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Freiburg vs. Bayern München – 19.03.2011 – 27. Spieltag

Am Samstag, den 19.03.2011, spielt der SC Freiburg im heimischen Breisgau gegen den FC Bayern München . Mit dem SC Freiburg und dem FC Bayern München kommt es am Samstagnachmittag zum Duell des Tabellensiebten mit dem Tabellenvierten .
Vor dem 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga gab es in Deutschland ordentlich Gesprächsstoff. Insbesondere das Trainerkarusell hat sich unter der Woche mit einem starken Schwung in ungeahnte Richtungen gedreht. Man hat den Eindruck die Vereine hätte ein wenig Nostalgie überkommen: Ralf Rangnick ist bald wieder Trainer des FC Schalke 04, Felix Magath ist ab sofort wieder Alleinherrscher in Wolfsburg und Jupp Heynckes ist vielleicht bald wieder bei Uli Honeß und den Bayern.
Wenig Beständigkeit zeigt die Liga aktuell auf den Trainerbänken. Leider zeigten die deutschen Mannschaften unter der Woche auch auf dem Feld Nachlässigkeiten. So ist es nun amtlich, dass nur der FC Schalke 04 für die Bundesliga ins Rennen geht. Die Königsblauen treffen im Viertelfinale auf Inter Mailand – immerhin mit Heimrecht im Rückspiel.
Das Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem FC Bayern München wird geleitet von Peter Gagelmann. Der Bremer hat auch schon das Hinspiel zwischen Freiburg und München gepfiffen (4:2 für Bayern). Damals beschwerte man sich über die fehlende Klarheit in der Linie des Schiedsrichters. Anpfiff des Spiels ist um 15:30 Uhr.

SC Freiburg:
Der internationale Traum, mit dem Einige im Breisgau sicherlich die ein oder andere Nacht verbracht haben, ist ausgeträumt. Die jüngste Negativserie hat den SC Freiburg von den internationalen Plätze gerissen. Der Fall in der Liga ist für die Mannschaft von Trainer Robin Dutt allerdings mehr als weich, denn die Saison des Sportclubs ist ein Erfolg. Deutlich früher als erwartet gelang es den Klassenerhalt zu sichern. Mit einer hervorragenden Hinrunde (neun Siege und insgesamt 28 Punkte) ebnete man den Weg für eine ruhige Saison. Man zeigte auch genügend Konstanz, um diese Leistung in der Rückrunde zu bestätigen. Die Rückrunde der Bresigauer ist sicherlich keine Augenweide, aber sie reicht für die vorderen Plätze in der Tabelle aus. Eintracht Frankfurt stand in der Winterpause nur zwei Punkte hinter Freiburg und steckt jetzt mitten im Abstiegskampf.
Wie bereits angesprochen durchlebt der SC Freiburg sportlich momentan eine Talfahrt. Die ersten vier Spieltage in der Rückrunde gestaltete man ungeschlagen (2:2 bei St. Pauli, 1:1 gegen Nürnberg, 1:0 in Stuttgart und 0:0 gegen Eintracht Frankfurt). Seit Mitte Februar ist der Wurm drin. Man holte nur drei Punkte aus den letzten fünf Spielen – verlor vier Mal. Freiburg schoß nur vier Tore und blieb zwei Mal ohne eigenen Treffer. In den letzten drei Spielen konnte man aus dem Spiel heraus gar nicht mehr treffen. Alles begann mit einer Niederlage auf Schalke (0:1), dann gewann man gegen Wolfsburg (2:1), zeigte sich aber in der Folgewoche ohne Selbstvertrauen und völlig indisponiert in Köln (0:1). Zu Hause gegen Bremen baute man einen verunsicherten Gegner mit eigenen Fehlern wieder auf (1:3) und am letzten Wochenende in Kaiserslautern verlor man in der Schlußminute mit unerklärlicher Defensivleistung (1:2).
Personell fehlt im Breisgau im Grunde nur die Nummer 1 im Tor. Doch ob Pouplin auch nach seiner Sprunggelenksoperation wieder in das Freiburger Tor zurückkehren wird, ist ungewiss. Vertreter Baumann bringt konstant gute Leistungen. Interessanter ist die Frage, ob sich die Personalie des Trainers in diesen Wochen mit dem Trainerkarusell dreht oder ob sich der Fußballlehrer für den Sportclub Freiburg entscheidet.

