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Wettet man wirklich gegen den Buchmacher?

Warum Wettanbieter auf fast jedem Markt Gewinne generieren

Wer bei einem Wettanbieter sein Geld setzt, denkt nicht selten, dass er gegen den Buchmacher wettet. Tatsächlich heißt es aber gar nicht Kunde gegen Buchmacher, sondern Kunde gegen Kunde. Der Wettanbieter ist im Grunde nur ein Vermittler mit etwas erhöhtem Risiko. Das lässt sich auch an der Buchmachermarge sehen, denn die sorgt dafür, dass der Anbieter in der Regel nicht leer ausgeht.

Wetten gegen andere Kunden statt den Buchmacher

Wer von einer Wette erzählt, beispielsweise gegen einen Freund, hält es für normal, dass entweder der Kontrahent oder er selbst gewinnt. Beispielsweise lässt sich auf den Sieg in einem Champions League Finale wetten. Der eine setzt auf Mannschaft A, der andere auf B. Wenn das Spiel vorbei ist, fließen die 50€ entweder von A nach B oder von B nach A. Der Gewinn der einen Seite ist der Verlust der anderen.

Beim Wettanbieter verhält es sich anders. Da setzt der Sportwetter nicht 50€ auf ein Spiel, die entweder in die eine oder andere Richtung fließen. Zumindest nicht 1:1. Es fängt schon damit an, dass der Einsatz im Falle des Gewinns zusätzlich mit Gewinn zurückgezahlt wird. Der Einsatz für den Kunden ist also nicht gleich der Verlust des Wettanbieters. Dies wäre nur bei Quote 2,00 der Fall.


Darüber hinaus setzt auch nicht nur ein Kunde. Bei zwei Kunden setzt der eine 50€ und der andere auch. Entsprechend liegen jetzt 100€ beim Wettanbieter. Selbst wenn zwei Kunden auf zwei unterschiedliche Ausgänge setzen, ist nicht gleich der Verlust des einen der Gewinn des anderen. Die Wettquote bestimmt, wie hoch der Gewinn ist. Darüber hinaus wird ohnehin auch nicht mit einer 100% Wahrscheinlichkeit gerechnet, wie im Beispiel mit den Freunden. Der Buchmacher legt noch eine Marge obendrauf, um letztendlich einen Gewinn einstreichen zu können. Grundsätzlich gilt aber natürlich auch, dass das gewonnene Geld im Grunde von anderen Kunden kommt, also indirekt gegen jene gespielt wird. Ebenso gilt auch, dass die Gewinne des Buchmachers daher stammen und er letztendlich keine Verluste fährt, zumindest nicht unmittelbar an diesen Wetten.

Eine Übersicht der besten Wettanbieter am Markt.

Wie funktionieren die Quoten der Wettanbieter

Das Beispiel mit den Freunden geht von einer Wahrscheinlichkeit von 100% aus. Beispielsweise haben beide Teams je eine 50% Chance auf den Sieg, somit wird am Ende auf jeden Fall eines der beiden Ereignisse eintreten. Bei Wettanbietern funktioniert das aber so nicht. Hier wird mit mehr als 100% Wahrscheinlichkeit gerechnet, was über diesen Wert hinausgeht, ist die Buchmachermarge.

Ein Beispiel dient der Erklärung: Im Falle des Finales würde der Buchmacher nicht zweimal die Quote 2.00 für je 50% rausgeben, sondern vielleicht zweimal 1.90. Dabei handelt es sich dann aber um eine Wahrscheinlichkeit von ungefähr 52%, zusammen also 104%. Bei 50€ Einsatz auf beiden Seiten von zwei Kunden würde ein Kunde 95€ (50 * 1,90 = 95€) erhalten. Darin sind seine 50€ Einsatz mitsamt 45€ Gewinn. Der Wettanbieter hat aber 100€ von beiden Kunden als Einsatz bekommen und so entsprechend 5€ Gewinn gemacht. Das wäre natürlich auch passiert, wenn der andere Kunde gewonnen hätte. Ergo: Der Buchmacher gewinnt in diesem Fall immer. Selbstverständlich sind aber die tatsächlichen Quoten bei den Wettanbietern oftmals noch komplexer, zumal auch noch das Unentschieden oft mit drin ist. Das Prinzip bleibt aber gleich. Der Buchmacher verliert nur, wenn die Einsätze zu unausgeglichen verteilt sind.
 

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Nicht immer ausgeglichene Quoten

Das Modell mit den ausgeglichenen Quoten ist leicht verständlich und nachvollziehbar, allerdings spiegelt es nur bedingt die Realität wider, in der es viele unausgeglichene Quoten gibt. Das tritt vor allem dann auf, wenn Favoriten mitspielen. Das kann für den Buchmacher aber auch gut sein, da so Gewinne größer ausfallen. Gleichzeitig steigt aber auch dessen Risiko, da die Gesamtsumme der Einsätze nicht immer jeden möglichen Ausgang eines Spiels abdeckt. Das kann bei Favoritenwetten der Fall sein, wenn beispielsweise ein FC Barcelona im eigenen Stadion gegen einen totalen Außenseiter spielt. Hier wären nicht nur die Quoten unausgeglichen, sondern auch die Einsätze.

Ein solcher Fall kann aber eben auch zu größerem Profit führen. In erster Linie kann zwar auch Verlust entstehen, weil eben sehr einseitig gesetzt wird und die Gegenwetten nicht immer zum Decken reichen, aber sollte dann doch mal der Außenseiter das Spiel machen, können sehr große Gewinne entstehen. Der Buchmacher darf nicht nur kurzfristig denken und kann auf lange Sicht Verluste mit großen Gewinnen ausgleichen. Zudem bleibt dem Wettanbieter auch noch das Instrument an sich, dass er mit der Quote auch die Nachfrage beeinflussen kann.

Fazit – Wettet man wirklich gegen den Buchmacher?

Letztendlich zeigt sich, dass man nicht direkt gegen den Buchmacher wettet, zumindest nicht in dem Sinne, dass die eigenen Gewinne nicht echte Verluste des Buchmachers sind. In der Realität ist das alles wesentlich komplexer, zumal bei vielen Spielen sehr viele verschiedene Quoten angeboten werden. Selbstverständlich ist der Wettanbieter selbst auch ein Teilnehmer am Markt, wesentlich gilt auch, dass die Verluste der einen Seite die Gewinne der anderen sind. Diese Seiten teilen sich aber in viele verschiedene Quoten und Kunden auf und sind entsprechend nicht realistisch mit einer Milchmädchenrechnung zu erfassen. Auch der Wettanbieter kann Verluste machen und muss langfristig planen. Es ist kein Geheimnis, dass sich Wettanbieter über Favoritenpatzer freuen, weil damit die großen Kombischeine platzen.
 

Eine Übersicht über alle interessanten Informationen rund um den langfristigen Wetterfolg, finden Sie in unserem Artikel: Langfristig Erfolgreich Wetten – Bankrollmanagement, Estimations und Co.