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Sportler, die durch Wetten und Glücksspiel ihre Karriere in den Sand setzten

Von Robert Hoyzer bis Thomas Cichon!

Sportwetten und Glücksspiel im Allgemeinen haben eine lange Tradition. Der Ruf des Glücksspiels hat sich in den letzten Jahren jedoch deutlich gewandelt und mittlerweile findet sich ein breites Publikum an Interessierten zu diesem Thema. Der Zugang ist im 21. Jahrhundert sehr einfach und an jeder Ecke besteht die Möglichkeit, sein Geld zu vermehren und zu vermindern. Durch Smartphones ist das Glücksspiel sowieso omnipräsent. Das Interesse an diesem Markt ist in den letzten Jahren förmlich explodiert. Wie überall hat solch ein Aufschwung auch seine Nachteile. Denn durch das gestiegene Interesse gab und gibt es immer wieder Fälle, in denen Manipulationen unternommen werden um sich einen Vorteil gegenüber den Buchmachern zu erarbeiten und somit die Chance auf den großen Gewinn zu erhöhen.

Inhaltsverzeichnis

Neben diesen strafrechtlich zu verfolgenden Taten gibt es aber auch noch das Thema Spielsucht. Die Wettbasis hat sich in der Vergangenheit diesem Thema schon angenommen und einen Ratgeber geschrieben, damit der Fall in die Suche verhindert werden kann. In diesem Artikel wollen wir ein paar Sportler – oder Ex-Sportler – und deren Leidensgeschichte publik machen, die durch Wetten und Glücksspiel ihre Karriere – und in weiterer Folge auch ihre Existenz – auf das Spiel gesetzt haben. Unterschiedliche Schicksale, die durchaus mahnend für jedermann sein sollten, um nicht in diesen Teufelskreis zu verfallen.

Daten und Fakten zum Thema Spielsucht
Wann beginnt Spielsucht und was kann man dagegen tun?

 

Robert Hoyzer

Vor mittlerweile fast zwölf Jahren sorgte ein junger deutscher Schiedsrichter für den bis dato größten Skandal im deutschen Fußball. Mit 23 Jahren konnte Hoyzer als Schiedsrichter schon in der 2. Bundesliga pfeifen. Die Experten waren sich sicher, dass sein Weg ganz nach oben gehen würde und er sich auch international einen Namen macht.

„Am Ende des Tages ist man immer für sich selbst verantwortlich und muss dafür geradestehen, was man tut. Diese Verantwortung kann ich nicht wegschieben“

Robert Hoyzer

Der junge Schiedsrichter geriet jedoch an die falschen Leute und wurde der Mittelpunkt eines Manipulationsskandals. Gegen Sach- und Geldzuwendungen hatte er sich entschieden, den Ausgang einiger Partien in eine gewisse Richtung zu drehen. Anfang Januar 2005 haben dann Schiedsrichterkollegen von Hoyzer den Stein ins Rollen gebracht und den damals 23-jährigen angeschwärzt. Dem Druck der Öffentlichkeit konnte Hoyzer nicht standhalten und agierte in weiterer Folge als Kronzeuge. Trotz seiner Hilfe bei der Aufklärung des Falls wurde er zu einer Haftstrafe von über zwei Jahren verurteilt. Diese hat er mittlerweile abgesessen und im Jahr 2011 hat Theo Zwanziger ein Gnadengesuch von Robert Hoyzer stattgegeben. Die lebenslange Sperre als Aktiver und Schiedsrichter wurde teilweise aufgehoben. Aktiv durfte er wieder dem runden Leder nachjagen. Seit der Saison 2015/16 ist Hoyzer nun hauptamtlich bei FC Viktoria 1899 Berlin unter Vertrag und hat dort den Posten als Marketingleiter inne. Fehler macht jeder – Hoyzer hat seine Strafe bekommen und abgesessen. Im Jahr 2017 kann er als positives Beispiel angesehen werden, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient.

Didi Hamann

Dietmar Hamann hat in seiner Karriere als aktiver Profi 57 Mal das Trikot der Deutschen Nationalmannschaft übergestreift und war bei den besten Vereinen der Welt unter Vertrag. Zudem gewann er etliche Titel in seiner langen Karriere. Als Aktiver hat er sich nie etwas zu Schulden gekommen lassen – und trotzdem findet er in dieser Auflistung seine Daseinsberechtigung.

