noch spielen kann, um vielleicht noch eine Chance zu haben bei der WM dabei zu sein. Aber das Thema Manuel Neuer für die Nationalmannschaft ist für mich abgeschlossen.

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Also Sie sagen, Neuer wird nicht zurückkommen, auch wenn man ihn fragt?

Timo Hildebrand: Ich kann nur das sagen, wie es aktuell ist. Wenn doch, wäre es kein gutes Zeichen für die Jungs gewesen, die eben jetzt auch einen guten Job gemacht haben. Er ist zurückgetreten oder wird nicht mehr nominiert und von daher sollte man das Thema einfach abschließen. (Anm.: Manuel Neuer erklärte erst nach dem Hildebrand-Interview, das seine Entscheidung, kein Comeback bei der WM zu geben, endgültig sei.)

Wenn wir uns dann aber auf Oliver Baumann konzentrieren, welche Stärken hat er? Wie ist er auf der Linie? Welche Attribute würden Sie ihm da geben?

Timo Hildebrand: Ich finde, Oliver Baumann ist ein super ausgeglichener Torhüter, der keine Schwächen hat. Er spielt über Jahrzehnte jetzt schon auf dem besten Niveau, das es gibt. Er ist stark im Eins-gegen-Eins, er ist stark auf der Linie, macht keine Fehler und das ist mit das Größte, was einen Torhüter einfach auch stabil macht, einer Mannschaft Kraft gibt und sie nach vorne bringt.

Wo würden Sie sagen, könnte man noch mal an der Schraube drehen bei ihm?

Timo Hildebrand: Ich habe insgesamt den Eindruck, dass das Strafraumspiel ein bisschen zurückgegangen ist bei ihm, aber auch generell in der Bundesliga und dass der Torhüter weniger rauskommt als früher. Sie haben es wahrscheinlich auch noch etwas schwerer. Aber insgesamt ist das so ein Thema, wo ich denke, dass es so ein bisschen eingeschlafen ist.

Also wenn, dann das Thema Strafraumbeherrschung. Das heißt bei Ecken, bei Standardsituationen dann vielleicht noch etwas aktiver zu sein?

Timo Hildebrand: Absolut.

Hildebrand über Neuer und Urbig: „Warum soll er sich sträuben, den Nächsten aufzubauen?“

 

Sie haben Marc-Andre ter Stegen angesprochen. seine Verletzung kommt natürlich zur Unzeit. Welche Hoffnung haben Sie für ihn und würden Sie befürworten, dass er eventuell dann sogar als dritter Torhüter mit zur WM fahren würde?

Timo Hildebrand: Schwierig als Nummer drei! Er will spielen. Ich wünsche es ihm auch, aber mittlerweile glaube ich, dass es eher schwierig ist, weil es auch ein Risiko ist letztendlich, ihn mitzunehmen. Weil man nie weiß, ob er dann auch fit bleibt. Er hat eine lange Rückenverletzung gehabt, jetzt hat er diese Muskelverletzungen, Nachfolgeverletzungen nach zwei, drei Spielen und es ist wahrscheinlich einfach ein großes Risiko für den Bundestrainer.

Jetzt haben wir noch einen Nachwuchskeeper, der ja auch schon bei den Bayern zu wiederholten Einsätzen gekommen ist. Manuel Neuer und Jonas Urbig. Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen den beiden?

Timo Hildebrand: Gut. Jonas macht einen guten Job, wie jeder Torhüter oder jeder Feldspieler macht er auch Fehler, das gehört zur Entwicklung dazu. Ich denke, die Bayern setzen auf ihn. Ich bin gespannt, was im Sommer mit Alex Nübel passiert und schaue da aber positiv in die Zukunft. Es ist auch stark von Manu, dass er Urbig da unterstützt, dass Bayern auf ihn setzt und er ist ein großes deutsches Torhütertalent.

Ja, das ist ja ein bisschen ungewöhnlich. Also Manuel Neuer hat ja nicht zwingend immer die Nummer zwei unterstützt. Warum macht er das bei Urbig gerade?

Timo Hildebrand: Ich glaube, weil er einfach auch weiß, dass seine Zeit irgendwann dann auch vorbei ist. Und warum soll er sich da sträuben, jetzt den Nächsten aufzubauen?

Sie haben das ja auch als Torwart immer mal erlebt. Was ist das Wertvollste, was man mitbekommen kann von erfahrenen Kollegen?

Timo Hildebrand: Es ist immer extrem wichtig, dass im Torwartteam eine gute Stimmung herrscht. Das ist bei Bayern München so und das habe ich eigentlich auch immer so gehandelt. Außer in Valencia, da war es ein bisschen schwierig. Das tut einfach gut und es ist ja auch eine Großzügigkeit von Manuel Neuer, einen jungen Spieler aufzubauen und zu sagen, „Hey, mach dies, mach das, was machst du außerhalb vom Platz, schau auf dein Verhalten, etc.“ Da gehört so viel dazu und Manuel verliert dadurch ja nichts.

Hildebrand über Profi-Jahre im Ausland: „Muss das extrem respektieren, so einen schwierigen Schritt zu gehen“

 

Sie waren auch im Ausland, das haben Sie gerade schon angesprochen mit dem Thema Valencia. Was waren die positiven Erlebnisse bzw. die positiven Seiten, die Sie mitgenommen haben? Und was ist negativ haften geblieben?

