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England vs. Malta, 08.10.2016 – WM Qualifikation 2018

„Big Sams“ Ende ist Southgates große Chance

England England vs. Malta Malta 08.10.2016, 18:00 Uhr – WM Qualifikation 2018 (2. Spieltag – Gruppe F) (Endergebnis: 2:0)

Ganze 67 Tage war Sam Allardyce Nationaltrainer der „Three Lions“, ehe den 61-jährigen ein Video von findigen investigativ Journalisten des Daily Telegraph zu Fall brachte. Allardyce, den in England aufgrund seines Erscheinungsbildes eines hünenhaften ehemaligen Schwergewichts Boxweltmeister alle nur Big Sam nennen, ließ sich von vermeintlichen Geschäftsleuten täuschen, die alles filmten und über Zeitungen veröffentlichen ließen.

Inhaltsverzeichnis

Bei den Gesprächen ging es um einen Beratervertrag. Big Sam sollte für rund 480.000 € bei mehreren Veranstaltungen für potenzielle Investoren in Ostasien als Redner auftreten. Halb so wild möchte man meinen, jedoch gab er zudem Tipps, wie man die seit 2008 bestehenden Vorschriften der FA umgehen kann, die vorsehen, dritte Parteien nicht an einem Transfer zu beteiligen. Außerdem zog Allardyce über seinen Vorgänger Roy Hodgson her und äffte dessen Sprachfehler nach. Das ganze soll sich etwas einen Monat vor seinem offiziellen Engagement als Nationaltrainer abgespielt haben, als Allardyce noch als Trainer von Sunderland unter Vertrag stand. Big Sam entschuldigte sich „aus vollem Herzen“ bei den FA Chefs, der Mannschaft und den englischen Fußballfans. Er habe sie alle enttäuscht.

„Im Nachhinein war es dumm, dies zu tun, aber ich habe jemandem geholfen, den ich seit 30 Jahren kenne. Es war ein Fehler und ich habe dafür die Quittung bekommen.“

Ex-Nationaltrainer Sam Allardyce

Am meisten enttäuscht dürfte jedoch Big Sam selbst sein. Es war immer sein Traum gewesen, Englands Nationaltrainer zu werden. Kaum hatte er diesen inne, wurde ihm seine eigene Gier zum Verhängnis. Rund 4,2 Mio. € hatte er als Nationaltrainer verdient, kaum weniger wie als Premier League Manager. Die Begründung, er wollte nur einem alten Freund, den er seit über 30 Jahren kenne, einen Gefallen tun, hilft dabei wenig. Die FA war bloßgestellt und reagiert so, wie sie es tun musste. Allardyce ist Geschichte. „The Journey Begins Here“ war sein Motto. Nun ist sie nach nur einem Länderspiel bereits vorbei. Vor gut einem Monat siegte er dank eines Last-Minute Treffers von Adam Lallana mit 1-0 in der Slowakei. Umgeändert wurde im übrigen auch der WLAN Name vom Trainingszentrum der Nationalmannschaft im St. George’s Park. Als eine der ersten Amtshandlungen nannte es Allardyce in „Big Sam’s Office“ um. Hochmut kommt vor dem Fall.

In diesem Büro wird bis Jahresende vorerst Gareth Southgate Platz nehmen. Der etatmäßige U21 Coach wird das Team in den drei Qualifikationsspielen gegen Malta, Slowenien und Schottland betreuen. Zudem steht noch ein Testspiel gegen Spanien auf dem Programm. Mit derartigen Problemen hat Malta nicht zu kämpfen. Der Fußballzwerg aus dem Mittelmeer reist am Samstag als absoluter Underdog in die englischen Hauptstadt. Die Malteser gingen am ersten Qualifikationsspieltag zuhause bereits gegen den zweiten britischen Vertreter der Gruppe F baden. Gegen Schottland gab es ein 1-5. Alles andere als eine erneute hohe Niederlage wäre eine Überraschung.

Gespielt wird am Samstagabend im Londoner Wembley Stadium. Anpfiff ist um 18:00 Uhr. Leiten wird die Partie 44-jährige schwedische Unparteiische Stefan Johannesson.

