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Australian Open – KYC Identitätsprüfung bei Betfair – australisches Konto

18. Januar 2010 / christoph

Liebe Wettbasis Leser, gewiss befinden sich unter Ihnen schon einige angespannte Tennisfans, die dem 1.Grand Slam Turnier des neuen Jahrzehnts entgegenfiebern. In wenigen Stunden kann es endlich losgehen.

Doch bevor die kleine grüne Filzkugel über das Netz in Australien gejagt werden darf, möchte ich Ihnen noch ein paar nicht unwichtige Hinweise geben. Es empfiehlt sich besonders bei Betfair seine Tenniswetten zu platzieren. Besonders "In-play", also während der Matches sind nirgendwo auch nur annähernd so hohe Auszahlungsschlüssel zu finden.

Leider hat das Wetten bei Betfair einen kleinen Haken. Um auf Sportereignisse des Australischem Kontinents wetten zu können müssen Sie sich einer Identitätsprüfung unterziehen. Sie besitzen bei Betfair zwei Konten. Eines davon ist ganz normal, dass andere das sogenannte "australische Wettkonto". Um dieses zu öffnen, müssen Sie vorher den Test durchlaufen.

Dafür sind folgende Dinge zu tun:

1. Sie müssen Ihre Adresse bestätigen. Dafür erhalten Sie von Betfair Post mit einem kleinen Code, den Sie anschließend wiedergeben müssen.

2. Anschließend müssen Sie Ihre eigene Identität bestätigen lassen. Dies geht am besten in dem Rathaus Ihrer Heimatstadt und kostet für gewöhnlich 5 Euro, die Sie wohl als kleinen "Wettverlust" hinnehmen müssen.

Da Betfair nicht direkt auf Sie zukommen wird, lohnt es sich, die Wettbörse dahingehend zu kontaktieren. Zwar gibt es eine eigens für den KYC Check eingerichtete E – Mail – Adresse, doch sollten sie über die gewöhnliche deutsch@betfair.com schneller eine Antwort erhalten, weshalb dieser Weg klar zu favorisieren ist.

Mit ein wenig Glück können Sie bereits in 2 Tagen auch Gelder des australischen Kontos auszahlen lassen. Gelder zwischen beiden Konten hin – und her zu überweisen ist ganz einfach über die Startseite möglich.

Spannende Australian Open wünscht,

Christoph

 

PS: Wundern Sie sich daher nicht, wenn Sie eine Australian Open Wette abgeben wollen und folgende Fehlermeldung erhalten:

Diese Wette konnte aus einem der zwei folgenden Gründe nicht platziert werden.

- Sie haben nicht ausreichend Geld in Ihrem Wettkonto für diese Wette. Klicken Sie auf ‘Überweisen’, um Geld in Ihr Konto zu transferieren.

- Sie riskieren mehr Verlust als Ihr Konto zu diesem Zeitpunkt deckt oder liegen über Ihrer selbst auferlegten Verlustgrenze.

obwohl eigentlich genug Guthaben auf Ihrem Betfair-Konto liegt.

Sie müssen dann eben ein australisches Konto bei Betfair anlegen (keine erneute Registrierung, einfach unter "Mein Konto" das australische Konto einrichten und Geld dorthin überweisen) …

 

 




Eine neue Variante des “Lay-the-Draw”

7. Dezember 2009 / dominic

Unser Wettbasis Autor “klaus” hat im Oktober 2008 schon mal eine abgeänderte Variante des “Lay-the-Draw” vorgestellt (Hier zu finden). Ich möchte euch in diesem Artikel ebenfalls eine abgeänderte Form des normalen Lay-the-Draws vorstellen, welches in meinen Augen doch noch Gewinn abwerfen kann.

Für eine kurze Definition des Lay-the-Draw greife ich nochmals auf den oben genannten Artikel von Klaus zurück und zitiere ihn:

“Ganz kurz das Vorgehen: Man layed (wettet gegen) das Unentschieden vor Spielbeginn. Sobald das erste Tor gefallen ist, wird ein Unentschieden unwarscheinlicher. Daher sollte die Quote steigen. Man also dieses Unentschieden mit einem Betrag, der für sämtliche möglichen Spielausgänge einen Gewinn sichert. Um sich vor einem 0 – 0 Spielausgang zu schützen, kauft man vor Spielbeginn zudem noch die Wette, dass das Spiel 0 – 0 ausgeht. Somit ist man für alle Spielsituationen gerüstet und kann nur noch Gewinnen … soviel zur Theorie.”

