Name
Fédération Haïtienne de Football
Gegründet
1904
Trainer
Sébastien Migné
Kapitän
Johny Placide
WM-Teilnahmen
2
Größter Erfolg
Gruppenphase
Haiti WM 2026 Weltmeister Quote
Haiti – Spielplan und Ergebnisse

So., 29 März ![]() ![]() | 00:00 |
Di., 31 März ![]() ![]() | 18:00 |
Aktuelle Nachrichten zu Haiti
Haiti – Kader und Statistiken
Geschichte von Haiti bei der WM
Die haitianische Nationalmannschaft, bekannt als „Les Grenadiers“, blickt auf eine stolze, wenn auch seltene Historie bei Weltmeisterschaften zurück. Ihren historisch bedeutsamsten Triumph feierte sie 1974 in der Bundesrepublik Deutschland, als sie sich als erste Karibik-Nation überhaupt für eine Endrunde qualifizierte.
Trotz des Ausscheidens in einer Gruppe mit Schwergewichten wie Italien und Argentinien legte dieser Auftritt den Grundstein für Haitis Status als eine der traditionsreichsten Fußballnationen der CONCACAF-Region. In den folgenden Jahrzehnten erlebte der haitianische Fußball eine wechselhafte Phase, die oft von politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen im Land geprägt war. Dennoch blieb das Nationalteam ein Symbol der Hoffnung und Einheit für das haitianische Volk.
Mit starken Leistungen beim Gold Cup und der gezielten Einbindung von Spielern aus der weltweiten Diaspora festigte Haiti sein internationales Renommee als physisch robuste und technisch versierte Mannschaft. Heute steht die Nationalmannschaft für eine widerstandsfähige Turnierhistorie, eine neue Generation hochtalentierter Profis und den Anspruch, bei der WM 2026 erneut die Weltbühne zu betreten.
Größter WM-Erfolg von Haiti
Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1974 gilt bis heute als der größte Erfolg der haitianischen Fußballgeschichte und als Meilenstein für den karibischen Sport. Haiti qualifizierte sich durch einen Sieg im CONCACAF-Nations-Cup 1973 gegen Mexiko, was eine landesweite Euphorie auslöste. Besonders beeindruckend war die furchtlose Herangehensweise des Teams bei der Endrunde, das unter Trainer Antoine Tassy versuchte, sich gegen die Elite des Weltfußballs zu behaupten.
Der wohl ikonischste Moment ereignete sich am 15. Juni 1974 in München im Spiel gegen Italien: Emmanuel Sanon erzielte kurz nach der Halbzeitpause das Führungstor für Haiti und beendete damit die Serie des legendären Torhüters Dino Zoff, der zuvor 1.142 Minuten ohne Gegentor geblieben war. Auch wenn Haiti die Partie am Ende mit 1:3 verlor, ging dieser Moment als einer der denkwürdigsten Außenseiter-Erfolge in die WM-Annalen ein.
Der Erfolg von 1974 bewies, dass Haiti fähig ist, auf globaler Ebene Akzente zu setzen. Bis heute dient dieser Auftritt als emotionales Fundament für jede neue Generation von Spielern, die bis zum Erfolg 2026 das Ziel verfolgten, Haiti zurück zur Weltmeisterschaft zu führen.
Haiti im Überblick
So qualifizierte sich Haiti für die WM 2026
In der zweiten Qualifikationsrunde belegte Haiti in der Gruppe C den zweiten Platz mit 9 Punkten (hinter Curaçao). Die Ergebnisse lauteten: 2:1 gegen St. Lucia, 3:1 gegen Barbados, 5:0 gegen Aruba und 1:5 gegen Curaçao.
In der dritten Runde (Finalrunde) sicherte sich Haiti den ersten Platz in der Gruppe C vor Costa Rica, Honduras und Nicaragua. Die entscheidenden Punkte zum Gruppensieg und zur direkten Qualifikation holte das Team im November 2025 durch einen 1:0-Sieg gegen Costa Rica und einen 2:0-Sieg gegen Nicaragua.
Haiti schloss die Finalrunde mit 11 Punkten und 9:6 Toren ab. Die Auslosung vom 5. Dezember 2025 ergab für die Weltmeisterschaft die Gruppe C, in der Haiti auf Brasilien, Marokko und Schottland trifft.
Trainer Sébastien Migné
Sébastien Migné ist seit März 2024 Cheftrainer der haitianischen Nationalmannschaft. Der erfahrene Franzose übernahm das Amt mit dem klaren Ziel, die vorhandene individuelle Qualität des Kaders in eine stabile taktische Struktur zu überführen. Migné wird für seine umfassende Erfahrung im internationalen Fußball geschätzt, nachdem er bereits mehrere afrikanische Nationalteams erfolgreich betreut hatte.
Unter seiner Führung legt Haiti großen Wert auf eine disziplinierte Defensive und ein schnelles Umschaltspiel über die offensiven Flügelspieler. Migné setzt auf eine Mischung aus erfahrenen Führungsspielern wie Duckens Nazon und jungen Talenten wie Danley Jean Jacques.
Sein Ziel für die Weltmeisterschaft 2026 ist es, die physische Stärke und Schnelligkeit seines Teams zu nutzen, um in der anspruchsvollen Gruppe C gegen Brasilien und Marokko für eine Überraschung zu sorgen und erstmals die Gruppenphase zu überstehen.





