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Fortuna-Legende Andreas „Lumpi“ Lambertz vor Abstiegs-Endspiel: „Damit hat keiner gerechnet – was natürlich total fatal war!“

Karl-Heinz Fischer  17. Mai 2026
Andreas Lambertz Interview
Fortuna-Urgestein Andreas Lambertz will wie die Düsseldorf-Fans den Klassenerhalt seines Herzensklubs feiern. (© Moritz Müller / Alamy Stock Photo)

Nachdem Preußen Münster bereits als Absteiger feststeht, bleiben noch zwei weitere Plätze für den Gang in die 3. Liga, für die noch mehrere Mannschaften in Frage kommen könnten. Der Abstiegskampf spitzt sich vor dem 34. Spieltag zu, denn es kommt auch zum direkten Duell des Tabellen-17. gegen den -15.: Greuther Fürth gegen Fortuna Düsseldorf.

Zu diesem Finalspiel, in dem die Fortuna den Klassenerhalt komplett in der eigenen Hand hält, äußert sich Andreas Lambertz, der über 300 Spiele im Dress der Düsseldorfer absolviert hat und mit dem Verein von der vierten bis in die erste Bundesliga aufgestiegen ist, im „Beidfüßig“-Interview. Aufgrund seiner Vereinstreue und kämpferischen Spielweise zählt er längst zu den Vereins-Legenden. Interessante Benefits für den letzten 2. Bundesliga-Spieltag der Saison gibt es übrigens beim Wettanbieter Bonus Vergleich. Außerdem gibt es die Möglichkeit für Sportwetten mit Paysafecard.

Der heute 41-jährige Ex-Mittelfeldspieler ist auch nach der aktiven Karriere Fortuna Düsseldorf treu geblieben und als Trainer der 2. Mannschaft ganz nah dran an den Entwicklungen bei seinem Jugendverein. So gibt Andreas Lambertz interessante Einblicke in den Saisonverlauf, Spieler, Trainer und das Endspiel am Sonntag gegen Fürth. Die kompletten Videos gibt es auf dem „YouTube-Channel der Wettbasis„.

Mit einer ähnlichen Leistung wie in der Vorwoche gegen Aufstiegskandidat Elversberg, so Lambertz, würde sein Herzensklub seine Hausaufgaben machen und demnach die Liga „hundertprozentig“ halten – auch weil man noch alles in der eigenen Hand hat.

Video: Ex-Profi Andreas „Lumpi“ Lambertz drückt seiner Fortuna Düsseldorf die Daumen und glaubt an den Klassenerhalt.

 

Andreas Lambertz vor Fürth vs. Düsseldorf: „Dann haben wir den Klassenerhalt sicher“

 

Wettbasis: Der letzte Spieltag in der 2. Bundesliga steht an und für viele Klubs geht es noch um sehr viel, wenn nicht um alles. Wir haben einen, der mit Sicherheit Auskunft geben kann zu Fortuna Düsseldorf, denn der Klub ist auch noch mittendrin im Schlamassel. Ich begrüße die Fortuna-Legende schlechthin, Andreas „Lumpi“ Lambertz.

Andreas Lambertz: Hallo, guten Tag.

Wettbasis: In der Tabelle haben wir natürlich eine Konstellation, die es in sich hat. Fortuna Düsseldorf spielt bei der SpVgg Greuther Fürth, das bedeutet der Tabellen-17. gegen den -15.. Aktuell sind es drei Punkte Unterschied, aber es ist nur ein Punkt Vorsprung auf Arminia Bielefeld (16.) und deshalb hat dieses Spiel eine unglaubliche Brisanz. Dieses Spiel ist mal wieder eines, was in die Vereinsgeschichte, in die Vereinschronik eingehen könnte.

Andreas Lambertz: Ich hoffe nicht! Also wir haben es jetzt zumindest selbst in der Hand. Das letzte Spiel war natürlich überragend mit dem 3:1-Heimsieg gegen Elversberg. Wenn wir jetzt unsere Hausaufgaben machen in Fürth, dann haben wir zumindest den Klassenerhalt sicher.

Wettbasis: Sie haben nun wirklich alles mitgemacht mit diesem Verein. Können Sie uns das mal einordnen? Welchen Vergleich würden Sie ziehen?

Andreas Lambertz: Ich glaube, in so einer Situation stand ich eigentlich nur bei unserem Erstliga-Abstieg. Da war die Situation so, dass wir auf einem Relegationsplatz standen, gegen Hannover gespielt haben damals und wir waren uns eigentlich ziemlich sicher, dass wir zumindest die Relegation sicher haben. Dann hat aber Hoffenheim in Dortmund gewonnen und somit sind wir direkt abgestiegen, weil wir auch in Hannover nicht gepunktet haben. Das war dann für uns sehr bitter, aber da hatten wir es eigentlich auch selbst in der Hand, zumindest in die Relegation zu rutschen. Aber jetzt hätte man es in der Hand, mit dem Abstieg gar nichts zu tun zu haben. Wenn wir die gleiche Leistung, oder eine ähnliche Leistung abliefern wie jetzt gegen Elversberg, dann bin ich mir auch hundertprozentig sicher, dass wir da nichts damit zu tun haben werden.


