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Wie verdienen Wettanbieter Geld?

Wie kommen die Wettanbieter an "sichere" Einnahmen?

Auf dem Wettmarkt konkurrieren zahlreiche Buchmacher mit unterschiedlichen Wettangeboten gegeneinander mit dem Ziel die Kunden von ihrem Wettangebot zu überzeugen und damit auch langfristig zu gewinnen. Der Wettbewerb untereinander ist natürlich auch für solche Unternehmen nicht gerade ein Zuckerschlecken, doch will sich ein Wettanbieter auf lange Sicht auf dem Markt behaupten, dann muss er auch dementsprechend wirtschaften. Wir stellen also die Frage: Wie verdienen Buchmacher ihr Geld? Und was macht einen erfolgreichen Wettanbieter aus?

    Wettexperten wissen genau, wieso Wettanbieter wie Bet365, Tipico oder Interwetten zum einen sich so lange auf dem Wettmarkt behaupten und dabei gleichzeitig auch ihre Gewinne sichern. Einsteiger im Wettsport aber unterschätzen oft die Bedeutung von Wettquoten, der damit einhergehenden Marge und auch die individuellen Wettangeboten der einzelnen Buchmacher, weswegen wir in diesem Ratgeberartikel sehr gerne aufzeigen, worin Buchmacher untereinander konkurrieren und wie sie ihre Renditen sicher stellen um weiterhin zu wachsen und noch bessere Wettangebote zu kreieren.
     

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    Den Wettmarkt verstehen und daran verdienen

    Zunächst einmal ist es notwendig den Wettmarkt zu verstehen um auch nachvollziehen zu können, wie Wettanbieter arbeiten und worin Potenziale für ihre Gewinne bestehen. Der Wettmarkt ist gekennzeichnet durch Sportveranstaltungen und dazugehörige Ereignisse, die mit einem Quotenschlüssel angeboten werden. Allgemein gilt natürlich, dass rationale Sportwettfreunde die besten Quoten auf dem Markt spielen müssen um möglichst erfolgreich zu sein, weswegen die Buchmacher in erster Linie auch darin konkurrieren die attraktivsten Wettquoten sicherzustellen. Wettquoten spiegeln eine implizierte Wahrscheinlichkeit wieder und sind dementsprechend auch zu interpretieren. Als Beispiel nehmen wir das DFB Pokalspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund am 26. April 2017. Bei Sportingbet gibt es für den Heimsieg eine 1.62er Quote, für das Unentschieden eine 4.33er Quote und für den Auswärtssieg eine 5.25er Quote. Erfahrene Wettexperten wissen in etwa welche Wahrscheinlichkeit hinter den Quoten stecken. Um diese zu ermitteln muss einfach der Kehrwert der Wettquote genommen werden. Der Buchmacher schätzt demnach dieses Spiel so ein: Bayern gewinnt zu 62 %, Dortmund zu 19 % und zu 23 % trennen sich die Teams Unentschieden.

    Hinter dieser Quotierung steckt eine Menge Rechenarbeit, denn die Mitarbeiter eines Wettanbieters prüfen alle relevanten Variablen wie den direkten Vergleich, die Tabellenplatzierung der beiden Teams, die derzeitige Form, Verletzungen und Sperren, Heimstärke der Heimmannschaft und was sonst noch als relevant angesehen wird. Basierend darauf errechnen die Wettanbieter dadurch erste Quoten, die auf dem Markt angeboten werden und sich durch das Wettverhalten der Akteure auf diesem Markt noch einmal korrigieren, was zu Quotenschwankungen führt. Die dynamischen Wettquoten geben nicht nur die Möglichkeit auf Surebets zu spekulieren, sondern haben für den Wettanbieter eine ungeheuer wichtige Information, denn das Einsatzverhalten der Kunden weist darauf hin, dass die zuvor errechneten Werte über- beziehungsweise unterschätzt wurden. Deswegen müssen die Wettquoten auch angepasst werden, damit der Buchmacher keine Verluste bei diesem Ereignis einfährt. Summiert man die errechneten Wahrscheinlichkeiten der Quoten zwischen Bayern und Dortmund, dann erhält man speziell für dieses Match einen Wert von 104% – dies bedeutet also, dass bei ausgeglichenem Einsatzverhalten der Wettanbieter eine Gewinnmarge von 4% hat (der Payout-Wert (Auszahlungsschlüssel) wäre somit 96 %).

