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Skispringen Wisla 14.01.2017 – Infos, Favoriten & Quoten

Triumphzug für Kamil Stoch

Poland Skispringen Wisla 14.01.2017, Wetten – Infos, Favoriten & Quoten (Endergebnis: Kamil Stoch gewinnt überlegen vor Stefan Kraft und Andreas Wellinger)

Die Vierschanzentournee 2016/17 ist schon wieder Geschichte. Wieder einmal gab es große Triumphe und bittere Tränen. Große Emotionen hat die Tournee irgendwie immer zu bieten. Am Wochenende steht schon wieder die nächste Weltcupstation auf dem Programm, doch dort werden die Ausläufer der Vierschanzentournee noch deutlich spürbar sein. Es geht nämlich ins polnische Wisla. Das nächste Weltcupspringen findet auf der Malinka-Schanze, die offiziell Adam-Malysz-Schanze heißt, ausgetragen. Adam Malysz war bekanntlich der letzte Pole, der bei der Vierschanzentournee triumphieren konnte – bis zum Dreikönigstag, als Kamil Stoch in die großen Fußstapfen seines Vorgängers getreten ist und sich den goldenen Adler sicherte. Die Wettbewerbe in Wisla werden nun ein Triumphzug für den Doppel-Olympiasieger.

Inhaltsverzeichnis

Das gilt aber eigentlich für die gesamte polnische Mannschaft, die um die Jahreswende herum überragend aufgetreten ist. Piotr Zyla ist beispielsweise in der Gesamtwertung der Tournee Zweiter geworden. Auch Maciej Kot befindet sich in einer tollen Verfassung. Alle drei Polen muss man nun auch in Wisla sicherlich zu den Favoriten zählen. Man wird überdies sehen müssen, ob sich die Prevc-Familie nun wieder fängt und in der Lage ist, an die gute Form vor der Tournee anzuknüpfen. Die Österreicher sind natürlich immer stark einzuschätzen. Außerdem kommt es ja zum großen Comeback von Gregor Schlierenzauer, der sich aufmacht, sich noch für die WM in Lahti zu qualifizieren. Zu den Siegkandidaten wird er in Polen sicherlich nicht zu zählen sein, aber es ist einfach erfreulich, dass er wieder dabei ist. Bei Daniel-Andre Tande wird man sehen müssen, ob er die verlorene Tournee schon verdaut hat. In Normalform ist er auf jeden Fall in der Lage, auch in Wisla vorne zu landen. Hinter der Leistungsfähigkeit der deutschen Mannschaft steht ein großes Fragezeichen. Die Tournee lief sicherlich nicht so, wie man sich das vorgestellt hat. Vielleicht ist Wisla nun aber der Wendepunkt hinsichtlich einer Formsteigerung zur WM. Insgesamt dürfte es in Wisla ein großes Spektakel geben, bei dem die meisten Springer nicht mehr den Druck der letzten Wochen spüren werden. Der Auftakt zum ersten Durchgang auf der Malinka-Schanze in Wisla erfolgt am 14.01.2017 um 16:00 Uhr.

Poland Die Favoriten auf den Sieg beim Skispringen in Wisla

Slovenia Domen Prevc
Position im Gesamtweltcup 2016/17: 1.

Wir sind uns sicher, dass der Druck für den jungen Domen Prevc bei der Vierschanzentournee einfach zu groß war. Skispringen ist auch sehr viel Kopfsache und der 17jährige war vielleicht einfach mental noch nicht reif für den großen Triumph bei der Tournee. Dabei hat er phasenweise auch um die Jahreswende gezeigt, weshalb er in diesem Winter schon vier Siege feiern konnte. In Oberstdort hat er allerdings total verwachst und musste bereits alle Siegchancen in der Tourneewertung ad acta legen. Die Plätze fünf in Garmisch-Partenkirchen und vier in Bischofshofen werden den Slowenen vielleicht noch einigermaßen versöhnlich stimmen, immerhin ist er weiterhin der Führende in der Weltcupwertung, wenngleich ihm die Jäger im Nacken sitzen. Jetzt ist es aber an der Zeit, wieder nach vorne zu schauen und entspannt seine Wettkämpfe zu absolvieren. Vielleicht kommt dann auch die Form zurück, die ihn noch im Dezember ausgezeichnet hat. In Wisla feierte er im letzten Winter seine Premiere, kam dort aber nicht über Rang 26 hinaus.