FC Bayern München:
Auch bei den Bayer geht es in Sachen Trainerpersonalie hoch her in diesen Tagen. Louis van Gaal ist bereits abgesägt, bleibt aber noch bis zu Saisonende. Wer der neue Trainer wird, ist noch offen. Jupp Heynckes scheint eine gute Rolle zu spielen und nachdem mit Rangnick, Magath und Löw drei Namen, die bei den Bayern gehandelt wurden, andere Verträge unterschrieben haben, verdichten sich die Annahmen, dass der ausgewiesene Honeß-Freund bei den Bayern übernehmen wird. Wer auch immer der neue Trainer sein wird, er ist gut beraten, wenn er in der Sommerpause in die Defensive investiert – und zwar nicht zu knapp.
Denn was unter der Woche gegen Inter Mailand zu sehen war, kann man weder den Bayern-Fans noch den Anhängern des deutschen Fußballs zumuten. Nicht noch ein Mal. Bayern verspielte auf unerklärliche Art und Weise einen virtuellen zwei Tore Vorsprung gegen Inter Mailand. Das ganze in einem Spiel, das man mehr als im Griff hatte, in dem der Gegner nichts mehr gemacht hatte und man selbst dachte, man könne dementsprechend in der Leerlauf schalten. Gelaufen wurde nicht mehr, vornehmlich gegangen. Als nur noch eine halbe Stunde zu spielen war und man weiter eine Großchance nach der anderen fast schon arrogant verstolperte, gelang Mailand dann das erste und in der 89. Minute das zweite Tor, welches für die Bayern das Aus bedeutete. Das Halbfinale wäre ohne Frage drin gewesen und somit die Möglichkeit eine schwache Saison wenigstens noch international aufzupeppen.
Jetzt muss Trainer Louis van Gaal seine Mannen neu organisieren und vor allem neu orientieren. Gegen Freiburg beginnt die Jagd auf die Champions League Plätze. Eine Jagd, die für alle Spieler, die in der nächsten Saison weiterhin in der bayrischen Landeshauptstadt kicken wollen, überlebenswichtig ist.
Personell ist Bayern München voll besetzt und man darf gespannt sein, welche Abwehrformation Louis van Gaal auf das Spielfeld schickt. Die Leistung von Breno am Dienstagabend sollte nicht mal mehr für die abstiegsbedrohte zweite Mannschaft des Rekordmeisters reichen. Eine Kombination aus Tymoshchuk, der als Unbeteiligter wohl als Gewinner aus dem Abwehrchaos gegen Inter Mailand hervorgeht, van Buyten und Badstuber –  Letzterer momentan ohne Form – wird es wohl werden. Vielleicht zieht van Gaal auch Luiz Gustavo zurück und lässt Toni Kroos neben Schweinsteiger im Mittelfeld agieren.

Fazit:
Die Bayern haben gegen Inter versagt: In der Defensive, aber mindestens genauso in der Offensive. Eigentlich sollten sie an der Ehre gepackt sein und in Freiburg eine WiedergutmachungsTour starten. Doch von den Bayern aus dieser Saison ist das vermutlich nicht zu erwarten. Es ist ungewiss, ob die Spieler verstanden haben, dass es jetzt ans Eingemachte geht. Für den SC Freiburg sieht die Lage wesentlich entspannter aus. Im Breisgau ist man sehr zufrieden mit der Mannschaft und steckt mitten in der Planung für die neue Saison. Das Heimspiel gegen den Rekordmeister ist ein weiterer Höhepunkt einer gelungenen Saison.

Quoten Freiburg vs. Bayern München:
SC Freiburg: 6,50 @ bet365
Unentschieden: 4,40 @ victorchandler
FC Bayern München: 1,58 @ mybet