Timo Hildebrand: Wie lange haben wir Zeit? (lacht) Ich habe viele gute Menschen kennengelernt in Valencia. Ich habe gut gegessen. Ich habe am Strand gelebt, so fünf Minuten weg. Ich war zwar nie da, aber wir haben den Pokal gewonnen und das was positiv bleibt, ist wirklich, dass ich mich durch diese Schwierigkeiten durchgeboxt habe. Da war so viel und ich war dann aber auch froh, dass diese Zeit vorbei war. Und negativ, im Torwartteam war es nicht wirklich einfach und ich versuche immer gut zu den anderen zu sein und von daher war das nicht wirklich schön.

 

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Wir haben mit Kai Havertz, Niclas Füllkrug und auch mit Florian Wirtz jetzt Nationalspieler, die im Ausland nicht zwingend immer Stammspieler sind. Wie beurteilen Sie das?

Timo Hildebrand: Das ist einfach eine andere Liga, ein anderes Niveau, ein anderer Wettkampf. Man wird nicht so gesehen und ich glaube, das ist einfach noch mal eine Stufe höher und dann tut sich der eine oder andere auch schwer. Man muss das aber auch extrem respektieren, so einen schwierigen Schritt ins Ausland zu gehen. Die Jungs waren alle in Deutschland Top-Spieler und in England sind sie halt einer unter vielen. Man sieht das jetzt auch bei Nick Woltemade, das ist einfach schwierig am Anfang, sich da reinzufinden. Die Konkurrenz ist größer und da muss man sich erst mal zurechtfinden.

Das heißt aber, Sie würden diese Spieler auf jeden Fall nicht fallen lassen für die Nationalmannschaft, auch wenn sie jetzt nicht Stammspieler sind?

Timo Hildebrand: Auf keinen Fall. Also die Jungs haben ja auch über Jahre einen guten Job gemacht und Leistung gebracht. Das zählt dann schon auch in der Nationalmannschaft, dass man ein gutes Team auf dem Platz hat und nicht zu viel rotiert. Das braucht genauso einen Stamm wie bei einer Bundesliga-Mannschaft. Ich glaube nicht, dass Julian Nagelsmann da irgendeinen Spieler fallen lässt.

Wenn wir noch mal kurz auf Marc-Andre ter Stegen zu sprechen kommen, er ist ja nun wirklich nicht vom Glück verfolgt. Hätten Sie ihn, also wenn er fit gewesen wäre, als Nummer eins in die USA geschickt?

Timo Hildebrand: Also noch ist es ja nicht soweit. Schauen wir, was die nächsten Monate bringen. Ich hätte es ihm gewünscht, weil er so lange gewartet hat. Ich kann es nachfühlen. Bei ihm ist es noch mal extremer. Er hat – ich weiß nicht wie viele Jahre – hinter Manuel Neuer sein Bank-Sein gefristet und deswegen wünsche ich mir einfach, dass er einmal eine WM spielen kann.

Hildebrand über persönliche Enttäuschung als Nummer 2: „Hätte mein Ego hinten anstellen müssen“

 

Sie haben es jetzt auch schon mal angedeutet: Auf der Bank zu sitzen, wie fühlt sich das an? Als Nummer zwei oder drei? Welche Gefühlslage hat da Vorrang?

Timo Hildebrand: Es kommt ja immer auf die Situation drauf an. Es gibt ja Menschen, die sagen „Hey, ich bin fein damit, auf der Bank zu sein bei einem Bundesligisten“. Ich hatte aber schon immer den Anspruch zu spielen, aufgrund meiner Historie beim VfB, und ich war da schon auch eher ungemütlich, gefrustet und enttäuscht. Jetzt im Nachhinein gesehen, hätte ich wahrscheinlich auch der Mannschaft viel mehr geben, mein Ego hinten anstellen müssen und hätte dann vielleicht auch noch ein besseres Standing bei anderen Vereinen gehabt.

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Das waren jetzt sehr ehrliche und aufrichtige Worte, danke dafür. Jetzt müssen wir nur noch mal kurz abschließend das Thema VfB Stuttgart gegen Köln beleuchten. Wie geht es aus, was passiert am Samstag?

Timo Hildebrand: Wir hoffen natürlich, dass wir gewinnen. Die Jungs hatten jetzt endlich mal wieder eine Woche Zeit, Kraft zu tanken, nach den ganzen englischen Wochen und ich hoffe, dass sie das Stadion wieder anzünden. Die Fans werden auch wieder ihre Energie auf den Platz bringen. Dann sollten wir eigentlich mit einem Heimsieg die nächsten drei Punkte einfahren.

Ergebnis-Tipp?

Timo Hildebrand: Ich sage 3:1.

Danke, Timo Hildebrand. Vielen Dank für dieses Gespräch.

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Karl-Heinz Fischer

Karl-Heinz Fischer

Alter: 40 Nationalität: Deutschland Lieblings-Wettanbieter: Sportwetten.de

Nach meinem Publizistik-Studium und ein paar Jahren als freiberuflicher Sportjournalist, wechselte ich in die Wett-Industrie. Dort wurde ich anschließend von der Wettbasis abgeworben und gelte seither als wichtiges und fixes Teammitglied der Redaktion.

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