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Wird Markus Söder Kanzlerkandidat 2021? Chancen, Quoten und Prognose

Bayerns Ministerpräsident in der Favoritenrolle als künftiger Bundeskanzler

Steffen Peters   18. April 2021
Markus Söder Kanzlerkandidat der Union 2021
Markus Söder zählt zu den wichtigsten Kandidaten für die Kanzlerschaft 2021. (© imago images / Sven Simon)

Markus Söder als Kanzlerkandidat war eine Idee, mit der sich immer mehr Unions-Wähler und -Mitglieder anfreunden konnten. Mittlerweile ist aber klar: Der Kanzlerkandidat der CDU/CSU heißt Armin Laschet.

Nachdem sich der CDU-Vorstand klar seinen Parteichef ausgesprochen hatte, akzeptierte der bayerische Ministerpräsident diese Entscheidung öffentlich auf einer Pressekonferenz: „Die Würfel sind gefallen. Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union. Wir werden ihn ohne Groll mit voller Kraft unterstützen.“

CSU-Generalsekretär Markus Blume sprach im Hinblick auf Söder im Anschluss vom „Kandidaten der Herzen“, der von der einer demokratischen Entscheidung innerhalb der Union geschlagen wurde. Es gäbe nach wie vor Diskussionsbedarf, doch Vorrang habe nun der Bundestagswahlkampf.

Die Buchmacher haben mit ihren Wettquoten ebenfalls eine klare Meinung: Sie sehen nach Söders Rückzug Armin Laschet nicht nur als Kanzlerkandidaten der Union, sondern überhaupt als Favoriten für den Bundeskanzler 2021 und somit als Merkel-Nachfolger!

 

Bundeskanzler Markus Söder? Chancen & Quoten laut betway:

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Armin Laschet (CDU) 1.40
Annalena Baerbock (Grüne) 2.87
Olaf Scholz (SPD) 34.0
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Quoten Stand vom 21.04.2021, 10.35 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben. 18+ | AGB gelten

Hinweis: Aus rechtlichen Gründen sind derzeit Wetten in Deutschland auf politische Ereignisse nicht möglich. In Österreich jedoch schon. Aufgrund des großen öffentlichen Interesses hinsichtlich der Wahl zum Bundeskanzler, zeigen wir hier trotzdem die aktuellen Wettquoten.


 

Inhaltsverzeichnis

Achtung: Text vor Unions-Entscheidung!

 

Söder Kanzlerkandidat 2021 dank der Corona-Krise

Besonders wahrscheinlich ist es auf den ersten Blick nicht, dass die Union Markus Söder als Kanzlerkandidaten nominiert. Lange Zeit sträubte sich der bayerische Ministerpräsident selbst gegen die Gerüchte, die ihn in den Kreis der Bundeskanzler-Anwärter brachten.

Diese ablehnende Einstellung ist in den letzten Monaten allerdings merklich aufgeweicht. Erklären lässt sich diese Entwicklung sicherlich mit den gestiegenen Umfragewerten Söders infolge der Corona-Pandemie.

In seinem Amt als Ministerpräsident zeigte Söder ein überaus souveränes Auftreten. Oft war er weit vor dem Rest des Landes aktiv, auch weil die Infektionszahlen in Bayern schneller und stärker anstiegen als in anderen Bundesländern.

Im öffentlichen Bild war er zudem ständig auch über die bayerischen Landesgrenzen hinaus zu beobachten – im Gegensatz zum zweiten Kanzlerkandidaten der Union, Armin Laschet, der sich jüngst auf dem CDU Parteitag durchsetzte.

Das liegt an seiner Rolle als Chef der Ministerpräsidentenkonferenz im Bundeskanzleramt. Bei sämtlichen Pressekonferenzen saß Söder somit direkt neben Angela Merkel.

 
Ergebnisse der CSU in der Sonntagsfrage in Bayern:

DatumStimmenanteil
25.02.202038%
05.05.202047%
16.06.202048%
28.07.202049%
21.08.202048%
13.10.202046%
10.11.202046%
05.01.202148%
16.02.202147%
30.03.202140%

Umfragen von GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern. Es wurden jeweils zwischen 1.002 und 1.006 Menschen befragt.
 

Die Profilschärfung Markus Söders führte neben der nationalen Ebene ebenfalls zu sprunghaften Anstiegen seiner Umfragewerte in Bayern.

Von Februar bis April 2020, also dem Auftakt der ersten Corona-Einschränkungen, stiegen die CSU-Stimmen in der bayerischen Sonntagsfrage von 38% auf 49%.

Noch im Vormonat bewegte sich die CSU knapp unter der Marke von 50% und damit nahe an der absoluten Mehrheit. Erst Ende März folgte aufgrund abermaliger Lockdown-Diskussionen in Deutschland der Absturz auf die Marke von 40%. Dass dennoch Söder Kanzlerkandidat wird, ist für viele kaum mehr auszuschließen.

 

Wettquoten: Wer wird neuer Bundeskanzler?

 

Möchte Söder überhaupt Kanzler werden?

Die Frage nach dem Kanzlerkandidat Söder hat der Nürnberger nun endlich selbst beantwortet. Auf einer Pressekonferenz während der Klausurtagung des Geschäftsführenden Vorstands der Unionsfraktion in Berlin betonte Söder erstmals, dass er für das Kanzleramt bereit wäre.

Im Hinblick auf seinen Unions-Kollegen Armin Laschet betonte der bayerische Ministerpräsident sogleich: „Das Gespräch war nicht abschließend. Wir haben festgestellt, dass beide geeignet und beide bereit sind.“

Da sich Laschet ähnlich äußerte, ist nun zwar die Bereitschaft Söders endlich öffentlich, doch das eigentliche Problem nach wie vor vorhanden. Wie verläuft die interne Abstimmung zwischen den beiden Kanzlerkandidaten und welche Resultate wird sie hervorbringen?

