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Fixed Games – die größte Bedrohung für den Fussball

Wie manipulierte Spiele den Fußball zerstören!

Sie als Hobbywetter sind gewiss in manchen Foren schon einmal auf die Worte „Achtung Fixed Game“ gestoßen. Mit Fixed Games sind Fussballspiele gemeint, bei welchen der Ausgang schon vor Beginn der Partie (vermeintlich) feststeht. Leider fällt in die Kategorie nicht ein Match zwischen Deutschland und San Marino, wo ja eigentlich auch vor dem Duell klar ist, welches Land als Sieger vom Platz gehen wird. Nein, es handelt sich vielmehr um Wettmanipulationen, die immer mehr Einzug in den europäischen Fussball erhalten. Niemand kann wirklich sagen, wann erstmals ein Match manipuliert wurde. Sehr sicher ist jedoch, dass die höchste Malaysische Liga ab den 80 er Jahren immer stärker von Spielschiebungen befallen wurde. Die Buchmacher in Asien waren teils selbst kriminell, andererseits auch machtlos gegen die drohenden „sicheren Spiele“. Berichte gehen bis auf eine Partie zurück, bei der die Quote auf ein Match mit mindestens 9 Toren von Quote 25,00 bis auf 1,50 zurückging – selbstverständlich vor dem Anpfiff. Endstand der Begegnung war 7:2. Das damals unter dem Begriff „gestürzte Wettkurve“ in die Geschichte eingegangene Ligaduell verstärkte zwar die Kontrollen, doch die Aufmerksamkeit der Asiaten weitete sich damit immer mehr auf den europäischen Raum aus.

Declan Hill ist ein Schriftsteller, der dem Verbrechen im Fussball auf den Grund gegangen ist. In seinem sehr empfehlenswertem Buch „sichere Siege“ erläutert Hill auch, was nötig ist, um ein Spiel zu manipulieren. So offenbart er, dass zumindest ein Spieler jedes Mannschaftsteils (Angriff, Mittelfeld, Verteidigung, Torwart) in den Fall verwickelt sein muss um zu mindestens 95 Prozent „erfolgreich“ manipulieren zu können. Eine nicht unwesentliche Aufgabe kann auch dem Trainer oder Schiedsrichter zugedacht werden. Außerdem suchen sich die Kriminellen immer Spieler aus, die Ansehen im Verein haben und Führungsspieler sind. Den Anweisungen dieser Spieler wird gefolgt. Tatsächlich ist die Materie inzwischen soweit ausgebildet, dass ein normaler Fan im Stadion nahezu nicht sehen kann, ob ein Spiel geschoben ist. Oft reichen absichtliche kleinere Stellungsfehler des Keepers für die Wende im Spiel.

 

 

In Europa gibt es genug Länder, die von Wettmanipulationen befallen sind. Besonders Bosnien Herzegowina wird den Fluch der Fixed Games wohl nie wieder ablegen können. Im Land selbst sind Wetten auf das Heimteam in vielen Fällen nicht mehr möglich. Auch in Griechenland werden besonders gegen Saisonende viele Spiele geschoben. Vor einigen Jahren gab es auf das Remis im Abschlussspiel der Saison eine Quote von 1,08. Auf das Endergebnis dürfen Sie dreimal raten, doch ich tippe sie haben bereits früher eine logische Schlussfolgerung getroffen. Auch Italien war in einen Wettskandal verstrickt, führte dieser doch sogar zum Zwangsabstieg von Juventus Turin vor diversen Jahren.

Doch woran erkennt man nun wirklich ein geschobenes Spiel vorher auf dem Wettzettel? Dafür gibt es nur eine klare Antwort: GAR NICHT. Es ist nicht möglich herauszufinden, ob in einem Spiel bereits das Endergebnis in den Köpfen der Kriminellen herumspukt. Viele verwirrende Quotenverläufe lassen Schiebungen vermuten, doch nicht selten gibt es immer wieder sogenannte „Fakedrops“ – also Spiele, die laut Quotenverlauf auf eine Schiebung schließen lassen, aber dann doch völlig anders enden. Ein nicht unwesentlicher Grund dafür könnte sein, dass bekannte User in Foren ein Spiel für „verkauft“ melden, nur um damit selbst Tradingerfolge zu erzielen.

Allgemein sind solche Matches (egal ob „gefixed“ oder nicht) stets zum Traden sehr gut geeignet. Wichtig ist aber, nicht zu viel Geld zu setzen, da diverse Spiele mit diesen Kennzeichen für schnelle Quotenänderungen in verschiedene Richtungen bekannt sind.

Gibt es auch in Deutschland Wettmanipulationen? Ja, natürlich sind auch die Deutschen dagegen nicht immun. Hoyzer hat bewiesen, dass auch in Deutschlands Ligen auf unlauteren Wegen viel Geld zu verdienen ist.

Ich wünsche mir selbst eine Sportart Fussball, die fern von Schiebereien abläuft, mit Kampf und Spielkunst in allen Klassen. Doch vom Wunsch in die Realität ist es ein weiter Weg, der wohl nie hundertprozentig absolviert werden wird. Fixed Games sind mit dem Fußball leider stark verbunden, da in anderen Sportarten (Tennis ausgenommen) in der Regel weniger Geld zu verdienen ist.

 

 

Eine Übersicht und Informationen auf der Wettbasis, die sich mit den Thema Wettsucht und Spielmanipulation beschäftigen, finden Sie in unserem Artikel: Verantwortungsvoll Wetten – Spielsucht & Wettmanipulation