Aus dem Nichts ist Philipp Raimund auf einmal die größte deutsche Hoffnung bei der Vierschanzentournee 2025/26. Wer ist der Sommer Grand Prix Sieger von 2025?
Oder anders ausgedrückt: Wer ist dieser Philipp „Hille“ Raimund?
5 Facts zum deutschen Skispringer: Seine Freundin, seine Eltern und Familie, seine Herkunft, sein Beruf sowie seine für einen Skispringer sehr ungewöhnliche Höhenangst.
1. Philipp Raimunds Freundin ist ebenfalls Skispringerin
Als neuer Hoffnungsträger im deutschen Skispringen erhält Philipp Raimund nicht nur in sportlicher Hinsicht viel Aufmerksamkeit, sondern auch im privaten Bereich.
Insbesondere die weiblichen Fans fragen sich eines: Hat Philipp Raimund eine Freundin oder ist er gar bereits verheiratet?
Zweifelsfrei lässt sich diese Frage nicht mehr klären. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings groß, dass Philipp Raimunds Freundin ebenfalls eine Skispringerin ist.
Denn bereits im Jahr 2023 war er der gebürtige Göppinger mit Pia Lilian Kübler zusammen, die gut zwei Jahre jünger ist als ihr Freund.
2020 feierte Kübler ihr Weltcup-Debüt bei den Damen, konnte sich dort aber bislang noch nicht dauerhaft durchsetzen.
Steckbrief Philipp Raimund
Ob Raimund und Kübler immer noch ein Paar sind, ist auch deshalb fraglich, weil sie nie ihr Privatleben in den sozialen Netzwerken teilten.
Auf beiden Instagram-Profilen taucht der jeweils andere Sportler und wahrscheinliche Partner nicht auf. Hin und wieder sind allerdings gegenseitige Kommentare unter Posts zu finden.
Letztendlich wird die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit dazu führen, dass mehr Informationen zum launig auftretenden Raimund bekannt werden – früher oder später.
2. Raimund Herkunft: Von Degenfelds Schanze in die Welt
Damit es überhaupt zum erhöhten öffentlichen Interesse kommen konnte, musste Philipp Raimund einen weiten Weg zurücklegen.
Am 23. Juni 2000 in Göppingen, unweit von Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart, geboren, stand Raimund mit fünf Jahren erstmals oben auf einer Skisprungschanze.
Beim nahe gelegenen SC Degenfeld in Schwäbisch Gmünd machte der heutige Weltcup-Springer so seine ersten Schritte in der Sportart.
Hier sprang unter anderem auch jahrelang die 2022 zurückgetretene Olympiasiegerin Carina Vogt.
Als Typ merkt man Raimund seine Herkunft aus dem meist eher zurückhaltenden Schwabenland nicht an. „Er ist ein bisschen anders“, kommentierte Bundestrainer Stefan Horngacher einst, um hinzuzufügen: „Im positiven Sinne.“
Seine frische, extrovertierte Art kommt nicht nur im Team gut an, sondern auch bei Experten wie Sven Hannawald: „Es ist erfrischend, ihn vor dem Mikrofon zu haben. Irgendwas kommt bei ihm und seinen Interviews immer ums Eck.“
Mit sechs Jahren zog Familie Raimund ohnehin weiter ins Allgäu, wo Philipp seitdem erst beim SC Füssen und danach beim SC Oberstdorf aktiv war und deshalb bei jeder Vierschanzentournee ein Heimspiel hat.
3. Philipp Raimund Eltern & Familie: Wichtige Stützen der Entwicklung
Dass Philipp Raimund ein solch talentierter Athlet ist, hat er auch und vor allem seinen Eltern zu verdanken. Denn sowohl seine Mutter als auch sein Vater bringen beide sportliches Können mit.
Seine Mutter war als Turnerin aktiv, während sein Vater American Football und Fußball spielte. Das große Vorbild in jungen Jahren war jedoch Bruder Fabian, der von der kleinen Skisprungschanze hinuntersegelte.
Er inspirierte Philipp so sehr, dass dieser seinem Bruder unbedingt nacheifern wollte und sich ebenfalls früh für das Skispringen entschied.
