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Fallbeispiel Under Wetten: Wie evaluiere ich mein Wettmodell?

Warum sich Under Wetten in vielen Ligen lohnen

Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt und das Aufkommen des Internets als modernes Medium, haben sich in der Online-Welt viele neue Branchen seit Ende der 90er Jahre entwickeln können. Eine bedeutsame Branche ist das Online Wetten. Damit einher geht auch die immer weiter voranschreitende Professionalisierung von Sportwetten. Die Wettbasis gibt tagtäglich wichtige Stützen für das erfolgreiche Wetten und reproduziert regelmäßig Tipps von hoher Rentabilität. Alle Wetten basieren auf fundierte Analysen und nicht wenige sind modellgestützt. In diesem Artikel werden wir aufzeigen, wie man ein eigenes Wettmodell evaluiert.

Inhaltsverzeichnis

Durch wichtige Kenntnisse der Statistik, Mathematik und Wirtschaftswissenschaften ist das nachhaltig erfolgreiche Wetten kein Hexenwerk, sehr wohl aber harte Arbeit. Wer ein Wettmodell entwickeln will, sollte sich zunächst einmal auf einen Wettmarkt konzentrieren. Die Konzentration auf eine bestimmte Art von Wetten hat den Vorteil, dass man relativ schnell intuitiv Wettquoten und Eintrittswahrscheinlichkeiten gut abschätzen kann. Auch die steigende Erfahrung sorgt dafür, dass die Zufallskomponente (die es beim Wetten zweifellos gibt) besser kontrolliert und deren Effekt somit vermindert werden kann. In diesem Artikel stellen wir ein einfaches aber effektives Modell für Under Wetten vor, welches die Wettbasis selbst erprobte und nun evaluiert.
 

 

Beispiel: Wettmodell für Under Wetten

In diesem Ratgeberartikel wird gezeigt, wie sich ein datengestütztes Wettmodell aufbauen und auswerten lässt. Wer fleißig den Wettbasis Tipp Bereich verfolgt, dem wird aufgefallen sein, dass es von Mal zu Mal spezielle Under Wetten zum lesen gibt, die weniger auf spielerische Argumente als vielmehr auf reinen Häufigkeitsverteilungen basieren. Tatsächlich hat es sich bewährt die Wahrscheinlichkeiten von Under Wetten über die relative Häufigkeiten der Mannschaften zu errechnen. Ein Beispiel: auf das Match zwischen ZSKA Moskau und Zenit St. Petersburg gibt es auf das Over 2.5 eine 2.10er Quote und auf das Under 2.5 eine 1.80er Quote. Nach 20 Spieltagen hat Moskau in der Liga in 13 von 20 Matches Under 2.5 gespielt, bei St. Petersburg war dieser Tipp in 12 von 20 Matches gekommen. Die Anteile der beiden Ereignisse der jeweiligen Teams lassen sich ganz einfach durch die Quotienten 13/20 = 0,65 und 12/20 = 0,60 ermitteln. Diese Dezimalzahlen sind auch Anteilswerte in Prozent. 65% der Matches von Moskau gingen mit weniger als drei Treffern über die Bühne – bei St. Petersburg war dies in 60% der Fälle so eingetroffen. Wer die beiden Anteile mittelt, bekommt eine Chance von 62,5 % für das Under 2.5. Der Kehrwert beträgt 1.60 oder anders ausgedrückt: basierend auf dieser Herangehensweise wäre eine „faire“ Quote, bei der auf lange Sicht weder Gewinn noch Verlust zu erwarten ist, bei 1.60. Das Gegenereignis von 37,5% (und einer implizierten Quote von 2,67) zeigt auf, dass der Value bei diesem Beispiel bei dem Under 2.5 steckt, denn die 1,80er Quote auf diesen Tipp ist wesentlich höher als die 1,60.

Der Ansatz ist intuitiv und sehr simpel, doch im Laufe unserer Herausarbeitungen sehr effektiv – allerdings vorwiegend in unbekannten Ligen. Wer der Tatsache Rechnung tragen möchte, dass es Teams gibt, die zu Hause beziehungsweise auswärts von ihrer Spielweise (und somit der Wahrscheinlichkeit auf Over und Under) abweichen, der kann diese Statistiken miteinbeziehen. Beim Beispiel spielte Moskau in 6 von 10 Heimspielen Under 2.5 und St. Petersburg in 6 von 10 Auswärtsspielen Under 2.5 – jeweils in 60% der Fälle. Die vier ermittelten Anteilswerte werden aufsummiert und durch vier geteilt, sodass wir für dieses Beispiel eine gewichtete Wahrscheinlichkeit von 61,25 % kommen. Diese Chance ist marginal niedriger (und intuitiv feiner) als die zuvor errechnete Chance und die neue „faire“ Quote beträgt 1,63 (zuvor 1,60). Doch auch dieser Prozentsatz ist noch interessant mit Blick auf die echten Wettquoten.