In der Theorie klingt dieser Ansatz vielversprechend - doch wie heißt es so schön. “Zuviele Köche verderben den Brei.” Und das war genau der Anfang vom Ende dieses Systems. Zu Beginn konnten damit sicherlich noch schöne Gewinne erwirtschaftet werden. Zudem war das Problem, dass nach einem Tor die Quote für das Unentschieden sich so weit verändern muss, dass der Einsatz für das 0-0 (welches als Absicherung dient) gewonnen wird und erst danach bleibt wirklich was über.

Ich möchte euch meine Variante des Lay-the-Draws anhand dem Spiel von letztem Samstag VFB Stuttgart gegen den VFL Bochum vorstellen.

Die Quoten für ein 0 zu 0 waren vor Spielbeginn bei 15.5 bei der Wettbörse Betfair. Die Quote für das Unentschieden bewegte sich ungefähr im Bereich von Lay 4.90. Nach dem Tor in der 63ten Minute für Stuttgart durch Tasci ging die Quote für X auf 8.20 hoch.

Nun zur Einsatzverteilung. Beim normalen Lay the Draw würde man zum Beispiel:

6.90 Euro auf das 0-0 setzen, damit man einen Betrag von 100 Euro hat um das Lay X zu spielen. Der nächste Schritt ist dann das Lay X zu 4.90 mit einem Einsatz von 100 Euro. Das würde heißen, dass 25.64 Euro bei Stuttgart bzw. Bochum stehen bleiben. Nach dem Tor wird dann das X “gebacked”, hierbei wird ein Einsatz von 15.32 Euro getätigt damit der Gewinn auf allen Seiten gleich aussieht. Schlussendlich besitzt man auf dem Markt einen Gewinn von 10.32 Euro. Abzüglich der 6.90, welche für das 0-0 verloren gingen, bleibt ein Restgewinn von 3.42 Euro.

Zwar sind das fast 50 % des eingesetzten Kapitals jedoch ist das Risiko der Dynamik des Marktes immer vorhanden und es wird öfters mal geben, dass die Quote nicht die benötigte Höhe erreicht um den Einsatz des Endstand-Marktes auszugleichen und noch ein Gewinn abwirft.

Bei meinem Lay the Draw habe ich nur einen extra Schritt zu Beginn eingebaut. Dieser besitzt ebenfalls ein kleines bisschen Risiko – jedoch ist schlussendlich auch profitabler. Ich habe in der letzten Zeit zig Endstand-Märkte beobachtet und mir Notizen gemacht wie schnell die Quoten für ein 0-0 fallen. Und dies geschieht relativ schnell – und deshalb geht meine Überlegung dahin, dass zu Beginn Betrag X auf das 0-0 gesetzt wird. Wenn wir beim obigen Beispiel bleiben zu Quote 15.5 und sobald die Wette angenommen ist, wird eine Lay 0-0 zu 14.5 hineingestellt. Beim Spiel des VFB war nach nicht einmal 2:30 gespielten Minuten diese Wette angenommen und Betrag X stand vollkommen risikolos zur Verfügung für das Lay X. Die weitere Vorgehensweise ist gleich zu dem normalen Lay the Draw. Und hier wird am Ende ein Gewinn von 10.32 Euro zu Buche stehen.

Natürlich hat man in den ersten – sagen wir – 5 Minuten ein gewisses Risiko, dass diese 100 Euro weg sind. Aber wenn ein Spiel live gesehen wird, erkennt man gleich zu Beginn wieviel Tempo in dem Spiel drin ist und ob es in den ersten Minuten gefährlich wird/werden kann. Zudem gibt es kaum Märkte in denen die Quote für 0-0 steigt und man somit im Zweifelsfall die Wette immer noch gleich verkaufen kann und dann einfach einen Markt mit +/- 0 hat. Jedoch fallen diese Quoten zum Teil sehr schnell, dass weitere Quotenentwicklungen abgewartet werden können und anstatt einer Lay 14.5 eine Lay 14 hineinstellt und dann vielleicht 30 Sekunden bis zu einer Minute länger warten muss und dafür X + 1/2 X (Bsp: X = 100 Euro; wäre bei Lay 14 ein Gewinn von 150 Euro auf dem 0-0 Endstand) zur Verfügung hat für das Lay the Draw.

Das Quoten fallen für ein Unentschieden nach einem Tor gibt es eigentlich nie – somit sollte man im Notfall immer verlustfrei herauskommen. Und bei Spielen mit einem Favoriten im Quotenbereich 1,2-1,3 sollte diese Taktik auch NICHT angewendet werden, da durch eine Führung des Außenseiters sich die X Quote kaum bewegen wird – bzw. das wohl der einzige Fall sein könnten in dem sich die Quote für ein Unentschieden nach unten bewegen würde.