Nach dem berufsbedingten Umzug seines Vaters nach Füssen, der im Außendienst arbeitet, hilft dieser dabei mit, seinen Söhnen überhaupt erst das Skispringen vor Ort zu ermöglichen.
Denn die Skisprungschanzen des SC Füssen in Bad Faulenbach waren damals renovierungsbedürftig, sodass alle kräftig mit anpackten, um sie wiederherzustellen.
Philipp Raimund beschreibt seinen Antrieb dank Eltern und Familie: „Auch heute noch profitiere ich von der Grundlagenausbildung, die ich unter meinem Vater erlernen durfte. Auch die Disziplin, jeden Tag 100 Prozent zu geben, um eines Tages meinen Bruder übertreffen zu können, begleitet mich noch bis heute.“
Später kam mit Joel zum großen noch ein kleiner Bruder hinzu, der mit Fabian und Philipp ebenfalls täglich an die Schanze in Oberstdorf fuhr, nachdem jene des SC Füssen schnell zu klein wurde.
Als das tägliche Pendeln zwischen den Orten samt Hausaufgaben und weiteren Verpflichtungen zu anstrengend wurde, entschied sich Familie Raimund dazu, nach Oberstdorf zu ziehen, wo Philipps Vater schließlich als Skisprungtrainer arbeitete.
4. Problem Höhenangst: Philipp Raimund mit viel Vernunft
Obwohl sich „Hille“ seit Kindheitstagen stark in seinem Lieblingssport entwickelte, macht ihm ein Problem noch bis heute teilweise zu schaffen.
Als Skispringer hat Philipp Raimund kurioserweise leichte Höhenangst. Wirklich öffentlich wurde dies im Frühjahr 2025, als er das Skifliegen von der Riesenschanze in Planica ausließ.
Die für den Durchschnitts-Zuschauer nachvollziehbare Problematik beim Flug auf zwei wackligen Skiern habe Raimund „natürlich bei 95 Prozent meiner Sprünge unter Kontrolle“.
„Aber von Zeit zu Zeit habe ich das Problem, dass mein Körper reagiert, ohne dass ich ihn kontrolliere. Ich verliere die Kontrolle und für circa anderthalb Sekunden beobachte ich nur mich selbst, während ich in der Kralle bin, die mich hält.“
So wählt Raimund dank seiner Höhenangst den Weg der Vernunft, „wenn ich nicht weiß, ob ich immer noch der Pilot bin oder zumindest reagieren kann“.
Der Skispringer selbst arbeitet seit längerer Zeit mit einem Mentaltrainer zusammen, „sodass ich das in den Griff bekommen habe“.
5. Beruf als Sportsoldat macht Skispringen möglich
Um überhaupt als professioneller Skispringer aktiv sein zu können, benötigt es die ausreichende Unterstützung nicht nur von Familie und Trainern, sondern auch im Beruf.
Möglich macht das die deutsche Bundeswehr über ihr Programm, das Hochleistungssport und Militärdienst kombiniert. Denn Philipp Raimund ist wie viele andere Wintersportler offiziell ein Sportsoldat.
Als solcher ist Raimund ein Mitglied der Bundeswehr, das aber hauptsächlich im Leistungssport eingesetzt wird. Ziel ist es, deutsche Spitzensportler bestmöglich auf internationale Wettkämpfe wie die Olympischen Spiele, Weltmeisterschaften oder Weltcup-Events vorzubereiten.
Mit einem Dienstvertrag bei der Bundeswehr liegt das Hauptaugenmerk auf dem Training und der Wettkampfvorbereitung. Militärische Einsätze finden im Normalfall nicht statt.
Die Bundeswehr profitiert von einem durch den Sport verbesserten Image, während die Sportler selbst ebenfalls viele Vorteile für sich beanspruchen können.
Neben der finanziellen Sicherheit über die gesamte Karriere erhält Philipp Raimund dank seines Berufes medizinische Betreuung und Sozialleistungen der Bundeswehr.
Dies geschieht in Form von Zugang zu Trainingszentren, Physiotherapie sowie medizinischer Betreuung. Nach der aktiven Karriere gibt es zudem berufliche Perspektiven innerhalb der Bundeswehr.



