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(49) Guidos Guide: Preetz oder Kuntz

Der Misserfolg gibt beiden Unrecht

Während Cazorla in Spanien die Primera División wieder etwas spannender gemacht hat, sind es in Deutschland die Bayern, die der Bundesliga im Kampf um die Spitzenposition mehr Leben einhauchen. Immer noch beträgt der Abstand auf Borussia Dortmund fünf Punkte, allerdings hat sich der Rekordmeister zurückgemeldet. In fulminanter Art und Weise hat die Mannschaft von Jupp Heynckes gezeigt, dass man sie noch nicht abschreiben darf. Man hat zwar mit Markus Babbel und Alfredo Morales dankbare Gegner gehabt, der FC Basel hatte zuvor allerdings immerhin den englischen Sparringspartner von Atheltic Bilbao ausgeschaltet.

Eine Sparringspartner brauchte am Wochenende wohl auch Mohamed Zidan. Der Mainzer Stürmer blieb zum ersten Mal seit seiner Rückkehr nach Mainz ohne Tor, setzte vermutlich aber doch einen Treffer. „Bei einem Freistoß soll er dem Augsburger Verteidiger sein Knie in den Unterleib gerammt haben. So wirklich sehen kann man das auf den Bildern nicht. Ihm wird kein Verfahren gemacht – ohne Beweise verutrteilt es sich nun mal schlecht.“, sagte Guido.
„Die Fans vom 1. FC Köln werden dich im Fall Podolski zitieren.“, schmunzelte ich.
Im Spiel gegen Hannover mussten die Fans aus der Domstadt sowieso wieder einige Liter Schweiß vergießen. Köln hatte genug Chancen, um Hannover eine herbe Klatsche beizubringen. Allein zwei Mal durfte der FC freistehend auf das leere Tor schießen und vergab. Im ersten Spiel nach der Entlassung von Ex-Sportdirektor Volker Finke hagelte es am Ende eine Niederlage, die letztlich drei verschenkte Punkte bedeutete. Besonders Milivoje Novakovic scheiterte in aussichtsreichsten Positionen. „Aber die Kölner haben die Erkenntnis gewonnen, dass es eben auch ohne Podolski läuft. Es schießt halt nur keiner die Tore.“, warf Guido ein.
„Auf der Titelseite des Boulevard wird man normalerweise für solche eine Leistung auseinander genommen. Mit Novakovic gehen die Konsorten aber anders um. Novakovic scheint den lokalen Klatsch-Medien besonders treu zu sein, sonst hieße es statt „Nova, wann triffst du wieder?“ wohl eher „Nova, wann gehst du endlich?“. Man muss sich mal vor Augen halten, dass er – auch, wenn das Ganze immer noch ein Mannschaftssport ist – durch das Auslassen von Großchancen gegen Berlin beinahe zwei Punkte verschenkt und in Hannover den FC um den Sieg gebracht hat.“, analysierte Guido.

Weniger Chancen hatte am Wochenende der 1. FC Kaiserslautern gegen Schalke 04 (1:4). Trainer Marco Kurz wurde in der Folge entlassen. „Die Entlassung von Maco Kurz ist sicherlich eine interessante Entscheidung. Auf der einen Seite hat Kaiserslautern nur zwei der letzten 21 möglichen Punkte geholt und seit 16 Spielen nicht mehr gewonnen, auf der anderen Seite hat Stefan Kuntz insbesondere in den letzten Wochen immer wieder offensiv betont, den Trainer nicht entlassen zu wollen und insbesondere die Entlassung von Michael Skibbe bei Hertha BSC Berlin öffentlich kritisiert. Skibbe holte damals 0 aus 12 Punkten und schied im Pokal aus. Marco Kurz verlor drei der letzten fünf Spiele mit einem Torverhältnis von 2:10 Toren. Skibbe hatte damals bei fünf Niederlagen 1:12 Tore auf der Uhr.“, sagte Guido.

Ob Preetz oder Kuntz der Klügere gewesen ist, wird sich erst am Ende der Saison zeigen, im Moment bewegen sich beide im Gleichschritt in Richtung Liga zwei. Cazorlas Ex-Club übrigens auch.

Bei Guidos Guide geht es jeden Dienstag um den letzten Bundesliga-Spieltag, den internationalen Fußball, sowie um aktuelle Stammtischthemen, die sich mit dem Lederball beschäftigen. Und natürlich Guidos Meinung.