Australien – Frankreich Tipp & Quoten – Fed Cup Finale 2019

Show-Down in Down Under!

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Barty, Stosur (Australien)
Barty, Stosur (Australien) © imago i

Letztmals wird der berühmteste und bedeutendste Tennis Mannschaftswettbewerb der Damen in diesem Jahr im seit 1995 bewährten Modus mit Heim- und Auswärtsspielen ausgetragen, bevor ab dem nächsten Kalenderjahr für mindestens drei Jahre in Budapest ein Endturnier stattfindet. Bis 1994 wurde der Wettbewerb (seinerzeit noch unter der Bezeichnung Federation Cup) ebenfalls im Turnierformat ausgetragen und anschließend hatte sich die Austragung mit Heimvorteilen bei Spielerinnen, Funktionären und Fans eigentlich größter Beliebtheit erfreut.

Die ITF priorisiert jedoch monetäre Aspekte und so fielen nun die Heimvorteile – ebenso wie im Davis Cup (dort sogar bereits ab dem laufenden Jahr) – den scheinbar deutlich lukrativeren Vermarktungsmöglichkeiten eines Endturniers / Finalturniers zum Opfer. Den letzten echten Heimvorteil dürfen daher die Australierinnen um Teamcaptain Alicia Molik genießen. Das Team um Spitzenspielerin Ashleigh Barty hat Frankreich in die 15.000 Zuschauer fassende RAC Arena in Perth geladen und dort einen Hardcourt auslegen lassen.

Australien brennt auf den ersten Fed Cup Sieg seit 45 Jahren und schöpft auch aus der 5:1-Bilanz, die man gegen Frankreich hat, Hoffnung und Optimismus. Da alle fünf Siege jedoch in den 1960er und 70er Jahren errungen wurden, hat diese Bilanz für die aktuellen sportlichen Kräfteverhältnisse keinerlei Aussagekraft und sorgt höchstens für einen mentalen Vorteil.

Ein faktischer und unbestreitbarer Vorteil ist hingegen, dass mit Barty, die sich soeben bei den WTA Finals zur aktuell besten Spielerin der Welt krönte, die beste Spielerin des Ländervergleichs in den Reihen Australiens zu finden ist. Die weiteren Aspekte analysiert die Wettbasis im Folgenden und wird so eine Fed Cup 2019 Final-Prognose inklusive Wettquoten erstellen.

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Australien – Statistik & aktuelle Form

Das australische Fed Cup Team:
Ashleigh Barty – WTA Weltrangliste Nr. 1 / WTA Doppel Weltrangliste Nr. 19
Ajla Tomljanovic – WTA Weltrangliste Nr. 51
Samantha Stosur – WTA Weltrangliste Nr. 92 / WTA Doppel Weltrangliste Nr. 15
Astra Sharma – WTA Weltrangliste Nr. 102
Priscilla Hon – WTA Weltrangliste Nr. 118

Für Ashleigh Barty haben Team-Wettbewerbe den vielleicht sogar höchsten Stellenwert überhaupt in ihrer Karriere. Dass die Einzelkämpfersportart Tennis eigentlich eher untypisch für sie ist, sieht man daran, dass sie einst ihre seinerzeit schon höchst aussichtsreiche Tennis-Laufbahn unterbrach, um eine professionelle Karriere im Teamsport Cricket anzustreben. Zum großen Vergnügen aller Tennis-Fans kehrte sie jedoch später wieder auf den Tennis Court zurück.

Im Fed Cup wächst Barty häufig über sich hinaus und hat daher auch eine beinahe schon unglaublich überragende Bilanz von 17:2 (Einzel + Doppel) aufzuweisen!! Häufig schon lastete der komplette Druck auf ihr, doch stets hielt sie diesem auch Stand! So holte sie in diesem Jahr bei beiden 3:2-Siegen der Australierinnen gegen die USA und Weißrussland jeweils alle drei Punkte für ihr Team.

Ajla Tomljanovic gibt mit 26 Jahren ihr Debüt für das australische Fed Cup Team. Ganz zum Beginn ihrer Karriere war die gebürtige Kroatin bereits zwei Jahre lang für ihr Geburtsland angetreten. Dies war in den Jahren 2010 und 2011, Tomljanovic seinerzeit also wirklich noch im Teenager-Alter. Die seinerzeit erspielte Bilanz von 3:3 in den Einzeln ist daher heutzutage wenig aussagekräftig.

Die Ex-Freundin des australischen Enfant Terribles Nick Kyrgios erhielt die australische Staatsbürgerschaft im Januar 2018 und darf seitdem bei allen WTA-Turnieren für Australien antreten. Nun soll sie nach einer sehr guten Saison, während der sie ihr bisheriges Career High Platz 39 auf der Weltrangliste erreichte, dabei helfen, den Fed Cup seit 45 Jahren erstmals wieder nach Australien zu holen.

