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Wettarten im Vergleich: Asian Handicaps

Asian Handicaps - Definition, Quotenschlüssel und Empfehlungen

In der Serie „Wettarten im Vergleich“ stellten wir Ihnen die geläufigsten Wettinstrumente vor, damit Sie von gröberen Anfängerfehlern verschont bleiben. Unter nachfolgendem Link sind auch die vorherigen Thematiken noch einmal nachlesbar. Sie erfahren alle wichtigen Details zu den Regeln, der Erkennung in Wettforen und kleineren Hinweisen zur Strategiebildung!

Die Dreiweg – Wette

Die Over / Under – Wette

Die Handicap – Wette

Der heutige Bericht setzt sich mit der bislang schwersten Wettart, den Asian Handicaps auseinander.

 

Namensgebung und Forenerkennung

Der Name verrät den direkten Ursprung. In Asien hat sich die Wettart entwickelt, welche vorwiegend zur Absicherung einer knapp nicht gewonnenen Wette beitragen soll. In den bekanntesten Wettforen wird diese Alternative sehr gern und häufig genutzt. Auch europäische Buchmacher haben längst Asian Handicaps in das Programm aufgenommen. Die Schreibweise erfolgt meist über das Kürzel AHC und anschließend dem passenden Handicap. Die Besonderheit im Vergleich zum normalen Handicap liegt erneut in der Schreibweise. Einerseits werden bis zu zwei Nachkommastellen angegeben, andererseits erfolgt zwischen den Ziffern anstatt eines Kommas häufig  nur ein Punkt. Ein mögliches Asian Handicap wird somit ausgedrückt als: AHC – 0.75 oder AHC – 1.0.

Regeln und Fallen

Die Regel der Wettart sind etwas schwerer zu erklären. Grundsätzlich sind alle Asian Handicapwetten stets nur 2-Weg Wetten. Dies bedeutet, dass ein Unentschieden inklusive Handicap dazu führt, dass Sie das Geld auf das Konto zurücküberwiesen bekommen. Das AHC -1.0 führt somit zum Cashback, wenn die gewünschte Mannschaft mit genau einem Treffer Vorsprung gewinnt. Wer dieser Auslegung nicht folgen kann, dem empfehle ich den Artikel zum normalen Handicap. Neben dem runden Handicap, welches nach dem Komma eine Null hat, gibt es noch die Variante 0.25, 0.5 und 0.75. Das AHC – 1.5 oder AHC -2.5 darf ganz üblich angesehen werden. Bei einem Sieg mit mindestens 2 Treffern Vorsprung ist das AHC -1.5 durch 0,5 Tore Vorsprung gewonnen, während das AHC – 2,5 bei genau 2 Treffern Führung mit 0,5 Treffern Rückstand verloren ist.

Deutlich schwerer verhält es sich mit den AHC +0.25 und AHC +0.75. In dem Fall können Sie die Wette nicht mit 0,25 Toren Vorsprung gewinnen, sondern müssen diese Wette splitten. Ein AHC +0.25 bedeutet, dass die Hälfte des Einsatzes zum Wert AHC 0.0 und die andere Hälfte als AHC +0.5 gewertet worden ist. Das AHC +0.75 ist analog anzusehen. Demnach ist die Hälfte der Wette auf AHC +1.0 und die andere Hälfte auf AHC +0.5 platziert.

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Beispiel – Bundesligapartie

Ein Beispiel soll die theoretische Erläuterung untermalen. Gehen Sie doch vom Heimspiel des FC Bayern München gegen den FC Augsburg aus. Folgende Wettquoten könnte der Buchmacher ausgeben:

Bayern München AHC -2.25 @1,90
FC Augsburg AHC +2,.25 @ 1,90

Das AHC -2.25 auf den FC Bayern bedeutet, dass 50% der Wette auf AHC -2 gesetzt werden und die restlichen Einsätze auf das AHC – 2.5. Daraus ergeben sich abhängig vom Resultat drei verschiedene Konstellationen:

1.) Der FC Bayern München gewinnt mit mindestens 3 Treffern Vorsprung. Damit ist die Wette gewonnen, da beide Teilwetten gewonnen werden. Bei einem Sieg von 4:1 gewinnt Bayern unter Abzug des Handicaps noch zu 50% mit 2:1 und zu 50% mit 1,5:1.

2.) Die Münchner gewinnen nicht, oder nur mit maximal einem Treffer Vorsprung. Damit verliert der FCB unter Zurechnung des Handicaps in beiden Teilfällen und Sie damit die Wette.

3.) Bayern gewinnt mit genau 2 Treffern Vorsprung. Damit ist die Teilwette auf das AHC -2.50 verloren, dann unter Abzug das Handicaps der FCB mit einem halben Tor in Rückstand liegt. Die zweite Teilwette führt genau zu einem Remis, sodass diese Wette erstattet wird. Sie erhalten nach diesem Spiel 50% der Einsätze zurück auf das Konto überwiesen.

4.) Bei einem Tipp auf Augsburg erfolgt die Auswertung natürlich identisch. Im Streitfall der 2 – Tore – Niederlage würden Sie die Hälfte der Wette als richtig anerkannt bekommen, während die andere Hälfte ohne Gewinn oder Verlust auf das Konto zurücküberwiesen würde. Ihr Gewinn (abzüglich Einsatz) berechnet sich in diesem Fall mit: (0,5*1,9 + 0,5*1)* Einsatz – Einsatz. Eine Wette mit 10 Euro führt zu einer Auszahlung von 14,50 Euro und einem Gewinn (siehe Formel) von 4,50 Euro.

 

 

Quotenschlüssel von Asian Handicaps

Der größte Vorteil der Wettart wurde bislang verschwiegen. Da wir hier von Zweiweg – Wetten sprechen und der Ursprung aus Asien stammt, sind sehr hohe Auszahlungsschlüssel an der Tagesordnung. Nahezu immer wird bei den großen Buchmachern die 95% – Quote überschritten. Teilweise werden gar über 97 Prozent der gewetteten Beträge wieder ausgeschüttet.

 

Empfehlungen zur Asian – Wette

Hier bleibt noch zu sagen, dass wir nicht ausschließlich von Handicaps sprechen. Asiatische Wetten nach dem gleichen Muster gibt es auch für die Over / Under – Richtlinien. Natürlich nicht nur für die gesamte Spielzeit, sondern zum Beispiel auch nur bis zur Halbzeit oder für die letzten 30 Minuten. Der Kreativität sind nahezu keine Grenzen gesetzt und im Hintergrund winkt stets ein sehr akzeptabler Auszahlungsschlüssel.

 

Viel Erfolg mit dieser Wettart wünscht Ihnen die Wettbasis!

 

Eine Übersicht und Erläuterungen zu allen Wettarten, Wettmöglichkeiten und Wettsystemen finden Sie in unserem Artikel: Unterschiedliche Wettarten beim Sportwetten in der Übersicht.