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England England – Statistik & aktuelle Form

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Die Enttäuschung über das Aus bei der Europameisterschat war noch nicht verdaut, da stürzt der englische Fußballverband direkt in die nächste Krise. Wer also wie Stürmer Legende Alan Shearer dachte, der englische Fußball könnte angesichts des blamablem Achtelfinal-Aus bei der Europameisterschaft gegen Fußballzwerg Island nicht noch weiter sinken, der sah sich getäuscht. Der Gipfel der Peinlichkeit bietet dem Mutterland des Fußballs auch die große Chance für einen echten Neuanfang. Erneut. Denn bereits nach dem Abgang von Roy Hodgson hatten Fans und Medien die Hoffnung, es würde endlich ein frischer Wind wehen. Nachdem sich unter Hodgson die Länderspieltermine für die Spieler angefühlt haben müssen wie ein Ausflug in ein Urzeit-Museum, wurde es auch mit Allardyce nicht wirklich besser. Während die neue überaus talentierte Generation von Spielern in der Premier League von den weltbesten Trainern wie Mauricio Pochettino, Jürgen Klopp, Arsene Wenger, Jose Mourinho oder Pep Guardiola trainiert wird, wartete in der Nationalmannschaft der greise Roy Hodgson auf sie, dessen größte Erfolge aus einer Zeit resultieren, in denen der Fußball nicht nur ein anderer war, sondern heutige Stars wie Dele Alli oder Harry Kane noch nicht einmal das Licht der Welt erblickt hatten. Nicht weiter überraschend kommt da die Aussage von Kyle Walker daher, die Mannschaft hatte bei der Euro keinen Plan B.

„Die ganze Welt lacht über den englischen Fußball.“

Stürmerlegende und TV-Experte Alan Shearer

Doch anstatt einen jungen modernen Trainer zu präsentieren, zog der englische Fußballverband FA mit Big Sam keinen Joker aus dem Ärmel. Der 61–jährige erlebte seine beste Zeit in der Premier League bei Bolton, als er mit einer Multikulti-Truppe besteht aus Allstars wie Jay-Jay Okocha, Ivan Campo, Youri Djorkaeff oder Nicolas Anelka mehrmals den Europapokal erreichte. Zweite Wahl wäre der ebenfalls nicht viel fortschrittliche Steve Bruce gewesen. Die FA beharrte auf einen Engländer, da die Erfahrungen mit den beiden Ausländern Sven-Göran Eriksson oder Fabio Capello nicht wirklich von Erfolg gekrönt waren. Bereits damals setzte die FA auf ein lahmendes Pferd und steckte all die Hoffnung in Trainerauslaufmodelle. Der englische Fußball braucht einen Reformer, einen der die veralteten Strukturen aufbricht und der das Potenzial der jungen englischen Mannschaft ausschöpfen kann. Einen Mann der ähnlich wie Jürgen Klinsmann in Deutschland nach der EM 2004 neue Deckanstöße liefert. Ob Gareth Southgate, der eigentliche U21 Trainer Englands, dieser Mann ist, darf stark bezweifelt werden. Die FA sollte Mut beweisen und einem jungen Trainer wie Eddie Howe, der hervorragende Arbeit in Bournemouth abliefert, eine Chance geben. Groß was zu verlieren hat England nach den Vorstellungen bei der Euro und dem Trauerspiel um Allardyce sowieso nicht mehr. Aktuell zählen jedoch Alan Pardew und Arsene Wenger zu den Topkandidaten, auf die man bezüglich der Allardyce Nachfolge wetten kann. Jürgen Klinsmann wird ebenfalls gehandelt.

