Name
Football Federation Islamic Republic of Iran
Gegründet
1920
Trainer
Amir Ghalenoei
Kapitän
Alireza Jahanbakhsh
WM-Teilnahmen
7
Größter Erfolg
Gruppenphase
Iran WM 2026 Weltmeister Quote
Iran – Spielplan und Ergebnisse

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Aktuelle Nachrichten zum Iran
Iran – Kader und Statistiken
Geschichte des Iran bei der WM
Die iranische Nationalmannschaft, in der Fußballwelt als „Team Melli“ bekannt, blickt auf eine stolze und kontinuierlich wachsende Geschichte bei Weltmeisterschaften zurück. Ihren ersten Auftritt auf der größten Bühne des Weltfußballs feierte sie 1978 in Argentinien. Obwohl die Mannschaft damals in der Vorrunde ausschied, legte dieser Auftritt den Grundstein für die Popularität des Sports im Land und etablierte den Iran als eine der führenden Fußballnationen Asiens.
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Iran zu einem regelmäßigen Teilnehmer und einem der unbequemsten Gegner für etablierte Teams. Ein unvergessener Moment der WM-Geschichte bleibt der Sieg gegen die USA bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich, der weit über den sportlichen Erfolg hinausging und das enorme Potenzial sowie die Leidenschaft des iranischen Fußballs unterstrich. Mit insgesamt sechs Teilnahmen vor der aktuellen Endrunde festigte das Team sein internationales Renommee als taktisch disziplinierte Mannschaft, die besonders durch eine starke Defensive und gefährliche Konter besticht.
Nach der Jahrtausendwende durchlief der iranische Fußball eine Phase der Professionalisierung, in der immer mehr Spieler den Sprung in europäische Top-Ligen schafften. Dieser Prozess führte zu einer beeindruckenden Serie von vier aufeinanderfolgenden Qualifikationen seit 2014. Heute steht die iranische Nationalmannschaft für eine traditionsreiche Historie in Asien, eine enorme physische Robustheit und den festen Anspruch, bei der WM 2026 erstmals die K.-o.-Runde zu erreichen und im Konzert der Weltbesten für eine Überraschung zu sorgen.
Größter WM-Erfolg von Iran
Obwohl der Iran bisher noch nie die K.-o.-Phase erreicht hat, gilt die Weltmeisterschaft 2018 in Russland als einer der größten sportlichen Triumphe und als Meilenstein für den nationalen Fußball. Die iranische Mannschaft reiste als klarer Außenseiter an und wurde in eine extrem anspruchsvolle Gruppe mit den Schwergewichten Spanien und Portugal sowie Marokko gelost. Besonders beeindruckend war die taktische Meisterleistung und die defensive Stabilität des Teams, das im gesamten Turnierverlauf nur zwei Gegentore zuließ.
Unter dem damaligen Trainer Carlos Queiroz entwickelte die Mannschaft eine geschlossene Einheit, die durch unbändigen Kampfgeist und taktische Disziplin bestach. Der Weg durch das Turnier war geprägt von historischen Momenten und einem unerschütterlichen Glauben an die eigene Stärke. Im Auftaktspiel gegen Marokko sicherte sich der Iran durch ein spätes Eigentor in der Nachspielzeit einen 1:0-Sieg – der erst zweite Sieg des Landes in der WM-Geschichte. Nach einer knappen 0:1-Niederlage gegen Spanien kam es am letzten Spieltag zum dramatischen Duell gegen Portugal. Spieler wie Torhüter Alireza Beiranvand, der einen Elfmeter von Cristiano Ronaldo parierte, wuchsen über sich hinaus.
Das Spiel endete 1:1, wodurch der Iran das Turnier mit vier Punkten beendete – das historisch beste Ergebnis der Verbandsgeschichte bei einer Endrunde. Dieser Erfolg war weit mehr als nur eine statistische Bestleistung. Er bewies, dass der Iran in der Lage ist, mit der absoluten Weltspitze auf Augenhöhe zu konkurrieren, und löste im Land eine beispiellose Welle der Euphorie aus. Der Triumph der Defensivarbeit und des Kollektivs zeigte, wozu Hingabe und taktische Treue fähig sind. Bis heute gilt das Auftreten von 2018 als das emotionale Fundament für das gesteigerte Selbstbewusstsein des iranischen Fußballs.
Iran im Überblick
So qualifizierte sich der Iran für die WM 2026
Die iranische Nationalmannschaft hat sich auf einem beeindruckenden und souveränen Weg für die WM 2026 qualifiziert. In der entscheidenden dritten Runde der asiatischen Qualifikation spielte der Iran in der Gruppe A, zu der unter anderem Usbekistan, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate gehörten.
Bereits zu Beginn der Qualifikationsphase untermauerte das „Team Melli“ seine Favoritenrolle. Mit einer Serie von überzeugenden Leistungen, darunter ein wichtiger 4:1-Sieg gegen den amtierenden Asienmeister Katar im Oktober 2024, setzte sich der Iran früh an die Spitze der Gruppe. Besonders die Ausbeute auf fremdem Platz war bemerkenswert, da wichtige Siege in Nordkorea und Kirgisistan eingefahren wurden. Der krönende Moment kam am 25. März 2025: Am 8. Spieltag der Gruppenphase sicherte sich der Iran durch ein hart erkämpftes 2:2-Unentschieden gegen Usbekistan im heimischen Azadi-Stadion in Teheran vorzeitig das Ticket für die WM 2026.
Der Iran qualifizierte sich damit als eines der ersten asiatischen Teams – gemeinsam mit Japan – direkt für die Endrunde in Nordamerika. Besonders hervorzuheben sind die Leistungsträger der Offensive: Mehdi Taremi, der im entscheidenden Spiel gegen Usbekistan beide Treffer erzielte, und Sardar Azmoun bildeten eines der gefährlichsten Sturmduos der asiatischen Zone. Auch im Mittelfeld zeigten Spieler wie Mehdi Ghaedi und Saman Ghodoos große Spielintelligenz. Unter Nationaltrainer Amir Ghalenoei zeigte das Team eine beeindruckende Konstanz und blieb in der entscheidenden Phase der Qualifikation ungeschlagen.
Trainer Amir Ghalenoei
Amir Ghalenoei ist seit März 2023 Cheftrainer der iranischen Nationalmannschaft. Er übernahm das Amt in seiner zweiten Amtszeit nach Carlos Queiroz und gilt im Iran als einer der erfahrensten und erfolgreichsten Trainer des Landes. Ghalenoei, der in seiner aktiven Zeit als „der General“ im Mittelfeld bekannt war, genießt bei den Spielern und Fans aufgrund seiner tiefen Verwurzelung im iranischen Fußball hohen Respekt.
Ghalenoei legt großen Wert auf eine ausgewogene Spielphilosophie, die die traditionelle defensive Stabilität des Irans mit einem mutigeren, offensiven Ansatz verbindet. Er setzt verstärkt auf die Integration von Talenten aus der heimischen Liga und fördert gleichzeitig die Führungsrollen der erfahrenen Europa-Legionäre. Unter seiner Führung hat das „Team Melli“ eine neue taktische Flexibilität entwickelt und strebt an, bei der Weltmeisterschaft 2026 mit einem modernen und durchsetzungsstarken Fußball endlich Geschichte zu schreiben.
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