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Gewinnt man wirklich, wenn man gewinnen muss oder ist das nur ein Mythos?

Motivationsunterschiede vs. eingekürzte Wettquoten

Es ist ein Fußballmythos und doch ist irgendwie etwas Wahres dran: Kurz vor dem Saisonende häufen sich die entscheidenden Matches und nicht selten geht es für einen der beiden Vereine um nichts mehr, während das andere Team auf die Punkte angewiesen ist. Die Wettmärkte reagieren darauf und doch scheint auch niedrigere Wettquoten verlockend zu sein, denn es gilt die Prämisse: Wenn eine Mannschaft gewinnen muss, dann gewinnt sie auch. Form und Motivation sind bei Sportwetten ausschlaggebend für die Entscheidung – doch wie verhält man sich als Gewinnertyp bei solchen Konstellationen?

Inhaltsverzeichnis

Vor allem im Abstiegskampf, aber auch im Kampf um die internationalen Plätze wird es diese Konstellation häufig geben: ein Team braucht drei Punkte und hat damit den Klassenerhalt sicher beziehungsweise das Europa League Ticket in der Tasche. Oft nützt der Sieg nur einer Mannschaft, doch kann man es verallgemeinern, dass solche Partien überproportional oft so ausgehen, wie es der Mannschaft, die den Nutzen daraus zieht, entgegenkommt? Ist damit eine Sportwetten Strategie zu verfolgen? Oder spielen die Teams, für die es um nichts mehr geht, nicht doch zu oft den Spielverderber? Und wie gestalten sich die Wettquoten bei solchen Matches? Dieser Ratgeberartikel versucht diesen Fußballmythos und den damit verbundenen Fragen auf den Grund zu gehen.
 

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Wenn eine Mannschaft gewinnen muss, gewinnt sie dann auch zwingend?

Wenn sich eine Saison dem Ende entgegen neigt, dann sind schon einige Spieltage vor dem letzten Spieltag einige Entscheidungen gefallen. Oft genug stehen die ersten Absteiger fest und auch der Meister wird sich nicht selten schon vor dem letzten Spieltag des Titelgewinns bewusst sein. Auf der einen Seite haben einige Teams ihr Saisonziel wie eben beispielsweise den Klassenerhalt erreicht und auf der anderen Seite kämpfen die verbleibenden Teams noch um wichtige Punkte für das große Ziel. Zum Saisonende kommt es zu einer Vielzahl an Matches, bei denen es für eine Mannschaft noch um etwas geht, während das andere Team bereits gedanklich den Urlaub plant. Es ist naheliegend jene Spiele nach dem Muster zu Wetten, wie der Nutzen der beteiligten Mannschaften am höchsten ist, denn die Motivation spielt bei Sportwetten eine große Rolle.

Tatsächlich lässt sich beobachten, wie viele Mannschaften scheinbar motivationslos in die Partien gehen, während andere Teams bis an die Leistungsgrenze und darüber hinaus kämpfen. Die Buchmacher wissen um diesen Tatbestand, weswegen die Wettquoten auf Mannschaften, für die es noch um etwas geht, im Vorfeld sehr niedrig gehalten werden. Auch das Einsatzverhalten der Akteure auf dem Wettmarkt wird sich in etwa so gestalten, dass die Mannschaft, welche die Punkte noch braucht, überproportional häufig angespielt wird. Nimmt man diesen Prozess, dann stehen der erhöhten Siegchance niedrigere Wettquoten gegenüber.

Wie reagiert der Wettmarkt auf diesen Fußballmythos?

Dieser Fußballmythos ist aus unserer Sicht ein zweischneidiges Schwert. Die überschüssige Motivation der Mannschaft, die ihr Saisonziel noch nicht erreicht hat, kann durchaus zu starken Ergebnissen führen. Umgekehrt aber kann solch eine Situation auch zu einem nicht zu unterschätzenden Druck führen. Abgestiegene Mannschaften wie Darmstadt zuletzt (Saisonende 2016/17) spielen befreit und ohne Druck auf, was sie an den vorherigen Spieltagen vielleicht nicht tun konnten und überraschen somit ein ums andere Mal die Konkurrenz. Bei Teams, welche den Klassenerhalt bereits bewerkstelligt haben, kommen an den letzten Spieltagen häufig Spieler aus der Reserve zum Einsatz, die sich noch einmal beweisen wollen und allgemein auch ausgeruhter sind. Auch das ist beim Wetten zu bedenken, weswegen Wettquoten auf den vermeintlichen Außenseiter möglicherweise unterschätzt werden.

