Red Bull Salzburg vs. Admira, 19.05.2016 – ÖFB Cupfinale

Historisches Tripple-Double für Red Bull Salzburg?

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Omer
Omer Damari (Red Bull Salzburg) © GE

Austria Red Bull Salzburg vs. Admira Austria 19.05.2016, 20:30 Uhr – ÖFB Cupfinale (Endstand 5:0)

Am Donnerstagabend steht im österreichischen Profi-Fußball das letzte Pflichtspiel der laufenden Saison 2015/16 auf dem Programm. An diesem ungewöhnlichen Endspieltermin geht das Finale im österreichischen Pokalwettbewerb über die Bühne. Meister Red Bull Salzburg, zugleich auch Titelverteidiger, trifft dabei auf die Überraschungsmannschaft Admira Wacker Mödling.

Erstmals wurde der österreichische Pokalwettbewerb im Jahr 1919 ausgetragen, Rapid Wien konnte sich den ersten Titel vor knapp 100 Jahren sichern. Rekordtitelträger sind allerdings nicht die Hütteldorfer sondern der Stadtrivale, die Wiener Austria. Die Veilchen konnten bisher 27 Cupsiege bejubeln. Ein Novum im Pokalwettbewerb gab es vor mittlerweile acht Jahren in der Saison 2007/08. Damit sich die österreichische Fußballnationalmannschaft auf die Heim-Europameisterschaft vorbereiten konnte, wurde der Pokalwettbewerb nur mit Amateurmannschaften ausgetragen und dadurch konnte die Meisterschaft früher beendet werden. Solch ein Modell war in dieser Saison nie ein Thema! Die beiden Finalgegner konnten zusammen bisher neun Cup-Siege bejubeln. Sechs Mal konnte die Südstadt-Elf der Admira den Titel gewinnen (letztmals 1965/66), drei Mal konnten die Salzburger Bullen den Titel gewinnen (seit der Saison 2011/12 drei Mal den Cup gewonnen – zuletzt zwei Mal in Folge). Vorgänger-Verein Austria Salzburg stand lediglich vier Mal im Finale, konnte den Pokalsieg allerdings nie erreichen. Das diesjährige Finale zwischen David und Goliath geht im Klagenfurter EM-Stadion, dem Wörthersee-Stadion über die Bühne. Spielbeginn ist am Donnerstagabend um 20:30 Uhr.

 

Traditionsduell im Kampf um einen Bundesliga-Startplatz!
Frankfurt vs. Nürnberg 19.05.2016 – Wettbasis.com Analyse

 

Austria Red Bull Salzburg – Statistik & aktuelle Form

Red Bull Salzburg Logo

Seit zehn Jahren ist Red Bull nun Hauptsponsor in der Mozartstadt Salzburg und hat dabei den Fußball revolutioniert. Noch immer gibt es viele kritische Stimmen, die den Salzburger Bullen den Erfolg nicht gönnen. Doch in der heutigen Zeit ist der Kommerz im Fußball allgegenwärtig. Die Arbeit dank der Mateschitz-Millionen war in den ersten Jahren ohne wirkliches Konzept. Erst seitdem Ralf Rangnick in der sportlichen Führung was zu sagen hatte, war eine klare Linie zu erkennen. Die Salzburger Bullen konnten sich in den letzten Jahren zur absoluten Fußballmatch in Österreich entwickeln. In zehn Red-Bull Jahren gab es sieben Meistertitel. Zuletzt wurde der Titel drei Mal in Folge gewonnen. Und sollte die Elf von Trainer Oscar Garcia am Donnerstagabend gegen die Admira den Pokalsieg fixieren können, würde Salzburg auch zum dritten Mal in Serie den Pokalsieg feiern. Noch nie konnte eine Mannschaft in Österreich drei Mal in Folge das Double gewinnen.

In dieser Spielzeit konnte Salzburg einen Zähler mehr holen als in der vergangenen Saison unter Adi Hütter. Und dennoch gilt dieses Jahr als das Schwächste in der jüngeren Vereinsgeschichte. Bei Salzburg gab es enorme Veränderungen im Kader und im Trainerteam. Erstmals seit langer Zeit wurde ein Trainer vorzeitig während einer Saison entlassen. Peter Zeidler konnte die Bullen nicht zähmen und scheiterte auf europäischer Ebene neuerlich und hatte auch in der Bundesliga nicht die nötigen Ergebnisse liefern können. Unter dem Spanier Garcia veränderte sich das Spiel der Bullen komplett. Das Offensivpressing war Geschichte und Salzburg war viel mehr auf eine sichere Defensive bedacht. Das Spektakel war dadurch auch ein wenig Geschichte und trotz vielen Siegen war die Stimmung nie so euphorisch wie noch unter Roger Schmidt. Schlussendlich konnten die Bullen den Titel allerdings souverän gewinnen und setzten sich deutlich von der Konkurrenz ab. Ein Punkt mehr als im Vorjahr ist auch ein Fingerzeig an die Konkurrenz. Sollte Salzburg das Topniveau erreichen, wird man in Österreich wohl wieder kaum zu bezwingen sein.