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Lambertz über Abstiegsangst bei der Fortuna: „Auf einmal stand man auf dem 17. Tabellenplatz“

 

Wettbasis: Aber warum kratzt Düsseldorf möglicherweise erst so spät die Kurve? Das Team, da sind wir uns einig, hat sehr viele gute Fußballer, aber die Performance war fast durchgehend schlecht.

Andreas Lambertz: Ich konnte jetzt auch nicht immer alles sehen, weil wir auch oft mit unserer U23 zeitgleich gespielt haben. Aber wenn, dann habe ich natürlich das Spiel verfolgt, wenn es möglich war. Aber ich glaube, die Saison ist so ein bisschen dahinplätschert. Du standest irgendwie im Mittelfeld, mal im unteren Mittelfeld und dann hast du mal gewonnen, mal gepunktet, dann hast du wieder verloren. Ich glaube, es hat keiner damit gerechnet, dass man noch in diesen richtigen Schlamassel reinrutschen könnte. Was natürlich total fatal war. Auf einmal stand man auf dem 17. Tabellenplatz, wo dann alle auf einmal da standen und gar nicht wussten, wie uns geschieht. Trotzdem waren wir uns alle irgendwie sicher, dass die Mannschaft trotzdem gut genug ist, dass wir mit dem Abstieg nix zu tun haben werden. Aber plötzlich waren wir dann mittendrin und jetzt hat man aber zumindest wieder so die Kurve gekriegt, dass wir nicht auf dem direkten Abstiegsplatz oder auf dem Relegationsplatz stehen. Das ist jetzt zumindest für die Ausgangslage erst einmal wichtig.

Wettbasis: Wie ordnen Sie denn den Ausfall von Cedric Itten ein? Also ich meine, das ist der unbestritten beste Scorer und vor allen Dingen ist er auch wichtig, ein Leader, der Ansprachen hält vor dem Spiel.

Andreas Lambertz: Cedric hat bisher echt als einer der wenigen absolut performt. Er hat auch die Gier, die Qualität und in den Spielen wo wir punkten konnten, schon ein bisschen den Unterschied ausgemacht. Auch jetzt zuletzt, wie er das Tor macht, wie er den Ball rausspielt und praktisch selbst einleitet und direkt ins Zentrum zieht. Das ist dann kaum zu verteidigen, weil er einfach in vollem Tempo direkt wieder in die Box rennt und das ist so schwer zu verteidigen. Das macht er halt überragend. Cedric hat wirklich so eine kleine Garantie, denn selbst wenn er nicht netzt, hat er zumindest echt immer noch gute Möglichkeiten. Wenn es so nur ein Kopfball ist, den er setzt, der noch gehalten wird. Der hat schon echt Qualität mitgebracht und wirklich gut performt, muss man sagen. Jetzt natürlich dann in so einem Spiel zu fehlen, durch die fünfte Gelbe Karte – das ist natürlich echt bitter.

Wettbasis: Ist das ein Ausfall, der entscheidend ist oder wie wird dieser kompensiert?

Andreas Lambertz: Der tut auf jeden Fall richtig weh. Wie dieser kompensiert wird, das werden wir noch sehen. Ich denke, Alexander Ende wird sich da schon seine Gedanken darüber machen und schauen, wie er das löst. Ich glaube auch, dass es möglich ist, das zu kompensieren – wie auch immer. Aber natürlich hat er mit seiner Anzahl an Toren schon ein bisschen den Unterschied ausgemacht.

 

„Lumpi“ Lambertz zu Grüppchenbildung bei Düsseldorf: „Nicht der entscheidende Faktor, wenn es vielleicht nicht läuft“

 

Wettbasis: Florian Kastenmeier, unbestritten auch einer der das Team führt, hat nach dem Elversberg-Sieg auch gesagt, wir sind jetzt auf einem guten Weg, weil die Grüppchenbildung nicht mehr so stark ist, wie sie noch vor einigen Wochen war. Können Sie das bestätigen?

Andreas Lambertz: Das kann ich gar nicht beurteilen. Wir trainieren oft zeitgleich mit den Profis auf dem Nebenplatz, da bin ich halt nicht tief genug drin, um das beurteilen zu können, da kann ich leider absolut nicht zu sagen.

Wettbasis: Aber Sie wissen natürlich aus eigener Erfahrung, dass ein Team auch ein Team sein muss, um eben solche Dinge dann auch zu wuppen.

