Coronavirus stoppt auch die NHL: Wird die Saison fertig gespielt?

Auch die NHL wird vorerst nicht fortgesetzt

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NHL Stadion ohne Zuschauer
NHL Stadion ohne Zuschauer © imago i

United States NHL Saison wegen Coronavirus gestoppt

Nachdem die NHL sich einen Tag geziert hatte, nach dem Stopp der NBA, ebenfalls die Reißleine zu ziehen, musste sie am Donnerstag, den 12. März dann doch nachgeben und ebenfalls den Spielbetrieb bis auf weiteres pausieren. Somit ist auch der NHL Stopp für alle 32 Teams offiziell.

Vorausgegangen waren die ersten beiden Corona-Fälle in einer der großen Nordamerikanischen Major-Ligen. So wurde bekannt, dass sich die beiden Utah Jazz Stars Rudy Gobert und Donovan Mitchell mit dem Virus infiziert hatten und die gesamte Mannschaft der Jazz mit sofortiger Wirkung unter Quarantäne stehen würde.

Auch für die NHL ist dies ein bedeutender Einschnitt, da immerhin noch 189 Spiele zu absolvieren sind und die Playoffs ebenfalls unmittelbar bevorstehen. Ob und wann die Liga ihren Spielbetrieb fortsetzen wird und was das für Wetten bedeutet, versuchen wir hier etwas aufzuschlüsseln.

(Stand des Artikels vom 13.03.2020, 12:33 Uhr)

Was wissen wir bereits?

Soweit bislang bekannt ist, gibt es in der NHL zwar noch keinen offiziellen Corona-Fall, aber die Liga musste aufgrund der Entwicklungen in den anderen großen Ligen wie NBA oder auch NCAA natürlich reagieren. Ein Alleingang wäre unverantwortlich gewesen.

Allgemein ist Nordamerika noch nicht ganz so stark betroffen wie z.B. Asien oder Europa. Bislang gibt es in den USA, Stand jetzt, etwas mehr als 100 und in Kanada 33 Fälle. Diese Zahl dürfte allerdings in den nächsten Tagen ebenso wie überall auch noch rasant ansteigen.
 

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NHL testet auf Corona

Die NHL hat zudem bestätigt, dass sie allen ihren Mitarbeitern Reisen außerhalb der USA untersagt hat. Denjenigen, die gerade erst von Reisen zurückkamen, wurde geraten, sich für 14 Tage aus den Büros fernzuhalten. Gleiche Maßnahmen haben bereits viele der 32 Teams in die Wege geleitet.

Wir haben zudem erfahren, dass auch die NHL-Teams, ähnlich wie dies bereits in der NBA vonstatten ging, demnächst weitreichende Test der Spieler anordnen werden. Da NHL Commissioner Bettman angekündigt hat, die Saison so schnell wie möglich fortsetzen zu wollen, wird dies in absehbarer Zeit nicht möglich sein, ohne jeden einzelnen getestet zu haben.

Wie geht es jetzt in der NHL weiter?

Zunächst einmal ist der Spielbetrieb der NHL also gestoppt. Ein genaues Datum, wann dieser wieder aufgenommen werden wird, gibt es natürlich noch nicht und Commissioner Bettman hat angekündigt, von Tag zu Tag die Entwicklungen abzuwarten und spontan zu entscheiden.

Wir gehen allerdings davon aus, dass es in absehbarer Zeit keine Spiele mehr vor Zuschauern geben wird, so wie dies auch in fast allen Fußballligen Europas angeordnet wurde. Die Frage dürfte dann ebenfalls sein, ob die NHL ihre Saison komplett abbricht oder versucht, den Spielplan irgendwann ohne Zuschauer durchzudrücken.
 

 

Abbruch oder Geisterspiele in der NHL?

Momentan sieht es fast eher danach, dass auch die Saisons der großen Nordamerikanischen Ligen in diesem Jahr keinen Meister ausspielen können. Selbst wenn ein Spielbetrieb wie am Beispiel China nach zehn bis zwölf Wochen wieder aufgenommen werden könnte, würde die Saison dann weit in den Juli und August hineinreichen.

Das würde bei den einzelnen Vereinen große Probleme mit Hallenbuchungen und Sommerpause ergeben. In New York beispielsweise ist der Madison Square Garden ja penibel für Großveranstaltungen aller Art ausgebucht und die Knicks oder Rangers müssten sich auch danach richten.

Vernunft oder Business?

Sowohl in der NBA als auch in der NHL hängen natürlich an einer Saison oder an den Vereinen auch unglaublich viele Businessentscheidungen. Diese betrifft sowohl Sponsoren, TV-Verträge als auch Zuschauereinnahmen und die Gehälter der Mitarbeiter der Klubs.

Am vernünftigsten wäre es, aus gesundheitlicher Sicht mit Sicherheit, die Spielzeiten einfach abzubrechen und auf einen Champion zu verzichten. In der NHL wären damit die St. Louis Blues ein weiteres Jahr die amtierenden Titelträger. Da es in den großen US-Majorligen keine Auf- und Absteiger gibt, hätten sie dieses große Problem auf jeden Fall schonmal nicht.
 

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Was bedeutet das Coronavirus für Wetten?

Auch für die NHL gilt, dass alle bereits gesetzten Wetten auf abgesagte Spiele als ungültig gewertet wurden. Zudem haben alle Wettanbieter, die wir im Programm haben, momentan Wetten auf NHL-Spiele sowie auf die Conference- oder den Gesamtsieger ausgesetzt. Diese werden auch erst dann wieder ins Programm kommen, wenn die Saison offiziell fortgesetzt wird.

Sollte die Saison tatsächlich in absehbarer Zeit fortgesetzt werden, gelten ähnliche Szenarien wie für die NBA. Obwohl Heimspiele ohne Zuschauer in der NHL nochmal etwas weniger einschneidend wären als in der NBA oder der NFL. In keiner anderen US-Sportart ist der Heimvorteil tatsächlich unwichtiger als beim Eishockey in der NHL.

Playoffs im Schnellformat?

Eine andere letzte Option, die gerade von den Medien noch ins Spiel gebracht wird, ist eine Austragung der Playoffs im Schnellformat, um in den Sommermonaten Zeit zu sparen, die Saison aber dennoch durchzubringen.

Dabei würden die Serien dann nur als Best of 3 oder Best of 5 ausgetragen werden, wobei diese Option unter den Spielern die geringste Zustimmung erfährt. Für Wetten könnten solche Szenarien dann wiederum interessant werden, da sich nicht immer unbedingt der Favorit durchsetzt. Aber darauf werden wir dann, sollte dies eintreffen, mir einem gesonderten Wettbasis-Artikel eingehen.