Denn Didi Hamann hat eine schwere Zeit hinter sich. Hamann stürzte nach dem Abschied bei Liverpool (2006) und dem Aus seiner Ehe in eine Lebenskrise. Seine ehemalige Frau nahm die beiden Töchter mit zurück nach Deutschland. Hamann sah keinen Ausweg mehr und versuchte die Einsamkeit durch übermäßigen Alkoholkonsum zu kompensieren. Zudem verfiel er der Wettsucht. Die negativen Höhepunkte waren zweifelsfrei der Februar 2010 als ihm aufgrund von Alkoholkonsum der Führerschein für 16 Monate entzogen wurde und als er in einer Nacht bei einem Cricket-Spiel nicht weniger als umgerechnet 346.000 Euro verzockte. Diese Nacht war jedoch der Weckruf für Hamann – und mittlerweile hat er auch dank seinem Buch „The Didi Man“ (welches frei von jeglichem Selbstmitleid ist) diese schwere Situation überwunden.

Dominique Taboga

Jung, naiv und dumm – so lautet die Selbstbeschreibung von Dominique Taboga und seinem größten Fehler. Ein Fehler, der ihm schlussendlich fast das Leben gekostet hätte. Als 21-jähriger kam Taboga erstmals mit Spielmanipulation in Berührung. Zu diesem Zeitpunkt verdiente er nach eigenen Angaben 1.200 Euro Netto – für eine Niederlage seines DSV Leoben gegen Aufstiegsaspirant SV Ried wurden ihm 7.000 Euro angeboten. In weiterer Folge gab es dann immer wieder Spiele, in denen er eingreifen hätte müssen. Angeblich soll er 120.000 Euro für 14 Spiel-Manipulationen erhalten haben, allerdings gingen nur fünf Partien auf. In weiterer Folge erpressten ihn Mittäter und drohten auch seine Familie zu attackieren. Taboga zahlte Schutzgeld – doch irgendwann war sein Erspartes aufgebraucht und er suchte den Weg zur Polizei. Schnell wurde klar, dass er nicht nur Opfer sondern auch Täter war. Im November 2013 wurde er dann verhaftet und wenige Monate später lebenslänglich von der österreichischen Bundesliga gesperrt. Seine damalige Frau wurde erst vom Anwalt in Kenntnis gesetzt und hat in weiterer Folge ihren Mann vom Selbstmord abbringen können. Dieser große Fehler war trotzdem zu viel für die Beziehung und vor wenigen Monaten gab es die Scheidung. Die Zwillingssöhne wohnen weiterhin bei der Mutter, Dominique Taboga darf sie aber sehen. Taboga verarbeitete seine eigene Geschichte im Buch „Schweres Foul – im Labyrinth des schönsten Spiels der Welt“ und hat mittlerweile einen regulären 40-Stunden Bürojob. Viele Freunde von früher sind ihm nicht mehr geblieben. Trotzdem scheint er die Eingliederung ins soziale Leben wieder geschafft zu haben.

Sanel Kuljic

Im Zuge des Skandals um Dominique Taboga spielte auch Sanel Kuljic eine besondere Rolle. Der mittlerweile 39-jährige Tiroler hat 20 Mal für die Nationalmannschaft Österreichs gespielt und konnte dabei drei Tore erzielen. In seiner Karriere erzielte er in 392 Profispielen 168 Tore. In der Saison 2005/06 wurde er gar Torschützenkönig in Österreich. Dabei endete seine Karriere schon fast bevor sie überhaupt begonnen hatte. Nach dem Tod seines Vaters verlor er den Antrieb, erst seine heutige Frau Nicoleta brachte ihn wieder zurück auf die Fußballbühne.

