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Gazzetta-Journalist Gianluca Monti zu Deutschland – Italien: „Nicht die Qualität von früher“

Karl-Heinz Fischer  13. Juni 2022
Gianluca Monti
Gianluca Monit geht von einem schwer berechenbaren Deutschland - Italien Match aus. (© IMAGO / Sven Simon)

Am Dienstag (14.6., 20:45 Uhr) trifft vor Beginn der Sommerpause die deutsche Mannschaft noch einmal auf den ewigen Rivalen aus Italien.

Das Hinspiel endete, wie alle Spiele der Deutschen in der Nations League bisher, mit 1:1 Unentschieden. Um in der Gruppe 3 der Liga A einen großen Schritt nach vorne zu machen, wäre ein Sieg beinahe Pflicht.

In unserem Video über die Nation League Tipps zum 4. Spieltag, das auf dem Wettbasis Beidfüßig YouTube Channel erschien, spricht Carsten Fuß einmal mehr mit Wettbasis-Experte Marcel Niesner.

Als besonderen Gast dürfen sie den Kollegen der „Gazetta dello Sport“, Gianluca Monti, in der Runde begrüßen. Mit ihm sprechen wir über das bevorstehende Spiel, das junge Italien und die Probleme des deutschen Teams.

Gianluca Monti: „Italien ist nicht unschlagbar“

Herr Monti, Sie sind Journalist bei der Gazzetta dello Sport, was erwartet Fußball Italien vom Länderspiel gegen Deutschland?


Gianluca Monti: „Wir erwarten uns eine Bestätigung dessen, was Italien in den ersten drei Spielen in der Nations League gezeigt hat. Eine junge, eine neu formierte Mannschaft, frisch und unbeschwert, auch was die Spielidee betrifft.

Eine Nationalmannschaft, die sich schwertut Tore zu erzielen und deshalb hofft man darauf, dass die jungen Stürmer endlich auch mal Tore schießen werden. Denn die mangelnden Tore sind das einzige Manko, was die letzten Auftritte in der Nationalmannschaft betrifft.

Aber wenn wir ehrlich sind, ist das ein Thema was uns schon seit der letzten Europameisterschaft beschäftigt. Auch damals haben wir gewonnen, ohne dass die Stürmer wie Immobile oder Belotti einen großen Anteil daran hatten.

Jetzt versucht es zum Beispiel Scamacca.  Wenn wir allerdings ehrlich sind, haben Sie keineswegs schon das Niveau der Angreifer, die Italien sonst ausgezeichnet hat. Aber sie brennen und das ist wichtig.“

Im Moment wird ja immer vom „Baby Italia“ gesprochen, also einem ganz jungen Team, deren Symbolfigur Wilfried Gnonto ist. Wie schafft man es diese junge Mannschaft in die Spur zu bringen?


„Das ist kein einfacher Prozess, aber ein extrem notwendiger. Wenn du dich zweimal nicht für die WM qualifizierst, dann musst du einen großen Cut machen. Gegen England haben Gatti und Esposito debütiert. Zwei Spieler, die noch nie in der Serie A gespielt haben.

Das zeigt einfach in bemerkenswerter Weise, wie der Generationswechsel in der Nationalmannschaft und auch in der Serie A verpennt wurde und wie notwendig er ist. Das bedeutet, Roberto Mancini macht es der Serie A vor. Er zeigt, dass man auf die jungen Spieler setzen muss und es auch deshalb in der Serie A notwendig wäre.

Normalerweise nimmt die Nationalmannschaft die Signale der Serie A auf. In diesem Fall ist es genau umgekehrt. Der Impuls kommt von der Nationalmannschaft. Logisch, einige Spieler werden wir wiedersehen, einige werden es auf diesem Niveau nicht schaffen.

Konkret bedeutet es für das Spiel in Deutschland: Tonali ist Gelb-gesperrt, also wäre ich neugierig darauf, Esposito auf dieser Position gegen die Deutschen zu sehen. Das würde uns zeigen, aus welchem Holz er geschnitzt ist.“

Wie sieht denn ihre genaue Prognose für das Spiel aus? Es ist eine Squadra Azzura, die schwer einzuschätzen ist.


„Auch für uns ist es schwer vorhersehbar. Mancini rotiert ebenfalls sehr viel. Er wechselt den Kader den er zur Verfügung hat durch.

Aber wenn ich Deutschland sehe, muss ich auch sagen, dass das Team von Hansi Flick gerade keine gute Zeit hat. Ich denke, dass wir eine Auseinandersetzung Deutschland – Italien haben werden, wie es sie so oft in der Vergangenheit gab.

Dafür reicht die Qualität bei beiden gerade nicht. Und wie erwähnt, Italien ist schwer einzuschätzen. Wir haben halt große Schwierigkeiten Tore zu erzielen. Deshalb kann Deutschland in dieser Hinsicht beruhigt sein.

Aber wenn Italien, dieses junge Team, mit schnellen Gegenangriffen, speziell auch über Wilfried Gnonto (auch als Einwechsel-Spieler), ins Rollen kommt, dann wird es interessant. Aber ich wiederhole mich: Italien ist mit Sicherheit nicht unschlagbar.“

Interview: Carsten Fuß


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Karl-Heinz Fischer

Karl-Heinz Fischer

Alter: 36 Nationalität: Deutschland Lieblings-Wettanbieter: Sportwetten.de

Nach einem Publizistik-Studium und mehreren Jahren als Sportjournalist, wechselte Karl-Heinz in die Wett-Industrie. Dort wurde er nach mehreren Jahren von der Wettbasis abgeworben und ist seither ein wichtiges und fixes Teammitglied unserer Redaktion.

Karl-Heinz ist hauptsächlich für die Beidfüßig Expertengespräche aktiv, aber auch bei den Wettanbietervergleichen lässt er seine Expertise und Erfahrungen einfließen. Privat wettet Karl-Heinz gerne auf die deutsche Bundesliga, bevorzugt Systemwetten.   Mehr lesen