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Die großen Fehler bei Sportwetten und in Wettsystemen

Was Waldbrände mit Sportwetten zu tun haben

Wie heißt es so schön: Man lernt nicht für die Schule, sondern für das Leben. Der ein oder andere Mathematiker würde auch darin übereinstimmen, denn letztendlich ob nun Schule, das Leben oder eben Sportwetten – alles ist im Grunde eine Frage von Wahrscheinlichkeiten. So verwundert es dann letztendlich auch nicht, dass aus einem Beispiel über Waldbrände für Sportwetten gelernt werden kann. Der Grund dafür besteht darin, dass es bestimmte Fehler zu vermeiden gilt.

Wie falsche Maßnahmen zum Gegenteil führen

Es hat sich bei der Bekämpfung von Waldbränden in den USA gezeigt, dass so manche offensichtliche Methode nicht nur keinen Effekt hat, sondern sogar Nachteile mit sich bringt. So gibt es in manchen Nationalparks sehr alte und hohe Mammutbäume, die besonders geschützt werden sollten. Dort sollten Waldbrände mit allen Maßnahmen vermieden werden. In der Folge hat das dazu geführt, dass sich um die großen Bäume mehr Gehölz angesammelt hat. Das wäre unter anderen Umständen natürlicherweise in kleineren Bränden verbrannt. Durch die Ansammlung konnten so aber größere Brände ausbrechen. Auf diese Weise waren die Maßnahmen nicht erfolgreich – im Gegenteil: Ein offensichtlicher und nachvollziehbarer Gedanke hat sich als falsch herausgestellt.
 

Warum das Wetten gegen schwache Sportwetter nicht funktioniert
Umgekehrtes Wetten bringt Verluste – Wettbasis.com Ratgeber

 

Sportwetten: Gleicher Fehler, anderer Ort

Bei Sportwetten ist das auch immer wieder anzutreffen. Sportwetter versuchen scheinbar sichere Lösungen zu finden, um das Risiko zu vermindern. Das führt manchmal dazu, dass beispielsweise ein System mit sehr niedrigen Quoten gespielt wird. So niedrig, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit so hoch erhofft wird, dass der Tipper im Grunde gar nicht danebenliegen kann. Oftmals stellt sich aber heraus, dass es doch passieren kann und dann liegt es gerade an dem System, dass sich die vermeintliche Sicherheit umgekehrt und einem den Boden unter den Füßen wegzieht. Dabei muss man auch zwischen kurz- und langfristigen Effekten unterscheiden. Wie beim Brandschutz lief es kurzfristig gut, erst auf lange Sicht hat es sich nicht ausgezahlt.

In beiden Fällen zeigt sich, dass die Akteure möglichst hohe Sicherheit erreichen wollen. Das ist auch verständlich. Aber das Verschieben der Risiken (beispielsweise auf lange Sicht) führt eben oft nur dazu, dass sie umso stärker zurückkommen und dann härter zuschlagen. Gerade bei Sportwetten gibt es solche Sicherheit kaum, was besonders deshalb so trickreich ist, da die meisten Sportwetter nach Stabilität suchen und sie in manchen Systemen zu finden glauben.

Der Vergleich zu politischen Systemen

Diese Mechanismen lassen sich nicht nur bei Sportwetten oder Waldbränden sehen, sondern auch an vielen anderen Stellen. Beispielsweise in Staatsformen, bei der Betrachtung von Demokratien gegenüber totalitären Staaten. Eine Demokratie ist ganz offensichtlich wandelbarer und scheint auch in gewisser Weise schwächer zu sein. Und zwar in dem Sinne, dass die Regierung weniger Macht besitzt und schnell wieder abgewählt sein kann. Da verspricht eine Diktatur viel Stabilität, wie es auch gerne populistisch begründet wird. Tatsächlich verschieben sich die Risiken aber nur. Auf lange Sicht halten sich auch solche Systeme nicht, sondern nur länger und wenn dann ein Umsturz passiert, ist er meist umso intensiver und leider auch blutiger. Die Demokratie hingegen hat sozusagen bereits in sich das Risiko, ohne auf einen großen Ausbruch warten zu müssen. Auf lange Sicht mindert es sogar die Stärke der Szenarien, die in einem Risikofall ausbrechen würden.

