Deutschland hat sich zum dritten Mal in Folge auf der größten Fußball-Bühne der Welt blamiert. Nach dem kläglichen Scheitern in den Gruppenphasen 2018 und 2022 folgte nun das nächste klägliche Deutschland WM Aus: Im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Eine Mannschaft, die sich nur als einer der acht besten Gruppendritten für die KO-Phase qualifiziert hat.
Die Gründe für das dritte klägliche Deutschland WM Aus in Folge sind vielfältig. Und alle haben mit Bundestrainer Julian Nagelsmann zu tun.
Deutschland WM-Aus: Bundestrainer Julian Nagelsmann hat alles vermasselt
Der Hauptverantwortliche für das deutsche WM-Aus hat einen Namen: Julian Nagelsmann. Einst als großer Hoffnungsträger angetreten, ist er letztlich kläglich gescheitert. Hat er es vor zwei Jahren bei der Heim-EURO 2024 noch geschafft, Euphorie und Begeisterung zu entfachen – in seinem Team und unter den deutschen Fans – ist ihm das in den zwei Jahren danach nicht gelungen. Im Gegenteil.
Nagelsmann hat immer wieder Dinge getan, die zu einem Bundestrainer nicht passen. Beginnend bei seinen sportlichen Vorgaben und endend bei gewissen Aussagen zu Spielern. Sein Auftreten in der Öffentlichkeit wurde mit zunehmend bockiger, trotziger und besserwisserisch anstatt positiv, souverän und mitreißend.
Man erinnere sich nur an seine Kommunikation gegenüber den Spielern. Wie etwa die unverschämte Äußerung zu Deniz Undav im März. Auch die Moderation des zweifelhaften und entbehrlichen Torwartwechsels von Oliver Baumann zu Manuel Neuer mit einem verpatzten Fernsehauftritt war alles andere als gelungen und sorgte überall für fragende Blicke.
Das sind die 5 Gründe für das Deutschland WM Aus 2026 und wie Julian Nagelsmann die Weltmeister-Chance kläglich vergeben hat.
1. Deutschland WM Aus: Der Unnötige Tormann-Wechsel
Der Torhüter-Wechsel von Oliver Baumann zu Manuel Neuer für den deutschen WM 2026 Kader war ein Hirngespinst. Ja, Manuel Neuer ist einer der besten Torhüter aller Zeiten (vielleicht der Beste), aber es bestand kein Grund, ihn aus der wohlverdienten DFB-Rente zu holen und für die WM zu nominieren.
Oliver Baumann hatte die gesamte WM-Qualifikation sehr gut gespielt und auch in der abgelaufenen Saison starke Zahlen. Ihn für einen Rückkehrer zu opfern, torpedierte jegliche sportliche Logik. Und es muss auch innerhalb der Mannschaft etwas gemacht haben, wenn der „Bayern-Block“ pro Neuer ist, und so manch andere Spieler diese Rückkhol-Aktion nicht verstehen bzw. gut heißen. Der, der das Team durch die Qualifikation gebracht hat und sich damit seinen WM-Traum erfüllt hat, muss jetzt für jemanden Platz machen, der sich ins gemacht Nest setzt.
Mit der Neuer-Rückkehr wurde von Nagelsmann die Hygiene der Kabine verunreinigt.
Und wohl noch mehr, beim dritten WM-Gruppenspiel gegen Ecuador. Deutschland war schon fix für das Sechzehntelfinale qualifiziert und Nagelsmann könnte Baumann als Dank für seine Loyalität einen WM-Einsatz geben. Nein, macht er nicht. Auch in diesem für Deutschland sportlich wertlosen Gruppenspiel steht Neuer im Tor.
2. WM Blamage wegen schlechter Kaderzusammenstellung
Die Neuer-Rückkehr war aber nicht die einzige fragwürdige Nagelsmann-Entscheidung im Bezug auf den WM Kader. Immer wieder hat sich der selbstverliebte und beratungsresistente Bundestrainer bei der Personalauswahl vertan.
Seinen WM-Kader hat er mit zentralen Mittelfeldspielern überfrachtet. Dafür fehlten schnelle, und trickreiche Flügelspieler – wie es Bundesliga-Shootingstar Said El Mala sowie Karim Adeyemi und Chris Führich sind. Auf dieses Trio hat Nagelsmann aber verzichtet. Ebenso größtenteils auf Jamie Leweling, dafür war Leroy Sane bei allen WM-Partien gesetzt. Warum auch immer.
Leroy Sane ist generell das Sinnbild für ein außer Kraft gesetztes Leistungsprinzip bei Nagelsmann.
Warum Sane bei der Weltmeisterschaft dabei sein durfte, obwohl er bei Galatasaray eine eher durchwachsene Saison spielte, war vielen ein Rätsel. Und ist es immer noch.
Sein Kurs bei sportlichen Vorgaben (im Herbst 2025 noch das Leistungsprinzip ausgerufen, im März 2026 wieder zurückgerudert und auf fixe Rollen im Kader verwiesen) war nicht klar genug. Im Team gibt es einige Spieler, die er mit seinen Sprüchen längst verloren hat. Wie etwa Nick Woltemade, der im Herbst im Angriff gesetzt war, und dann keine Minute in der Gruppenphase spielen durfte.
