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Sportwetten und das eigene Können – Der Dunning-Kruger-Effekt

Wie sich Anfänger im Wettgeschäft selbst überschätzen

Sportwetten können manchmal gemein sein. Da besteht eigentlich ein guter Tipp, aber in letzter Sekunde schießt die gegnerische Mannschaft noch ein Tor, was zum Wettverlust führt. Das ist natürlich ärgerlich, gehört aber zum Sportwetten dazu. Wesentlich schlimmer ist sicherlich, wenn das eigene Können beim Wetten überschätzt wird. Einen Namen gibt es für dieses Phänomen auch: Den Dunning-Kruger-Effekt.

Was ist der Dunning-Kruger-Effekt?

Der Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet eine sogenannte kognitive Verzerrung der Wahrnehmung, die zur Folge hat, sich wesentlich mehr Können zuzusprechen, als es gegeben ist. Zugleich wird anderen hingegen die vielleicht vorhandene Qualität abgesprochen. Genau genommen wird der Begriff sogar für inkompetente Leute angewendet, deren Wissen so gering ist, dass sie schon Probleme beim Einschätzen der Fähigkeiten haben. So kann Unwissenheit sogar noch diesen Effekt verstärken und in diesem Sinne auch zu Selbstvertrauen führen, welches nicht gerechtfertigt ist. Das Thema ist bei Sportwetten sehr präsent, denn gerade Anfänger neigen dazu, mit vollem Eifer und überhöhter Selbsteinschätzung an den Wettsport heranzugehen. Wer jedoch länger am Markt dabei ist und schon die ein oder andere Wette gespielt hat, der weiß, dass die Sache nicht ganz so einfach ist. Weder sind Sportwetten sehr leicht zu durchschauen, noch werden Tipper reihenweise von heute auf morgen Millionär.

Natürlich besteht ebenso die Gefahr, dass jemand vom Dunning-Kruger-Effekt liest und sich mit seiner Inkompetenz dennoch falsch einschätzt.

Faktoren des Dunning-Kruger-Effekts

Es gibt einige Merkmale, an denen der Dunning-Kruger-Effekt abzulesen ist. Das gilt insbesondere bei Anfängern. Dazu zählen:

  • Die mangelnden Fähigkeiten werden generell unterschätzt
  • Die Fähigkeiten anderer werden unterschätzt
  • Die Folgen der eigenen Unfähigkeit werden unterschätzt
  • Mit dem Training der Fähigkeiten steigen diese, gleichzeitig auch der Realismus bei der Einschätzung

Die negativen Folgen aus dem Dunning-Kruger-Effekt

Denkbar ist der Einspruch, dass es egal ist, wenn sich jemand für besser hält, als er eigentlich ist und andere hingegen schlechter einschätzt. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht, denn der Effekt mitsamt aller Entscheidungen hat Folgen. Je weiter die Wahrnehmung von der Realität entfernt ist, desto negativer sind die Folgen in der Regel. Bei manchen Dingen im Leben gibt es keine ernsthaften Konsequenzen. Beispielsweise wenn sich jemand bei einem Brettspiel mit Freunden überschätzt. Geht es aber um Sportwetten, dann geht es auch um Geld, das auf dem Spiel steht. Fakt ist: Keiner avanciert zum Helden, wenn er sich besser macht, als er ist.
 

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Anfänger bei Sportwetten

Dass sich Anfänger bei Sportwetten unrealistischer einschätzen, als es erfahrene Wetter tun würden, liegt in der Natur der Sache und ist auch im ersten Augenblick nicht weiter schlimm. Das hängt natürlich mit den Fähigkeiten und Erfahrungen zusammen, die erst mit der Zeit gesammelt werden. Bekanntlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber es gibt auch einen ganz deutlichen Ratschlag an Anfänger: Ruhe bewahren und mit überschaubaren Einsätzen arbeiten, selbst wenn das große Geschäft gewittert wird. Gute Quoten und Values kommen immer mal wieder, es besteht kein Grund zum Überstürzen. Mit der Zeit lassen sich Situationen und Fähigkeiten besser einzuschätzen. Bekanntlich prägen ein paar gute Niederlagen auch den Charakter.