Die vermeintliche Sicherheit niedriger Quoten

Es ist ein nachvollziehbarer Gedanke und natürlich auch richtig, dass das unmittelbare Risiko bei niedrigen Quoten niedriger ist. Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses ist höher. So funktionieren Sportwetten und Quoten. Aber der langfristige Blick offenbart eben auch eine einfache Rechnung: Kann man tatsächlich so viel mit den niedrigen Quoten gewinnen, um die seltener auftretenden Verluste auszugleichen? Immerhin bekommt der Tipper für die niedrige Quoten auch weniger Gewinn.

Die Quote 1.10 ergibt bei 100€ Einsatz exakt 10€ Gewinn. Sollte ein Tipper nun aber nur 9 von 10 solcher Wetten gewinnen, hat er mit der letzten verlorenen Wette 100€ Verlust gemacht und vorher 90€ gewonnen. Wie hoch ist also die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich oft genug gewonnen wird?

Das ist ein recht einfaches Modell, das aber schon aufzeigt, wo der Fehler im System liegt. Doch es kann auch noch schlimmer kommen: Vielleicht gewinnt man auf diese Weise eine Wette nach der anderen und fühlt sich damit sicher. Dadurch neigen viele Sportwetter dazu, die Einsätze weiter zu erhöhen. Der irgendwann unausweichlich kommende Verlust, wird umso härter sein. Die vermeintliche Stabilität führt auf diese Weise zu wesentlich höheren Verlusten, auch wenn diese selten vorkommen.

Einsatz und Gewinnhöhe sind die wesentlichen Faktoren

Um nicht großen Schwankungen in den Gewinnen und Verlusten ausgesetzt zu sein, muss der professioneller denkende Sportwetter nicht in erster Linie den Quoten an den Kragen, sondern nur den Einsätzen. Diese sollten nicht wahllos auf einem guten Gefühl beruhen, sondern auf einem System beruhen, das grundsätzlich auf einem Wettkapital aufgebaut ist. So lassen sich natürlicherweise auch Verluste mit einplanen. Wer die falschen Einsätze spielt, kann letztendlich mit jedem noch so guten Wettsystem auf die Nase fallen.

Letztendlich kommt es also gar nicht unbedingt darauf an, wie oft Wetten prozentual aufgehen. Natürlich klingt es schön, wenn neun von zehn Wetten gewonnen worden. Letztendlich sagt diese Zahl aber gar nichts darüber aus, was am Ende unter dem Strich herausgekommen ist. Wichtiger als die Häufigkeit ist also die Höhe der Gewinne. Entsprechend bringen zwar niedrige Quoten selbstverständlich ein gewisses Maß von Stabilität mit sich, eignen sich aber deshalb noch lange nicht als ertragreiches Wettsystem.
 

 

Fatale Kombination: Sicherheit mit Progression

Beispiel:

Manche Systeme arbeiten progressiv. Das bedeutet, dass nicht beispielsweise zehnmal in Folge derselbe Einsatz getätigt wird, sondern der Tipper sich langsam steigert. Manchmal bedeutet es auch, dass man auf einen Verlust mit einem höheren Einsatz reagiert, um diesen Verlust sofort wieder ausgleichen zu können. Doch genau in dieser Strategie steckt ein großer Fehler. Das zeigt sich auch wieder an niedrigen Quoten. Man spielt also viele niedrige Quoten und gewinnt auch tatsächlich einige Male. Nun kommt ein Verlust, der sofort kaschiert werden soll, indem der Einsatz erhöht wird. An dieser Stelle fängt der Teufelskreis an. Ein System aus Sicherheit aufgrund niedriger Quoten und Progression führt also tatsächlich zu weniger verlorenen Wetten in der Häufigkeit, aber meist langfristig zu höheren Verlusten.

 
Eine Übersicht über alle Sportwetten Empfehlungen, Wetttipps und Strategien finden Sie in unserem Artikel: Wettempfehlungen, Tipps & Strategien in der Übersicht