Wettarten im Vergleich: Die „Handicap – Wette“

Definition und Tipps & Tricks der Handicap Wette!

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Handicapwette
Handicapwette © Matthias Enter - Fot

In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir Ihnen einzelne Wettarten näher gebracht um die Grundbasis für eine erfolgreiche Wettkarriere zu legen. Neben dem hohen Maß an Selbstbeherrschung/Disziplin und der Fähigkeit, gewinnbringende Quoten im richtigen Moment zu finden, gehört auch ein Verständnis für die Funktionsweise sämtlicher Wettmöglichkeiten dazu. Die ersten Beiträge zu den Wetten auf Overtore oder Undertore und normalen 1×2 – Wetten können Sie unter folgenden Links noch einmal nachlesen:

Die Over/Under – Wette

Die Dreiweg – Wette

Anschließend wagten wir uns gemeinsam in einen Bereich vor, der selbst fortgeschrittenen Wetttalenten nicht immer eindeutig erscheint. Aus dem fernen Osten stammen die „Asian Handicaps“, welche besonders bei Kennzeichnungen wie +0,25 oder -0,75 viele Fragen aufwerfen. Eine genaue Anleitung zur erfolgreichen Anwendung dieser Wettart finden Sie natürlich bei uns:

Asian Handicap – Wetten

Der heutige
Teil beschäftigt sich mit den normalen Handicaps
, bevor in den kommenden Serien auch die asiatischen Handicaps analysiert und erläutert werden.

 

Namensgebung und Forenerkennung

Die Bezeichnung Handicap dürfte Ihnen gut vertraut sein. Man spricht im alltäglichen Leben stets von diesem Wort, wenn eine Behinderung beziehungsweise ein Nachteil für eine bestimmte Person vorhanden ist. Im Bereich des Sportwettens bekommt ein Verein dieses Handicap, welches virtuell einen Rückstand des Teams bereits vor dem Start des Events bringt. Die üblichste Form ist bei Fußballwetten das Handicap -1. Wenn Sie in einem Forum den Tipp auf den Handicapsieg einer Mannschaft ohne explizit erwähnte Höhe der Zusatzbelastung lesen, dürfen Sie nahezu sicher davon ausgehen, dass in der beliebtesten Sportart der Welt der Tipp auf das Handicap -1 gemeint ist. Abgekürzt wird die Wettart üblicherweise mit „HC„.

 

Regeln und Fallen

Die Regeln des Handicaps sind schnell erklärt. Je nach Höhe der Belastung erhält der Verein, auf welchen Sie tippen, zum Schlusspfiff das Handicap hinzuaddiert. Beim Handicap -1 wird dem Verein ein Treffer vom Endstand abgezogen. Ein HC +3 führt dazu, dass der Verein 3 Treffer zum Stand an der Anzeigetafel extra erhält. Die größte Falle liegt in der Unterscheidung des üblichen Handicaps und dem asiatischen Handicap. Ein asiatisches Handicap (kurz: AHC) wird immer als Zweiweg – Wette ausgegeben. Wenn unter Berücksichtigung der Zusatzbelastung oder -belohnung ein Remis entsteht, erhalten Sie Ihren Einsatz zurück. Beim normalen Handicap kann auf ein Remis inklusive Extraverteilung getippt werden, sodass die Wette auf Team A oder Team B verloren ist.
 

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Beispiel – Bundesligapartie

Wir möchten die Wettart noch anhand einer Paarung in der Fußball Bundesliga erläutern. Gehen Sie davon aus, dass der FC Bayern München im Heimspiel gegen den Hamburger Sportverein antritt. Die Münchner sind in der Allianzarena klarer Favorit, sodass folgende Quoten realistisch erscheinen könnten:

Bayern München HC -1 @ 2,20
Remis (Bayern -1)  @3,50
Hamburger SV HC +1 @ 3,50

Die Wette auf Bayern HC-1 ist dann gewonnen, wenn der FCB mit mindestens zwei Treffern Vorsprung gewinnt, da vom Endstand noch genau 1 Treffer auf Münchner Seite abgezogen wird. Sollte die Partie mit 1:0, 2:1, 3:2 oder einem anderen knappen Resultat für die Bayern enden, ist der Handicap – Tipp auf die Bayern geplatzt, da unter Berücksichtigung des Abzugs nur ein Remis für die Bayern herausspringt. Der Remistipp zu @3,50 würde als richtig ausgezahlt werden. Jedes Ergebnis, bei dem Bayern nicht zum Heimsieg kommt, führt zum Handicapsieg des HSV. Bei einem Unentschieden nach 90 Minuten würde das HC + 1 auf Hamburger Seite für den Sieg sorgen. Wenn Hamburg bereits zum Schlusspfiff des Schiedsrichters gewonnen hat, vergrößert sich nur der Siegesvorsprung.

Wie bei jeder anderen Wette errechnet sich der Reingewinn nach folgender Formel:

(Einsatz * Quote) – Einsatz = Reingewinn

Besonders Anfänger des Wettsports sollten darauf achten, dass die Auszahlung nicht gleichzeitig dem Gewinn entspricht, sondern die zuvor getätigten Einsätze wieder abgezogen werden müssen. Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass eine genaue Buchführung langfristig zu größerer Übersichtlichkeit und besseren Ergebnissen im vermeintlichen Glücksspiel Sportwetten führt.

 

Quotenschlüssel von Handicap – Wetten

Im Gegensatz zur Dreiweg-Wette und auch dem asiatischen Handicap sind die Auszahlungsschlüssel dieser Wettart häufig sehr gering. Besonders die Remisquote wird oft pauschal ausgewiesen und liegt klar unter der echten Wahrscheinlichkeit. Viel mehr als 91 bis 92 Prozent der gewetteten Gelder werden vom Buchmacher nicht ausgezahlt. Ich möchte Ihnen empfehlen, die Quoten verschiedener Wettanbieter genau zu vergleichen, um die beste Wette zu finden.

 

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Empfehlungen zur Handicap – Wette

Die Profiligen im Fußball sind nicht immer direkt miteinander vergleichbar. So fallen in der deutschen Bundesliga viel mehr Treffer, als in Italien oder Frankreich. Die letztgenannten Nationen sind deshalb auch für knappe Resultate bekannt. Dies führt dazu, dass bereits fast traditionell die Handicapquoten auf den Favoriten deutlich größer sind, als dies in der Bundesliga der Fall wäre. Doch auch in der höchsten Liga Deutschlands gibt es immer wieder Vereine, die sehr regelmäßig knappe Siege einfahren. Vor gut 2-3 Jahren gewann Bayer 04 Leverkusen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Saison 9 Partien. Darunter waren 7 knappe Siege mit genau einem Treffer Vorsprung.

Am ehesten findet man diese Teams durch genaue Beobachtung anhand folgender zwei Fakten:

– Lässt der Trainer eines Vereins auch in der Drangphase des Gegners nach der 80. Minute einen Stürmer für Gegenstöße an der Mittelinie lauern und sucht die Mannschaft im Ballbesitz nicht regelmäßig das Zeitspiel an der Eckfahne?

– Geht der Gegner jedes Risiko ein, um noch zum späten Ausgleich zu kommen? Einige Vereine haben auch Torhüter, die sehr gern in der Schlussphase im gegnerischen Strafraum auftauchen und damit schnelle Konter des Gegners auslösen können.

Wenn beide Fragen mit „Nein“ zu beantworten sind, liegt die Wahrscheinlichkeit eines knappen Sieges etwas höher. Andererseits kommt bei der Bejahung der obigen Stichpunkte zur aus der Sicht des Tippers vorhandenen Überlegenheit eines Teams noch die Chance hinzu, die Wette kurz vor dem Schlusspfiff noch siegreich gestalten zu können.

 

Die Wettbasis wünscht Ihnen bei Ihren Handicapwetten ein glückliches Händchen und erfolgreiche Tipps!

 

Eine Übersicht und Erläuterungen zu allen Wettarten, Wettmöglichkeiten und Wettsystemen finden Sie in unserem Artikel: Unterschiedliche Wettarten beim Sportwetten in der Übersicht.