Die rot-weiß-rote Seele frohlockt, denn Österreich fährt erstmals seit 28 Jahren wieder zu einer WM-Endrunde und misst sich dort in Gruppe J mit Jordanien, Argentinien und Algerien.
Wurde der Fußball in der Alpenrepublik über viele Jahre doch mehr belächelt als bejubelt, ringt die Entwicklung der vergangenen Jahre doch auch über die Grenzen hinaus Respekt ab. Der Achtelfinal-Einzug bei der EM 2024, als Gruppensieger vor Frankreich, Niederlande und Polen hat für zusätzliche Euphorie gesorgt. Bei der ersten Weltmeisterschafts-Teilnahme seit 1998 hat sich die ÖFB-Elf somit viel vorgenommen, auch wenn die WM 2026 Favoriten andere sind. Dafür solltet ihr euch noch den passenden Wettanbieter Bonus sichern! Außerdem warten Sportwetten mit Paysafecard!
Einer, der selbst weiß, welchen großen Sprung der österreichische Fußball in den vergangenen Jahren gemacht hat, ist Stefan Maierhofer. Der mittlerweile 43-Jährige schaffte es vom niederösterreichischen Dorfverein Langenrohr zu den Bayern-Amateuren, wurde sogar zweimal bei den FCB-Profis eingesetzt und wurde unter anderem mit Stationen bei Greuther Fürth, Wolverhampton, Bristol City, Duisburg, Köln und Millwall zum Globetrotter.
In Österreich wurde er Doublesieger und Torschützenkönig mit RB Salzburg und Meister mit dem SK Rapid, in der Slowakei Doublesieger mit AS Trencin und stand 2011 mit dem MSV Duisburg im DFB-Pokalfinale. Für den großgewachsenen Ex-Stürmer steht und fällt der Erfolg Österreichs mit Teamchef Ralf Rangnick.
„Ich glaube, er hat einen klaren Plan, eine klare Philosophie. Wie viele Spieler sind jetzt in der Nationalmannschaft, die durch diesen Red-Bull-Komplex gegangen sind? Du hast einfach so Arbeitsbienen wie einen Konrad Laimer oder Xaver Schlager“, kommt Maierhofer in „Beidfüßig – die WM-Prognose“ bei der Wettbasis vor Österreichs WM-Start am 17. Juni 2026 gegen Jordanien ins Schwärmen.
Führt ein „Piefke“ Österreich zur WM-Sensation? Maierhofer: „Rangnick steht das beste Material zur Verfügung, das Österreich je hatte“
Dass ausgerechnet ein Deutscher Österreich zur WM-Sensation führen soll, wird im rot-weiß-roten Lager mittlerweile nur mehr mit einem Schmunzeln wahrgenommen. Auch Maierhofer nimmt es mit Humor: „Man muss aber auch sagen, dass dem deutschen Trainer das beste Material zur Verfügung steht, das Österreich je hatte.“
Vergleiche mit anderen ÖFB-Generationen wie etwa der Cordoba-Riege aus dem Jahr 1978 führen laut dem „Major“, wie Maierhofer liebevoll genannt wird, ins Leere. „Früher hatten wir diese unglaublichen Spieler wie Herbert Prohaska, Hans Krankl, Andreas Herzog oder Toni Polster, aber jetzt sind wir auf fast jeder Position mit Fast-Weltklasse-Spielern besetzt.“ Die Hälfte von unserem WM-Kader spielt in der deutschen Bundesliga. Das zeichnet einfach auch aus, welche Qualität jeder Spieler mitbringt. Ich glaube, zum ersten Mal bei einer WM ist kein Spieler von Rapid oder Austria dabei – die haben es sich aber auch nicht verdient, die spielen nicht gut. Die guten Spieler, die Österreich momentan hat, sind zum Glück alle im Ausland.“
Unterstützung bekommt er in dieser Hinsicht von Landsmann Daniel Mandl, seines Zeichens Co-CEO von austriansoccerboard.at, der in Bezug auf den deutschen Heilsbringer sogar noch weiter geht und scherzhaft meint: „Der Zweck heiligt die Mittel.“ Aus seiner Sicht wäre es sogar ein gutes Omen für dieses Jahr, denn: „Das letzte Mal, dass Österreich gegen einen amtierenden Weltmeister bei einem Turnier gespielt hat, war in Cordoba. Und wir spielen diesmal gegen Argentinien.“ Eine kleine Spitze gegen die deutschen Nachbarn, die 1978 in Argentinien mit 2:3 gegen Österreich verloren.