Weiterhin ist anzumerken, dass für dieses System es sehr positiv ist, wenn das erste Tor erst in den letzten paar Minuten fällt, da dann die Quote für X natürlich sich sehr stark erhöhen wird.

In meinen Augen + Erfahrungen zeigte sich, dass dieses System durchaus Potenzial hat und durch eine gute Spielauswahl auch einen Gewinn abwirft. Natürlich sind 10-15 Euro nicht der Bär – aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Weiters gibt es viele Statistikseiten wie Soccerway auf denen eine Torverteilung zu sehen ist (jedoch leider nur für Minute 0-15) und damit auch in etwa abgeschätzt werden kann ob es ein Team ist, dass oft früh trifft oder nicht.

Vielleicht findet einer der Leser dieses System interessant und möchte es zuerst mal für sich selbst mit Papier und Kugelschreiber nachspielen um selbst Erfahrungen zu sammeln bei welchen Spielen (Ausgangslage der Quoten) sich dieses rentieren würde – und für einige ist es durchaus zu risikoreich mit dem Tor in der/den ersten Minuten.




Traden im Markt “7 Tore und mehr”

30. November 2009 / klaus

 

 

In einer meiner Beiträge vom letzten Jahr habe ich den Vorteil von „Nischenmärkten“ erläutert. Wer sich hier spezialisiert, kann durch Wissensvorsprung über die besonderen Gegebenheiten eines speziellen Bereichs sehr gut Gewinn einfahren. Fürs Traden ist hier wichtig zu erkennen, wann so ein Markt zu Übertreibungen in die eine oder andere Richtung neigt.

Hier ist mir zu Anfang dieser Saison am 03.08.2009 bei einem typischen Pokalspiel, nämlich Fortuna Düsseldorf – HSV so eine Übertreibung im Markt „Summe der Tore“ aufgefallen, die sich meiner Meinung nach sehr gut nutzen lässt.

Im Besonderen habe ich das Ergebnis „7 Tore und mehr“ beobachtet. Wenn man sich einfach mal eine Liste mit x-beliebigen Profispielen ansieht, wird man erkennen, dass äußerst selten 7 Tore in einer Begegnung vorkommen. Ich würde sagen, vielleicht 2 oder 3 Mal in 100 Begegnungen. Daher sind die Quoten auch sehr hoch für diesen Spielausgang. Sie liegen im Bereich von 30 bis 60 oder in besonders torarmen Ligen teilweise sogar bis über 80. Nur wenn – wie z.B. im Pokal – mal ein Topteam wie z.B. der FC Bayern gegen eine Amateurmannschaft antritt kann diese Quote einmal unter 20 liegen. Hier gibt es dann doch einige Zocker, die auf ein Schützenfest hoffen.

Doch ganz anders wird die Situation, wenn auf einmal in den ersten 25 Minuten zwei Tore fallen. Das wiederum ist schneller passiert als man denkt. Ist ein frühes Tor gefallen, muss die unterlegene Mannschaft das oft abwartende System umstellen, und hat schon emotional begründet den Eifer möglichst rasch den Ausgleich zu erzielen. Auch die in Führung liegende Mannschaft bekommt „Adrenalin-Zufuhr“ und agiert teilweise euphorisch, was meist die Abwehr schwächt. Nur ganz wenige Spitzenmannschaften sind so abgeklärt und halten konsequent am Spielsystem fest. Hier passiert es nicht selten, dass durch die gelockerte Abwehr das 2 – 0 fällt oder aber wirklich ein schneller Ausgleich gelingt.

Nach zwei frühen Toren kommt jedoch deutlich Bewegung in den Markt. Die Zocker rechnen schnell hoch. Wenn das hier so weiter geht, sind 7 Tore locker drin. Die Quote fällt deutlich unter 10. Was aber bedeuten zwei frühe Tore. Ist die Chance, dass ein Spiel, bei dem man 7 Tore erwartet wirklich deutlich grösser geworden. Nicht wirklich. Selbstverständlich kann gerade so ein Spiel dann auch mal über 7 Tore enden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass hier meist  noch 1, 2 oder vielleicht sogar noch 3 Tore fallen. Doch 5 weitere Tore, die nötig sind, damit das Spiel über 7 Tore endet, sind auch jetzt noch äußerst selten.

Daher sehe ich in dieser stark gefallenden Quote von unter 10 ein absolutes „Negativ Value“ (also das Gegenteil von Value). In dieser Situation empfehle ich das „7 Tore und mehr“ zu layen.