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Mit der Erfahrung und dem Können steigert sich auch die Fähigkeiten der Selbsteinschätzung

Sportwetten sind komplex und schwer zu überblicken

Nun ist es bei Sportwetten so, dass nicht nur die negativen Folgen besonders schwer wiegen können, da es ums eigene Geld geht, sondern dass die realistische Einschätzung tatsächlich auch schwerer als in anderen Bereichen ist. Wer beispielsweise ein Klavierstück einübt, kann relativ einfach den Vergleich zwischen seinem Spiel und einer Aufnahme ziehen, wie das Stück klingen soll. Hier ist es einfacher zu erkennen, wo die Unterschiede und Defizite liegen. Bei Sportwetten jedoch ist der Unterschied zwischen Soll und Ist nicht ganz so klar, was in der Natur der Sache liegt.

Zufällige Ereignisse

Ein ganz besonders hartnäckiger Faktor bei Sportwetten ist der Zufall. Der tritt in jedem Spiel auf, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Aber der Faktor ist vorhanden. Die große Frage ist nur, ob er tatsächlich spielentscheidend war. Nun neigen Menschen dazu, bei Niederlagen diese Frage eher zu bejahen, während aber Gewinne eher mit der eigenen weisen Voraussicht verbunden werden. Mit anderen Worten: Man kann aus Zufall gewinnen und sich das selbst auf die Fahnen schreiben. Hier ist es vor allem die langfristige Sicht, die aufzeigen kann, dass beim Sport der Zufall ein großer Faktor ist und Prognosen oft ungenauer möglich sind, als gedacht.

Die Crux mit dem Gedächtnis

Menschen machen sich gerne etwas vor. Das klingt nicht unbedingt nach einer großen Neuigkeit, kann aber gerade bei Sportwetten auch abseits der Prognosen schwer ins Gewicht fallen. Und zwar genau dann, wenn abgeschlossenen Wetten noch einmal im Kopf durchdacht werden und dazu die einfache Frage aufkommt, ob die Wetten profitabel oder nicht sind. Ist ein Tipper mental stark genug, um eine negative Gesamtbilanz einzugestehen und ein Umdenken zu forcieren? Ein klares Nein ist in der Masse die Aussage: In Wettforen bezeichnet sich die Mehrheit der User als Gewinner. Wenn das stimme würde, hätten die Wettanbieter ein echtes Problem. Es gilt einen genauen Blick auf die Bilanz der eigenen Wetten haben. Dazu gibt es eine einfache Methode: Buch führen! So lernt sich jeder Tipper besser einzuschätzen und erkennt auch die Verluste und Fehler.

Den Kern von Sportwetten erkennen

Wenn ein Schreiner einen Stuhl baut und dieser zusammenkracht, waren die handwerklichen Künste wenig beeindruckend. Bei Sportwetten hingegen ist eine verlorene Wette nicht gleich mit verfehltem Handwerk zu verwechseln. Das Problem dabei: Auch erfolgreiche Wetten sagen noch nichts darüber aus, ob tatsächlich Können dahintersteckte. Die Frage ist also, worum es bei Sportwetten eigentlich geht und ob das Bewusstsein dafür gegeben ist. Es geht im Kern nicht um den Spaß, den Lieblingsverein oder das Bauchgefühl. Es geht um die Wettquoten, genauer um die Quoten mit einem hohen Value. Auf diese Weise lässt sich Gewinn machen. Unter dem Begriff „Grünholztäuschung“ versteht man den Irrtum, dass Fachwissen beim Sport auch gleich zu Fachwissen bei Sportwetten führt. Sportwetten sind eben nicht der Sport selbst, sondern folgen ihrer eigenen Natur.
 

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Fazit – Der Dunning-Kruger-Effekt bei Sportwetten

Letztendlich ist der Dunning-Kruger-Effekt zwar negativ, aber manch Erkenntnis dennoch wertvoll. Es ist normal, nicht auf jedem Gebiet als Anfänger sofort ein Meister zu sein – sei es beim Klavier spielen oder dem runden Leder am Fuß. Das ist normal und mit der Zeit lassen sich Fähigkeiten steigern. Wichtig ist nur die Erkenntnis der eigenen noch fehlenden Qualität. Analog dazu lässt sich ein Fahranfänger vorstellen. Der muss nicht aufs Fahren verzichten, sollte aber eben schlichtweg vorsichtig und langsam fahren. Mit der Zeit wird man erkennen, dass es dabei oder auch bei Sportwetten recht komplex zugehen kann. Aber die gute Nachricht: Jeder Mensch / Sportwetter kann Dinge erlernen und besser werden. Sich nicht zu überschätzen, liegt somit im eigenen Interesse.
 
Eine Übersicht über alle Sportwetten Empfehlungen, Wetttipps und Strategien finden Sie in unserem Artikel: Wettempfehlungen, Tipps & Strategien in der Übersicht