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Neuer Hertha Trainer Tayfun Korkut: So schlecht lief es bei ihm bisher

Noch nie eine gesamte Saison Trainer bei einem Bundesligaverein

Steffen Peters  2. Dezember 2021
Tayfun Korkut Hertha Trainer
Schafft es Tayfun Korkut, Hertha BSC in die Erfolgsspur zu führen? (© IMAGO / Sven Simon)

Tayfun Korkut soll Hertha als neuer Trainer vor dem Bundesliga Abstieg retten. Die erste Reaktion vieler Berliner Fans war Ungläubigkeit: Ausgerechnet Korkut sollte eine bessere Wahl als Vereinsurgestein Pal Dardai sein?

Doch statt eines Aprilscherzes hatte Fredi Bobic tatsächlich Nägel mit Köpfen beim 47-jährigen Türken gemacht. Korkut ist vorerst bis zum Saisonende Hertha Trainer.

In Berlin erhofft man sich vor allem einen kurzfristigen Effekt durch die Verpflichtung des Übungsleiters. Doch seine Vergangenheit zeigt: Dieser Effekt ist meist schnell Geschichte…

 

Korkut neuer Hertha Trainer: So lief es bislang in seiner Karriere

2007 begann Tayfun Korkut, erstmals als Trainer zu arbeiten. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere bei Genclerbirligi ging es zunächst durch die Jugendabteilungen von Real Sociedad, TSG Hoffenheim sowie VfB Stuttgart.

Über seine Arbeit als Co-Trainer in der türkischen Nationalmannschaft konnte sich der heute 47-jährige schließlich für die 1. Bundesliga empfehlen.

Im deutschen Profifußball arbeitete Korkut erst und am längsten für Hannover 96, ehe es über den 1. FC Kaiserslautern, Bayer Leverkusen und den VfB Stuttgart zu Hertha BSC ging.

Auffällig ist, dass Tayfun Korkut bislang nicht wirklich übermäßig auffiel.

In der Allzeit-Rangliste der Bundesliga liegt er mit 78 Trainereinsätzen auf Platz 134, mit 100 Punkten auf Rang 140. In der Kategorie Punkte pro Spiel reicht es gar nur zu Platz 166 (1,282).

Diese wenig brillanten Statistiken sorgen auch für einen weit weniger angenehmen Punkt in Korkuts bisheriger Karriere vor dem Hertha-Engagement: Noch nie hat der gebürtige Stuttgarter bislang eine komplette Saison bei einem Verein absolviert.

 

Station Spiele Torverhältnis pro Spiel
Hannover 96 48 58:80 1,21:1,67
1. FC Kaiserslautern 18 14:19 0,78:1,06
Bayer Leverkusen 12 17:17 1,42:1,42
VfB Stuttgart 22 26:25 1,18:1,14

 

Sein längster Trainer-Job: 48 Spiele…

Im Norden der Bundesrepublik konnte Tayfun Korkut bislang am längsten seinen Job behalten. Zur Rückrunde 2013/14 verpflichtete Hannover 96 den Übungsleiter, der schließlich 48 Spiele bei den Roten absolvieren sollte.

Der Start war mit zwei Siegen ein starker, doch nur ein Erfolg aus den nächsten zehn Spielen ließ bereits wieder Zweifel aufkommen.

Doch Korkut meldete sich noch einmal zurück und hielt mit 96 letztlich souverän die Klasse, sodass er im Folgejahr weitermachen durfte.

Mit sieben Siegen lief die Hinrunde der Bundesliga 2014/15 noch okay, ehe der Karren mit voller Wucht an die Wand gefahren wurde. Bis zum Rauswurf nach einem 0:4 bei Bayer Leverkusen am 29. Spieltag gelang kein einziger Sieg mehr.

Letztlich konnte Michael Frontzeck die Niedersachsen in den letzten fünf Spielen noch in der 1. Bundesliga halten. Korkut musste hingegen bis 2016 auf seinen nächsten Trainerjob warten.

 

Station Spiele Punkte pro Spiel
Hannover 96 48 1,17
1. FC Kaiserslautern 18 1,06
Bayer Leverkusen 12 1,00
VfB Stuttgart 22 1,64

Hinweis: Alle Daten in diesem Artikel stammen von transfermarkt.de sowie Das Fussball Studio.

