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3. Liga Wetten

Union-Legende Ronny Nikol über “Derby” vs. RB Leipzig: “Sehr brisantes Spiel”

Philipp Stottan  3. September 2023
Ronny Nikol Union Berlin
Union-Legende Ronny Nikol betitelt das Duell mit RB Leipzig als Derby. (© IMAGO / Sebastian Wells)

In seiner aktiven Zeit war Ronny Nikol bei einigen Vereinen im Einsatz, vor allem Traditionsvereine haben ihm es angetan: Dynamo Dresden, 1. FC Nürnberg oder Rot Weiss Essen.

In die Bundesliga verschlagen hat es den linken Flügel zwar nie, dafür war er satte 215 Mal für Union Berlin im Einsatz, die er von der Regionalliga in die 2. Bundesliga brachte.

Nikol kennt die Eisernen also in- und auswendig und ist daher der ideale Gast für Beidfüßig vor dem Topspiel gegen RB Leipzig. Zudem spricht er über den Vergleich mit Hertha BSC, Ost- und Westberlin sowie Dynamo Dresden in der 3. Liga.

Wettbasis: Das Spitzenspiel ohne Zweifel ist Union Berlin gegen RB Leipzig am Sonntag. Aus diesem Grund haben wir Ronny Nikol, eine Union Berlin Legende zu Gast. Hallo Herr Nikol!

Ronny Nikol: “Guten Morgen.”

Die härteste linke Klebe aus Köpenick. Sie sind mit Sicherheit jemand, der Union Berlin in- und auswendig kennt. Sagen Sie uns doch mal die drei Gründe, warum die so gut gestartet sind. Sechs Punkte aus den ersten zwei Bundesligaspielen, einen solchen Start haben die noch nie hingelegt.

Nikol: “Die Gründe, die zeichnen sich schon die letzten Jahre immer wieder ab. Sie sind sehr harmonisch, im Verein arbeiten sie alle an einem Strang, keiner schert aus oder will was anders machen.

Sie haben immer wieder gute Einkäufe, die einfach super in die Mannschaft passen, und mittlerweile spielen sie auch wunderbaren Fußball, muss ich sagen. Also, das macht richtig Spaß, denen zuzuschauen.”

Sie sehen da eine Entwicklung, von nur kampfbetontem Spiel hin zu technisch hochwertigen Fußball?

Nikol: “Ja. Kampfbetont war es schon immer bei Union. Das ist auch das A und O.

Aber wie gesagt, mittlerweile spielen sie Fußball, hauen nicht nur die Bälle lang, wie man es noch von früher kennt. Es macht richtig Spaß und ich glaube, so einen Start muss man auch erst mal hinlegen.”

Sie sind in Berlin geboren. Da hat jetzt Ostberlin, mit Union, den Westen überholt. Hertha spielt ja in der 2. Liga. Warum ist das so?

Nikol: “Dieses Ostberlin und Westberlin, das höre ich eigentlich nicht mehr so gerne. Aber ich habe es vorhin schon kurz erwähnt, in dem Verein wird seit Jahren wirklich ruhig gearbeitet. Man hat mit Dirk Zingler einen Präsidenten, der vorneweg marschiert, und die anderen hinterher, sag ich mal.

Jeder darf seine Meinung dort äußern, man ist auch kritisch gegenüber manchen Dingen, und man diskutiert darüber und hat jetzt, mit Urs Fischer, natürlich auch noch ein Trainer gefunden, der eine Ruhe ausstrahlt vom Allerfeinsten. Das macht richtig Spaß, ihm zuzuschauen.

Das Trainerteam funktioniert miteinander und Oliver Ruhnert hat immer wieder ein gutes Händchen für die Einkäufe. Die passen wirklich immer in die Mannschaft rein. Sie fügen sich ein und ordnen sich unter, und das sieht man dann auch auf dem Platz. Das ist eine Gemeinschaft, ein Team und das zeichnet sie halt wirklich aus.

Sie haben jetzt auch in den letzten fünf Jahren nie so einen echten Tiefpunkt mal gehabt, oder mal so eine Zeit, wo sie fünf, sechs Spiele am Stück verloren haben. Das kennen die gar nicht. Da wartet jeder eigentlich drauf, aber wir haben es vorhin schon gehört, RB Leipzig ist natürlich wieder ein sehr brisantes Spiel.”