Ausnahmeakteure, die längst Stammspieler in der deutschen Bundesliga sind, wie Laimer bei Bayern, Marcel Sabitzer bei Borussia Dortmund, Xaver Schlager bei RB Leipzig, Patrick Wimmer bei Wolfsburg, Romano Schmid und Marco Friedl bei Werder Bremen, Philipp Lienhart in Freiburg, Philipp Mwene und Stefan Posch in Mainz, Alexander Prass bei Hoffenheim oder Michael Gregoritsch in Augsburg prägen den Kader. Laut Wettanbietern und KI Prognosen spielt Österreich keine große Rolle bei der WM, doch die Experten glauben an eine Überraschung.
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| Österreich WM 2026 Wettquoten | |
| Österreich wird Weltmeister | 120.0 |
| Österreich wird Gruppensieger | 3.65 |
| Österreich gewinnt alle Gruppenspiele Vorrundenaus | 14.0 |
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Experten über ÖFB-Team: „Österreich ist für mich ein sehr starkes Dark Horse“
Auch DFB-Legende und Wettbasis-Experte Guido Buchwald traut Österreich aufgrund der ansteigenden Form in den vergangenen Jahren einiges zu beim Großereignis in den USA, Kanada und Mexiko. „Ich schätze sie eigentlich nur positiv ein. Vor allem auch wegen Ralf, den kenne ich ja sehr, sehr gut. Er hat die Jugend trainiert und die zweite Mannschaft damals beim VfB Stuttgart. Da hat man schon gesehen, dass er ein akribischer, genauer Arbeiter ist, der sehr viel Ahnung vom Fußball hat, sich immer wieder neu aufstellt und einen Plan hat. Einen Trainer wie ihn haben die Österreicher auch gebraucht, der klare Vorstellungen hat und die Charaktere ein bisschen gekitzelt hat, weil gute Fußballer haben sie immer gehabt. Deshalb denke ich, die Österreicher können eine ganz, ganz große Rolle spielen dieses Jahr bei der WM und eine Überraschung sein.“
Unterstützung bekommt er in dieser Hinsicht von Ex-Angreifer Benjamin Lauth, mit einer kleinen Abschwächung. „Mir machen die Österreicher wahnsinnig viel Spaß. Ich glaube aber trotzdem, es könnte wie bei der EM sein: Sie spielen begeisterten Fußball, kommen eine Runde weiter, und dann kann es auch wieder vorbei sein.“ Gut möglich, denn sollte Österreich hinter Argentinien Gruppenzweiter werden und Spanien erwartungsgemäß die Gruppe H gewinnen, würde das ÖFB-Team im WM-Spielplan schon im Sechzehntelfinale auf den Europameister treffen.
Ein wenig anders sieht es Daten-Experte Quirin Sterr, nicht nur aufgrund statistischer Werte und hohen Pressinglinien. „Ich war zuletzt in Wien beim Testspiel gegen Ghana – und ich war komplett begeistert. Also, du siehst genau diesen Red-Bull-Fußball mit Romano Schmid, Patrick Wimmer oder Alexander Prass. Dementsprechend bringt Österreich eigentlich alles mit: Pressing, Umschaltbewegungen, Tempo, Zielspieler, Intensität und spielerische Qualität. Ich traue Österreich schon einiges zu. Das ist für mich ein sehr starkes Dark Horse!“
Maierhofer stärkt Bayern-Legionär Laimer den Rücken: „Zwar kein Maradona, aber für mich einer der Top-Top-Spieler“
Die rot-weiß-rote Auswahl kommt vor allem über das Kollektiv und mannschaftliche Geschlossenheit. WM Prognosen & Vorhersagen unserer Experten findet ihr bei uns in der WM Tipps 2026 Kategorie. Einige Akteure stechen aber hervor. Viele Schlagzeilen gab es zuletzt um Konrad Laimer, der zwar sportlich Lob einheimste und mit Bayern sowohl den Meistertitel als auch den DFB Pokal einfahren konnte, allerdings vor allem aufgrund seiner offenen Vertragsverlängerung inklusive Gehaltsforderungen.
Aus dem österreichischen Kader ist der universell einsetzbare Leistungsträger aber nicht wegzudenken. „Es kommt darauf an, welche Position er dann wirklich ausfüllt, aber er bringt immer seine 100 Prozent. Er ist laut Uli Hoeneß zwar kein Maradona, aber für mich einfach einer der Top-Top-Spieler bei uns im Kader, mit seiner Mentalität, mit seiner Pferdelunge, er scheut keinen Zweikampf und ist immer präsent am Platz. Das macht ihn für uns extrem wertvoll“, lobt Maierhofer die Einstellung des Aggressive Leaders im ÖFB-Team.