Motivation und Form sind zwei zentrale Elemente, die bei Sportwetten den Ausschlag geben können. Die Wettquoten sind dabei einmal mehr der Schlüssel um Chancen auf eine Wette richtig einzuordnen. Vor allem in diesen Konstellationen spiegeln die angebotenen Quoten nicht nur das wahrscheinliche Ergebnis aus Sicht des Wettmarktes wider, sondern eben auch das Marktverhalten der Spieler. Wenn favorisierte Mannschaften, die den Sieg dringend brauchen, noch einmal überschätzt werden und der Faktor der „Drucklosigkeit“ des Gegners vernachlässigt wird, dann schlagen die Wettquoten zu stark aus und der Markt arbeitet nicht mehr effizient. Wettanbieter sind sich diesem Mechanismus und dem damit verbundenen Trugschlusses bewusst. So werden die Quoten von Vereinen, die einen Sieg benötigen, nicht selten wesentlich niedriger angesetzt.

Es gibt allerdings spezielle Fälle, die von Liga zu Liga unterschiedlich sind. Die kontinentaleuropäischen Ligen wie Deutschland, Frankreich und Österreich sind in den letzten Jahren eher unauffällig gewesen. Vor allem aber die südeuropäischen Ligen gelten in den letzten Spieltagen als „launisch“ und vor allem wenn eine Mannschaft den Klassenerhalt erreicht hat, dann lässt sie sich nicht selten komplett gehen. Niederlagenserien in der Schlussphase sind für solche Teams keine Seltenheit, doch auch hierauf reagiert der Markt. Vor allem die türkischen und griechischen Ligen liefern zum Saisonende teilweise „kuriose“ Ergebnisse und auch in der unterklassigen italienischen und spanischen Ligen finden nicht selten Spielabsprachen statt, denn solche Konstellationen sind natürlich auch mit Blick auf illegale Machenschaften nicht uninteressant. Dementsprechend sind Ligen mit auffälligen Ergebnissen entweder zu meiden oder man springt sogar auf diesen Zug auf und geht in solchen Ländern genau auf das Ergebnis, welches für die motiviertere Mannschaft benötigt wird.
 

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Fazit – Gewinnt man wirklich, wenn man gewinnen muss oder ist das nur ein Mythos?

Der Fußballsport liefert mit seiner Magie natürlich eine Reihe von Mythen ab. Manche sind berechtigt, andere allerdings nicht haltbar. Es gibt schlichtweg eine Reihe von Mythen, welche allerdings mit Blick auf rationales Wetten eher hinderlich oder sogar gefährlich sind. Das Marktverhalten drückt die Quote für die Mannschaft, die den Sieg braucht, enorm, weswegen die wahren Chancen zum Saisonende in solchen Fällen häufig verzerrt sind. Paradoxerweise sorgt ein solches Einsatzverhalten auf die Mannschaft, die den Sieg braucht, dafür, dass die besseren Quoten mit Blick auf die Auszahlung sehr häufig eben nicht mehr beim Favoriten beziehungsweise motivierten Team liegen. Bei diesem Fußballmythos ist demnach Vorsicht geboten! Man kann zwar sagen, dass die Vereine die einen Sieg brauchen wegen der Motivation auch öfter siegen, aber die Wettquoten nicht im passenden Verhältnis abflachen. Eine Sportwetten Strategie lässt sich somit nur bedingt ableiten und dieser Mythos kann nicht selten auch zu Verlusten führen. Es lohnt sich, jedes Spiel – speziell abhängig von der Liga – einzeln zu betrachten.
 
Eine Übersicht über alle Sportwetten Empfehlungen, Wetttipps und Strategien finden Sie in unserem Artikel: Wettempfehlungen, Tipps & Strategien in der Übersicht