Friedensnobelpreis 2019 – Favoriten, Wetten & Wettquoten

Wer gewinnt den Friedensnobelpreis 2019?

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Angela Merkel
Angela Merkel © GEPA pictures

Friedensnobelpreis 2019 – Favoriten, Wetten & Wettquoten

Die Entscheidung: Abiy Ahmed bekommt den Friedensnobelpreis. Damit geht die bis zum letzten Tag favorisierte Greta Thunberg doch leer aus. Ahmed wird damit für den Friedensschluss mit Nachbarland Eritrea nach Jahrzehnte anhaltendem Grenzkonflikt geehrt.

Update (09.10.2019): Wenige Tage vor der Bekanntgabe des diesjährigen Friedensnobelpreisträgers ist die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg nach wie vor die größte Favoritin. Quoten von 1,40 für einen Sieg der 16-Jährigen implizieren eine Eintrittswahrscheinlichkeit von rund 71 Prozent.

Dennoch deutet dies kurz vor der Vergabe einen leichten Umschwung an. Obwohl sich nichts daran geändert hat, dass Thunberg in den Augen der Buchmacher die wahrscheinlichste Gewinnerin ist, standen für Wetten auf den Friedensnobelpreis 2019 derart hohe Wettquoten für die Schwedin lange nicht mehr zur Verfügung.

Friedensnobelpreis 2019 – Beste Quoten * 11.10.2019

  • Greta Thunberg: 1,40 @Unibet
  • Abiy Ahmed: 3,50 @Unibet
  • Jacinda Arden: 11,00 @Unibet
  • Papst Franziskus: 21,00 @Unibet
  • Angela Merkel: 21,00 @Unibet

(Wettquoten vom 09.10.2019, 23:12 Uhr)

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Der Grund besteht darin, dass Greta Thunberg unter den Wettanbieter-Favoriten nun erstmals ernstzunehmende Konkurrenz bekommen hat. Der „neue“ Hoffnungsträger mit verhältnismäßig geringen Quoten von aktuell 3,50 ist der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed.

Als aussichtsreicher Kandidat für Friedensnobelpreis 2019 Wetten wird der zweitgrößte Favorit vor allem deshalb gehandelt, weil Abiy Ahmed im letzten Jahr einen wichtigen Konflikt beigelegt hat. Kurz nach seinem Amtsantritt im April 2018 schaffte es der Ministerpräsident, Frieden mit Eritrea zu schließen.

Aufgrund eines blutigen Grenzkonflikts von vor 20 Jahren waren Äthopien und Eritrea Erzfeinde – der heute 43-jährige äthiopische Regierungschef bewerkstelligte jedoch einen historischen Friedensschluss. Für diese außerordentliche Leistung wurde Abiy Ahmed vor einigen Wochen bereits mit dem hessischen Friedenspreis geehrt.

Schreibt der gefeierte Ministerpräsident als einer der Hoffnungsträger des afrikanischen Kontinents nun erneut Geschichte und gewinnt den Friedensnobelpreis 2019? Beste Wettquoten von 3,50 attestieren Abiy Ahmed jedenfalls passable Chancen, Konkurrentin Greta Thunberg die Ernennung zum Friedensengel noch streitig zu machen.

Selten war ein Nobelpreis bereits ein halbes Jahr vor der Vergabe so medienpräsent wie die diesjährige Ernennung zum Friedensengel. Obwohl für den Friedensnobelpreis 2019 über 300 Nominierungen beim Nobelkomitee eingegangen sind, zeichnet sich vor allem eine Person verantwortlich für den Trubel um die Veranstaltung: Die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg könnte als jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten Geschichte schreiben.

Passend zur ebenfalls ungewohnt aufsehenerregenden Europawahl gestaltet sich beim Friedensnobelpreis 2019 die Auswahl der Favoriten diesmal besonders politisch. Historisch erwies es sich stets als riskant, mit der Vergabe des weltbekannten Preises ein politisches Statement zu setzen. Liegen die Buchmacher mit ihrer Einschätzung der wahrscheinlichsten Gewinner richtig, bleibt dem Nobelkomitee in diesem Jahr jedoch womöglich keine andere Wahl.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Friedensförderung und Verbrüderung des Volkes, doch auch das Preisgeld kann sich sehen lassen. Seit 2017 ist der Friedensnobelpreis mit neun Millionen Schwedischen Kronen dotiert. Wie bei den restlichen Nobelpreisen winken für die extravagante Ehrung umgerechnet also etwa 840.000 Euro. Der Friedensnobelpreis 2019 findet am gleichen Datum wie in den letzten Jahren seinen neuen Besitzer und wird am 10. Dezember vergeben. Wer dies sein wird und wie viele Gewinner es gibt, erfahren wir jedoch bereits am 11. Oktober.

