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Staking-Verhalten: Den passenden Wetteinsatz ermitteln

Den Wetteinsatz nach Kelly berechnen

Viele Sportwetter stellen sich oft berechtigt die Frage, wie hoch sie ihre Einsätze ansetzen sollen, damit sie nicht zu schnell Bankrott gehen, gleichzeitig aber auch nicht die Chance verpassen, die eigene Bankroll zu vermehren. Ein gut durchdachtes Moneymanagement und somit auch eine Festlegung der eigenen Einsatzhöhen ist auf dem Weg zum langfristigen Erfolg eines jeden Sportwetters ein elementarer Schlüssel.

Bei Interwetten passende Einsätze platzieren

Ähnliche Priorität haben nur noch das Value Prinzip und vielleicht noch mit gewissen Abstrichen die eigene Buchführung.

Inhaltsverzeichnis

Folgend möchten wir Euch die Aspekte des richtigen Stakings näher bringen und abschließend auf die sogenannte Kelly-Formel eingehen, die von vielen erfolgreichen Sportwettern zumindest abgewandelt zur Ermittlung des richtigen Wetteinsatzes angewendet wird.

Wetteinsatz bestimmen nach System

Schritt 1: Bankroll festlegen

Der erste Schritt sollte sein, dass man für sich selbst festlegt, welchen Betrag man in Zukunft zum Wetten verwenden möchte. Dieser nennt sich dann Bankroll, kann in der Höhe sehr unterschiedlich sein und hängt natürlich von der eigenen finanziellen Situation, aber auch der angestrebten Herangehensweise ab. Jemand der das Wetten vielleicht etwas professioneller angehen möchte, ist wahrscheinlich bereit etwas mehr Geld zu investieren. Diejenigen, die Sportwetten eher als Zeitvertreib und Spaß sehen, sollten dagegen eher einen geringeren Betrag ansetzen. In beiden Fällen ist es wichtig, dass der Verlust der gesamten Bankroll niemals das normale Leben beeinflusst und zur eigenen Zahlungsunfähigkeit führt. Ein kleine Faustregel besagt, dass nicht mehr als 10 Prozent des zur Verfügung stehenden Geldes für Sportwetten verwendet werden sollten.

Schritt 2: Einsatzsystem festlegen

Hat man sich für einen Betrag entschieden, mit dem man in Zukunft spielen möchte, so kann man anfangen sich zu überlegen, wie man seine Einsätze gestalten möchte. Sehr praktikabel ist es die Einsätze in Einheiten umzurechnen. Dabei ergibt sich eine Skala von 1/10 für einen sehr geringen Einsatz und 10/10 für den maximalen Wetteinsatz pro Tipp.
Dabei muss jeder für sich selbst entscheiden wie viel Prozent der Bankroll eine Einheit widerspiegelt. Eine guter Anfang ist es eine Einheit mit 0,5 Prozent gleichzusetzen. So wäre zum Beispiel der Einsatz für eine Wette, die mit 3/10 Einheiten gespielt werden soll, 1,5 Prozent der gesamten Bankroll. Geht man von einer Bankroll von 1000 Euro aus, dann beträgt der Einsatz also
15 Euro.

Einige Sportwetter passen ihre Einsätze flexibel und stetig an die Bankroll an, wieder andere passen die Einsätze erst nach einem bestimmten Zeitraum wieder an. So spielen sie zum Beispiel einen Monat mit konstanten Einsätzen und dann wird je nach Veränderung der Bankroll auch die Einsatzhöhe entweder reduziert oder nach oben korrigiert. Wichtig ist, dass der maximale Einsatz niemals mehr als 10 Prozent der Bankroll beträgt. Wir finden, er sollte sogar niemals 5 Prozent der Bankroll übersteigen, denn Sportwetten sind keine kurzfristige Investition, sondern ein langfristiges Projekt. In einem speziellen Spiel können immer unvorhergesehene Dinge passieren, die sowohl positiv als auch negativ den Ausgang der Wette beeinflussen und diese Schwankungen können erst über eine größere Anzahl von Wetten ausgeglichen werden.