Wichtig wird hierfür aber auch die Kaderzusammensetzung sein. In den letzten Jahren musste Salzburg im Sommer immer wieder die besten Spieler ziehen lassen. Auch in diesem Sommer ist der Verbleib von Naby Keita oder Jonatan Soriano nicht fix. Apropos Soriano – der spanische Toptorjäger (mit 21 Toren neuerlich Torschützenkönig) wird wohl nicht fit werden für das Pokalendspiel aufgrund eines Muskelfaserrisses. Neben ihm werden auch noch die Langzeitverletzten Christoph Leitgeb und Reinhold Yabo ausfallen. Genügend Kraft sollten die Topstars der Bullen haben, in den letzten Wochen rotierte Oscar Garcia enorm und schonte seine Stammelf.

Beste Torschützen in der Liga:
21 Tore – Jonatan Soriano
12 Tore – Naby Keita
10 Tore – Takumi Minamino

Voraussichtliche Aufstellung von Red Bull Salzburg:
Walke – Ulmer, Caleta-Car, Miranda, Schwegler – Lazaro, Berisha, Keita, Minamino – Soriano, Reyna

Letzte Spiele von Red Bull Salzburg:
15.05.2016 – Red Bull Salzburg vs. Wolfsberg 1:0 (Bundesliga)
11.05.2016 – Grödig vs. Red Bull Salzburg 1:2 (Bundesliga)
07.05.2016 – Red Bull Salzburg vs. Sturm Graz 1:1 (Bundesliga)
01.05.2016 – Austria Wien vs. Red Bull Salzburg 0:2 (Bundesliga)
23.04.2016 – Altach vs. Red Bull Salzburg 1:3 (Bundesliga)

 

 

 

Austria Admira – Statistik & aktuelle Form

Admira Logo

Trotz einer 1:3 Niederlage am letzten Spieltag in der österreichischen Bundesliga konnten die Niederösterreicher nach dem Schlusspfiff gegen den großen Nachbarn Rapid Wien jubeln. Da Sturm Graz gegen die Wiener Austria nicht gewinnen konnte, beendet die Admira die Saison auf dem vierten Tabellenplatz. Vor der Saison war die „Graue Maus aus der Südstadt“ für die meisten Experten der wahrscheinlichste Absteigertipp. Doch schon früh machte sich bemerkbar, dass die Südstädter in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Das Team rund um das Trainerduo Ernst Baumeister und Oliver Lederer überraschte mit gefälligem Fußball und konnte sich in der oberen Tabellenhälfte etablieren. Neben den starken Leistungen in der Liga konnte man auch im Pokalwettbewerb dank ein wenig Losglück, Elfmeterglück und einer starken Leistung gegen Rapid Wien überzeugen und sich bis ins Endspiel vorkämpfen. Für die Admira ist das Spiel am Donnerstag in Kärnten die große Chance auf den ersten Titelgewinn seit über 50 Jahren. Und durch den vierten Tabellenplatz in der Liga ist auch ein großer Druck von den Schultern gefallen.

[pullquote align=“right“ cite=“Ernst Baumeister“]“Wir haben unser erstes Ziel, die Europacup-Teilnahme, erreicht, jetzt müssen wir im Cupfinale keinen Rucksack tragen.“[/pullquote]

Egal ob die Admira das Endspiel nun gewinnen wird oder nicht, das Ticket für die UEFA Europa League Saison 2016/17 hat die Admira bereits fix in der Tasche. Der Titelgewinn hätte nur ein späteres Einsteigen zur Folge. Obwohl die Admira sich der großen Außenseiterrolle bewusst ist, wird man sich nicht völlig chancenlos sehen. Drei Duelle in der aktuellen Saison waren sehr spannend und hart umkämpft. Nur beim 0:8 gab es eine deftige Klatsche für die Niederösterreicher. Ins offene Messer will man nicht nochmals rennen, aber 90 Minuten mit Mann und Maus verteidigen wird die Admira auch nicht. Die einzige Mannschaft der österreichischen Bundesliga, in der kein einziger Legionär im Kader steht, ist spielerisch überraschend stark. Viele junge Spieler tummeln sich im Kader, die eine sehr gute Ausbildung genießen konnten. Spieler wie Srjdan Spiridonovic oder Christoph Knasmüllner wurden zudem in Österreich schon abgeschrieben, aber konnten bei der Admira nochmals Fuß fassen und sich als absolute Stammspieler etablieren.