Friedensnobelpreis 2019 Favorit – Greta Thunberg

Die ganze Welt verlangt einen Friedensnobelpreis für Greta Thunberg. Dass der Schulstreik der heute 16-Jährigen vor dem Parlamentsgebäude in Stockholm im August 2018 eine internationale Klimabewegung riesigen Ausmaßes nach sich zieht, war wohl kaum abzusehen – aber dennoch ein konkretes Ziel der jungen Klimaaktivistin. Als Thunberg damals zu streiken begann, stand zunächst eine beherztere Klimapolitik der schwedischen Regierung im Fokus. Mittlerweile ist unter dem Namen „Fridays For Future“ eine globale Protestbewegung entstanden, deren Kernforderung lautet: „Handelt endlich – damit wir eine Zukunft haben!“

Fridays For Future: Inspiration zum Frieden

Unzählige junge Menschen in über 120 Ländern ließen sich von der ambitionierten Initiatorin inspirieren und sind dem politischen Beispiel von Greta Thunberg gefolgt. Regelmäßig starten Schülerinnen und Schüler in ihr Wochenende, indem sie freitags während der Unterrichtszeit ihren klimapolitischen Überzeugungen Ausdruck verleihen. Am 15. März 2019 sollen international fast 1,8 Millionen Teilnehmer in Demonstrationen involviert gewesen sein, die mit der Klimabewegung „Fridays For Future“ in Verbindung stehen.

[pullquote align=“left“ cite=“Freddy André Øvstegård, norwegischer Abgeordneter“ ]„Wir haben Greta nominiert, weil die Klimabedrohung vielleicht einer der wichtigsten Beiträge zu Krieg und Konflikten ist. Die riesige Bewegung, die Greta in Gang gesetzt hat, ist ein enorm wichtiger Beitrag zum Frieden.“[/pullquote]

Einer der wichtigsten FFF-Grundsätze ist hierbei trotz des für die Demonstrationen gewählten Zeitpunktes, dass die Proteste nicht gegen Schulen oder Universitäten gerichtet sind. Die auf Thunberg zurückzuführende Bewegung sieht es stattdessen als unnötig an, für eine Zukunft zu lernen, die nicht lebenswert ist. Die langfristige Gefährdung unserer Existenz durch den menschengemachten Klimawandel soll mehr Aufmerksamkeit bekommen – Greta Thunberg will die Weltbevölkerung zum Handeln ermahnen, bevor es zu spät ist.

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Stößt Greta Thunberg in Schweden auf taube Ohren?

Dies ist der 16-jährigen Schwedin bisher bravourös gelungen. Skurril ist allerdings, dass Thunberg auf internationaler Ebene mehr Erfolg gehabt haben könnte als in ihrem Heimatland. Die grünen Parteien aus zahlreichen Ländern legten bei der Europawahl zu; in Deutschland erlangten die Grünen fast zehn Prozentpunkte mehr als noch im Jahr 2014. In Schweden ist jedoch das Gegenteil der Fall. Dort mussten die Grünen einen Stimmenverlust von etwa vier Prozentpunkten im Vergleich zu vor fünf Jahren verkraften.

Dies wirft für viele die Frage auf, ob Thunberg in Schweden überhaupt etwas bewegen konnte. Einige wichtige Umstände sollten hierbei allerdings nicht außer Acht gelassen werden: Seit 2014 sind die Grünen zusammen mit den Sozialdemokraten Teil der schwedischen Regierung – die dort häufig kritisierte Asylpolitik blieb in den Popularitätswerten der Wählerschaft also nicht ohne Spuren. Hinzu kommt, dass es mit der Zentrumspartei eine weitere grüne Partei in Schweden gibt. Diese schnitt besser ab als zuvor und glich im Ergebnis etwa die verlorenen Stimmen der Grünen aus.