Meist kann man – wenn man eher vorsichtig ist – in ein paar Minuten (wenn sich das Spiel beruhigt hat) mit einer Back-Gegenwette aussteigen. Doch das ist Geschmacksache. Ich lasse in dieser Situation lieber die Wette durchlaufen. Wie gesagt, „7 Tore und mehr“ sind sehr selten, und ich habe diese Wette so „billig“ verkauft, dass selbst der „Super-Gau“, wenn doch 7 Tore fallen, bei weitem nicht so kostspielig ist, wie für die Zocker, die sich von Anfang an auf dieses Lay-Abenteuer eingelassen haben.

Dies ist jetzt nur ein Beispiel, für einen „Nischen-Markt“ in dem sich bei genauer Beobachtung gutes Geld verdienen lässt. Ich hoffe, dass dieses Beispiel nicht nur zum einfachen 1 – 1 nachmachen animiert. Vielmehr soll es die Kreativität anregen, selbst solche Nischen zu finden und zu nutzen.

 

Viel Erfolg!

 




Betfair Serie: Absicherung von Börsenwetten

20. November 2009 / christoph

Sicher, Betfair dient hauptsächlich dem Traden. Doch nicht jeder ist daran interessiert, nur mit den Kursen zu handeln. So ist es natürlich das Recht eines Jeden, auch einfache Wetten zu platzieren. Dass jedoch eine Absicherung gar Gewinnbringend sein kann, wenn KEIN Value vorliegt, ist Ihnen aber gewiss nicht neu. Diese These, welche auf den ersten Blick völlig unlogisch und lächerlich erscheint, soll uns in diesem letzten Artikel der Betfairserie beschäftigen.

Mal angenommen, sie setzen 20 Euro auf Quote 3,00 auf ein Spiel in der NBA. Wie Sie in den bisherigen Artikeln lernen konnten, besteht die Chance, diese 20 Euro in 58 zu vermehren. (2 Euro Provision müssen Sie abrechnen). Nun kommt der entscheidende Fall. Mal angenommen die Quote auf Ihr Team ist auf 2,00 gefallen. Für Sie ist die 2,00 genau richtig quotiert, sodass auch die Gegenquote zwar kein Value ist, aber exakt genau liegt. Natürlich trifft dies nicht gerade häufig zu, doch empfiehlt es sich nun, die Wette abzusichern. Sie verlieren nichts, da die Quote gerecht ist, also weder der Back – noch der Lay – Wetter daraus Profit schlagen könnte. Die Absicherung verhindert aber die Zahlung der Provision, da diese Abzüge einzig und allein auf den Gewinn des gesamten Marktes gezahlt werden müssen.

Im Beispiel müssten Sie also die Provision in Gedanken für die Rechnung entfernen (Auszahlung somit bei 60 Euro anstatt von 58 Euro) und genau soviel „Gegenwetten“, also Layen, dass Sie auch bei gegenteiligem Wettausgang 60 Euro Auszahlung erwarten. Bei Quote 2,00 würde der Einsatz 30 Euro betragen. Sie haben von nun an 60 Euro Auszahlung bei 50 Euro Einsatz und müssen nur auf den Differenzbetrag von 10 Euro die Provision zahlen. 9:50 Euro sicherer Gewinn wartet auf Sie.

Sie glauben nicht, dass sich diese Taktik tatsächlich bewehrt und denken, Sie haben den Restbetrag zu den 38 Euro Reingewinn aus dem Fenster geworfen, wenn die ursprüngliche Wette aufgeht? Nun, dann gehen Sie doch davon aus, dass Sie dieselbe Wette 10 x gespielt haben. Da die faire Quote In – Play bei 2,00 liegt gehen Sie von 5 Wettgewinnen und ebenso vielen Verlusten aus. Sie zahlen somit 10 x 20 Euro = 200 Euro Einsatz. Also Gewinn dürfen Sie 5x 58 Euro = 290 Euro verbuchen. Der reine Erfolg liegt also bei 90 Euro. In der von mir beschriebenen Variante aber kommen Sie auf 10x 9,50 Euro = 95 Euro. Bei jeder Wette haben Sie Betfair 50 Cent der Provision wieder "geklaut"!

Ich weiß, die eben erarbeitete Taktik bereitet schnell ein wenig Kopfzerbrechen. Ich kann Ihnen dennoch nur empfehlen, sich mehrmals durch diesen Text zu lesen. Sie werden damit Ihre Gewinne optimieren können, oder überhaupt erst einmal den Gewinnbereich anstreben.

Einen wichtigen Rat habe ich noch: Geizen Sie nicht mit Absicherungen. Häufig ist die Gier vor dem direkten Großgewinn höher als die Vernunft. Diese Gefahr und Sorge zu besiegen macht große Wetter aus. Können auch Sie sich dazu zählen?