Bis dahin liegt es in den Händen von Gareth Southgate, gute Ergebnisse zu erzielen. Im Sommer lehnte Southgate noch dankend ab, traute sich die große Aufgabe nicht zu. Im Herbst hat er seine Ansicht dazu geändert. Der ehemalige Verteidiger von Crystal Palace, Aston Villa und Middlesbrough, der 57mal für England auflief und 1996 bei der Heim-EM im Halbfinale den entscheidenden Elfmeter gegen Deutschland vergab, brennt nun für seine neue Aufgabe. Auch wenn die Kommunikation mit Geschäftsführer Martin Glenn eine andere ist; der 46-jährige spekuliert darauf mit vier Siegen Weihnachten nicht mehr nur Interimstrainer, sondern der neue Cheftrainer der Three Lions zu werden. Dabei scheint es nicht zu schaden, direkt Kante zu zeigen. So wird es unter ihm für Kapitän Wayne Rooney keinen Freibrief mehr geben. Rooney, der seinen Stammplatz bei Manchester United zuletzt eingebüßt hatte, begann im 4-1-4-1 System unter Big Sam noch in der offensiven Viererkette, ließ sich beim 1-0 in der Slowakei jedoch im Laufe des Spiels mehr und mehr zurückfallen. Southgate fordert von Rooney „taktische Disziplin“. Ob das mehr als heiße Luft ist wird sich zeigen.

Personell muss Southgate mit Harry Kane auf den Premier League Torschützenkönig der Vorsaison verletzungsbedingt verzichten. Innenverteidiger Michael Keane, der sich durch seine starken Leitungen bei Burnley für die Topteams interessant machte, wurde für den verletzten Glen Johnson von Stoke nachnominiert. Andros Townsend von Crystal Palace ersetzte den verletzten Raheem Sterling von Man City, der unter Guardiola zuletzt in Galaform spielte. Danny Drinkwater von Leicester City kam eine Verletzung in die Quere. Jesse Lingard ist erstmals nominiert.

Beste Torschützen in der WM-Quali 2018:

1 Tor: Adam Lallana

Voraussichtliche Aufstellung von England:

Joe Hart (Torino) – Danny Rose (Tottenham), John Stones (Manchester City), Chris Smalling (Manchester United), Kyle Walker (Tottenham) – Eric Dier (Tottenham), Jordan Henderson (Liverpool) – Marcus Rashford (Manchester United), Dele Alli (Tottenham), Theo Walcott (Arsenal) – Wayne Rooney © (Manchester United)
Trainer: Gareth Southgate (Interim)

Letzte Spiele von England:
04.09.2016 – Slowakei vs. England 0:1 (WM-Qualifikation Europa)
27.06.2016 – England vs. Island 1:2 (Europameisterschaft)
20.06.2016 – Slowakei vs. England 0:0 (Europameisterschaft)
16.06.2016 – England vs. Wales 2:1 (Europameisterschaft)
11.06.2016 – England vs. Russland 1:1 (Europameisterschaft)

 

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Malta Malta – Statistik & aktuelle Form

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Der maltesische Fußballverband zählt gleichermaßen zu den ältesten wie kleinsten Fußballverbänden in Europa. 1900 gegründet und bis 1964 britische Kolonie, nimmt der südeuropäische Inselstaat, der sich auf drei bewohnte Inseln verteilt, seit 1974 regelmäßig an Qualifikationen für die Fußballweltmeisterschaft teil. Für eine Endrunde qualifizieren konnte sich Malta hingegen noch nie. Ebenso wenig wie für eine Europameisterschaft. In der Qualifikation für die EM in Frankreich wurde Malta wie so oft nur Gruppenletzter. Immerhin gab es gegen Aserbaidschan und Bulgarien ein Unentschieden zu bejubeln. Den jüngsten Erfolg gab es für Malta im Juni 2015 in einem Testspiel zuhause gegen Litauen. Es war der einzige Sieg in den letzten 20 Spielen. Der letzte Dreier in einem Qualifikationsspiel liegt noch länger zurück. Vor über drei Jahren im Juni 2013 siegte Malta mit 1-0 in Armenien. Es war jedoch das einzige Erfolgserlebnis in einem Quali-Spiel (WM und EM) seit zehn Jahren.