Nichtsdestotrotz erzielten die beiden Parteien zusammen kein viel besseres Resultat als im Jahr 2014. Zu allem Überfluss hatten die schwedischen Rechtspopulisten mit der größten Steigerung aller Parteien einen gehörigen Grund zum Feiern. Vom weltweit riesige Wellen schlagenden Greta-Phänomen ist in Schweden also nicht viel zu spüren. Dass Thunberg beim Friedensnobelpreis 2019 die Liste der Favoriten zu Unrecht anführt, darf trotzdem angezweifelt werden. Die schwedische Tageszeitung „Dagens Nyheter“ hat den Glauben noch nicht verloren und zitiert passend das Sprichwort: „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.“

Die Buchmacher gehen sogar so weit, eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent dafür zu implizieren, dass die junge Aktivistin den Friedensnobelpreis 2019 gewinnt. Wetten auf Greta Thun werden zu Wettquoten von nur 2,00 angeboten. Im Feld der Favoriten auf den Friedensnobelpreis setzt sich die 16-Jährige damit deutlich von Angela Merkel ab. Die derzeitige Bundeskanzlerin ist laut den Bookies zwar die zweitwahrscheinlichste Gewinnerin, wird aber mit der vierfachen Quote bewertet.

Angela Merkel – Friedensnobelpreis für erste Deutsche seit 1973

Wie groß das Risiko ist, ein Staatsoberhaupt noch während seiner Amtszeit mit dem Friedensnobelpreis zu ehren, wurde nach der Verleihung vor zehn Jahren besonders deutlich. Der damalige US-Präsident Barack Obama erhielt die vermeintlich verfrühte Friedensauszeichnung bereits im Jahr seines Amtsantritts. Schon damals rief die kontroverse Würdigung zahlreiche Kritiker auf den Plan – sowohl hinsichtlich des Geehrten als auch der vergebenden Instanz. Ob die Auswahl des zuständigen Nobelkomitees gerechtfertigt war, ist noch immer umstritten.

Als würde es zu den ungeschriebenen Gepflogenheiten der alljährlichen Friedensveranstaltung gehören, ist Angela Merkel nichtsdestotrotz beim Friedensnobelpreis 2019 wieder unter den Favoriten vertreten. Jahr für Jahr setzen die Buchmacher ihr Vertrauen in unsere Bundesmutti, werden aber stets enttäuscht. Im Vorfeld der letzten Preisvergabe deuteten die Quoten von Merkel zumindest eine gesteigerte Skepsis an, doch die Bookies scheinen ihren Glauben an die deutsche Regierungschefin wiedererlangt zu haben. Direkt nach Greta Thunberg – wenn auch mit einem beträchtlichen Abstand – ist Merkel als zweitwahrscheinlichste Anwärterin auf den Friedensnobelpreis 2019 aufgeführt. Wetten auf die ehemalige CDU-Bundesvorsitzende werden im Erfolgsfall trotzdem mit dem achtfachen Einsatz fürstlich entlohnt.

Zumindest von einer verfrühten Auszeichnung seitens des Nobelkomitees könnte man bei der aktuellen Bundeskanzlerin wohl nicht sprechen. Immerhin ist die 64-Jährige bereits seit 2005 im Amt. Spätestens im Jahr 2021 müssen wir aber Abschied von Angie nehmen. Nachdem Deutschland in zwei Jahren ein neues Staatsoberhaupt gewählt hat, möchte sich die langjährige Kanzlerin gänzlich aus der Politik zurückziehen.

Im Dezember 2018 hatte Merkel bereits den ersten Schritt gewagt und ihr Amt als Parteivorsitzende niedergelegt. Nach dem starken Rückgang ihrer Partei bei der Wahl des europäischen Parlaments könnte die Regierungschefin nun sicherlich einen Erfolg gebrauchen. Dass dieses Erfolgserlebnis der Friedensnobelpreis 2019 sein wird, ist trotz Wettquoten im Favoritenbereich allerdings unwahrscheinlich.