Blindes anspielen sollte auch bei diesem Modell nicht der Fall sein. Von Vorteil ist es immer wieder auch andere Informationen und Fakten in den Tipp miteinfließen zu lassen. Liegen nennenswerte Verletzungen, Sperren oder Formverläufe vor? Wie liefen die letzten Duelle in der Liga oder die letzten direkten Duelle zwischen den beiden Teams? Wenn es dort keine Unauffälligkeiten gibt, kann der Tipp gemäß des Wettmodels getrost angespielt werden. Doch es gibt Ligen und Mannschaften die situativ einfach viel besser in das Wettmodell passen. Diese gilt es zunächst gesondert zu beobachten und zu analysieren!
 

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Welche Ligen eignen sich für das Under Wettmodell und warum?

Es gibt Ligen und Mannschaften die stehen förmlich für wenige Tore. Die Identifikation solcher Ligen und Teams ist von unschätzbarem Wert und nicht immer haben die Buchmacher auf dem Wettmarkt Vorteile auf diesen Märkten. In diesem Abschnitt werden die Regionen vorgestellt, die im Wettbasis Wettmodell eine große Rolle gespielt haben.

Osteuropa

Mit Osteuropa meinen wir konkret die erste Liga der folgenden Nationen: Russland, Weißrussland, Bulgarien und Ukraine. Diese Nationen sind mit Blick auf ihre Fußballkultur ohnehin weniger wegen ihrer Finesse als vielmehr wegen ihrer robusten Spielweise und ihren kämpferischen Spielern bekannt. Historisch gesehen sind in Russland und Co immer sehr wenige Tore gefallen und das wissen auch die Wettanbieter, die speziell dort niedrigere Wettquoten ansetzen. Die häufigste Ergebnisse vor allem in Russland sind folgende: 0-0, 1-0, 0-1 und 1-1. Tatsächlich lassen sich vor allem da sogar oft riskante Under 1.5 Wetten zu teilweise tollen Wettquoten anspielen. Aber auch in der Ukraine, in Weißrussland und in Bulgarien geizt man in der Regel mit Toren. Die Folge sind niedrige Wettquoten, dafür aber eine große Trefferchance.

Arabischer Raum

Der arabische Raum war auch für die Wettbasis weitestgehend Neuland. In der letzten Saison wurden aber aber nach einer Testphase Wetten aus folgenden Ligen empfohlen: Ägypten, Kuwait, Katar und Jordanien. Während die ägyptische Liga teilweise auch über das Bet365 Liveportal verfolgbar ist, mussten wir bei den anderen Ligen stark auf Zahlen und Daten setzen. In Ägypten spielen die Teams überwiegend entweder ein 4-5-1 oder ein 5-4-1 System. Das führt zu extrem defensiven Spielen und wenigen Toren. Auch wenn es für das Under 2.5 ebenfalls eher niedrige Quoten gab, war die Ausbeute im letzten Jahr sehenswert. Bei den anderen arabischen Ligen gab es große Leistungsgefälle, was zu sehr einseitigen Wettquoten und teilweise hohen Lines bei den Under Wetten führte. In Katar oder Kuwait haben wir nicht selten lukrative Under 3.5 oder Under 4.5 Wetten empfehlen können, wofür es auch sehr viele Ergebnismöglichkeiten gibt. Im arabischen Raum haben Buchmacher jedenfalls die geringsten Informationen und somit sind die Wettquoten „am wenigsten genau“. Das kann mit guter Recherche zum eigenen Vorteil genutzt werden.