 




Betfair Serie – Trading

14. November 2009 / christoph

Betfair ist vor allem für eines geeignet: Traden! Für alle, die noch weniger in der Materie drin stecken, sei dieser Begriff noch einmal erklärt.

Traden hat das Ziel Quotenveränderungen zu erahnen und davon zu profitieren. So macht man also beispielsweise Gewinn wenn man eine 3,00 Back spielt, die Quote sich nach unten bewegt und man mit einer Wette auf Lay2,50 einen Gewinn mitnimmt. Für gewöhnlich verteilen Trader den Gewinn stets so, dass das Endergebnis der Spiele irrelevant ist und stets derselbe Gewinn bestehen bleibt. Praktisch gesehen, ist Traden nichts anderes, als Spekulationen wie an der Börse.

Natürlich gibt es die verschiedensten Formen des Tradens. Ganz speziell unterteilt man in 2 große Kategorien. Auf einer Seite steht das „In play – Traden“, dazu gehören Strategien wie das „Lay the draw“, wovon Sie bestimmt schon einmal gehört haben. Dabei sei gleich angemerkt, dass dieses ehemals profitable System nicht mehr zu dauerhaften Gewinnen führt. Theoretisch könnte gar jede abgesicherte Quote als „In play – Traden“ bezeichnet werden.

Die viel spannendere Variante ist das Traden vor dem Spiel. Es ist gewiss keine einfache Aufgabe Quotenveränderungen vor dem Spiel zu erkennen, doch können verschiedenste Hinweise darauf schließen lassen. Da wäre zu Beispiel der Ausfall von Starspielern wegen einer Verletzung oder einer Kartensperre. Auch kann es sein, dass die Motivation für einen Quotenverfall spricht. Nicht selten verringert sich der Wert für ein Team nach unten, dass noch um den Klassenerhalt kämpft, während der Gegner praktisch ein Freundschaftsspiel bestreitet. Auch kann die Startquote einfach zu hoch angesetzt worden sein. Hinzu kommen einige weitere Hinweise die es gilt selbst herauszufinden. Desto öfter Sie sich im Traden vor dem Spiel üben, umso mehr können Sie von den Erfahrungen profitieren.

So kann ich nur jedem raten, die Ergebnisse festzuhalten und Quotenveränderungen aufzuschreiben. Nicht selten werden Sie dann Gemeinsamkeiten bei bestimmten Teams sehen.

Interessant noch ein kleiner Bonus. Ansteigend bis 2,00 ist jede beliebige Quote wählbar. Anschließend sind die Abstände bei 0,02 (es gibt also bei Betfair nicht die Quoten 2,01 – 2,03 – 2,05 fortfolgend). Ab 3,00 erfolgen gar Schritte im 0,05er Rhythmus. Denken Sie doch einmal darüber nach, wie diese Information im Traden positiv zu nutzen ist.

Beste Tradingerfolge wünscht,

Christoph

 




Betfair Serie – Umrechnung von Layquoten

12. November 2009 / christoph

Kapitel 3 in der Betfairserie beschäftigt sich mit den „Gegenwetten“, dem LAYen. Wenn Sie im Spiel Bayern München : Hamburger SV den FC Bayern layen, dann tippen Sie umgerechnet auf Sieg des Hamburger SV oder ein Unentschieden. (Hamburg X/2 / Hamburg doppelte Chance)

Doch auch die Quote muss noch umgerechnet werden. Wenn Sie eine Wette platzieren, dann geben Sie stets an, wieviel Gewinn Sie erhalten möchten und rechts daneben erfahren Sie den möglichen Verlust – den Einsatz. Doch natürlich ist es auch vorher möglich die Quote zu berechnen.

Dazu ist kein Taschenrechner nötig, denn glücklicherweise bietet uns das Internet einen Back – Lay – Umrechner.

Zum Verständnis erkläre ich Ihnen noch, wie genau das Wettsystem mit back und Lay funktioniert. Wenn Sie LAY spielen, treten Sie quasi in die Rolle des Buchmachers. Layen Sie eine 3er Quote mit 10 Euro (Einsatz würde dann 20 Euro betragen, da die 10 Euro den möglichen Gewinn darstellen), dann tun Sie nichts anderes als einem Menschen auf der anderen Welt eine Wette mit Quote 3 auf das Gegenteil anzubieten. Um die 20 Euro zu erhalten müsste er 10 Euro setzen. 10 * 3,00 = 30 – 10 (Einsatz) = 20. Sie hingegen streichen die 10 Euro ein wenn er Seine Wette nicht gewinnt, haben aber bei Verlust des Deals 20 Euro weniger auf dem Wettkonto zu beklagen. Bei Betfair lohnt sich sehr oft das Layen von sehr kleinen Quoten (1,01 – 1,30). Die Einsätze sind sehr klein und doch kommen große Gewinne oft zustande. Besonders im Tennis fallen sehr oft 1,01 er Quoten um. Speziell die Damen der Schöpfung sind dran sehr oft beteiligt.