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Friedensnobelpreis – Deutsche Preisträger

Name Jahr Gewürdigte Leistung
Gustav Stresemann 1926 Annäherung an Frankreich zur Friedenssicherung in Europa
Ludwig Quidde 1927 Organisation von Friedenskonferenzen
Carl von Ossietzky 1935 Einsatz gegen den deutschen Militarismus
Albert Schweitzer 1952 Einsatz gegen die atomare Aufrüstung
Willy Brandt 1971 Ostpolitik
Henry Kissinger 1973 Verhandlung einer Waffenruhe im Vietnamkrieg

Emmanuel Macron – Friedensnobelpreis 2019 für Rettung Europas

Bis vor Kurzem genoss Emmanuel Macron noch eine mediale Präsenz als Einzelkämpfer Europas, der Konfrontationen mit anderen EU-Staaten zwar nie aus dem Weg geht, aber trotzdem für europäische Werte eintritt. Diese Leitlinie zeigte sich nicht nur beim letzten Brexit-Gipfel, sondern jüngst auch in den europäischen Abstimmungen über Handelsgespräche mit den USA. Im Mittelpunkt standen hierbei vor allem die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter sowie die Verhinderung der Einführung von Sonderzöllen auf europäische Autos.

Während die Mehrheit der Mitgliedsstaaten zum wirtschaftlichen Wohle Europas für die nötige Mandatsvergabe stimmten, sah Emmanuel Macron die Interessen der EU woanders. Frankreich stimmte als einziger Staat gegen das Abkommen, welches später dennoch den Weg für Handelsgespräche mit Washington ebnete. Die Begründung des französischen Präsidenten: Frankreich könne kein Land unterstützen, das sich zum Klimaabkommen von 2015 nicht bekenne, denn die gemeinsame Verteidigung des Klimaschutzes sei eine Frage von europäischen Werten.

Europawahl 2019 Ergebnisse in Frankreich

  • Rassemblement National (Le Pen): 23,3 %
  • La République en Marche (Macron): 22,4 %
  • Europe écologie – Les Verts (Grüne): 13,5 %
  • Les Républicains (Konservative): 8,5 %
  • Parti socialiste – Place Publique (Sozialisten): 6,4 %
  • La France insoumise (links): 6,3 %

Böse Zungen behaupten allerdings, dass Macron lediglich die Europawahl 2019 im Sinn hatte und sogar versuchte, die Vergabe des Mandats über die europäische Parlamentswahl hinauszuzögern. Die liberale Partei des Staatspräsidenten Frankreichs hat schon länger mit Popularitätsverlusten zu kämpfen und sah sich vor der Wahl insbesondere von Marine Le Pen und ihrer rechtspopulistischen Partei Rassemblement National bedroht. Genau diese hat Macron jedoch mit einem Stimmanteil von 23,3 Prozent übertroffen. Die Partei des Staatschefs, La République en Marche, musste sich hingegen mit 22,4 Prozent der Stimmen zufriedengeben.

[pullquote align=“right“ cite=“Karlspreis-Direktorium“ ]„In seiner noch kurzen Amtszeit hat Emmanuel Macron Europa neu inspiriert und der Debatte über eine vertiefte Einigung unseres Kontinents neuen Schwung und eine neue Dynamik gegeben.“[/pullquote]

Langsam schwindet also der Glaube an Emmanuel Macron als Friedensengel Europas – sowohl national als auch in EU-Kreisen. Noch im Mai 2018 wurden Parallelen zu Barack Obama gezogen: Mit dem Karlspreis in Aachen wurde nicht bloß der Einsatz von Macron für Europa geehrt. Die Auszeichnung gab dem französischen Staatsoberhaupt symbolisch einen Auftrag mit auf den Weg, weiterhin für die Einigkeit Europas einzustehen. Ähnlich wie der Friedensnobelpreis für Obama 2009 im Kern auf Hoffnungen basierte, war der Karlspreis eine Würdigung des europäischen Zukunftsplans von Emmanuel Macron. Nur ein halbes Jahr später folgte mit den Gelbwesten-Protesten die schwerwiegendste Krise seiner Regierungszeit.