Sam Stosur gab ihr Fed Cup Debüt bereits im Jahr 2003(!). Ihren riesigen Erfahrungsschatz aus weit mehr als 5o Fed Cup Matches soll sie natürlich an die jüngeren Spielerinnen weiter geben, aber auch als aktive Akteurin ist sie immer noch wichtig, denn sie ist im Doppel ungeschlagen. Ihre dortige Fed Cup Bilanz von 8:0 will Stosur im Finale ausbauen und es spricht alles dafür, dass Teamchefin Alicia Molik ihr hierzu an der Seite von Barty auch die Gelegenheit geben wird.

Auch im Einzel könnte sie eine Option sein, denn Mitte September zeigte sie in Guangzhou, dass sie noch immer mithalten kann. Beim dortigen WTA-Turnier erreichte sie nach Siegen über die in der Weltrangliste vor ihr platzierten Bernarda Pera und Viktorija Golubic überraschend das Finale und schaffte so den Sprung zurück in die Top 100.

Keine ernsthafte Alternative dürfen Priscilla Hon und Astra Sharma sein. Beide stehen nicht in den Top 100 der Weltrangliste und sind damit deutlich hinter Tomljanovic und auch noch hinter Stosur platziert. Zudem waren beide noch nie im Fed-Cup-Einzel im Einsatz.

Während Sharma überhaupt noch keine Fed Cup Minute aufzuweisen hat, hat Hon zweifellos ihren Anteil am Erreichen des Finals, denn sie war es die an der Seite von Barty den entscheidenden Doppel-Punkt beim 3:2 Auswärtssieg in den USA einfuhr (obwohl sie nicht einmal in den Top 500 der WTA Doppel-Weltrangliste geführt wird).

Seinerzeit fehlte jedoch Sam Stosur, die eigentlich aus dem Fed Cup Team zurückgetreten war, dann jedoch zum Halbfinale gegen Weißrussland in das Team zurückkehrte und ihrerseits im Doppel mit Barty den entscheidenden Punkt zum 3:2 holte.

Da Stosur die beste Platzierung aller Australierinnen auf der Doppel-Weltrangliste aufzuweisen hat und in diesem Jahr sogar an der Seite der Chinesin Zheng die WTA Doubles Finals der besten 8 Doppel der Welt erreichte, dürfte Hon keinerlei Aussichten auf einen Doppel-Einsatz haben. Gleiches gilt für Astra Sharma, so dass davon auszugehen ist, dass beide im gesamten Ländervergleich ohne Einsatz in Einzel und Doppel bleiben.

Insgeamt ist Australien gegen Frankreich im Fed Cup Finale 2019 den Quoten nach favorisiert.

Frankreich – Statistik & aktuelle Form

Das französische Fed Cup Team:
Kristina Mladenovic – WTA Weltrangliste Nr. 39 / WTA Doppel Weltrangliste Nr.5
Caroline Garcia – WTA Weltrangliste Nr. 45
Alize Cornet – WTA Weltrangliste Nr. 60
Fiona Ferro – WTA Weltrangliste Nr. 63
Pauline Parmentier? – WTA Weltrangliste Nr. 121

Kristina „Kiki“ Mladenovic liebt den Fed Cup und hat eine ordentliche Bilanz von 9-8 im Einzel und 12-2 im Doppel. Im Einzel war sie länger auf dem deutlich absteigenden Ast, unter ihrem deutschen Coach Sascha Bajin ging es jedoch zuletzt wieder deutlich aufwärts. Umso enttäuschter war die Freundin vom österreichischen Top-Star Dominic Thiem darüber, dass Bajin die Arbeit mit ihr nicht über 2019 hinaus fortsetzen möchte. Mladenovic ist aktuell die französische Nummer 1 in der Weltrangliste und daher zusätzlich zum Doppel selbstverständlich auch im Einzel eine sehr ernsthafte Option.

Caroline Garcia hat eine überzeugende Bilanz von 11-5 im Einzel und 6-1 im Doppel im Fed Cup. Sie war im Jahr 2016 die Nummer 2 der Doppel-Weltrangliste und gewann mit Mladenovic sogar den French Open Titel. Anschließend entschied sie sich jedoch dazu, sich völlig auf ihre Einzelkarriere zu konzentrieren.

Auch im Fed Cup pausierte sie zwei Jahre. Beides wurde von Mladenovic öffentlich kritisiert. Seitdem gilt das Verhältnis der Beiden als beschädigt. Im Halbfinale gegen Rumänien rissen sich die beiden ehemals engen Freundinnen jedoch zusammen und gewannen das entscheidende Doppel trotz verlorenem ersten Satz.

Alize Cornet hat eine desaströse Fed Cup Einzel-Bilanz von 4-14. Im diesjährigen Viertelfinale gegen Belgien schlug sie allerdings überraschend die favorisierte Elise Mertens. Obwohl sie ihren 30. Geburtstag noch vor sich hat, verfügt sie über unglaublich viel Erfahrung. Sie streut durchaus auch mal kleinere Psycho-Tricks wie ein nicht zwingend notwendiges Medical Time-Out ein, um so die Gegnerin aus dem Konzept zu bringen. Als aktuelle Nummer 60 der Welt ist auch sie im sehr engen Rennen um einen Einsatz im Einzel.