Sein Widersacher stellte im vermeintlich letzten Moment die K-Frage an den Bundesvorstand der CDU. Dort sprach man sich mit 31 zu 9 Stimmen (6 Enthaltungen) pro Laschet aus.

Doch auch wenn Söder im Voraus ankündigte, jegliche Entscheidung der Schwesterpartei akzeptieren zu wollen, scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen. Schließlich steigt innerhalb der Partei die Zustimmung zum Mittelfranken immer mehr – vor allem vonseiten der Jungen Union.

Für Markus Söder gibt es darüber hinaus einen klaren Vorteil:

Der 53-jährige weiß, was er am Freistaat hat. Mit der kommenden Landtagswahl hat er 2023 die Möglichkeit, zu einer Legende innerhalb seiner eigenen Partei aufzusteigen. Schließlich waren die Söder Umfragewerte schon lange nicht mehr so hoch wie es in den letzten Monaten der Fall ist.

Die Aussicht auf das Erreichen der absoluten Mehrheit und die damit verbundene Status-Aufwertung könnten Argumente auf einen Verbleib in Bayern sein, falls die interne Diskussion pro Laschet ausfallen sollte.

Der von Söder sehr geschätzte ehemalige Kanzlerkandidat Edmund Stoiber rät seinem möglichen Nachfolger ebenfalls von einer Kandidatur auf Bundesebene ab. In Bayern damals sehr geschätzt, manövrierte sich Stoiber mit der Niederlage in der Bundestagswahl selbst ins politische Nebenzimmer.

 

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Wie wahrscheinlich ist eine Söder Kanzlerkandidatur?

Die Frage nach Söder als Kanzlerkandidat muss aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Der wichtigste Faktor ist neben seiner eigenen Bereitschaft der CDU Vorsitz.

Im Januar wählte die Schwesterpartei auf ihrem digitalen Parteitag den Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet setzte sich dort gegen seine Konkurrenten Friedrich Merz und Norbert Röttgen durch.

Die logische Schlusfolgerung wäre: Laschet wird als CDU-Chef auch Kanzlerkandidat der Union. Es ist kein Geheimnis, dass Laschet dies auch anstrebt.

Nicht zuletzt deshalb erwarten die Buchmacher derzeit einen Zweikampf zwischen Laschet und Söder um das Bundeskanzleramt. Ausgerechnet in Laschets Heimat Nordrhein-Westfalen liegt Söder mittlerweile meilenweit vorne, nachdem der amtierende NRW-Ministerpräsident seit der letzten Umfrage 23% (!) der Stimmen einbüßte.

 

Söder Kanzlerkandidat Umfrage: Die Deutschen würden ihn wählen!


 

Entsprechend könnte es ebenfalls zum Faktor werden, dass die ersten Wahlergebnisse unter der Leitung von Laschet nicht besonders gut ausfielen. Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz gab es deutliche Stimmenverluste gegenüber den letzten Wahlen. In der NRW-Sonntagsfrage sind mittlerweile die Grünen extrem nah an der CDU dran.

Infolgedessen fielen die Stimmanteile der Union in der Sonntagsfrage rapide ab. Statt einst knapp 20% Vorsprung (GMS vom 15.02.2021) liegt der Vorteil der Union einen Monat später bei lediglich 4% (Forsa vom 24.03.2021). Auch die weitere Entwicklung dieser Umfragewerte könnte einen Einfluss auf die Nominierung des Kanzlerkandidaten von CDU/CSU besitzen.

Auch bei den Umfragen bezüglich des geeignetsten Kanzlerkandidaten der Union fallen die Umfragen klar zugunsten Söders aus. Bei der WAZ lag er jüngst mit 43% weit vor CDU-Mann Laschet (21%). Die obige Umfrage von WDR Aktuell verstärkt diesen Eindruck weiterhin.
 

Söder Kanzlerkandidat: Was würde die CSU machen?

Die Prognosen zu Kanzlerkandidat Söder fallen aktuell noch gemischt aus. Der Nürnberger konnte sich mit starken Umfragewerten im Rücken ganz entspannt die Wahl des CDU Vorsitzenden ansehen. Er hat keinerlei Druck, nach Berlin gehen zu müssen.

Seine Rolle in Bayern ist stark, was ebenfalls ein Faktor sein könnte. Die CSU träfe ein Abgang inmitten der Legislaturperiode mehr oder weniger unerwartet. Die Partei sowie die Regierungsarbeit sind auf ihn zugeschnitten.

Es ist keine Alternative in Sicht, die auch nur annähernd an Söders Popularität heranreicht. Deshalb werden die Verantwortlichen in Bayern alles daran setzen, ihren Chef zu halten – auch wenn dieser andere Ziele verfolgt.

 

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In der ZEIT lieferte CSU-Generalsekretär Markus Blume ein spannendes Zitat: „uns reicht die Vorstellung, dass wir’s könnten, wenn wir’s müssten.“

Eine starke Position gegenüber der CDU gibt der CSU zusätzliche Sicherheit, dass die eigenen Ideen und Vorschläge innerhalb der Union gehört werden. So könnte Söder mit seinen Parteikollegen sogar aus Bayern weiterhin ein gewichtiges Wort auf Bundesebene mitreden.

Wie die letzten Wochen zeigen, können sich die politischen Entscheidungen wie Einschätzungen oftmals schnell ändern. Das öffentliche Interesse am Kanzleramt und die große Zustimmung innerhalb der Union pro Söder bewies dies jüngst mit Nachdruck.

 

Prognose: Wird Laschet Kanzler?

 

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