Dass der Präsident Frankreichs den Friedensnobelpreis 2019 gewinnt, wird Wettquoten von 8,50 zufolge im Vergleich zur Konkurrenz als nicht allzu unwahrscheinlich bewertet. Unsere Bundeskanzlerin, die zweitgrößte Favoritin auf die berüchtigte Friedensauszeichnung, hat in den Augen der Buchmacher nur knapp bessere Aussichten. Wir schätzen Macrons Chancen gegen die übrigen Kandidaten für den Friedensnobelpreis 2019 bei der Verleihung am 10. Dezember etwas besser als die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg von Angela Merkel ein. Dennoch wird es spannend zu sehen sein, ob das Nobelkomitee die Ansichten des Karlspreis-Direktoriums teilt und die Bemühungen Macrons hinsichtlich der Verbrüderung des Volkes würdigt.

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Donald Trump – Friedensnobelpreis 2019 trotz Waffenhandel?

Es scheint wie ein besonders unpassender Zeitpunkt, Donald Trump unter den wahrscheinlichsten Gewinnern des Friedensnobelpreises zu nennen. Das milliardenschwere Staatsoberhaupt ist nach wie vor auf bestem Wege, als kontroversester Regierungschef aller Zeiten in die Geschichte einzugehen. Zu allem Überfluss steht die jüngste Kontroverse des US-Präsidenten in direktem Konflikt mit der Ehrung als Friedensengel. Kürzlich machte Trump von einer Notfall-Regelung Gebrauch, um die nötige Zustimmung des Kongresses zu umgehen und Waffenexporte ohne Verzögerung durchzuführen.

Brisant ist insbesondere, welche Länder von den insgesamt 22 Waffenlieferungen betroffen sind. Die Exporte mit einem Gesamtwert von rund acht Milliarden Dollar sollen an die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien und Saudi-Arabien gehen. Besonders letztere Nation ist im Kongress stets ein vehement diskutiertes Thema, wenn Diskurse über Waffenverkäufe geführt werden. Im Normalfall könnte der Kongress sein Mitspracherecht nutzen und den Handel blockieren. Da die US-Regierung jedoch eine Ausnahmeklausel nutzt und die Spannungen mit dem Iran als Begründung nennt, sind der amerikanischen Legislative die Hände gebunden.

[pullquote align=“left“ cite=“Demokratischer Senator Chris Murphy“ ]„Präsident Trump nutzt nur deswegen das Schlupfloch, weil er weiß, dass der Kongress dagegen ist.“[/pullquote]

Dass jene von Donald Trump in die Wege geleiteten Militärgeschäfte großen und vor allem demokratischen Gegenwind hervorriefen, ist keine Überraschung. Hauptsächlich steht der Vorwurf des Amtsmissbrauchs im Raum. Die betroffene Notfall-Regelung dient ursprünglich dazu, nationale Sicherheitsinteressen der USA zu wahren. Senator Chris Murphy ist allerdings überzeugt davon, dass dies kein Faktor war, als sich Trump über den Kongress hinwegsetzte. Stattdessen sei dieser Schritt nur erfolgt, um eine mögliche Blockierung der heiklen Transaktionen zu verhindern.

Frieden durch Waffengewalt

Robert Menendez, führender Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Senats, hatte sogar eine Verhinderung des Rüstungsdeals angestrebt. Er befürchtete, dass die veräußerten Waffen in Jemen gegen Zivilisten eingesetzt werden. Schon allein angesichts dieser Entwicklungen ist es umso verwunderlicher, wie die Buchmacher die Frage einschätzen, ob Donald Trump den Friedensnobelpreis 2019 gewinnt. Wettquoten von 10,00 implizieren immerhin die vierthöchsten Chancen des US-Präsidenten auf die wichtigste Friedensauszeichnung der Welt.

Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit für die Ernennung von Donald Trump zum Friedensengel halten wir jedoch für deutlich geringer. Die verhältnismäßig niedrigen Quoten des republikanischen Staatsoberhauptes hängen vermutlich damit zusammen, dass Trump bereits im letzten Jahr infolge seiner Verhandlungen mit Kim Jong-un zu den wahrscheinlichsten Anwärtern auf die prestigeträchtige Ehrung zählte.

Den Standpunkt der Wettanbieter, Donald Trump beim Friedensnobelpreis 2019 als einen der Favoriten zu nennen, teilen wir dennoch nicht. Selbst ein Vielfaches der aktuell angebotenen Notierungen von 10,00 hätte uns hier nicht überrascht. Eines ist aber sicher: Falls Donald Trump tatsächlich den Friedensnobelpreis gewinnen sollte, werden es viele von uns zuerst auf Twitter erfahren.