Auch Buchwald hebt Laimer hervor und glaubt nicht daran, dass sich der Spieler und der FC Bayern im Endeffekt nicht doch einigen werden: „Jeder Trainer kann happy sein, so einen Spieler zu haben. Von daher wird er auch, glaube ich, bei Bayern bleiben.“
Maierhofer über „Zirkuspferd“ Arnautovic und Leader Alaba: „Bei einer WM spielen zu dürfen für dein Land, ist noch einmal etwas Spezielles“
Einer, der früher einmal das Bayern-Trikot trug, ist nicht nur zehnmaliger österreichischer Fußballer des Jahres, sondern auch Kapitän im Nationalteam: David Alaba. Sein Vertrag bei Real Madrid wurde nach fünf Jahren nicht mehr verlängert und ab Sommer wartet eine neue, noch unbekannte Aufgabe auf den Defensivspieler. Trotz langer Verletzungszeiten und wenig Spielzeit im letzten Jahr in Madrid ist er nach wie vor ein essentieller Baustein im Team von Rangnick.
„David Alaba ist David Alaba“, spricht auch Maierhofer vom erfolgreichsten Fußballer im Team. „Das letzte Jahr in Madrid war nicht gut, er hat nicht diese Einsatzminuten bekommen, die wir uns gewünscht hätten, damit er auf Top-Niveau zur WM kommt. Ich bin gespannt, wie da die Konstellation sein wird, aber er ist unser Teamkapitän und unser bester Spieler. Aber es ist schon schwierig, auf welcher Position du ihn dann bringst, weil er nicht bei hundert Prozent sein wird. Ich hoffe, er kann das Beste für unsere Nationalmannschaft abliefern.“
Die andere Personalie mit allerhöchstem Bekanntheitsfaktor ist Marko Arnautovic, der in Deutschland für Werder Bremen und unter anderem für Inter Mailand, West Ham und Bologna spielte. Für ihn und seinen besten Buddy Alaba wird die WM wohl der letzte Tanz auf der Nationalteam-Bühne. Was man von Alaba und Arnautovic bei der WM 2026 erwarten kann? „Sehr lustige Interviews“, scherzt Daniel Mandl. „Marko Arnautovic ist halt ein Zirkuspferd. Der wächst halt komplett mit der Aufgabe. Je mehr Zuschauer, desto größer der Einsatz, desto wahnsinniger wird er. Stefan Maierhofer war im Grunde genau der gleiche Typ. Ich glaube, dass ihm das wirklich taugen wird. Ich denke schon, dass ein, zwei Sachen sein werden, wo die Weltöffentlichkeit mit der Zunge schnalzen wird beim 37-jährigen Arnie.“
„Zirkuspferd“ Maierhofer denkt folgendermaßen darüber: „Marko ist dann noch einmal eine andere Hausnummer, aber es stimmt schon. Wenn die Stadien größer waren, die Fans da waren oder sogar gegen mich waren, habe ich noch mehr Motivation in mir getragen. Bei einer WM spielen zu dürfen für dein Land, ist noch einmal etwas Spezielles.“
„Spontan-Einbürgerungen von Wanner und Chukwuemeka: „Spricht dafür, dass Rangnick einfach sein Ding durchzieht“
Trotz dieser Fußballgrößen scheute Teamchef Rangnick auch nicht davor zurück, den Kader noch auf unkonventionelle Weise zu verbessern. Mit der Einbürgerung von Paul Wanner und Carney Chukwuemeka hat die rot-weiß-rote Auswahl auf viele Jahre noch zusätzliche Optionen dazugewonnen. Bei PSV-Eindhoven-Spieler Wanner gewann man noch dazu das monatelange Tauziehen gegen den DFB. Schon bei den ersten Einsätzen konnten das Ex-Bayern-Talent und der BVB-Profi überzeugen.
„Ich finde, dass vor allem die spontanen Einbürgerungen von Paul Wanner und von Carney Chukwuemeka sehr stark dafür sprechen, dass Ralf Rangnick einfach sein Ding durchzieht. Es hat auf diesen Positionen offensichtlich noch Bedarf gegeben und da hat er nicht lange gefackelt“, bestätigt auch Mandl, welche Strahlkraft und welches Vertrauen der Deutsche in Österreich genießt. Mit welchen Mitteln er diese Spieler vom Nationenwechsel überzeugen konnte, liegt für den ASB-Gründer auf der Hand.
„Ich würde meinen, dass sie in Deutschland und England nicht viele Länderspiele zusammengebracht hätten. Das war ein recht gutes Argument, dass man die Möglichkeit hat, zu einer WM zu fahren. Ich bin mir auch sicher, dass es nicht das einzige Großereignis bleiben wird für die beiden. Da hat er die Gelegenheit beim Schopf gepackt, Rangnick macht das einfach so in einem Aufwasch. Das war wie eine Transferzeit beim Nationalteam.“
Demnach ist das ÖFB-Team für das Highlight in Nordamerika gewappnet. Welche Rolle Österreich tatsächlich bei der WM 2026 spielen kann, bleibt abzuwarten. Tatsache ist jedoch – zumindest sind sich die Experten da einig -, dass die Alpenrepublik die wohl beste Mischung aller Zeiten aus Teamchef und Spielern zur Verfügung hat.



