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Welche Einsätze bei Sportwetten setzen?

Das richtige Management für das Wettkapital

Sich bevorzugte Wettmärkte heraussuchen und schon einen Tipp haben, ist eine Sache. Eine ganz andere ist es aber, wenn es dann an den Einsatz geht. Wie viel sollte gesetzt werden? Das ist eine Frage des Risikos und der eigenen Erwartungen. Verschiedene Möglichkeiten sind denkbar, die in diesem Artikel näher beleuchtet werden. Bevor Einsatzideen erläutert werden, sind ein paar Grundregeln zu vermitteln:

Immer das gesamte Wettkapital im Auge haben

Ein erster Ratschlag ist relativ einfach und schnell gefunden: Nicht zu hoch setzen. Aber was bedeutet das im Detail? Wie viel ist zu hoch? Das hängt im Grunde mit dem eigenen Wettkapital zusammen. Es ist zu hinterfragen, wie viel Geld insgesamt für Wetten zur Verfügung steht. Das kann auch ein Limit sein oder eben der Betrag, der beim Wettanbieter aufgeladen wurde. Es verhindert nebenher, dass jemand im Affekt um Haus und Hof spielt. Ist also ein Wettkapital gefunden, ist es wichtig, dieses optimal zu verwalten und nicht alles auf ein Pferd zu setzen. Jeder Tipp kann scheitern, so sicher er auch scheint. Verluste gehören bei Sportwetten dazu und daher sollte auch nach einer Misserfolgssträhne stets noch ein ordentlicher Puffer bestehen.

 

Wie viel Einsatz pro Wetten setzen?

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Der Einsatz hängt maßgeblich auch damit zusammen, woher das Wettkapital zu speisen ist. Wer als Millionär viele verschiedene Einnahmequellen hat, kann natürlich anders an die Sache herangehen, als jemand, der stark haushalten muss. Je weniger Einnahmequellen zur Verfügung stehen, desto niedriger sollte der prozentuale Anteil der Einsätze am Gesamtkapital ausfallen. Hier kann ein Wert von 1-2% schon ein erster Ansatz sein, der auch verdeutlicht, dass sich das Hobby Sportwetten aus vielen einzelnen Märkten zusammensetzt und nicht alleine auf den einen großen Tipp zu warten und zu hoffen ist.

Der Faktor der Psyche

Man muss sich ganz klar vor Augen halten, dass es um das liebe Geld geht und niemand etwas zu verschenken hat. Am Ende des Monats muss noch genügend Geld da sein, um die Grundbedürfnisse im Leben zu stillen. Das berühmte Bauchgefühl kann dabei ein wichtiger Indikator sein. Wem auch schon ein kleiner Verlust große Magenschmerzen bereitet, der sollte auch darauf hören, da sonst schnell der Spaß vorbei sein kann. Wer ein üppiges Kapital zur Verfügung hat, sodass ein Verlust nicht sonderlich schmerzt, kann entsprechend offener mit Wetteinsätzen umgehen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Emotionen nichts bei Sportwetten zu suchen haben. Natürlich ist eine verlorene Wette stets ein Ärgernis, besonders wenn es knapp war – aber wer permanent aufgeladen ist, weil alles nicht so klappt, wie er es gerne hätte, der sollte vielleicht doch lieber Abstand vom Wetten nehmen. Manchmal kann auch eine kleine Auszeit für Ruhe sorgen.

Überschaubare Einsätze schützen vor Gewinn

Sportwetten sind sicherlich alles andere als ein Glücksspiel, aber dennoch gibt es auch den Faktor, der dafür sorgt, dass es manchmal besser, manchmal schlechter läuft und sei es, weil eine bevorzugte Außenseitermannschaft einen Lauf hat, der aber auch wieder schnell vorbei sein kann. Interessant an niedrigen Einsätzen ist, dass sie nicht nur vor großen Verlusten schützen, sondern auch vor großen Gewinnen. Nun geht es letztendlich natürlich um den Gewinn und dagegen ist auch nichts einzuwenden, allerdings können mehrere hohe Gewinne in Folge einen sehr negativen Effekt nach sich ziehen. Ein Lauf führt oftmals dazu, dass noch mehr gesetzt wird, um mehr aus der eigenen Glückssträhne herausholen zu können. Doch so ein Lauf ist meist nur temporär. Daher empfiehlt es sich, lieber grundlegend und gesund bei Sportwetten zu wirtschaften, um länger etwas davon zu haben und eventuell tatsächlich in die Gewinnzone zu rutschen.