„Sie waren ein Fussballgott. Diese Schande müssen Sie gegenüber den Fans erst mal gutmachen“

Richterin bei der Urteilsverkündung

Kuljic verdiente am Höhepunkt seiner Karriere knapp 50.000 Euro netto. Der Lebensstil der Familie Kuljic hat sich diesbezüglich auch angepasst und das Geld wurde im großen Stil ausgegeben. Kuljic warf mit dem Geld um sich und verlieh auch immer wieder Geld – allerdings gab es hierbei nie Verträge, sondern nur mündliche Vereinbarungen. Im Zuge des Manipulationsskandals wurde Kuljic von Taboga schwer belastet, denn schließlich soll er bei der Erpressung am ehemaligen Verteidiger eine große Rolle gespielt haben. Bei einer fingierten Geldübergabe klickten die Handschellen und Kuljic sowie zwei weitere Personen wurden auf frischer Tat ertappt. Wegen schweren Betrugs, Erpressung und auch Nötigung wurde Kuljic schlussendlich zu fünf Jahren Haft verurteilt – er soll einer der Drahtzieher bei den manipulierten Spielen zwischen 2004 und 2013 gewesen sein. Kennengelernt haben sich Taboga und Kuljic bei der gemeinsamen Zeit in Kapfenberg. Seit wenigen Wochen ist Kuljic wieder auf freiem Fuß und arbeitet bei einem Immobilienhandel-Unternehmen. Mit dem Fußball – und hoffentlich auch dem Glücksspiel – hat er abgeschlossen.

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Verantwortungsvoll Wetten, Spielsucht, Wettmanipulation

 

Edin Salkic

Auch Edin Salkic ist nicht unbedingt ein großer Name – aber in Österreich ist der frühere U19 Nationalspieler durchaus ein Begriff. Seine beste Zeit erlebte er bei Austria Lustenau (2. Liga) und beim SK Sturm Graz und SC Wiener Neustadt in der Bundesliga. Mittlerweile spielt der 27 jährige nur noch in der Landesliga Niederösterreich beim Kremser SC. Mit 18 Toren in 22 Spielen beweist er noch immer seine fußballerische Klasse. Der Grund, dass er nicht mehr „ganz oben“ zu finden ist, ist einer Szene im Spiel seines Vereins Wiener Neustadt gegen seinen Ex-Klub Sturm Graz im Mai 2011 geschuldet. Schon vor der Partie schlug das Frühwarnsystem Alarm und meldete ungewöhnliche Bewegungen auf dem asiatischen Wettmarkt. Entschieden wurde die Partie schlussendlich durch ein Elfmetertor in der 87. Minute. Wiener Neustadt-Stürmer Salkic war auf einmal im eigenen Strafraum zu finden und spielte völlig unbedrängt bei einer Sturm-Flanke den Ball mit der Hand. Angesichts der Umstände hatte diese ganze Aktion hohe Wellen geschlagen. Salkic wurde zwar nie verurteilt – doch diese Aktion hing wie ein Damoklesschwert über dem damaligen Jungspund. Im Profi-Fußball konnte er sich fortan nicht mehr etablieren.

Daniel Köllerer

Vom Fußball zum Tennis – trotzdem bleiben wir in Österreich. Daniel Köllerer war im Oktober 2009 die Nummer 55 der ATP-Weltrangliste und damals hinter Jürgen Melzer die größte Hoffnung im österreichischen Tennis. Wenige Wochen zuvor lieferte er bei den US Open in der zweiten Runde eine Topleistung gegen Juan Martin del Potro und konnte die Fans begeistern. Bereits damals galt er als enfant terrible und musste aufgrund verbaler Ausrutscher immer wieder Sperren hinnehmen. Im Februar 2006 wurde er beispielsweise komplett von einem Turnier ausgeschlossen, als er in der Qualifikation von Acapulco Nicolas Almagro als einen „Hurensohn“ bezeichnet hatte. Eine Sperre von sechs Monaten war die Folge.

