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2. Bundesliga Wetten

Marinus Bester: „Werder vs HSV in Hamburg nicht das interessante Nordderby“

Erstes Nordderby seit drei Jahren in neuer Liga

Steffen Peters  13. September 2021
Werder vs HSV
Vergangene große Zeiten: Hamburgs van Nistelrooy im Zweikampf mit Bremens Naldo. (© IMAGO / Ulmer)

Zum ersten Mal seit drei Jahren heißt es am Samstagabend (20:30 Uhr, Sport1 & Sky) endlich wieder Werder vs HSV im Nordderby. Erstmals findet das Traditionsduell zudem in der 2. Bundesliga statt.

Beide Mannschaften konnten am 6. Spieltag Siege einfahren, doch nur Werder Bremen ist aktuell im 2. Liga Aufstiegskampf oben dabei.

Im Interview bei „Beidfüßig – Die Wettbasis Prognose“ erzählt Marinus Bester, was das Nordderby in beiden Städten bedeutet. Wenn es einer weiß, dass ist es als ehemaliger Spieler bei beiden Vereinen und Jugendtrainer beim HSV schließlich er!

 

Video: Die Wettbasis Prognose „Beidfüßig“ mit Fuß, Niesner & Bester liefert eine umfassende Vorschau auf Werder vs HSV. (Quelle: YouTube / Wettbasis)

 

Werder vs HSV vor allem in Bremen das Highlight des Jahres

Was gab es nicht alles für Nordderbys zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV – vor allem die vier Partien innerhalb weniger Wochen im Frühjahr 2009 inklusive Papierkugelwurf sind noch im Gedächtnis präsent.

Drei lange Jahre musste man nun warten, ehe es im Samstagabendspiel um die drei Punkte geht. Unseren Gast Marinus Bester stört dies freilich nicht.

Als Ex-Profi bei beiden Vereinen freut er sich gemeinsam mit den Fans auf das Spiel: „Jetzt trifft man sich in der zweiten Liga wieder und ich glaube, dass es niemanden aus beiden Fanlagern aktuell interessiert, in welcher Liga das Spiel stattfindet. Hauptsache, es findet statt.“

Vor allem rund ums Weserstadion freut man sich laut Bester bereits besonders auf das Spiel: „In Bremen ist das so, dass dieses Spiel gegen den HSV mit das Wichtigste überhaupt ist, was der Spielplan hergeben kann.“

„Wenn in Bremen vieles schief läuft, du aber die Spiele gegen den HSV gewinnst, dann ist vieles wieder gut“, betont der Ex-Spieler. „In Bremen wird das schon in der Jugend gelernt: Die Spiele gegen den HSV müssen gewonnen werden. Und da ist immer schon ganz besondere Brisanz in der Trainingswoche.“

„Ich kenne jetzt auch noch viele Jugendtrainer von Werder Bremen, die dann auch sagen, wenn am Wochenende das Spiel gegen den HSV ansteht, da braucht man die Jungs manchmal gar nicht motivieren. Da muss man sie eher bremsen und wieder in die richtigen Bahnen lenken“, so Bester.

 

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Hamburg liebt & lebt laut Bester vor allem das Stadtderby

Doch wie sieht es in der Millionen-Metropole Hamburg aus? Nimmt man das Spiel Werder vs HSV hier ebenso ernst wie beim Nordrivalen?

Dafür blickt Marinus Bester auch in die eigene Vergangenheit zurück: „In der Jugend beim HSV war es zumindest so, dass man immer gesagt hat: Gegen Bremen, da dürfen wir aber nicht verlieren. Da fahren wir hin und dann gewinnen wir da.“

„Aber das war immer gar nicht das richtig interessante Nordderby“, erzählt Bester bei uns.

„Die Spieler sind dann natürlich mit dem Stadtderby gegen St. Pauli aufgewachsen. Aber ich glaube, dass die Emotionen bei den HSV-Fans deutlich höher sind, als man dieses Gefühl manchmal in der Mannschaft hat.“

 

Marinus Bester in der Bundesliga: Tore nur für den HSV


 
Marinus Bester Profil

Quelle: IMAGO / Jan Huebner

 

  • 03/1991 – 04/1992: Werder Bremen (4 Spiele, 0 Tore)
  • 08/1992 – 05/1993: Hamburger SV (17 Spiele, 3 Tore)
  • 08/1993 – 11/1993: FC Schalke 04 (5 Spiele, 0 Tore)
  • 02/1994 – 06/1995: Werder Bremen (11 Spiele, 0 Tore)
  • 08/2000 – 10/2001: Hamburger SV (15 Spiele, 2 Tore)

 

Welche Erwartungen schüren die Teams vor Werder vs HSV?

Vor dem ersten Zweitligaduell der beiden Mannschaften scheint Werder besser gerüstet zu sein. Die Bremer stehen auf Tabellenplatz 3 und zeigten zuletzt starke Leistungen. Auch Bester sieht „das Momentum auf der Bremer Seite“.

Auf der Gegenseite feierte der HSV zuletzt einen sehr glücklichen Sieg gegen den SV Sandhausen, der in der 2. Bundesliga auf dem Relegationsplatz in Richtung Liga 3 steht.

Auch personell sei Bremen besser aufgestellt, so Bester: „Ich glaube, sie haben sich extrem gut – für Zweitligaverhältnisse – verstärkt, mit Ducksch und Weiser zum Beispiel. Beim HSV ist es so, dass die Neuzugänge, noch nicht zum Zuge gekommen sind, zumindest im Spiel gegen Sandhausen.“

Zwar könne man in Hamburg nach dem späten Triumph einen mentalen Schub erwarten. Doch insgesamt seien die Bremer „schon in einem kleinen Flow drin“.

Hamburg nicht, da es an der Umsetzung von taktischer Ausrichtung und Spielsystem von Tim Walter bislang noch etwas hapere. Schon Zweitliga-Legende Willi Landgraf betonte bei uns letzte Woche, dass es meist bis zum 8. Spieltag dauere, ehe die Topteams wirklich ins Rollen kämen.

Für den HSV werden die kommenden Tage damit zur Woche der Wahrheit. Schafft man es in diesem Jahr endlich, das übliche Chaos zu vermeiden und ausgerechnet im Nordderby einen Lauf einzuleiten?

 

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