Die Schweiz geht voller Enthusiasmus in das anstehende Großereignis in den USA, Kanada und Mexiko.
Welche Rolle die Nati spielen kann, weicht bei den WM 2026 Wettquoten und Vorhersagen noch ab. Auch die Wettbasis-Experten sind bei den Aussichten der Eidgenossen nicht ganz einer Meinung.
Der deutsche Weltmeister Guido Buchwald schätzt die Machtverhältnisse in Gruppe B folgendermaßen ein: „Als klarer Favorit nicht, aber als Favorit. Bosnien-Herzegowina darf man jedoch nicht unterschätzen. Die haben eine unheimlich gute Mentalität. Ich meine aber auch, dass die Schweizer und die Bosnier dann Erster und Zweiter werden – was dann Kanada im eigenen Land leisten wird, mal sehen, was da passiert. Die Kanadier schätze ich jedenfalls nicht ganz so stark ein.“
Abgerundet wird die Gruppenkonstellation durch die Teilnahme von Katar, Gastgeber der Weltmeisterschaft 2022, das auch erstmals außerhalb der eigenen Grenzen bereit für eine WM-Endrunde ist. Seid ihr schon bereit für die WM? Nehmt kostenlos am WM Tippspiel teil und messt euch mit euren Freunden oder den WM-Experten der Wettbasis. Sichert euch auch den WM Wetten Bonus und checkt euch auch eine WM Gratiswette ohne Einzahlung.
Benjamin Lauth über Baustelle der Schweiz: „Da fehlt mir so ein bisschen der absolute Top-Stürmer“
Die Schweiz baut im Kader auf ein Grundgerüst aus deutschen Bundesliga-Akteuren, die Teamchef Murat Yakin viele Optionen gibt. Dazu kommt, dass die Mannschaft – bis auf einzelne Ausnahmen – schon länger in dieser Konstellation zusammenspielt und auch der Trainer schon seit fünf Jahren kontinuierlich werken darf. In der WM Tipphilfe haben wir die Gruppenphase schon einmal für euch durchgespielt – mit spannenden Einblicken!
Ex-DFB-Stürmer Benjamin Lauth sieht die Schweizer als gefestigte Truppe: „Also ich würde sie schon ganz klar als Favorit sehen. Ich denke, die werden auch eine dominante Rolle in der Gruppe spielen. Sie haben einfach ein ganz gutes Gerüst aus Spielern, die schon lange dabei sind und von denen natürlich viele in Deutschland spielen. Der Trainer ist jetzt schon über einen längeren Zeitraum da. Sie sind eingespielt, haben gute Einzelspieler und kommen über das Team. Also ich sehe sie sehr gut.“
Die größte Baustelle ortet der frühere Angreifer, der unter anderem beim HSV und 1860 München kickte, auf seiner Lieblingspostion ganz vorne im Zentrum. „Da fehlt mir so ein bisschen der absolute Top-Stürmer.“ Daten-Experte Quirin Sterr sieht Breel Embolo, von Schalke und Gladbach bekannt, jetzt bei Stade Rennes, am ehesten für diese Rolle berufen – mit Abschwächungen.
„Man muss schon sagen, in den letzten Jahren hat er mir gut gefallen, weil er eine gewisse Wucht und den Tiefgang mitbringt. Er hat Abschlussqualität, meistens im Eins-gegen-Eins mit dem Torwart, das macht er schon gut. Aber er ist jetzt natürlich nicht dieses absolute Top-Level, da brauchen wir nicht drüber zu sprechen.“
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| Schweiz WM 2026 Wettquoten | |
| Schweiz wird Weltmeister | 80.0 |
| Schweiz kommt ins Achtelfinale | 4.20 |
| Schweiz gewinnt die Gruppe B | 1.68 |
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Experten schwärmen von Augsburgs Schweizer Fabian Rieder: „Jedes Mal war er der beste Spieler auf dem Platz“
Auf einem anderen Level agiert das zentrale Mittelfeld mit Routiniers wie Granit Xhaka und Remo Freuler, zum Leidwesen von qualitativ hochwertigen Spielern wie Denis Zakaria oder auch Augsburg-Juwel Fabian Rieder. „Für mich sind Freuler und Xhaka gesetzt. Wahrscheinlich wird sogar ein Fabian Rieder nicht starten, der eigentlich für mich in der Startelf stehen müsste. Der Kader hat also eine gute Tiefe“, konstatiert Sterr.