Friedensnobelpreisträger – Liste vergangener Jahre

Jahr Preisträger Land
2011 Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Gbowee, Tawakkol Karman Liberia, Jemen
2012 Europäische Union Sitz in Belgien
2013 Organisation für das Verbot chemischer Waffen Sitz in den Niederlanden
2014 Kailash Satyarthi, Malala Yousafzai Indien, Pakistan
2015 Quartet du dialogue national Tunesien
2016 Juan Manuel Santos Kolumbien
2017 Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen Sitz in der Schweiz
2018 Denis Mukwege, Nadia Murad Demokratische Republik Kongo, Irak

Prognose & Wettbasis-Trend – Friedensnobelpreis 2019

Obwohl es abzusehen war, dass die Wettanbieter beim Friedensnobelpreis 2019 ihre Favoriten überwiegend in politischen Gefilden auswählen, spricht uns deren Auswahl noch nicht gänzlich an. Die inspirationswürdige Greta Thunberg halten wir zweifelsohne für eine vielversprechende Anwärterin auf die Ehrung am Todestag von Alfred Nobel. Dem Großteil der restlichen auserwählten Aspiranten stehen wir aber skeptisch gegenüber. Man könnte einerseits meinen, dass dies einen Tipp auf den diesjährigen Friedensnobelpreis erleichtern würde. Andererseits ist die Gefahr dadurch wiederum größer, dass das Nobelkomitee einen Gewinner kürt, den die Buchmacher überhaupt nicht auf dem Zettel hatten.

Key-Facts – Friedensnobelpreis 2019 Wetten

  • Greta Thunberg könnte die bisher jüngste Nobelpreisträgerin werden
  • Für den Friedensnobelpreis 2019 ist als Termin der 10. Dezember festgesetzt – die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt am 11. Oktober
  • Durchschnittsalter der Nobelpreis Gewinner: 60 Jahre

Im Falle von Greta Thunberg stimmen wir den Buchmachern zwar zu, doch strenggenommen spricht die statistische Historie der Friedensauszeichnung nicht für die junge Schwedin. Einen derart jungen Preisträger hat es seit der ersten Verleihung im Jahr 1901 noch nicht gegeben. Zudem beläuft sich das Durchschnittsalter der bisherigen Nobelpreisträger auf 60 Jahre. Lange ist es allerdings nicht her, dass der aktuelle Niedrigrekord aufgestellt wurde: Malala Yousafzai nahm 2014 den Friedensnobelpreis im Alter von 17 Jahren entgegen.

Trotz allem bevorzugen wir beim Friedensnobelpreis 2019 Wetten auf Greta Thunberg. Wettquoten jenseits der 8,00er Marke oder sogar im hohen zweistelligen Bereich sind für die übrige Auswahl der Buchmacher zwar verlockend, aber angesichts der aktuellen Sachlage noch nicht für einen Tipp zu rechtfertigen. Wem der doppelte Einsatz für eine erfolgreiche Wette auf Greta Thunberg als jüngste Nobelpreis Gewinnerin aller Zeiten nicht reicht, könnte eine vorteilhaftere Quotenentwicklung abwarten oder einen Geheimtipp auf die medizinische Nothilfe-Organisation „Doctors Without Borders“ wagen.

Für einen entsprechenden Tipp auf den Friedensnobelpreis 2019 stehen attraktive Wettquoten von 11,00 zur Verfügung. Bei Wetten auf Greta Thunberg ist jedoch Vorsicht geboten: Dass sich die Quoten in naher Zukunft steigern, ist momentan nicht wahrscheinlich. Sollten die Notierungen der Schwedin unter 1,70 fallen, würden wir von einer Wette auf Thunberg aufgrund der breitgefächerten Konkurrenz abraten.

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Friedensnobelpreis 2019 – Beste Wettquoten * 11.10.2019

  • Greta Thunberg: 1,40 @Unibet
  • Abiy Ahmed: 3,50 @Unibet
  • Jacinda Arden: 11,00 @Unibet
  • Papst Franziskus: 21,00 @Unibet
  • Angela Merkel: 21,00 @Unibet

(Wettquoten vom 09.10.2019, 23:12 Uhr)

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