    Ziel des Buchmachers ist es, die Quoten auf alle möglichen Ergebnisse richtig einzuschätzen, was auch mit Hilfe der Wettaktivität auf dem Markt gelingen kann. Werden die Wetten genauso gespielt, wie es die Schätzung berechnet hat, dann bleiben die Wettquoten stabil, ansonsten passen sie sich an. Bei den populären Märkten ist bei den allermeisten renomierten Wettanbieter immer mit einer Marge zwischen 3 % und 7 % zu rechnen.

    Spezialisierung auf bestimmte Wetten

    Wie der Wettmarkt zu verstehen ist und welche Bedeutung Wettquoten haben, sind zentrale Elemente um das Marktverhalten nachvollziehen zu können. Von größter Bedeutung ist es, dass die Buchmacher ihre Quoten ausbalancieren können und idealerweise das Einsatzverhalten der Masse so verteilt ist, dass der Gewinn in jedem Fall gesichert ist. Das muss nicht immer der Fall sein (vor allem auf Märkten mit niedrigem Volumen), ist es aber in den allermeisten Fällen. Die in den Wettquoten eingerechnete Marge soll sicherstellen, dass der Buchmacher auf lange Sicht, also mit Blick auf allen Partien im Wettangebot, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit als Gewinner herausgeht, egal wie die Matches letztendlich enden.

    Buchmacher konkurrieren aber nicht nur mit Blick auf die Wettquoten, sondern auch auf das Wettangebot. So mancher Buchmacher hat sich auf hohe Favoritenquoten (Interwetten), hohe Unentschieden Quoten (Sportingbet, Bwin) oder hohe Außenseiterquoten (Bet365) spezialisiert. Auch Bonusangebote sind wichtige Maßnahmen um Kunden an sich zu binden und damit das Volumen auf dem Markt hoch zu halten, damit die Marge einen satten Gewinn für den Wettanbieter sichern kann. Durch die Spezialisierung werden so bestimmte Spielertypen angezogen. Wer bevorzugt auf Favoriten wettet, dem sei Interwetten empfohlen und so weiter.
     

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    Fazit – Wie verdienen Wettanbieter Geld?

    Nach der Skizzierung der wichtigen Marktmechanismen liegt es nun auf der Hand, wie Wettanbieter ihr Geld verdienen. Quoten auf bestimmte Sportereignisse werden auf Grundlage spezifischer Daten modelliert und zu statistischen Wahrscheinlichkeiten angegeben. Dabei muss die Wahrscheinlichkeit der potenziellen Ereignisse inklusive der Gewinnspanne, also der Marge, so genau wie möglich abgebildet werden, damit Wettanbieter auch gesund wirtschaften können und damit den harten Wettbewerb auf dem Wettmarkt bestehen. Nach der Veröffentlichung der Quoten wird das Einsatzverhalten und die damit einhergehende Verteilung auf die unterschiedlichen Ereignisse beobachtet, damit die dynamischen Quoten sich anpassen können. Damit einher geht übrigens auch die Möglichkeit auf Surebets zu spekulieren.

    Die Wettquoten sind dabei nicht zwingend der Einschätzungen der Wettanbieter geschuldet, sondern das Ergebnis einer Verhaltensstruktur, die am Ende sicherstellen soll, dass bei allen Markausgängen in etwa die gleiche Auszahlung erreicht wird – ebenfalls ein geeignetes Steuerungsinstrument für den Wettanbieter um Gewinne zu sichern. Wenn der Buchmacher darauf spekuliert, dass ein Tipp besonders interessant ist, wird die Quote durchaus auch mal niedriger angesetzt, als sie eigentlich nach eigener Berechnung sein müsste.
     
    Informationen über seriöse Wettanbieter, Faktoren wie Sicherheit & Service sowie sonstige Themen finden Sie in unserem Artikel: Seriöse Wettanbieter in Deutschland.