Auch Moderator Carsten Fuß findet Rieder als „die spannendste Personalie. Ich bin absoluter Fan von ihm.“ Auch Benjamin Lauth bricht für den 24-Jährigen eine Lanze: „Ich habe jetzt auch vier, fünf Spiele live von Augsburg gesehen – jedes Mal war er der beste Spieler auf dem Platz. Einfach am Ball, in der Dynamik, nach hinten wie nach vorne und das Tempo, das er mitbringt. Er gibt einem sofort das Gefühl, obwohl er noch so jung ist, dass er die Rolle im Mittelfeld übernimmt und das Spiel an sich zieht.“
Lauth sieht die Reservistenrolle zu Beginn des Turniers nicht unbedingt als Problem. Seiner Ansicht nach gehört es zur Entwicklung dazu, dass sich der doch noch jüngere Akteur erst in die doch etwas ältere Mannschaft hineinarbeiten wird – schlussendlich wird sich seine Qualität durchsetzen.
„Als junger Spieler weißt du – beziehungsweise solltest du wissen –, dass du erst mal hinten dranstehst. Du wirst aber deine Möglichkeiten bekommen. Je nachdem, wie weit die Schweiz kommt, wird er im Laufe des Turniers irgendwann seine feste Rolle finden, weil man eigentlich nicht an ihm vorbeikommt“, ist sich der Ex-Stürmer sicher. Und Guido Buchwald ergänzt: „Klar, dem zuzuschauen gefällt jedem von uns. Er bringt einfach was mit, was andere nicht haben.“
„Die Schweiz kann einen tiefen Run starten bei diesem Turnier“
Kontrolle spielt in der Auswahl von Murat Yakin eine große Rolle, so ist auch das Spiel der Schweiz aufgebaut. Trotzdem muss angemerkt werden, dass die Nati nur eines der vier Testspiele im Kalenderjahr 2026 gewinnen konnte. Einem 3:4 gegen Deutschland folgte ein 0:0 gegen Norwegen und ein 4:1 gegen Jordanien. Bei der Generalprobe holte man nur ein 1:1 gegen Australien. Der WM-Spielplan offenbart ein Auftaktspiel gegen Katar, danach geht es in der Gruppe B gegen Bosnien und abschließend Kanada.
Trotzdem ist Daten-Experte Sterr schon davon überzeugt, dass sich die Schweiz von einer guten Seite präsentieren wird. „Man hat eine klare Idee mit dem Ball. Man spielt nicht so überfallartig nach vorne, sondern kontrolliert auch ganz gerne mal das Spiel, dazu kommt ein guter Mittelfeldblock gegen den Ball. Also ich finde, die Schweiz bringt sehr viel mit und ich glaube auch, dass sie die Gruppe dominieren werden. Die werden alle drei Spiele gewinnen.“
Lead Analyst Marcel Niesner hat den Turnierverlauf mit den Eidgenossen einmal durchgespielt. Das Viertelfinale wäre für die Schweiz ein absolutes Novum, denn bisher stand die Auswahl noch nie in der Runde der letzten Acht – was diesmal nicht gänzlich ausgeschlossen werden sollte, denn er ist von der Qualität und Kaderzusammenstellung überzeugt.
„Sie haben ja bei der Europameisterschaft bewiesen, dass sie es können. Da sind sie knapp im Viertelfinale gegen England im Elfmeterschießen rausgeflogen, nachdem sie zuvor unter anderem Italien geschlagen und gegen Deutschland nicht verloren hatten. Das ist auf jeden Fall eine Mannschaft, die man nicht unterschätzen darf, und deswegen würde ich schon sagen, dass die Schweiz einen tiefen Run starten kann bei diesem Turnier“, prophezeit Niesner. Das ist mal eine Ansage!
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