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Digibet ist wieder da – Wir haben den Bookie getestet

Was kann das neue Digibet?

Nach rund zweijähriger Auszeit ist Digibet nun zurück! Wir haben den Comebacker auf Herz und Nieren getestet.

Digibet war seit vielen Jahren eine seriöse Marke am deutschen Markt, was auch unser befragter Buchmacher bestätigt, der seit 2007 bei Digibet als Buchmacher beschäftigt war. Digibet wurde als Arbeitgeber als verlässlich und seriös erlebt. In der Gruppe herrschte ein angenehmes Arbeitsklima und der „Draht nach oben“, den ehemaligen Gesellschaftern Albers, Hobiger und Boyks, war kurz.

„Dort gibt es zuviele Häuptlinge, zu wenig Indianer.“

ehemaliger Digibet-Abteilungsleiter nach den Verkaufsverhandlungen mit United Game Tech
Die Zeichen standen auf Veränderung als klar wurde, dass es mit XTurf als Wettsoftware nicht weitergehen würde. Über die Verhandlungen mit United Game Tech kann der Digibet-Angestellte natürlich nichts sagen, doch die Rückmeldungen eines ehemaligen Abteilungsleiters („zuviele Häuptlinge, zu wenig Indianer“ ließen nichts Gutes erahnen. Bei den Verhandlungen wurde das „Blaue vom Himmel“ versprochen, wie beispielsweise 40 neue Programmierer in einer komplett neuen Abteilung. Schnell war zu bemerken, dass das alles leere Versprechungen waren.

Ende 2016 ahnten die Buchmacher in Berlin bereits, dass die Zukunft bei Digibet nicht rosig aussehen würde. Zuerst kamen Nachrichten aus Kroatien, dass für zwei dort angestellte Buchmacher die Gehaltszahlungen ausgeblieben sind. Die kroatischen Mitarbeiter hatten lediglich die Möglichkeit zwischen Arbeitslosigkeit oder Fortführung der Tätigkeit auf Malta. Wie erwähnt, Ende 2016 fing es dann in Deutschland an. Gehälter wurden immer öfter verspätet und dann vor allem bar ausgezahlt. Ab Mai 2017 wurden dann gar keine Gehälter mehr ausgezahlt und die ersten Mitarbeiter riefen das Arbeitsgericht an. AM 29.6.2017 wurden dann alle Mitarbeiter in Berlin gekündigt.

„Herr Zucker ist ein gescheiteter Manager mit großer Abfindung, der sich in ein Geschäft eingekauft hat, von dem er keine Ahnung hatte.“

ehemaliger Digibet-Mitarbeiter über CEO Alexander Zucker
Wo aber ist der CEO Alexander Zucker? Alexander Zucker ist nach den persönlichen Eindrücken der Buchmacher ein „gescheiteter Manager mit großer Abfindung, der sich in ein Geschäft einkauft, von dem er keine oder wenig Ahnung hat“. Das letzte Mal hat man in Berlin von ihm im April 2017 bei einem Skype-Meeting gehört, als er noch behauptet hat, dass die aktuellen Zahlungsschwierigkeiten bald behoben sein würden. Das Ergebnis ist bekannt, zwei Monate später waren alle Mitarbeiter gekündigt. Herr Zucker war nie für die Mitarbeiter ansprechbar, auf Emails wurde nicht geantwortet und einen Stellvertreter gab es auf Malta auch nicht, der Aussagen über die aktuelle Lage von Digibet machen hätte können.

Die Zukunft von Digibet kann man getrost als Gegenwart bezeichnen. Es handelt sich um ein zahlungsunfähiges Unternehmen, dass durch ständige Umfirmierung versucht, die Insolvenz zu verschleppen. Die Digibet AG wurde danach eine zeitlang als Meridian Enterprises GmbH weitergeführt. Es wurde sogar ein Geschäftsführer eingesetzt gegen den ein Haftbefehl vorliegt. Allerdings sowieso nur auf dem Papier, da sich dieser Geschäftsführer auf der Flucht befindet und seinen Wohnsitz nach Polen verlegt hat um der deutschen Justiz zu entgehen. Nach Eindruck der Buchmacher ist der einst seriöse Anbieter Digibet nicht mehr vertrauenswürdig, die Unternehmensleitung hatte keine Ahnung vom Wettgeschäft und musste beispielsweise in vierwöchiger Arbeit aufgeklärt werden, dass Ein- und Auszahlungsoptionen mit auf die Website gehören.

Sollte Digibet oder Tipxpress jemals wieder online gehen, sollte man dort auf keinen Fall ein Kundenkonte eröffnen und Geld einzahlen. Denn bei einem neuerlichen Umbau passieren mit Sicherheit wieder dieselben Fehler, wie Kundenkontonummern richtig ins neue System bringen.