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F1-Legende Fittipaldi über Didi Mateschitz: „Unglaublich, was er für die Formel 1 getan hat“

Brasilianer schätzt den Einsatz des Österreichers für den Motorsport

Steffen Peters  30. Oktober 2022
Didi Mateschitz Formel 1 Interview
Didi Mateschitz wird nicht nur von Emerson Fittipaldi für seine Verdienste im Motorsport geschätzt. (© IMAGO / Motorsport Images)

Nach dem Tod von Didi Mateschitz blickt Red Bull Racing in der Formel 1 einer Zukunft ohne seinen größten Förderer entgegen. Entsprechend groß ist die Wertschätzung für das gemeinsam Erreichte im Weltmeister-Team 2022.

Doch auch die Motorsport-Experten in aller Welt sprechen Didi Mateschitz ihre Anerkennung aus. So auch der ehemalige Formel 1 Weltmeister Emerson Fittipaldi, mit dem Wettbasis exklusiv sprechen konnte.

Neben dem Österreicher äußert sich die F1-Legende bei uns ebenfalls über Talente im Motorsport und die ewige Diskussion rund um die Budget-Verstöße von Red Bull.

 

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Fittipaldi: „Was Didi Mateschitz für den Rennsport getan hat, war unglaublich“

Im Interview hebt Emerson Fittipaldi, selbst Fahrer-Weltmeister in den Jahren 1972 und 1974, den positiven Effekt von Didi Mateschitz auf den Sport hervor.

„Ich denke, was Didi Mateschitz für die Formel 1 getan hat, ist unglaublich. Seine Vision, sein Glaube an die Formel 1 und seine Leidenschaft. Wie viele Investitionen und Anstrengungen Red Bull in den letzten Jahren getätigt hat, seit sie an Bord sind, einschließlich AlphaTauri.“

„Und wir müssen Dietrich für die Investitionen danken, die er in die Formel 1 getätigt hat. Er hat nicht nur zwei konkurrenzfähige Teams geschaffen, sondern auch so viel Werbung für die Formel 1 durch Red Bull gemacht.“

Doch nicht nur die längst etablierten Teams seien laut Fittipaldi ein gewichtiger Teil von Mateschitz‘ Erbe: „Wie viele Tausende und Abertausende neuer Fans auf der ganzen Welt die Formel 1 dank Red Bull sehen, dafür müssen wir einem Mann wie ihm einfach danken.“

„Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch viele Dietrich Mateschitz‘ haben werden. Er hat einen fantastischen Job für die Formel 1 gemacht. Für den Rennsport. Er hat eine fantastische Arbeit für viele verschiedene Sportarten geleistet.

Ich habe wirklich große Hochachtung vor ihm, und wir müssen ihm einfach danken, und mein Beileid an seine Familie, an alle Red-Bull-Teams, denn er war großartig für den Sport. Großartig für uns.“

 

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Fittipaldi fordert „mehr Talent und weniger Geld im Rennsport“

Auch zur allgemeinen Situation des Rennsports hat sich Emerson Fittipaldi seine Gedanken gemacht. Derzeit sieht der Brasilianer ein Defizit im Talentbereich, was sich unter anderem daran bemerkbar macht, dass Mick Schumacher noch immer auf ein Cockpit warten muss.

„Ich denke, Mick hat dieses Jahr einen sehr guten Job gemacht. Er hat sich sehr verbessert.“

„Unglücklicherweise macht im heutigen Rennsport, vom Kartsport über die Formel 4, die Formel 3 und die Formel 2, das Geld den Unterschied. Und wir haben eine riesige Welle von Kindern mit viel Geld und Sponsoren, die zum Rennsport kommen und Formel-1-Fahrer werden wollen, aber manchmal reicht das Talent nicht aus.“

„Und dann gibt es einen möglichen Fahrer wie Mick Schumacher, der Talent hat, engagiert ist und sich sehr bemüht, in der Formel 1 zu fahren. Wenn das Team sagt, dass er zu teuer für das Team ist, bedeutet das, dass das Team jemanden mit Geld braucht. „

„Das ist etwas, das wir in Zukunft ändern müssen. Wir brauchen mehr Talent und weniger Geld im Rennsport. Das ist die Vision, die ich für die Zukunft habe. Leider müssen wir alle zusammenarbeiten, um das zu erreichen.“

„Die FIA, die Formel 1, die Teams und die Sponsoren müssen diesen Wandel für die Zukunft vollziehen. Es muss eine globale gemeinsame Anstrengung sein, um das für die Zukunft zu ändern. Ich hoffe, dass wir es schaffen können.“

 

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Fittipaldi fordert „transparentes, ehrliches Regelwerk“

Natürlich darf auch ein Blick auf das heißeste Thema der vergangenen Wochen in der Formel 1 in unserem Gespräch mit Emerson Fittipaldi nicht fehlen.

Die Diskussionen rund um Red Bull und die Überschreitung der vorgegebenen Ausgabendeckelung nehmen kein Ende. Fittipaldi hat eine klare Meinung, wie das Thema in Zukunft angegangen werden sollte.

„Wenn die aktuellen Regeln nicht klar sind, wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt, die Regeln für das, was bei Red Bull passiert ist, und für die Zukunft klar zu machen.“

„Wenn es ein Missverständnis der Regeln gibt, wenn es eine zweifelhafte Lesart gibt, dann sollten Sie sich alle zusammensetzen und ein sehr transparentes, ehrliches Regelwerk aufstellen, das die Leute verstehen. Es sollte das Ziel haben, es für die Low-Budget-Teams ausgeglichener zu gestalten.“

„Ich denke, die Regeln sollten klarer formuliert werden. Wir müssen alle daran arbeiten, dass es Fahrer mit mehr Talent und weniger Geld gibt, und wir müssen im Rahmen des Budgets der Teams arbeiten, damit auch Teams mit weniger Geld konkurrenzfähig sein können.“

„Das wäre gut für die Zukunft des Sports und das muss in Zusammenarbeit zwischen der FIA, den Konstrukteuren, den Fahrern, den Teams und Liberty Media geschehen, die alle gemeinsam an diesen beiden Themen arbeiten. Das sind zwei wichtige Themen für die Zukunft.“

 

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Steffen Peters

Steffen Peters

Alter: 29 Nationalität: Deutschland Lieblings-Wettanbieter: Bwin

Schon seit mehr als einem Jahrzehnt schreibt Steffen journalistisch über die verschiedensten Sportarten. Seine größte Expertise besitzt er im Fußball, Eishockey, Motorsport und Handball. Bei der Wettbasis ist er neben dem Erstellen von Testberichten vor allem im News-Bereich tätig.

Privat tippt Steffen gerne auf Kombiwetten und vor allem auf Partien aus dem südamerikanischen Raum. In seinem eigenen Blog schreibt er zudem über alle möglichen Geschehnisse über die Top-Ligen aus Brasilien, Argentinien und Co.   Mehr lesen