 

Während Tayfun Korkut als Trainer die längste Zeit in Hannover verbrachte, gab es die erfolgreichste 2017/18 in seiner Heimatstadt. So hatte der VfB gerade Hannes Wolf entlassen und brauchte einen Ersatz für ihn – es wurde Korkut.

Dieser legte damals mit dem Aufsteiger in den letzten 14 Spielen eine klasse Serie hin und verlor bei 9 Siegen nur ein einziges Spiel. Das Endresultat Platz 7 war von keinem Verantwortlichen erwartet worden.

Doch wie so oft war es dann zu Beginn der nachfolgenden Saison gleich vorbei mit der Stuttgarter Herrlichkeit. In der ersten Pokalrunde flog der VfB bei Hansa Rostock raus und nach nur sieben Liga-Spieltagen dann auch Korkut mit ganzen fünf Punkten.

Immerhin: Am Ende stand mit 1,64 der höchste Punkteschnitt von Tayfun Korkut als Bundesliga Trainer.

 

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Wie lange hält der Korkut Effekt bei Hertha BSC?

Die große Frage vor dem Korkut Debüt in Berlin ist nun, wie lange der Effekt des neuen Trainers in der Hauptstadt anhalten wird.

„Mit Tayfun Korkut möchten wir der Mannschaft nun neue Impulse und neuen Input geben, Tayfun hat in der Vergangenheit schon unter Beweis gestellt, dass er ein Team nicht nur stabilisieren, sondern auch mit seiner akribischen und leidenschaftlichen Arbeit und seiner Idee vom Fußball weiterentwickeln kann“, so Bobic in der Hertha-Pressemitteilung.

Die Frage ist, welche Art der Weiterentwicklung Bobic hier meint, schaffte es doch Korkut nie allzu lange, einen Job zu behalten – vor allem aufgrund sportlicher Misserfolge.

Und schon bei seiner Vorstellung sagte Bobic eigentlich andere Dinge, als er nun handelte: „Man hatte fünf Trainer in zwei Jahren. Das ist zu viel. Wir brauchen Kontinuität, das ist das Allerwichtigste.“

Nun soll Korkut also eine Hertha stabilisieren, deren größtes Problem bislang die Defensive ist. Die zweitmeisten Gegentore in der Liga werden nur vom abgeschlagenen Schlusslicht aus Fürth überboten.

Allzu viel Hoffnung macht die Korkut Bilanz bei seinen bisherigen Vereinen auch in diesem Punkt nicht. Denn nur bei seiner erfolgreichsten Zeit in Stuttgart wies der Trainer ein minimal positives Torverhältnis auf.

 

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Korkut Plan: Eindimensionaler Angriff zieht sich durch Stationen

Wie sieht der Plan von Tayfun Korkut in Berlin nun aus? Ein weiteres Problem zog sich durch sämtliche Stationen: der fehlende Plan im Angriff. Der eindimensionale Fußball wurde in der zweiten Saison beim VfB Stuttgart besonders deutlich.

Hier erzielte die Mannschaft in den ersten drei Spielen kein einziges Tor und hatte auch keine großartigen Ideen, wie sie dies ändern sollte.

Stattdessen gab es nach einer Balleroberung lange Bälle in die Spitze, wo sie schließlich versandeten, weil niemand in der Nähe war, um Mario Gomez zu helfen.

Doch soweit, so gut, in Berlin wird man – in diesem Fall vor allem Bobic – hoffen, dass Tayfun Korkut seit seinem Stuttgart-Aus im Oktober 2018 dazugelernt hat.

Sollte dies in drei Jahren nicht der Fall gewesen sein, könnte es schnell ungemütlich werden bei der Hertha.

Denn uninspirierten Mauerfußball hätte man auch mit Pal Dardai haben können – wollte man aber nicht mehr.

 

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Steffen Peters

Steffen Peters

Alter: 29 Nationalität: Deutschland Lieblings-Wettanbieter: Bwin

Schon seit mehr als einem Jahrzehnt schreibt Steffen journalistisch über die verschiedensten Sportarten. Seine größte Expertise besitzt er im Fußball, Eishockey, Motorsport und Handball. Bei der Wettbasis ist er neben dem Erstellen von Testberichten vor allem im News-Bereich tätig.

Privat tippt Steffen gerne auf Kombiwetten und vor allem auf Partien aus dem südamerikanischen Raum. In seinem eigenen Blog schreibt er zudem über alle möglichen Geschehnisse über die Top-Ligen aus Brasilien, Argentinien und Co.   Mehr lesen