Abschließend noch eine kleine Tabelle mit Typischen Layquoten mit der tatsächlichen Bedeutung.


Back –> Lay

2,00 –> 2,00

3,00 –> 1,50

4,00 –> 1,33

5,00 –> 1,25

1,50 –> 3,00

1,20 –> 6,00

 




Betfair Serie – Umgehen des Mindesteinsatzes

10. November 2009 / christoph

Lange Zeit weigerten sich einige Hobbywetter, die gewöhnlich bei ganz normalen Bookies unterwegs sind, gegen Betfair, mit dem Argument, dass die 4 Euro Mindesteinsatz einfach zu hoch sind. Doch dem kann ich gleich zwei Gegenargumente zurückschießen.

1.Eine erfreuliche Tatsache für alle. Betfair hat selbst auf diese Anschuldigungen reagiert und eine Halbierung vorgenommen. Ab sofort können Sie bereits gewöhnliche Wetten ab 2 Euro abschließen.

2.Es gibt eine Strategie auch Wetten unter 2 Euro abzugeben. Damit ist letztendlich jeder Einsatz möglich. Diese möchte ich Ihnen heute beschreiben.

Angenommen Sie wollen auf einen direkten Endstand von 1:1 setzen. Die Quote beträgt 7,20 und Ihr Einsatz soll nur einen einzigen Euro betragen. Klicken Sie auf die Quote, mit der sich das Einsatzfenster öffnet. Nun bietet sich für Sie die Chance, die Quote zu erhöhen. Ändern Sie die 7,20 unrealistisch weit nach oben (beispielsweise 25,00). Als Einsatz wählen Sie 2 Euro. Die Wette wird natürlich nicht direkt angenommen werden. Nun aber können Sie den Einsatz noch auf 3 Euro hochschrauben, indem Sie die 2 in eine 3 verändern und erneut auf „abschicken“ klicken. Nun teilt Betfair die Wetten in eine 2 Euro Wette und eine 1 Euro Wette. Problemlos können Sie die größere ungeliebte stornieren und anschließend die Quote der kleineren auf 7,20 zurücksetzen. Beim letzten Klick auf „abschicken“ wird die Wette mit verringertem Einsatz angenommen.

Als kleinen Zusatz noch ein Hinweis: Natürlich funktioniert dieses System genauso auch bei Laywetten. Doch da müssen Sie darauf achten genau das Gegenteil zu fabrizieren. Sie dürfen die Quote also keinesfalls erhöhen, sondern müssen Sie deutlich verkleinern (beispielsweise auf 1,03).

Es ist also immer schwerer „NEIN“ zu Betfair zu sagen. Ich kann Ihnen die Wettbörse nur empfehlen. Niemand hat mehr Livewetten und auch die Quoten sind auf absolutem Spitzenniveau, daran ändert auch die Provision im Gewinnfall nichts.

 Abschließend noch die Kurzübersicht zum verringern des Mindesteinsatzes bei BACK – Wetten:

1.Quote anklicken und stark erhöhen

2.Wette mit 2 Euro abschicken

3.Einsatz um den Wert der eigentlichen Wette erhöhen und abschicken

4.Wette mit dem Einsatz von 2 Euro stornieren

5.Quote der verbleibenden Wette anpassen und abschicken

 

 

 




Betfair – Grundlagen einer Wettbörse

8. November 2009 / christoph

Nach unseren Buchmacheranalysen ist es an der Zeit ein neues Kapitel aufzuschlagen. Die Wettbasis hat sich gedacht, dass es an der Zeit ist, auch den Buchmacher des Jahres 2008 einmal genauer vorzustellen. Dabei ist schon die Bezeichnung Buchmacher ein Fehler, von dem einige nicht wissen.

Fakt ist, dass Sie bei Betfair nicht gegen einen Wettanbieter ihre Wetten platzieren, sondern gegen andere Internetnutzer spielen. Betfair dient nur als Vermittler und streicht die Provision ein.