Mit dieser suspekten wie bedenklichen Kaderzusammenstellung geht auch die Art des Spiels einher. Die Spielgestaltung in Ballbesitz war in allen Spielen gegen die tiefstehenden Gegner zu langsam, behäbig, eindimensional und ideenlos. Gegen die Elfenbeinküste ging es in letzter Minute noch irgendwie gut, gegen Ecuador und gegen Paraguay – gegen zwei spielerisch limitierte Teams – dann nicht mehr.
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3. Zu viele falsche Personalentscheidungen
Seine vielen falschen Personalentscheidungen gelten auch für alle anderen Mannschaftsteile.
Dass Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger ran musste, obwohl seine Stärken im zentralen Mittelfeld liegen und er dort beim FC Bayern mit Aleksandar Pavlovic ein starkes Duo bildet, ist sicherlich ein weiterer Grund für das Deutschland WM Aus 2026. Damit wurde der DFB-Mannschaft eine gewisse Stärke genommen. Und eine Schwäche auf der rechten Abwehrseite offenbart.
Warum er seit Monaten auf einen etatmäßigen Rechtsverteidiger verzichtet, weiß nur Nagelsmann. Oder warum wurde es nicht mit einem Innenverteidiger für rechts hinten probiert wurde? Zur Erinnerung: Auch bei der WM 2014 wurde Innenverteidiger Benedikt Höwedes als Außenverteidiger eingesetzt.
Felix Nmecha wurde zu früh und grundlos hochgejubelt. Gegen Ecuador und jetzt beim Deutschland WM Aus gegen Paraguay war nur noch durch seine Beiteiligung an Gegentoren zu sehen. Warum ein wankelmütiger und überschätzter Spieler wie er einen Stammplatz bekommen hat? Rätselhaft. Das gilt auch für Aleksandar Pavlovic. Komplett außer Form war er gesetzt. Angelo Stiller? Wurde ignoriert. Ebenso Leon Goretzka, der beim FC Bayern eine starke Saison spielte.
Jamal Musiala war aufgrund seiner Verletzungshistorie weit von seinem eigentlichen Leistungskönnen entfernt und eher ein Unsicherheitsfaktor in der Offensive. Dennoch gesetzt. Florian Wirtz war auch außer Form. Er war zwar bemüht, aber ihm gelang nichts. Noch dazu musste er links außen ran – anstatt in der Mitte, wo er sich am Wohlsten fühlt. Aber dort war ja Musiala trotz Formkrise fix eingeplant.
Seine Spieler in Topform und als echte Einheit auf den Platz zu bekommen – das ist genau die Aufgabe eines Trainers. Das hat Nagelsmann nicht geschafft.
4. Kein Gespür für die Situation
Ein Grund für das Deutschland WM Aus 2026 liegt auch an Nagelsmann fehlenden Gespür für die Situation.
Im bedeutungslosen Gruppenspiel gegen Ecuador hätte Nagelsmann ein Signal an seine „Ersatzspieler“ geben können. Er hätte nicht nur Baumanns Traum von einem WM-Einsatz erfüllen können, sondern auch vielen anderen Akteuren, die im Kader „ihre Rolle“ haben.
Er schickte gegen Ecuador seine Stammformation aufs Feld, während es für die Südamerikaner in diesem Spiel noch um den Aufstieg in die KO-Runde geht. Während die einen 100% geben, ist es bei den anderen eher etwas weniger (was verständlich ist), wenn man schon fix für die nächste Runde qulifiziert ist. So war es auch.
Anstatt vielen Spielern im dritten Gruppenspiel von Beginn an die Chance zu geben, sich zu zeigen und für einen etwaigen Startelf-Einsatz für das Sechzehntelfinale zu empfehlen – wie etwa Angelo Stiller, Leon Goretzka, Nick Woltemade, Maximilian Beier – ließ er diese Möglichkeit ungenützt. Stattdessen rackerte sich die Stammformation ab und kassierte eine Niederlage, die ihre Spuren hinterlassen hat.
Hätte er seinen Stammkräften diese Pause gegönnt, wäre es für alle eine Win-Win-Situation gewesen. Bei einem Sieg oder Unentschieden und guten Leistungen hätten sich einige Spieler empfehlen können und es wäre eine positive Stimmung im Team entstanden. Bei einer Niederlage mit der „B-Formation“ hätte die Einser-Garnitur keine Delle im ohnehin sehr fragilen Selbstvertrauen bekommen.
So ging man aber mit einem 1:2 gegen Ecuador in dieses Sechzehntelfinale. Wie man es besser macht, zeigten die Norweger. Hier bekamen alle Ersatzspieler, die bislang keinen WM-Einsatz hatten, im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich ihre Einsatzminuten.
5. Nagelsmann: Bockig, trotzig, besserwisserisch
Neben seinen vielen falschen Entscheidungen über die letzten Monate hinsichtlich Personal und Aufstellung war es auch Nagelsmann mit seiner Art selbst, die für das Deutschland WM Aus verantwortlich war.
Immer wieder zeigte er sich bei Interviews und Pressekonferenzen als bockig und trotzig. Es gab immer wieder flapsige Antworten auf einfache Fragen. Seine besserwisserische und herablassende Art eckte überall an.
Auch innerhalb der Mannschaft sorgte Nagelsmann mit seinen oft halblustigen Sprüchen und auch irritierenden (Motivations-)Ansagen oft für Stirnrunzeln. Er versprach jedem Spieler im Vorfeld eine „faire WM-Chance“. Da müssen sich manche wie Woltemade, Goretzka, Stiller, Leweling und aber auch Baumann ordentlich verarscht vorgekommen sein.