Die Kelly-Formel für hohe Gewinne

Ein ganzes wichtiges Stichwort ist in diesem Zusammenhang die Kelly-Formel oder auch das Kelly-Kriterium, das auf John Larry Kelly jr. zurückgeht. Dessen Formel zur Einsatzhöhe steht in einem dichten Zusammenhang zum Value bei der Wette. Aus Wetten mit guter Gewinnaussicht soll besonders viel herausgeholt werden. Im Gegenzug wäre es beispielsweise weniger ratsam, auf eine sehr niedrige Favoritenquote einen enorm hohen Betrag zu setzen, da die Gewinnerwartung ohnehin recht niedrig ist. Man muss hierfür den Value berechnen können, was mit eigenen Quoten im Vergleich zu den Quoten des Wettanbieters geht. Liegt die eigene Quote unter der des Wettanbieters, ergibt sich daraus ein Value und je höher der ausfällt, desto mehr ist zu setzen. Wir wollen die genaue Kelly-Formel aber nicht empfehlen, da jene tendentiell zu hohe Einsätze vermittelt. Wettprofis spielen nicht selten mit dem halben oder viertelsten Kelly.

Flache Einsätze nutzen

Eine Möglichkeit für Wetteinsätze ist es, immer dieselbe Einsatzhöhe zu wählen und so nicht speziell auf die einzelnen Risiken einzugehen, die die Märkte mit sich bringen. Der Vorteil ist, dass die Sache übersichtlich bleibt und man nicht Gefahr läuft, sich zu verzetteln. Bei Values ließe sich immer noch einiges rausholen, auch wenn meist mehr drin wäre. Fragwürdiger wird es, wenn die Quoten ansteigen, da dann auch die Schwankungen in den Quoten beziehungsweise den Ausgängen steigen und damit der flache Wetteinsatz an den tatsächlichen Gegebenheiten vorbeizielt. Flache Einsätze sind daher in der Regel für Wettprofis nicht interessant.

Das Gegenstück: Flache Profite

Immer den gleichen Einsatz zu nutzen, ist eine Sache. Im Gegenzug kann aber auch mit flachen Profiten gearbeitet werden. Hierbei achtet man darauf, dass die möglichen Gewinne gleich ausfallen. Man passt also den Einsatz an die Wettquote an, um auf einen bestimmten Gewinn zu kommen. Eine Formel hilft dabei, den entsprechenden Einsatz zu finden.

  • Einsatz = Zielgewinn / (Wettquote – 1)

Im nachfolgenden Beispiel sind die Einsätze bei einem Zielgewinn von 50€ und verschiedenen Quoten berechnet.

  • 50€ / (1.50 – 1) = 100,00€
  • 50€ / (2.12 – 1) = 44,64€
  • 50€ / (4.75 – 1) = 13,33€

Bei dieser Methode verändert sich der Gewinn nicht, trotz unterschiedlicher Quoten, dafür aber die möglichen Verluste. Je niedriger die Quote ausfällt, desto höher der drohende Verlust, während hohe Quoten kleinere Einsätze erfordern. Damit sind die Einsätze im Grunde direkt an das Risiko der Quoten gebunden. Inwiefern sich aber die Wette nun lohnt, hängt auch wieder vom eigentlichen Value ab. Diese Einsatzmethode hilft auch, bei vielen Wetten die Übersicht zu behalten und nicht für jede Wette bis ins Detail zu gehen.

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Fazit – Welche Einsätze bei Sportwetten?

Die vorgestellten Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Wer es daher etwas genauer mag, kann sich auch einfach zweier Varianten bedienen. Dabei empfiehlt sich eine flache Einsatzhöhe, also immer derselbe Einsatz, bei Quoten von 2.00 oder tiefer. Für Quoten über 2.00 ist zu den flachen Gewinnen überzugehen. Bei dieser Mischform lassen sich die sehr hohen Einsätze bei niedrigen Quoten vermeiden, wenn man es auf einen bestimmten Gewinn abgesehen hat. 1000€ zu setzen, um bei der Quote 1.10 100€ herauszuholen, ist eben durchaus zu überlegen, trotz der offensichtlichen Favoritenposition der Mannschaft. In beiden Fällen empfiehlt es sich aber gerade als Anfänger vorsichtig zu beginnt und keine zu hohen Ziele zu stecken. Letztendlich sollte der Blick immer auf Values gehen, wofür jede Quote einzeln zu betrachten ist.
Eine Übersicht über alle interessanten Informationen rund um den langfristigen Wetterfolg, finden Sie in unserem Artikel: Langfristig Erfolgreich Wetten – Bankrollmanagement, Estimations und Co.