Bleibt noch die Frage, wie man entscheidet wie viele Stakes (Einheiten) auf eine Wette platziert werden sollen. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass Wetten Value haben müssen, damit sie profitabel sind. In einem anderen Artikel haben wir das Value Prinzip ausführlich erklärt: Value einfach erklärt!

Hat man das verstanden, ist es auch sehr einfach und einleuchtend, wie hoch die Einsätze sein sollten. Je mehr Value-Gehalt eine Wette hat, desto höher ist auch der Wetteinsatz zu wählen. Der Value-Gehalt spiegelt den Vorteil gegenüber dem Buchmacher wider und wenn dieser besonders groß ist, sollte auch der Einsatz verhältnismäßig hoch gewählt werden.

Beispiel: Einsatzberechnung nach Kelly

Zum Schluss möchten wir noch ein bestimmtes Einsatzsystem vorstellen, welches die jeweilige Quote aber auch die subjektive Eintrittswahrscheinlichkeit miteinbezieht, also auch den Value-Gehalt berücksichtigt. Diese sogenannte Kelly-Formel wird von vielen Sportwettern angewendet und ist auch für Anfänger sehr einfach nachzuvollziehen.
Der Wetteinsatz wird nach folgender Formel berechnet:

[(subjektive Eintrittswahrscheinlichkeit * Wettquote) -1] / (Wettquote – 1)

Das Ergebnis multipliziert mit 100 ergibt dann die Prozentzahl, die nach Kelly die optimale Einsatzhöhe angibt. Das sieht zunächst etwas kompliziert aus, anhand eines Beispiels wird es allerdings doch recht einfach.
Wir möchten auf einen Heimsieg tippen und der Wettanbieter offeriert uns eine Quote von 2,00, welches eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 Prozent widerspiegelt (Wir lassen die Buchmachermarge der Einfachheit halber außen vor).
Nach unserer persönlichen Meinung hat der Heimsieg allerdings eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 55 Prozent. Nun haben wir alles zur Hand und brauchen die Werte nur in die Formel einsetzen:

[(0,55 *2,00)-1] / (2,00 -1) = (1,1-1) / 1 = 0,1

0,1 * 100 = 10 -> Der Einsatz sollte 10 Prozent der Bankroll betragen.

Hier wird aber auch direkt ein kleines Problem der Kelly-Formel offensichtlich: Die Einsatzhöhe wird etwas überschätzt, sodass man sich nicht genau an die vorgeschlagene Prozentzahl halten und nur einen gewissen Anteil wirklich wetten sollte.
Es hat sich herausgestellt, dass zum Beispiel die Hälfte des nach Kelly optimalen Betrages sehr gut verwendet werden kann. So wird die Varianz der Bankroll etwas minimiert und die Gefahr Bankrott zu gehen sinkt um ein Vielfaches.

[top5bookmakers]

Fazit – Wetteinsatz bestimmen / Staking

Zusammenfassend sei noch einmal gesagt: Zunächst sollte die eigene Bankroll festgelegt werden, damit nicht unkontrolliert Geld von Sportwetten verschluckt werden kann. Eine gute Faustregel ist, dass 10 Prozent des monatlich zur Verfügung stehenden Geldes zum Wetten verwendet werden kann, ohne in finanzielle Bedrängnis zu geraten. Dann ist es wichtig sich zu überlegen wie hoch der maximale Einsatz sein soll und wie man diesen nach unten Staffeln möchte. Wichtig hierbei: In der Regel nicht mehr als 5 Prozent auf eine Wette platzieren.

Zu guter Letzt wurde noch ein spezielles System vorgestellt, nämlich das nach Kelly. Dort wird etwas mathematischer errechnet, wie hoch der Einsatz sein sollte, es ist allerdings reichlich optimistisch. Die Hälfte des Kelly-Wertes könnte ein guter Einsatz sein.

Eine Übersicht über alle interessanten Informationen rund um den langfristigen Wetterfolg, finden Sie in unserem Artikel: Langfristig Erfolgreich Wetten – Bankrollmanagement, Estimations und Co.