Die Skandal-Akte des „Crazy Dani“ umfasst noch viele weitere Geschichten. Im Mai 2011 wurde die Karriere von Köllerer jedoch abrupt beendet. In drei Fällen wurde ihm Spielmanipulation zur Last gelegt und die ATP sperrte ihn lebenslang. Köllerer selbst sieht sich als Bauernopfer, denn in den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte, dass auch Topspieler absichtlich verloren haben. Köllerer bestreitet bis heute absichtlich verloren zu haben, bestätigt jedoch, dass ihm öfters offeriert wurde zu verlieren. Trotz der Gerüchte um viele andere Manipulationen wurde nur der Österreicher gesperrt – der nun nicht einmal mehr seinen Unterhalt als Tennislehrer oder ähnliches verdienen darf. Im Endeffekt konnte die Sperre von Köllerer als Indizienprozess bezeichnet werden – harte Fakten gibt es nämlich keine, die ihm nachweisen können, dass er Spiele manipuliert hat. Durch sein Temperament war er jedoch vielen Funktionären und Gegnern ein Dorn im Auge. Durch die ganze Geschichte verlor er nicht nur seine Karriere (Tennis bezeichnet er mittlerweile als einen „Scheiß Sport“, sondern auch Frau und Kind). Zuletzt war er in den Medien präsent aufgrund seiner Teilnahme bei Promi Big Brother und „Adam sucht Eva“.

Nikolay Davydenko

Mit 33 Jahren beendete Nikolay Davydenko (21facher ATP Turniersieger, frühere Nummer Drei der Welt) im Oktober 2014 durchaus überraschend seine Karriere. Davydenko konnte an guten Tagen nahezu jedem Gegner auf der Tour gefährlich werden. Doch der Russe wurde immer wieder in skurrile Matches verwickelt. Auch dem Russen konnte nichts handfestes nachgewiesen werden. Doch manche Spiele sorgen noch heute für viel Kopfschütteln. Im August 2007 wurden auf ein Zweitrundenspiel zwischen Davydenko und dem Argentinier Martin Vassallo Arguello unglaubliche 7,3 Millionen Euro gewettet – nahezu das 100fache, das normalerweise bei solch einem Spiel gesetzt wird. Auch nachdem Davydenko den ersten Satz gewonnen hatte, wurden enorme Summen auf den Gaucho gesetzt. Im dritten Satz gab Davydenko aufgrund eines angeblichen Ermüdungsbruchs im Fuß auf. Sechs Tage später konnte er jedoch schon wieder spielen und gewinnen. Neun russische Zocker haben vor dem Spielbeginn bereits eine Million Dollar auf eine Niederlage ihres Landsmann gewettet. Trotzdem ist es schwer eine Verbindung zwischen diesen Wetten und der Niederlage herzustellen – juristisch bewegte man sich auf dünnem Eis. Davydenko selbst hat trotz unzähliger Vorwürfe stets eine Manipulation vehement abgestritten. Die große Karriere des Russen hat aber trotzdem einen faden Beigeschmack. Tennis ist jedoch ein Einzelsport und daher weitaus einfacher zu manipulieren als ein Fußballspiel.

Hilft der Wettanbieter bei der Vermutung von Spielsucht beim Kunden?
Was tun Wettanbieter, wenn sie Spielsucht vermuten?

 

Thomas Cichon

Knapp 300 Pflichtspiele bestritt der mittlerweile 40-jährige Thomas Cichon in seiner aktiven Karriere in der 1./2. Bundesliga. Mittlerweile ist er in der achten Liga bei Preussen Eiberg Trainer. Sportwetten hatte Cichon immer wieder getätigt und dadurch häuften sich beim ehemaligen Kapitän des 1. FC Köln Schulden an. Als er dann in der 2. Bundesliga beim VFL Osnabrück unter Vertrag stand, hat ihm ein Besitzer eines Wettbüros 20.000 Euro Schulden erlassen, wenn er dafür sorgen kann, dass die Partie gegen den FC Augsburg (April 2009) verloren ging. Gesagt, getan – der FCA gewann mit 3:0 und dem spielsüchtigen Cichon wurden die Schulden erlassen. Zwar bestritt Cichon lange vehement die Vorwürfe, doch irgendwann begann die Fassade zu bröckeln und da ihm eine Haftminderung in Aussicht gestellt wurde, gab es dann doch noch ein Geständnis, dass er bei dieser besagten Partie durch die Niederlage seine Schulden begleichen konnte. Aufgrund von SMS-Wetten häufte sich der Schuldenberg an und er kam „nicht mehr von seinen Verbindlichkeiten“ runter. Im Zuge des Prozesses wurde er vom deutschen Fußballverband daraufhin für zwei Jahre gesperrt, das Bochumer Landgericht verurteilte ihn zu neun Monaten auf Bewährung. Seinen Fehler hat er eingesehen, doch er findet es noch immer gefährlich, dass nach seinem Glauben mindestens 75 bis 80 % der Profis selbst Wetten abschließen.

