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Vor UFC 264 gegen Poirier: Ist Conor McGregors Zeit vorbei? – Pro & Contra

Philipp Stottan  10. Juli 2021
Conor McGregor
Behält Conor McGregor sein Lächeln auch nach UFC 264? (© IMAGO / PA Images)

Bei UFC 264 gibt etwas, dass es schon seit fünf Jahren nicht mehr gegeben hat. Erstmals seit dem Jahr 2016 (!) bestreitet Conor McGregor mehr als einen UFC-Kampf in einem Jahr.

Nach der Niederlage im Januar dieses Jahres gegen Dustin Poirier, steigt McGregor in der Nacht vom 10. auf den 11. Juli für die Revanche in das Octagon.

Eben jene langen Pausen zwischen seinen Kämpfen sind für viele UFC-Fans ein klares Indiz, dass die große Zeit von McGregor vorbei ist. Wasser auf den Mühlen seiner Kritiker ist die Bilanz: Seit 2016 hat er einen von drei UFC-Auftritten gewonnen.

Ist Conor McGregors Zeit tatsächlich vorbei oder kann er wieder einen Titel gewinnen?

 

Pro: Die UFC Zeit von Conor McGregor ist vorbei

Conor McGregor hat zwei seiner letzten drei UFC-Kämpfe verloren. Seit 2016 ist er nur mindestens ein Mal pro Jahr im Käfig gestanden.

Salopp formuliert: Er hat in diesen fünf Jahren sehr viel verpasst, der MMA-Sport hat sich enorm weiterentwickelt. McGregor hat es vorgezogen auf anderen Bühnen – auf den weitaus lukrativeren des Boxens – aufzutreten. Das zeigte sein Kampf von 2017 gegen Floyd Mayweather.

Dazu kommt: Wenn jemand so eine globale Marke wie McGregor ist, dann gibt es eine Menge Ablenkung. Jeden Tag. Sich hier noch zu 100 Prozent auf den brutalen Sport MMA zu konzentrieren, noch dazu wenn man an die 300 Millionen Dollar am Konto hat, ist vom Koppf her, sicherlich sehr schwer.

 

McGregor vs. Poirier: Wettquoten & Prognose

 

McGregor ist mit Sicherheit noch ein Kampfsportler durch und durch – sonst würde er sich nicht in wochenlanges Trainingscamp begeben, das knallhart ist, und sich noch einmal mit Dustin Poirier messen.

„The Diamond“ ist nicht irgendjemand.

Er ist die Nummer 1 in der Leichtgewicht-Division und hat hier – bis auf Khabib, den aber niemand besiegen konnte – schon gegen alle Namhaften mindesten ein Mal besiegt. Poirier ist auf der Spitze seines Schaffens und kann auch an einem guten McGregor-Tag gewinnen.

Doch selbst wenn „The Notorious“ fokussiert ist wie nie, könnte es sein, dass er sich nicht mehr auf dem Niveau von einst befindet,als er sogar Champion in zwei Gewichtsklassen gleichzeitig war. Seine erste (T)KO-Niederlage, die er im Janur gegen Poirier kassiert hat, zeigt dies.

McGregor weiß: Sollte er bei UFC 264 gegen Poirier verlieren, ist er von einem Titelkampf sehr weit weg und er muss sich ganz hinten anstellen. Möglicherweise ist dann auch seine UFC Zeit abgelaufen.

 

Contra: Die UFC Zeit von Conor McGregor ist noch nicht vorbei

Einst war Conor McGregor der erste Doppel-Champion (Feder- & Leichtgewicht) der UFC-Geschichte, galt für viele als Anwärter auf den besten Fighter aller Zeiten.

Doch es scheint, als wäre dem in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen Iren der Erfolg und das Geld zu Kopf gestiegen.

Und auch in der Vorbereitung zu McGregor vs Poirier II soll „The Notorious“ sehr viel an seinem Boxen trainiert haben, weil er nebenbei auf einen Boxkampf mit Manny Pacquiao spitzte.

Doch seine erste Knockout-Niederlage damals zeigte ihm: Halbherzig geht es auch für einen Mann seines Talents nicht.

 

Wettbasis Social Media

 

Sein Box-Trainer ist diesmal nicht mit an Board, die Konzentration liegt voll auf Mixed Martial Arts. Coach John Kavanagh meinte bereits vor dem zweiten Kampf, McGregor sei in der körperlichen Verfassung seines Lebens – dies wird sich nicht geändert haben.

Zudem scheint der 32-Jährige wieder zu seinem alten Ich zurückzukehren. Statt einer Anreise auf der privaten Yacht und viel Lob für den Gegner, heißt es nun wieder Trashtalk und den Kampf auf allen Ebenen annehmen.

„Mich innerhalb des Octagons zu messen, ist was ich am meisten liebe. Mehr als jeden Ruhm. Sich im Licht der Schweinwerfer zu messen ist der wahre Test deines Charakters“, gibt er sich vor McGregor vs Poirier 3 kämpferisch.

Conor McGregor weiß, dass eine erneute Niederlage seine Hochzeit in der UFC endgültig besiegeln könnte. Will er der Superstar bleiben (oder wieder werden), braucht es einen Sieg – am besten von der überzeugenden Sorte.

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Prognose: Conor McGregor weiß, worum es bei UFC 264 geht

Es ist davon auszugehen, dass man einen Conor McGregor der alten Schule zu sehen bekommen wird: Frech, mobil und unglaublich gefährlich. Bringt er das Selbstvertrauen von früher mit, wird er für jeden Fighter gefährlich.

McGregor weiß er ist an einem Punkt seiner MMA-Karriere, wo er sich auf höchstem Niveau erneut beweisen muss. Drei Niederlagen aus vier Kämpfen kann er sich auch mit seinem Namen nicht leisten.

Siegt er hingegen gegen den Nummer eins Contender auf einen Titelkampf, könnte er bald Champion Charles Oliveira vor der Brust haben.

Conor McGregor wird sein bestes Ich im Octagon präsentieren. Ob das noch für das höchste Niveau im Leichtgewicht reicht, wird sich am 11. Juli bei UFC 264 weisen.

UFC-Präsident Dana White ist jedenfalls überzeugt davon: „Alle Welt fragt sich, ob es noch der gleiche Conor ist, ob er noch den Fokus hat. Er liebt das Kämpfen. Er muss es nicht mehr, aber er macht es, weil er es liebt und weil er es kann.“

 

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