Andreas Lambertz: Ja, natürlich, aber ich finde dieses Thema Grüppchenbildung auch völlig normal. Wenn du vier Franzosen in der Mannschaft hast, ist es glaube ich völlig klar, dass die mehr miteinander machen als sie dann mit mir zu tun haben. Das ist normal, dass man sich da so ein bisschen findet. Oder wenn man aus der gleichen Gegend kommt, aus der gleichen Ecke, wenn man teilweise schon mal zusammengespielt hat, dann hat man auch eine gemeinsame Vergangenheit. Also bei dieser Grüppchenbildung finde ich jetzt nicht immer unbedingt, dass es Thema sein muss, dass es sportlich nicht läuft. Dass der Gesamtzusammenhalt, dass man an einem Strang zieht und es einfach eine gemeinsame Marschroute gibt, finde ich dann wesentlich wichtiger, als sich auf diese Grüppchenbildung zu fixieren. Die gibt es immer und überall, selbst in Schulen, bei Kindern gibt es die. Deswegen glaube ich nicht, dass das der entscheidende Faktor ist, wenn es vielleicht nicht läuft.

Wettbasis: Wenn wir jetzt über Alexander Ende sprechen, der hat schon auch einiges verändert. Also konkret auch jetzt im letzten Spiel war schon eher die Tendenz, Mann gegen Mann zu spielen.

Andreas Lambertz: Das war definitiv gegen Elversberg die richtige Taktik. Da hat jeder seine Aufgabe gehabt, jeder wusste, dass er seine persönlichen Zweikämpfe gewinnen muss. Wir haben sehr wenig zugelassen, waren vorne effektiv und so war es das richtige Mittel, um gegen Elversberg eine sehr gute Leistung zu zeigen und erfolgreich zu sein.

Wettbasis: Und was ist das richtige Mittel gegen die SpVgg Greuther Fürth? Würden Sie die Taktik wiederholen?

Andreas Lambertz: Das kann ich so nicht beantworten. Ich denke, da oben werden genug Leute sitzen, die den Gegner analysieren, sich ihre Meinung dazu bilden und einen Matchplan entwickeln. Aber es ist wie immer: Wenn du deine persönlichen Duelle gewinnst, egal ob wirklich Mann-gegen-Mann, oder ob du hinten Plus-eins hast oder volle Kanne anläufst und dann zielstrebig nach vorne spielst, dann kann das gegen jeden das Mittel sein. So versuchen wir ja auch immer in jedes Spiel zu gehen. Wenn du deine Duelle gewinnst und gezielt nach vorne spielst, ist es gegen jeden möglich, ein Tor zu erzielen. Selbst gegen Schalke war es so, da war es auch eine ordentliche Partie und die hätte man auch nicht unbedingt verlieren müssen. Also war auch das möglich und dann wird es in jedem Spiel möglich sein.

 

Andreas Lambertz über Entscheidungsspiel zum Klassenerhalt: „Gehe fast davon aus, dass es von Anfang an brennen muss“

 

Wettbasis: Noel Futkeu könnte als Absteiger Torschützenkönig werden, das schaffte zuletzt Angelo Vier in der Saison 1996/97 bei Rot-Weiss Essen. Welche Erinnerungen haben Sie an ihn?

Andreas Lambertz: Ich kann mich auch nur an die 2. Liga erinnern und dass er immer viele Tore erzielt hat. Ich habe nie gegen ihn gespielt, Angelo Vier ist mir aber auf jeden Fall ein Begriff.

Wettbasis: Nochmal zum Thema Fortuna. Wenn Sie jetzt eine Tendenz abgeben müssten, wie sähe die aus?

Andreas Lambertz: Greuther Fürth steht so ein bisschen mit dem Rücken zur Wand. Die Konstellation ist ja so, dass wenn sie uns überholen wollen, müssten sie 3:0 gewinnen. Da weiß ich nicht, ob ich erst in der 2. Halbzeit versuchen würde, das anzustreben. Klar wollen sie nicht in Rückstand geraten, aber eigentlich müssten sie sagen: Visier auf und Feuer frei! Also ich gehe schon fast davon aus, dass es von Anfang an brennen muss. Also gehe ich auch einfach davon aus, dass da ein Feuerwerk auf uns zukommt, da musst du halt dagegenhalten, volle Kanne. Da bleibe ich wie eben dabei, dass wir unsere Duelle gewinnen und absolut dagegenhalten müssen. Dann bin ich mir auch sicher, dass wir das Ding ziehen. Ein 3:0 ist natürlich auch nicht so einfach, aber im Fußball hat man schon alles erlebt.

Wettbasis: Absolut. Was haben Sie schon in Fürth erlebt?

Andreas Lambertz: Wir haben ja oft und lange, lange Zeit immer gegeneinander gespielt. Das einzige, was mir so richtig hängengeblieben ist, ist, dass Oli Fink mal nach einem seitlichen Freistoß aus fast 16 Metern ein Kopfballtor machte, aber ansonsten jetzt nichts anderes Wildes.

Wettbasis: Vielen Dank, Andreas Lambertz.

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Karl-Heinz Fischer

Karl-Heinz Fischer

Alter: 40 Nationalität: Deutschland Lieblings-Wettanbieter: Sportwetten.de

Nach meinem Publizistik-Studium und ein paar Jahren als freiberuflicher Sportjournalist, wechselte ich in die Wett-Industrie. Dort wurde ich anschließend von der Wettbasis abgeworben und gelte seither als wichtiges und fixes Teammitglied der Redaktion.

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