Rene Schnitzler

Eine große Karriere blieb dem mittlerweile 32-jährigen Rene Schnitzler verwehrt, mehr als 33 Spiele in der 2. Bundesliga (sieben Tore) sowie ein 33 Minuten-Einsatz in der 1. Bundesliga stehen in seiner Vita nicht zu Buche. Schnitzler’s Karriere endete bevor sie überhaupt begonnen hat. Mit dem ersten großen Vertrag verlor er den Sinn für die Realität und verfiel immer mehr der Spielsucht. Nach seinem ersten Besuch in Glücksspielläden war er in den folgenden 14 Tagen nach eigenen Angaben neun Mal dort. Den Weg aus der Spielsucht fand er nicht mehr heraus. Zunächst waren die Leistungen noch in Ordnung, doch mit der Zeit wirkte sich sein Lebensstil (immer öfter ging er direkt aus einem schwindligen Zockerklub zum Training) auch auf seine Leistungen auf dem Platz aus. Die Schulden häuften sich an und Schnitzler erhielt während seiner Tätigkeit beim FC Sankt Pauli 60.000 Euro Bestechungsgeld um vier Spiele zu verschieben. Das Geld hat er erhalten – Spiele bewusst verschoben allerdings nie – behauptet er. Dieser Darstellung glaubte das Bochumer Landgericht und Schnitzler wurde vom Wettbetrug freigesprochen – allerdings aufgrund von Steuerhinterziehung (da die 60.000 Euro nicht versteuert wurden) verurteilt.

„Mich reizt vor allem der hohe Einsatz, das Kribbeln. Irgendwann war es mir egal, ob ich gewinne oder verliere „

Rene Schnitzler

Vom deutschen Fußballbund wurde er für den Zeitraum 30. März 2011 bis 30. September 2013 komplett gesperrt. Mittlerweile ist er bei seinem Heimatverein Rheydter SV tätig – die große Fußballkarriere hat er sich jedoch selbst verbaut. Das einzige was Schnitzler aus dieser Zeit geblieben ist, sind Schulden. Nach einer Suchttherapie hat er immerhin diese anerkannte Krankheit nach eigenen Angaben relativ gut überwunden. Seine Geschichte erzählt er auch in seinem Buch „Zockerliga: Ein Fußballprofi packt aus“. Eine Anekdote aus dem Buch ist, dass während seiner Profi-Zeit bei Auswärtsspielen die Spieler am Gepäckband oftmals 500 Euro in einen Hut geworfen haben – und dessen Koffer, der als Erstes vom Gepäckband kommt, bekommt den kompletten Gewinn.

Der schmale Grad zwischen Erfolg, Misserfolg und Spielsucht beim Wetten
Zwischen Wettgewinn und Spielsuchtfalle – Wettbasis.com Ratgeber

 

Wettbasis Fazit – Sportler, die durch Glücksspiel ihre Karriere in den Sand setzten

Diese Auswahl an Sportlern oder Ex-Sportlern kann wahrscheinlich noch um etliche Namen ergänzt werden. In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist immer wieder zu sehen, wie junge Spieler schon früh mit enormen Geldsummen zugeschüttet werden. Viele Spieler heben nach dem ersten großen Gehalt ab und leisten sich ein Leben im Luxus. Das Verhältnis dazu, wie viel Geld sie überhaupt haben, geht schnell verloren und dieser Realitätsverlust kann oftmals existenzgefährdend sein. Das Leben im Nachhinein anzupassen, ist nur sehr schwer möglich. Immer wieder ist zu sehen, wer viel Geld hat, will noch mehr Geld. Diese Gier hat schon etliche Existenzen zerstört. Die Chance, den Absprung zu schaffen, ist immer vorhanden. Denn schon Ferdinand von Schill, ein preußischer Offizier (1776 – 1809) hat bei seiner Ansprache auf dem Marktplatz von Arneburg gesagt „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“!
Eine Übersicht und Informationen auf der Wettbasis, die sich mit den Thema Wettsucht und Spielmanipulation beschäftigen, finden Sie in unserem Artikel: Verantwortungsvoll Wetten – Spielsucht & Wettmanipulation