Fiona Ferro befindet sich auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Laufbahn. Durch ein starkes Jahr 2019 erreichte sie im September ihr Career High mit Weltranglistenplatz 61. Ferro, die einen italienischen Vater und eine belgische Mutter hat, kam bereits als Baby nach Frankreich und so in den Genuss der hochgeschätzen, zentrierten französischen Tennis-Ausbildung.

Bereits mit 12 Jahren gewann sie ihren ersten nationalen Titel, weitere folgten in beinahe allen Altersklassen. Bislang kam sie im Fed Cup nur im Doppel zum Einsatz, nun könnte es soweit sein, dass Benneteau sie auch im Einzel erstmals ins Rennen schickt.

Pauline Parmentier ist mit ihren 33 Jahren der Routinier im französischen Team. Ihre Einzel Fed Cup Bilanz ist mit 6:12 nicht allzu berauschend, zudem ist sie durch eine schwache Saison aus den Top 100 der Welt herausgefallen. Demnach sollte sie eigentlich keine Option für einen Einsatz sein. Doch dies dachte man auch vor dem Halbfinale gegen Rumänien. Dort brachte Bennteau sie überraschend und sie enttäuschte keineswegs sondern sicherte den Französinnen einen wichtigen Einzelpunkt gegen Irina-Camelia Begu.

 

Australien gegen Frankreich, Fed Cup – Tipp & Quote

Kapitänin Alicia Molik, die selber mehr als ein Jahrzehnt (beinahe 40 Matches) als Spielerin das australische Fed Cup Team mit prägte, muss im Grunde nur eine offene Entscheidung treffen: Wer ist die zweite Einzel-Spielerin neben Barty (die im Einzel sowie im Doppel an der Seite von Stosur felsenfest gesetzt ist)?

Diesbezüglich liefern sich Tomljanovic und die erfahrene Stosur ein enges Rennen. Denkbar ist auch die Variante, dass Molik splittet und Stosur das Einzel am Samstag spielen lässt, um am Sonntag eine frische Tomljanovic ins Rennen schicken zu können.

Kapitän Julien Benneteau (selber als Spieler eine Davis Cup Ikone mit Einsätzen in 14 Ländervergleichen zwischen 2010 und 2018) hat einige deutlich schwierigere Entscheidungen zu treffen als Molik. Gesetzt sind lediglich Garcia/Mladenovic für das Doppel. Aber wen wird Benneteau als Einzelspielerinnen aufbieten? Zwischen den vier Kandidatinnen Mladenovic, Garcia, Cornet und Ferro liegen nicht einmal 25 Plätze in der Weltrangliste. Eine Entscheidung, um die Benneteau nicht zu beneiden ist und für die man ihm nur ein glückliches Händchen wünschen kann.

Unter dem Strich steht unseres Erachtens beim Fed Cup Finale 2019 die Prognose, dass Australien sich durchsetzen wird, wenn Barty ihr A-Game abruft oder zumindest in all ihren drei Partien konstant in Normalform agiert. Dann wird sie von keiner der Französinnen im Einzel zu stoppen sein und zwei Punkte sind bereits auf Seiten der Australierinnen zu verbuchen. Den entscheidenden Punkt könnte dann beispielsweise Tomljanovic im Einzel holen, die sich in der Weltrangliste in ähnlichen Regionen wie die Französinnen bewegt.

Kommt es beim Stande von 2:2 nach den Einzeln zu einem entscheidenden Doppel, fällt beim Fed Cup 2019 ein Tipp auf die siegreiche Nation wahrlich schwer. Denn bei einem Duell Barty/Stosur gegen Mladenovic/Garcia ist kein Favorit auszumachen. Hier stünde ein ganz sicher hochklassiges und sehr enges Duell bevor.

 

Key-Facts – Australien vs. Frankreich

  • Australien stellt mit Barty die ganz klar beste Spielerin der Begegnung
  • Frankreich hat vier nahezu gleich starke Einzelspielerinnen im Aufgebot
  • Der Heimvorteil liegt mit einem frenetischen Tennis-Publikum auf Seiten Australiens

 

Für das Fed Cup Finale 2019 sind Quoten bei verschiedenen Buchmachern erhätlich. Die Wettquoten sind alle sehr ähnlich. Es gibt nur eine sehr kleine Range beim Vergleich der Anbieter untereinander. Für einen Heimsieg von Australien gegen Frankreich bieten die Bookies Quoten zwischen 1,61 und 1,66, während man für einen Erfolg der Französinnen Wettquoten zwischen 2,10 und 2,20 erhalten kann.

Somit sehen auch die Buchmacher die Aussies leicht favorisiert. Wir empfehlen den Fed Cup Finale Sieger-Tipp auf Australien. Die von uns angeratene Wette spielen wir mit einem Einsatz von 7 Units an.

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