Im Saisonfinish gab es bei der Admira einige schwankende Leistungen zu verbuchen. Von den letzten sieben Ligaspielen konnten nur noch zwei Partien gewonnen werden. Hoffnung gibt allerdings zudem die Tatsache, dass man in der Fremde mehr Punkte holen konnte als auswärts (24 zuhause, 26 auswärts). Verzichten wird man wohl weiterhin auf den etatmäßigen Kapitän Christoph Schösswendter (wechselt im Sommer zudem zu Rapid Wien). Die restlichen Ausfälle gibt es schon länger zu verzeichnen und sind nicht sonderlich schwerwiegend.

Beste Torschützen in der Liga:
7 Tore – Christoph Schösswendter
6 Tore – Srdjan Spiridonovic
5 Tore – Dominik Starkl

Voraussichtliche Aufstellung von Admira:
Siebenhandl – Pavic, Wostry, Lackner, Ebner – Knasmüllner, Toth – Sax, Spiridonovic, Bajrami – Grozurek

Letzte Spiele von Admira:
15.05.2016 – Admira vs. Rapid Wien 1:3 (Bundesliga)
11.05.2016 – Wolfsberg vs. Admira 1:2 (Bundesliga)
07.05.2016 – Austria Wien vs. Admira 3:1 (Bundesliga)
30.04.2016 – Admira vs. Altach 2:1 (Bundesliga)
23.04.2016 – Ried vs. Admira 1:0 (Bundesliga)

 

 

Kann Anderlecht die Champions League Qualifikation fixieren?
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Austria Red Bull Salzburg vs. Admira Austria Direkter Vergleich

Im österreichischen Cup-Wettbewerb standen sich die beiden Mannschaften trotz der knapp 100-jährigen Geschichte erst vier Mal gegenüber. Beide Teams konnten je zwei Mal das Weiterkommen fixieren. Allerdings liegen diese Duelle schon eine ganze Weile zurück. Red Bull Salzburg war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bei Salzburg eingestiegen und die Salzburger traten noch in Violett an.

Seit dem Einstieg des Energy-Drink-Herstellers haben sich die Kräfteverhältnisse ein wenig verschoben und die Salzburger Bullen haben im direkten Vergleich deutlich die Nase vorne. Von den letzten zehn direkten Duellen in der österreichischen Bundesliga konnten die Niederösterreicher kein einziges Spiel für sich entscheiden. Vielmehr gab es in diesen zehn Spielen nur ein mickriges Unentschieden. Diese Remis gab es im ersten Saisonduell der laufenden Saison, danach gab es drei Bullen-Siege. Inklusive einem imposanten 8:0 im Herbst!

 

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Prognose & Wettbasis-Trend Austria Red Bull Salzburg gegen Admira Austria

Die Frage nach dem Favoriten stellt sich im österreichischen Pokalfinale nicht wirklich. Die Salzburger Bullen sind klarer Favorit und ein Verpassen des dritten Doubles in Serie wäre doch eine große Überraschung. Die finanziellen Möglichkeiten sind in der Mozartstadt um ein vielfaches größer als bei der Admira, dementsprechend ist der Kader auch deutlich stärker einzuschätzen. Von den letzten zehn Ligaspielen konnte die Admira kein einziges Spiel für sich entscheiden. Doch der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze und gerade in einem Endspiel ist nahezu alles möglich.

 

Key-Facts – Red Bull Salzburg vs. Admira

  • Drittes Double in Folge wäre ein Novum im österreichischen Fußball!
  • Die Admira konnte keines der zehn letzten Duelle gegen die Bullen für sich entscheiden!
  • Die Südstädter ohne Druck – die Europa League Teilnahme ist bereits fixiert!

 

Sollte der Fitnesstest von Soriano am Matchtag negativ ausfallen, wäre dies sicherlich eine herbe Schwächung für den Meister. Doch auch ohne den ehemaligen Barca-Schützling wird sich hier Salzburg durchsetzen. Die Bullen werden mit höchster Konzentration auftreten und dann sehen wir für die Admira kaum eine Chance. Die Wettquoten von 1,45 bei Interwetten sind sicherlich recht niedrig, doch wir sehen dennoch Value darauf. Von den Handicap-Wetten würden wir bei Salzburg unter Oscar Garcia Abstand nehmen.

Beste Wettquoten für Austria Red Bull Salzburg vs. Admira Austria 19.05.2016

Austria Sieg Red Bull Salzburg: 1.45 @Interwetten
Unentschieden: 5.10 @Comeon
Austria Sieg Admira: 9.00 @Bet365

Quoten-Wahrscheinlichkeiten für Sieg Red Bull Salzburg / Unentschieden / Sieg Admira:

1: 69%
X: 20%
11%