Südamerika

Man mag es kaum glauben, aber speziell die Nationen Argentinien, Kolumbien, Ecuador, Chile und insbesondere Brasilien lieferten in den letzten Monaten starke Möglichkeiten für Under Wetten. Dabei gelten die Südamerikaner doch als technisch versiert und Offensivkünstler. Dieser öffentliche Trugschluss ist auf die Superstars wie Messi, Neymar und Co zurückzuführen. Tatsächlich ist ein Großteil der brasilianischen und argentinischen Spieler nicht zwingend technisch, dafür aber kämpferisch sehr begabt. Vor allem die Mannschaften im Mittelfeld beider Ligen sind stark von den defensiven Trainern geprägt. Die Buchmacher wissen darum und so gibt es in der Regel auch in diesen Ligen nicht gerade auffällig hohe Wettquoten für Under Wetten. Doch die Tatsache, dass bei den vielen defensivstarken Teams sehr viele Matches sehr torarm ausfallen, eröffnet die Chance für nachhaltige Gewinne. In Argentinien enden beispielsweise mehr etwa 70% der Spiele mit zwei oder weniger Treffern! Wer die Daten auswertet, der wird zwangsläufig gute Wettquoten mit Blick auf das vorgestellte Wettmodell finden.

Italien (Serie B und Lega Pro/Serie C)

Was wäre ein Wettmodell mit wenigen Gegentoren ohne italienischer Beteiligung? Zumindest die erste italienische Spielklasse kann nicht (mehr) dem defensiven Stil treu sein. Während die Serie A mittlerweile tatsächlich eine ausgesprochen torlastige Liga ist, glänzen vor allem Serie B und die dritte italienische Liga mit dem ehrfürchtigen Defensivstil vergangener Jahre. Diese beiden Ligen sind sehr underlastig und deswegen gab es auch in der letzten Saison in diesen Spielklassen sehr gute Möglichkeiten zum Wetten. Auffällig ist zudem, dass es in diesen Ligen viele Unentschieden – insbesondere zum Saisonende hin – gibt. Gerne geht ein Match dann auch mal 0-0 oder 1-1 aus, was viele Wettexperten mit „Absprachen“ in Verbindung bringen oder zumindest mit sehr gezieltem „Spielen auf Ergebnis“. Die Buchmacher reagieren auf dem Markt teilweise darauf, doch nicht immer! Der Catenaccio sorgt also zumindest in diesen Sparten für torarme Begegnungen und damit für gutes Wettpotenzial.

Keine europäischen Topligen

Von Mal zu Mal gibt es auch hierfür gute Under Wetten, doch allgemein empfehlen wir für dieses datenbasierte Modell in der Regel nicht unbedingt die höchsten Spielklassen von Deutschland, Spanien, Italien, England und Frankreich. Der Grund hierfür ist, dass die Buchmacher, aber auch die anderen Marktakteure (die anderen Wettexperten sozusagen) zu viele Informationen haben, sodass die Wettquoten sehr effizienz gebildet werden und damit allgemein wenig Chancen auf einen gewissen Spielraum für den sogenannten Value existieren.
 

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Die Evaluation des Wettmodells

Die Zielvorgabe für das Wettmodell kann nur eines sein: nachhaltiger Gewinn! Für gewöhnlich verwendet man hierfür als Maßzahl die gewonnenen Units und den ROI (Return On Investment). Die Einsatzsstrategie haben wir für dieses Wettmodell sehr stark vereinfacht. Wir haben einen Flatstake verwendet, also einen fixen Einsatz für jede Wette, unabhängig von der Quote und persönlichen Intuition. Damit ist das Modell stark objektiviert und der Gewinn beziehungsweise der Effekt wird ausschließlich auf das Wettmodell und nicht auf die Einsatzstrategie zurückgeführt, was allerdings nicht heißt, dass man die Einsatzstruktur nicht optimieren könnte. Wir haben jeden Tipp mit einem Unit angespielt (zum Beispiel mit 10 oder auch 100 Euro).

Im zweiten Schritt folgt die Errechnung von Wahrscheinlichkeiten und den „fairen“ Wettquoten, wie es im ersten Abschnitt dieses Ratgeberartikel bereits erläutert wurde. Als Buchmacher kommen nur jene in Frage, die ausreichend hohe Wettquoten, idealerweise die höchsten Quoten anbieten. Als deutscher Kunde muss man beispielsweise auf Pinnacle verzichten. Ein möglicher Ersatz ist Tipico. Der Vorteil von Tipico liegt auf der Hand: der Buchmacher hat überdurchschnittlich hohe Quoten und verzichtet gänzlich auf die Wettsteuer von 5 %. Auf die Dauer wurde dadurch viel Geld gespart (bei einem Umsatz von 10.000 Euro beispielsweise 500 Euro).

