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Warum Rüdiger Bayern nicht besser macht – FCB setzt auf Nianzou

Nationalspieler selbst bei Süle-Abgang keine sinnvolle Option

Steffen Peters  9. Oktober 2021
Rüdiger Bayern
Würde sich ein Rüdiger Wechsel nach München auszahlen? (© IMAGO / PA Images)

Ein Transfergerücht machte in den letzten Wochen die Runde, das auf den ersten Blick durchaus Sinn ergibt. So sollte Antonio Rüdiger Bayern München verstärken, möglichst schon im kommenden Sommer.

2022 nämlich läuft sein Vertrag beim Champions-League-Sieger Chelsea aus. Als deutscher Nationalspieler mit positiver Entwicklung wäre er für den FCB ein natürliches Transferziel.

Und dennoch ergibt ein Rüdiger Transfer zum FC Bayern auf den zweiten Blick keinen Sinn – selbst bei einem ablösefreien Abgang von Niklas Süle.

 

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Rüdiger nimmt bei Chelsea gute Entwicklung

Mit 28 Jahren ist der gebürtige Berliner Antonio Rüdiger endlich dort angekommen, wo er sich selbst am liebsten sieht: fußballerisch ganz oben. Sowohl beim FC Chelsea als auch der deutschen Nationalmannschaft ist er zu einem wichtigen Faktor und Stammspieler geworden.

Der Weg dahin war alles andere als einfach, wie das vorherige Jahr in der Premier League zeigte. Nur ganze 19 von 38 möglichen Spielen durfte er für Chelsea in der Liga bestreiten.

Erst ganz zum Ende der Amtszeit von Frank Lampard im Januar 2021 spielte sich Rüdiger in die erste Elf, die er unter seinem Landsmann Thomas Tuchel dann nicht mehr verließ.

Eine Statistik des späteren Champions-League-Siegers zeigt die Entwicklung mit dem Deutschen in der Startelf deutlich auf: Kassierte man in der Hinrunde noch 23 Gegentore, waren es in der Rückrunde nur noch 13. Das Resultat war die zweitbeste Rückrunde aller Teams – nur hinter Meister City.

Die Statik unter Tuchel kommt dem Innenverteidiger dabei gelegen, ist Chelsea doch deutlich kompakter als zuvor unter Lampard ausgerichtet. Dazu kommen die Mittelfeldstaubsauger N’Golo Kanté sowie Jorginho, die alles abräumen.

 

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Wäre Rüdiger für Bayern der neue Boateng?

Schon lange vor seinem Wechsel zu Chelsea wurde Antonio Rüdiger in Deutschland gerne mit Jerome Boateng verglichen. Doch wirklich einander entsprechen tun sich ihre Spielweisen nicht. Sicher bringt auch Rüdiger viel Wucht im Zweikampf mit.

Die präzisen Flankenwechsel jedoch, die den nun bei Olympique Lyon angestellten Ex-Nationalspieler auszeichneten, kann er in dieser Form nicht spielen. Somit stellt sich ohnehin die Frage, wie Rüdiger Bayern bei einem Transfer weiterhelfen könnte.

Denn schon jetzt hat Bayern viel Auswahl auf der Innenverteidiger-Position zu bieten. Sportvorstand Hasan Salihamidzic betonte vor dem Fürth-Spiel seines FCB die vorhandene (und nicht günstige Qualität):

„Wir sind wirklich gut besetzt auf der Innenverteidiger-Position. Wir haben uns dieses Jahr auch verstärkt, mit Dayot Upamecano haben wir einen Topspieler geholt. Lucas Hernandez ist da, Tanguy Nianzou ist da, Benjamin Pavard kann dort auch spielen. Da sind wir sehr, sehr gut besetzt.“

Klingt nicht unbedingt so, als ob Bayern ein übermäßiges Interesse am Nationalspieler von Chelsea hat, der in England zudem gutes Geld verdient.

 

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Alaba-Deal zeigt, dass auch ablösefreier Rüdiger Transfer Kasse sprengt

Das Argument, dass Antonio Rüdiger für Bayern dank seines auslaufenden Vertrags interessant wäre, kann auch nur bedingt gelten. Schließlich erlebte man an der eigenen Haut im Fall David Alaba, welche abgehobenen Forderungen von Spieler- und Beraterseite kommen.

115 Millionen Euro Gehalt über fünf Jahre plus 17,7 Millionen Euro Handgeld wird der Wiener bis 2026 bzw. sofort kassieren. Dazu kamen 5,2 Millionen Euro für Berater Pini Zahavi und 6,3 Millionen Euro für Vater George.

Dass der FC Bayern ausgerechnet einen Premier-League-Verträge gewohnten Spieler mit finanziellen Argumenten ködern kann, ist deshalb eher fraglich. Noch verdient Rüdiger 6,1 Millionen Euro im Jahr, möchte diesen Betrag jedoch deutlich angehoben sehen.

Allein für Handgeld- und Beratergebühren wurden für Alaba insgesamt 29,2 Millionen Euro fällig. Selbst wenn diese Zahl in München geringer ausfallen sollte, wäre dies noch immer genug Geld, um einen weiteren Ergänzungsspieler zu verpflichten.

 

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Entwicklung von Nianzou genießt bei Bayern statt Rüdiger Priorität

Insbesondere der junge Tanguy Nianzou und seine Entwicklung sind den Bayern statt einem Rüdiger Wechsel nach München besonders wichtig. Diese Einschätzung kommt nicht von ungefähr, gilt der Franzose doch als eines der größten Talente seines Jahrgangs 2002.

Aufgrund von Verletzungen kam der 2020 von PSG verpflichtete Youngster erst auf neun Bundesliga-Spiele beim FC Bayern. Am 2. Spieltag 2021/22 setzte ihn Trainer Julian Nagelsmann erstmals in der Liga-Startelf ein.

Insbesondere die große Vielseitigkeit – Nianzou kann neben Innenverteidiger auch im defensiven Mittelfeld spielen – ist eine der Stärken des 19-jährigen.

Dieses große Potential, das ihm trotz fehlender Spielpraxis einen Marktwert von 11 Millionen Euro bei Transfermarkt einbringt, freizulegen ist die Aufgabe, die auf das gesamte Trainerteam des FC Bayern zukommt.

So haben die Münchner nicht nur bereits längst für die Zukunft vorgesorgt, sondern sparen sich ebenfalls hohe Ausgaben eines möglichen Rüdiger Wechsels. Nianzous Vertrag läuft vorerst noch bis 2024.

 

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