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Das Verhältnis von Wettquoten und Wahrscheinlichkeiten

Wettquoten und Wahrscheinlichkeiten verstehen

Betrachtet man Sportwetten etwas genauer und betreibt nicht nur die typischen 10er-Kombiwetten, wird man früher oder später damit konfrontiert, sich mit der Bildung von Wettquoten und ihren Wahrscheinlichkeiten zu beschäftigen. Ohne diesen Vorgang wird man sehr wahrscheinlich langfristig nicht im grünen Bereich bleiben und Verluste einfahren.

Inhaltsverzeichnis

Was also sind Wettquoten und was haben sie mit Wahrscheinlichkeiten zu tun? Wie berechnet man Wettquoten? Dahinter steckt keine hohe Mathematik, daher sind die Rechnungen auch für alle schnell nachzuvollziehen. Zunächst einmal hat eine herkömmliche 3-Weg-Wette, wie zum Beispiel 1-X-2, vom Wettanbieter bezifferte Startquoten. Diese bilden sich aus der Wahrscheinlichkeit, die der Wettanbieter dem jeweiligen Spielausgang beimisst. Um die Art der Berechnung zu veranschaulichen, führen wir die grundlegenden Schritte im Folgenden einmal vor.

Aus Wettquoten Wahrscheinlichkeiten errechnen

Einfaches Beispiel anhand einer 3-Wege-Wette

Team A spielt zuhause gegen Team B. Die Siegquote für Team A beträgt 2,25, die für ein Unentschieden 3,1 und für einen Sieg von Team B erhält man eine 3,4.

Diese genannten Dezimalzahlen spiegeln nun umgerechnet die Wahrscheinlichkeit wider. Das Umrechnen in eine herkömmliche prozentuale Wahrscheinlichkeit, wie sie wohl jeder kennt, ist dabei denkbar einfach. Man nimmt einfach die Dezimalzahl, also die Quote des Buchmachers und teilt eins durch diese.

Für das obige Beispiel ergeben sich daher folgende Wahrscheinlichkeiten für die genannten Ausgänge:
Sieg Team A: 44,44 %
Unentschieden: 32,26%
Sieg Team B: 29,41%

Der aufmerksame Leser bemerkt natürlich nun, dass die addierten Wahrscheinlichkeiten in Summe mehr als 100% ergeben, um genauer zu sein nämlich 106,11%.
Dies ergibt natürlich für den logischen Menschenverstand keinen Sinn und lässt uns auf das eigentliche Problem beim Sportwetten blicken.

 

Wie berechnet sich der Value von Wettquoten?
Implizite Wahrscheinlichkeiten – Wettbasis.com Ratgeber

 

Gewinn-Marge der Buchmacher berechnen

Die Wettanbieter bieten uns Sportwettern natürlich nicht zum Spaß Wettquoten auf tausende Sportereignisse tagtäglich auf der ganzen Welt an.

Auch sie wollen Geld verdienen und das tun sie, in dem die aus den Quoten berechneten Wahrscheinlichkeiten nicht den tatsächlich realen Wahrscheinlichkeiten entsprechen. Darin enthalten ist noch eine Gewinnmarge, die man abziehen muss.

Die Gewinnmarge lässt sich allerdings auch sehr leicht errechnen. Man nimmt die summierten Wahrscheinlichkeiten und teilt diese zunächst durch 100.

Für das Beispiel ergäbe sich dann der Wert 1,0611.

106,11 / 100 = 1,0611

Diesen Wert zieht man nun heran und teilt eins dadurch. Dann erhält man wieder ein Ergebnis und zwar 0,9424.

1 / 1,0611 = 0,9424

Dieser Wert wird wiederum von eins subtrahiert.

1 – 0,9424 = 0,0576

Schlussendlich multipliziert man das Ergebnis noch mit 100 und erhält dann die prozentuale Gewinn-Marge.

100 * 0,0576 = 5,76

In diesem Beispiel beträgt sie 5,76%.

 

Wichtig ist nun daraus mitzunehmen, dass gerade die Gewinn-Marge der Buchmacher der größte „Gegner“ für Sportwetter ist und es mathematisch gesehen nicht möglich ist, diese langfristig zu schlagen.

Gänzlich aufgeben braucht man deswegen allerdings nicht, da Wettquoten nur umgerechnete Wahrscheinlichkeiten sind, bleiben diese im Sportwettenbereich auch subjektive Werte.

Das Ziel muss es also sein, den Spielausgang besser einzuschätzen als der Buchmacher. Um auf das obige Beispiel zurückzukommen, kann es also langfristig profitabel sein, wenn die persönlich empfundene Wahrscheinlichkeit zum Beispiel auf den Sieg von Team A 48% beträgt, dann auf einen Sieg von Team A sein Geld zu setzen.

Die eigene subjektive Wahrscheinlichkeit muss höher sein als die gegebene Wahrscheinlichkeit des Wettanbieters. Dies ist der einzige Weg ohne mathematische Algorithmen den Buchmacher zu schlagen. Diese Art des Wettens wird auch „value-betting“ genannt.

[top5bookmakers]

Aus eigener Wahrscheinlichkeit Wettquote errechnen

Natürlich kann man auch Wahrscheinlichkeiten in Wettquoten umrechnen. Dazu nimmt man die subjektive, eigens berechnete Wahrscheinlichkeit auf einen Spielausgang, teilt diese zunächst durch 100 und nimmt dann wiederum das Ergebnis und teilt 1 durch dieses. Dann erhält man eine subjektive Mindestquote, die man bei einem Wettanbieter erhalten muss, um langfristig auch trotz der Gewinn-Marge erfolgreich zu sein.

Fazit – Wettquoten und Wahrscheinlichkeiten berechnen

Grundsätzlich dürfte klar geworden sein, dass Quoten und Wahrscheinlichkeiten keine hohe Mathematik erfordern und für jeden Sportwetter sehr leicht nachzuvollziehen sind. Dies sollte auch jeder tun, da das der erste und elementarste Schritt in Richtung eines profitablen Sportwetters ist.

Der nächste Schritt in der persönliche Entwicklung sollte dann in Richtung des, oben schon kurz angeschnittenen, „value-betting“ gehen. Denn nur so kann wirklich die zuvor beschriebene Gewinn-Marge der Buchmacher geschlagen werden. Sozusagen der einzige Weg, um langfristig Profit zu machen! Das „value-betting“ ist allerdings sehr umfangreich und somit einen eigenen Artikel wert.

 

Eine Übersicht mit allen interessanten Informationen zu den Wettquoten, finden Sie in unserem Artikel: Rund um die Wettquote – Berechnung, Quotenvergleich, Sure Bets & Value Bets