Die gefundenen „Value Wetten“ wurden anschließend konsequent mit einer Unit durchgespielt. Um das Wettmodell zu evaluieren, hat die Wettbasis alle Matches in Excel eingetragen und dabei die angespielte Quote, die errechnete faire Quote, die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote und die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote des Buchmachers notiert. Daraus konnten Durchschnittsquoten, Trefferquoten und errechnete Erwartungswerte, sowie der tatsächliche Gewinn ermittelt werden. Das Modell wurde nach 100, 200 und 300 Wetten analysiert.

Ergebnis der Analyse des Wettmodells

Die beiliegenden Grafiken geben wichtige Anhaltspunkte für die Bewertung des Wettmodells.

Gewinn Wettmodell

Nach 300 Wetten steht ein erstes Fazit fest. Für diese Anzahl an Wetten waren etwa vier Wetten notwendig – das heißt pro Tag wurden durchschnittlich 2,5 Wetten geschlossen (tatsächlich waren es am Wochenende wesentlich mehr Tipps, dafür unter der Woche weniger). Nach sehr gutem Start pendelt sich der ROI auf ein gesundes Maß von etwa 10% ein. Die sehr guten Werte um die 20% waren nicht zu halten, was aber auch von vornherein unrealistisch gewesen wäre. Insgesamt gilt ein ROI von 10% als sehr gut, selbst ein ROI von 5% darf als sehr positiver Wert interpretiert werden. Anhand der Grafiken können auch die besten und stärksten Phasen analysiert werden und genau das ist die Stärke der Evaluation, denn so hat man schwarz auf weiß, dass die sogenannte Varianz tatsächlich bei jedem zuschlägt. Die beste Phase war ein Run mit 15 gewonnenen Wetten in Folge. Tatsächlich gab es aber auch vier unglückliche Phasen. Zweimal wurden sechs Wetten in Serie falsch getippt und zweimal waren es sieben falsche Wetten in Folge. Der positive Trend ist aber nach 100, 200 und 300 Wetten unbestritten.

ROI Wettmodell

Interessante Kennzahlen lassen sich aus der selbst erstellten Excel-Tabelle zudem auch noch ableiten. Gemäß der Wettquoten besteht ein Erwartungswert von 61% im Durchschnitt für alle Wetten. Tatsächlich wurden 198 der 300 Wetten und somit 66% getroffen, sodass die implizierte Wahrscheinlichkeiten der Wettanbieter geschlagen wurde. Gemäß unserer selbst erzeugten „fairen“ Quoten hätten 68% der Wetten treffen sollen – dieser Wert wurde zwar nicht erreicht, dennoch war das Modell von der Trefferchance deutlich näher als die reinen Wettquoten! Auch das ist ein Indikator dafür, dass der Ansatz der Wettbasis für diese Stichprobe effizient war.
 

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Fazit – Wie evaluiere ich mein Wettmodell?

Die Evaluation des Wettmodells hilft, das Wettbasis Wettmodell zu analysieren. Nach 300 Wetten ist das Zwischenfazit eindeutig, dass der Ansatz zwar intuitiv, offensichtlich aber stark positiv ist, auch weil die besten Wettquoten auf dem Wettmarkt gespielt wurden. Der intuitive Ansatz scheint aber auch dahingehend seine Stärken zu haben, dass er den Fokus auf Daten und Zahlen hat und somit subjektive Eindrücke (beispielsweise bei Topteams oder bei bestimmten Ligen) eliminiert. Selbst Ligen, die uns weitestgehend unbekannt sind (Kuwait, Katar, Bulgarien etc.) konnten abgedeckt und erfolgreich gespielt werden. Mit einem ROI von 10% hat sich die Rentabilität auf einen sehr starken Wert eingependelt. Selbst wenn dieser Wert sich nach 1.000 Wetten beispielsweise auf nur noch 7-8 % auskorrigiert, ist ein positiver Effekt eindeutig. Nach 300 Wetten ist zwar der Beweis auf Effizienz des Wettmodells noch nicht endgültig geklärt, dennoch geht der Wettverlauf in eine sehr erfreuliche Richtung, sodass diese Herangehensweise beibehalten und später erneut evaluiert wird.
 
Eine Übersicht über alle Sportwetten Empfehlungen, Wetttipps und Strategien finden Sie in unserem Artikel: Wettempfehlungen, Tipps & Strategien in der Übersicht