Provision – ein spannendes Thema. Tatsächlich müssen Sie auf jeden Gewinn, den Sie erzielen, Gelder an Betfair zahlen. Für gewöhnlich liegt diese Grenze der Kosten ungefähr bei 5% des Gewinnes. Die 5% Hürde wird im Gegensatz zu den Wahlen im Bundestag nie überschritten, doch nur regelmäßiges Wetten kann die Provision minimal verkleinern. Aus rechnerischer Sicht lohnt es sich immer von 5 % auszugehen.

So können Sie bei Betfair die reale Wettquote mit einer leichten Formel berechnen. So ist eine Quote von 2,00 tatsächlich nur 1,95 Wert. Die Berechnung erfolgt durch die einfache Multiplizierung des Gewinnes mit dem Faktor 0,95. Wenn Sie also eine 3er Quote mit 10 Euro spielen, kämen Sie ohne Provision auf 20 Euro Gewinn. 20 Euro * 0,95 = 19. Einen Euro müssen Sie also abgeben. Die echte Quote beträgt dann:

Einsatz + Gewinn / Einsatz -> im Beispiel:  (10+19) / 10 = 2,90 Wichtig ist es in der Berechnung nicht die Klammer bei der Eingabe in den Taschenrechner zu vernachlässigen, da sonst die in dem Fall ungeliebte „Punkt vor Strich Regel“ in Erscheinung tritt.

Die Wette, die Sie nach auswählen des Ereignisses unter „Sport“ gefunden haben wird in mehreren Quoten sichtbar. So gibt es 3 Quoten für BACK und 3 Quoten für LAY. Lay bedeutet, dass man gegen das Eintreten des Sieges einer Mannschaft tippt. (Gegenwette) Ein Beitrag zur Quotenumrechnung wird in den nächsten Tagen folgen. Bis dahin empfehle ich ausschließlich normale (Back) Wetten zu spielen. Die beste Quote steht in dem blauem Kästchen und direkt darunter ein kleine Zahl. Diese ist der maximale Einsatz, den Betfair annehmen würde. Bleiben Sie vorsichtig, nicht selten ist dieser Betrag nur Sekunden später nicht mehr spielbar, da andere Wettinteressenten sich die Quote geschnappt haben.

In den folgenden Kapiteln werden Sie mit dem „Layen“, sowie der Einsatzverminderung vertraut werden.

 

 

 




HZ Lay the draw

30. September 2009 / klaus

 

Durch Zufall bin ich auf eine neue Methode gekommen, wie man das eigentlich tote System "Lay the draw" doch erfolgreich anwenden kann.

 

 

Was ist "Lay the draw"?

"Lay the draw" ist eine Inplay Wettmethode, die vor einigen Jahren in England aufgekommen ist, und anfangs den Anwendern so gut wie sicheren Gewinn bei fast jedem Fussballspiel ermöglichte.

 

Die Methode ist ziemlich simpel. Man setzt vor Spielbeginn gegen ein Unentschieden (das nennt man "Layen" – und "Draw" ist der englische Ausdruck für Unentschieden – daher der Name). Jetzt muss man nur warten bis ein Tor fällt. Das Unentschieden ist nun unwahrscheinlicher geworden. Also steigt die Quote. Bei einer höheren Back Quote (Back ist die normale Wette auf ein Ereignis – in diesem Fall also das Unentschieden) kann man problemlos so setzten, dass jetzt für jeden beliebigen Spielausgang ein Gewinn erzielt wird.

 

Doch wo ist der berühmte Hacken an der Sache? Richtig, das 0 – 0. Doch auch da war es Anfangs sogar möglich mit dem Kauf des genauen Endstand-Ergebnisses 0 – 0 hier mögliche Verluste aufzufangen.

 

Und warum geht das nicht mehr? Ganz einfach! Die Methode wurde einfach zu populär. Ganze Armeen von Wettbegeisterten tradeten nach dieser Masche und plötzlich entwickelten sich die Quoten gar nicht mehr wie erwartet. Teilweise sank die Unentschieden-Quote sogar bei einem Führungstor – Betfair ist ein Markt wie jeder andere auch. Und die zu grosse Nachfrage bewirkte auf den ersten Blick unlogische Quotenentwicklungen.

 

Im letzten Jahr habe ich daher ein System vorgestellt, das "Kleine Lay the draw", das mit den Endständen 2 – 0 und 0 – 2 praktisch solch ein System simuliert. Doch durch Zufall bin ich jetzt auf eine noch viel einfachere Methode gestoßen.