Für dem 63-jährigen Coach Pietro Ghedin ist der Job somit nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig. Der Italiener ist hart im Nehmen, ist er schließlich seit Mai 2012 im Amt und konnte in dieser Zeit immerhin sechs von 36 Spielen gewinnen. Aus seiner ersten Amtszeit (1993–1995) kommen noch vier weitere Siege hinzu. Mehr gelangen keinem seiner Vorgänger. Bekanntester Spieler in Reihen der Malteser ist Rekordtorschütze Michael Mifsud (40 Treffer), der 118mal für sein Land auflief und dem damit nur noch vier weitere Einsätze fehlen, um mit Rekordnationalspieler David Carabott gleichzuziehen. Der 35-jährige ist vor allem durch seine Stationen in Kaiserslautern und bei Coventry City bekannt.

Beste Torschützen in der WM-Quali 2018:

1 Tor: Alfred Effiong

Voraussichtliche Aufstellung von Malta:

Andrew Hogg (Hibernians) – Andrei Agius (Hibernians), Steve Borg (Valletta), Jonathan Caruana (Valletta), Joseph Zerafa (Birkirkara) – Paul Fenech (Balzan Youths), Michael Mifsud © (Valletta), Gareth Sciberras (Birkirkara), Ryan Scicluna (Birkirkara) – André Schembri (Boavista), Alfred Effiong (Balzan Youths)
Trainer: Pietro Ghedin

Letzte Spiele von Malta:
04.09.2016 – Malta vs. Schottland 1:5 (WM-Qualifikation Europa)
31.08.2016 – Estland vs. Malta 1:1 (Freundschaftsspiel)
31.05.2016 – Österreich vs. Malta 2:1 (Freundschaftsspiel)
27.05.2016 – Tschechien vs. Malta 6:0 (Freundschaftsspiel)
24.03.2016 – Malta vs. Moldawien 0:0 (Freundschaftsspiel)

 

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England England vs. Malta Malta Direkter Vergleich

Bislang gab es drei Duelle zwischen der englischen Nationalmannschaft und Malta. Die jüngste Partie fand im Juni 2000 im Rahmen eines Testspiels auf Malta statt, welche die „Three Lions“ mit 2-1 für sich entscheiden konnte. In der EM-Qualifikation für das Turnier 1972 trafen beide ebenfalls aufeinander. England siegte zuhause mit 5-0 und behielt auch auf Malta mit 1-0 die Oberhand.

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Prognose & Wettbasis-Trend England England vs. Malta Malta

Die Favoritenrolle könnte nicht klarer sein, als am Samstag im Londoner Wembley Stadium. Das zeigen auch die Wettquoten der Wettbüros. Wer auf einen Außenseitersieg Maltas wetten würde, bekäme die Traumquote von 150.00. Von England mit Interimstrainer Gareth Southgate wird gegen Fußballzwerg ein Schützenfest erwartet.

 

Key-Facts – England vs. Malta

  • Malta gewann in den letzten 10 Jahren nur ein Qualifikationsspiel – im Juni 2013 gegen Armenien
  • England gewann bislang alle drei Partien gegen Malta (davon 2 EM-Quali-Spiele)
  • England verlor zuletzt im Oktober 2009 ein Qualifikationsspiel (WM & EM): 23 S, 7U

 

Ob es am Ende ein so deutliches Ergebnis werden wird, darf bezweifelt werden. Daran, dass England gewinnen wird, gibt es keine zwei Meinungen. Die individuelle Klasse der Premier League Stars liegt deutlich über der der Malteser. Wir würden deshalb die Wettquote für einen Heimsieg wählen und auf England wetten.

Beste Wettquoten für England England vs. Malta Malta 08.10.2016

England Sieg England: 1.02 @Ladbrokes
Unentschieden: 30.00 @Bet365
Malta Sieg Malta: 150.00 @Bet3000

Quoten-Wahrscheinlichkeiten für Sieg England / Unentschieden / Sieg Malta:

1: 98%
2%
0%

 

 

Beste Wettquoten für über/unter 2.5: 08.10.2016

Über 2,5 1,15 @ @ Unibet

Unter 2,5 6,60 @Bet365

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