Genau, lassen Sie mich da kurz einhaken, denn das ist ja Tradition pur gegen den “Dosen-Club”. Wie sehen das die Fans? Da ist mit Sicherheit was los.

Ronny Nikol: “Ja, das ist ein sehr spezielles Spiel. Die Fans von Union sind in den ersten fünfzehn Minuten immer ganz ruhig bei diesem Spiel. Aber mal gucken, was sie sich dieses Wochenende einfallen lassen. Auf jeden Fall ein ganz besonderes Spiel.”

Schmeißen die mit Gummibärchen, oder was machen die dann?

Nikol: “Nein, das nicht. Sie sind einfach die ersten fünfzehn Minuten immer still, gucken sich alles an, und dann ab Minute fünfzehn geht das Feuerwerk von draußen los. Da haben die Fans eben ihre eigene Meinung, das muss man akzeptieren.

Das ist nun mal nicht Lok Leipzig, oder Chemie Leipzig, das ist Red Bull Leipzig, oder eben RB Leipzig. Deswegen ist da immer nochmal ein bisschen mehr Brisanz drin.”

Ist das ein Derby?

Nikol: “Ich finde ja. Man kann es schon als Derby bezeichnen. Union ist nun mal der einzige Ostverein, der aktuell da oben in der 1. Liga spielt.

Leipzig gehört auch dazu, und für mich ist es ein Derby, auf jeden Fall, ja.”

Wie geht es aus, Herr Nikol?

Nikol: “Die letzten Spiele gingen alle 2:1 aus, also wird es diesmal ein 3:1 sein.”

 

Bundesliga Meister Quoten

Jetzt wechseln wir in die 3. Liga. Da sprechen wir jetzt über Dresden gegen Ingolstadt. Dynamo Dresden ist ein Verein, den Sie auch ganz gut kennen. Wo landen die gegen Ingolstadt?

Nikol: “Sie haben ja jetzt einen ganz guten Start hingelegt, muss ich sagen. Ich beobachte das immer, bin auch hin und wieder mal familiär in Dresden und dann auch ab und zu mal im Stadion.

Ich glaube schon, dass sie diese Saison wieder da oben mitspielen werden. Die wollen unbedingt hoch, sind letzte Saison knapp gescheitert und haben jetzt das letzte Spiel gewonnen.

Außerdem glaube ich, Ingolstadt liegt ihnen eigentlich immer ganz gut, und sie werden dort auch mit drei Punkten nach Hause.”

Sie meinen, Ingolstadt ist wie gemacht für Dynamo?

Ronny Nikol: “Ja, kann man so sagen. Man kennt sich jetzt auch schon ein paar Jahre mittlerweile aus der 3. Liga und ich denke, Ingolstadt liegt ihnen ganz gut.”

Sie haben auch bei Rot-Weiß Essen gespielt, die sind zu Gast bei Freiburg II. Was trauen Sie ihnen zu?

Nikol: “Auch Rot-Weiß Essen ist ein Traditionsverein. Ich war zwei Jahre dort. Es hat Spaß gemacht, wir sind aufgestiegen in die 2. Liga damals, zwar leider dann auch gleich wieder abgestiegen in die 3. Liga, aber es ist speziell dort.

Jetzt das Auswärtsspiel in Freiburg ist schwer. Freiburg ist eine spielstarke Mannschaft, die auch letzte Saison lange oben mitgespielt hat und überragenden Fußball spielt.

Es wird schwer für Essen, dort zu bestehen, denke ich. Aber vielleicht, mit einem Pünktchen, denke ich mal, wären sie sehr zufrieden.”

 

3. Liga: Aufsteiger Quoten
 

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Philipp Stottan

Philipp Stottan

Alter: 31 Nationalität: Österreich Lieblings-Wettanbieter: Bet-at-home, Bet365

Das Thema Sport und all seine Facetten begleiten Philipp seit er denken kann, zu Uni-Zeiten kamen dann auch die Sportwetten hinzu. Nach diversen Stationen im Journalismus entschied er sich dann dazu, seiner Wett-Leidenschaft auch beruflich nachzugehen. Vor allem in den Bereichen Fußball sowie US- und Kampfsport, kann man sich auf seine angesammelte Expertise verlassen.   Mehr lesen