 

Das "Halbzeit Lay the draw"

Viel erläutern brauche ich hier eigentlich nicht. Der Halbzeitmarkt ist genau der gleiche wie der normale Wettmarkt, nur dass sich die Quoten "natürlicher" verhalten. Dieser Markt wurde einfach für das "Lay the draw"-System noch nicht entdeckt. Man hat sogar den Vorteil, dass das Unentschieden für Quoten knapp über 2.0 zu Layen ist. Klar, in einer Halbzeit fallen weniger Tore als in beiden. Doch dieser Nachteil ist in der guten Lay-X Quote gut eingepreist. Fällt ein Tor – sogar auch wenn es für den Aussenseiter fällt – geht die Unentscheidenquote nach oben. Teilweise sehr deutlich. Das "greenen" (Gegenwette setzten um einen garantierten Gewinn zu erhalten) ist problemlos möglich.

 

Risiko: Wie gesagt, nur das 0 – 0 zur Pause ist eine Gefahr.

Erfahrung: Ich spiele dieses System seit Anfang dieser Saison und habe schon gute Gewinne damit erzielt.

 

 

Beispiel:

Hier einfach in kurzform ein Beispiel einer gerade durchgefühten Wette:

 

Spiel: CSKA Moskau – Besiktas

Lay Halbzeit Unentschieden vor Spielbeginn:

Quote: 2,2
Einsatz: 50,– Euro
Risiko: 60,– Euro

 

Back Halbzeit Unentschieden
nach 1-0 in der 7. Minute (spätere Tore führen sogar zu noch höheren Quotensprüngen)

Quote: 7,4
Einsatz: 15,– Euro
Gewinn: 96,– Euro

 

 

Abrechnung:

Ich habe nach diesen beiden Wetten einen sicheren Gewinn von 35,– Euro, wenn eine der beiden Mannschaften die erste Halbzeit gewinnt, und sogar 36,– Euro falls die erste Hälfte doch unentschieden endet.

 

Da die erste Halbzeit mit einer 1 – 0 Führung für Moskau endete konnte ich 35,– Euro (minus Betfair Provision) einstreichen. Wäre doch noch der Ausgleich gefallen, wären es sogar 36,– Euro gewesen.

 

Vorteil:

An spielintensiven Tagen, habe ich sogar mehr Möglichkeiten zu wetten, da der Markt ja bereits nach 45 Minuten geschlossen wird, und ich mich mit meinem Kapital sofort einer weiteren Partie annehmen kann.

 




Beispiel zur Stategie “Back 0 – 0 mit Absicherung Lay HZ 0 – 0″

18. Mai 2009 / klaus

Ein Leser bat uns die Strategie "Back 0 – 0 mit Absicherung Lay HZ 0 – 0" einmal an Hand eines Beispiels vorzurechnen. Da ich bei dem vom Leser ausgesuchten Spiel (VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen) vorab (der Markt baut sich erst auf – es ist also noch nicht sicher abzusehen, dass dieses Spiel auch "geeignet" sein wird) bis jetzt nur die wahrscheinliche Back 0-0 Quote von ca. 30 (oder evtl. leicht höher) kenne, werde ich hier das ganze an Hand eines fiktiven Beispiels vorrechnen.

Eckzahlen der zu erwartenden Quoten:

Back 0 – 0 (Gesamtergebnis)               30

Lay 0 – 0    (Halbzeit)                               5,5

zu erwartende Quote während der Halbzeit für

Lay 0 – 0 (Gesamtergebnis)                  4,8

  

Wetten vor dem Spiel:

Back 0 – 0 (Gesamtergebnis)                30             Einsatz 100,–                  möglicher Gewinn: 2.900,–

Lay 0 – 0    (Halbzeit)                               5,5          Einsatz 110,–                   möglicher Verlust:     495,–

 

Situationen zur Pause:

Tor:

Ist ein oder meherer Tore gefallen ist die Lay-Wette gewonnen und die Back-Wette verloren.

Wir haben einen Gewinn von 110,– minus 100,– Euro = 10,– Euro (minus 5 % Betfair Provision = 9,50 Euro)

 

Kein Tor:

Sind keine Tore gefallen benötigen wir noch eine Lay Wette auf den bis dahin gefallenen Gesamtergebnismarkt um für alle Spielausgänge einen höhren Gewinn als die jetzt verlorene Lay-Wette 495,– Euro zu erwirtschaften.

Wir stehen also bei minus 495,– Euro. Egal wie das Spiel ausgeht brauchen wir mindestens diesen Gewinn.

Daher:

Lay 0 – 0 (Gesamtergebnis)                      4,8               Einsatz 625,–                     möglicher Verlust:   2.375,–

Wir haben also bei jedem möglichen Spielausgang einen Gewinn von 525,- minus 5 % Betfair Provision = 498,75

Dieser Gewinn von 498,75 ./. dem Verlust aus der Halbzeitwette von 495,– ergibt ein "Trostpflaster" von 3.75 Euro Gewinn.















































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