Norway Daniel-Andre Tande
Position im Gesamtweltcup 2016/17: 2.

Was für eine Tragödie war das bei der Vierschanzentournee um Daniel-Andre Tande? Da liegt er nach den Siegen in Garmisch und Innsbruck ganz vorne in der Gesamtwertung, wobei er auf der Bergiselschanze in Innsbruck auch vom Wind profitierte, hat dann alles in eigener Hand, setzt dann aber auf das falsche Material und gibt den Gesamtsieg noch aus der Hand. Mit Rang 26 in Bischofshofen fiel der Norweger in der Gesamtwertung noch auf den dritten Rang zurück. Unter dem Strich kann er aber froh sein, dass er im zweiten Durchgang nicht noch böse gestürzt ist. Dennoch flossen bei Daniel-Andre Tande natürlich reichlich Tränen. Aber er ist noch jung und wenn seine Entwicklung so weiter voranschreitet, dann wird er sicher noch die eine oder andere Chance bekommen, die Vierschanzentournee zu gewinnen. In Wisla wird man nun schauen müssen, ob er den Rückschlag von Bischofshofen verdaut hat. In der letzten Saison sprang er dort immerhin auf Rang sieben.

Poland Kamil Stoch
Position im Gesamtweltcup 2016/17: 3.

In der letzten Woche hat Kamil Stoch seine Karriere vollendet. Er hat nun alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Er war Weltcupsieger, ist zweifacher Olympiasieger von Sotschi und war auch bereits Weltmeister.

„Ich bin glücklich, zufrieden und müde.“

Kamil Stoch
Nun hat er also auch den goldenen Adler in seiner Vitrine stehen. Eigentlich eine gute Gelegenheit, seine Laufbahn zu beenden. Nachdem sich der Pole aber zurückgekämpft hat und in diesem Winter wieder an seine besten Jahre anknüpfen konnte, steht dem 29jährigen vielleicht noch eine goldene Zukunft bevor. In Bischofshofen holte er sich seinen zweiten Saisonsieg und ist jetzt auch wieder im Kampf um den Gesamtweltcup sehr ambitioniert. Nach dem Triumph in Bischofshofen war aber klar, dass Kamil Stoch erst einmal eine Pause braucht, als er von seinem Gemütszustand sprach: „Ich bin glücklich, zufrieden und müde.“ In Wisla könnte er aber wieder munter und ausgeschlafen sein. Beim Sommer-Grand-Prix hat er auf der Malinka schon mehrfach gewonnen. Im Weltcup schaffte er es 2014 auf Rang zwei. Vielleicht holt sich Kamil Stoch nach dem Tourneesieg nun auch seinen ersten Weltcuperfolg in Wisla.

Austria Stefan Kraft
Position im Gesamtweltcup 2016/17: 4.

Für Stefan Kraft ging die Vierschanzentournee genauso los, wie in der Saison 2014/15, als er am Ende triumphieren konnte. In Oberstdorf war er zunächst der strahlende Sieger und hatte nach Platz drei in Garmisch-Partenkirchen zur Halbzeit noch beste Aussichten auf den erneuten Gesamtsieg. Ausgerechnet in der Heimat verbaute er sich alle Chancen. In Innsbruck sprang er noch die beste Qualifikation, wurde dann im Windlotto auf der Bergiselschanze aber nur 18. Außerdem zog er sich einen grippalen Infekt zu, so dass es in Bischofshofen auch nur zum 25. Platz reichte. Der Österreicher hatte alles in eigener Hand und verlor dann in Innsbruck und Bischofshofen komplett den Faden. Aus diesem Tief muss er sich im Hinblick auf die WM nun ganz schnell befreien. Vielleicht klappt es ja in Wisla. Immerhin hat Stefan Kraft 2015 auf der Malinka auch schon gewinnen können. Es wäre auf jeden Fall nicht der verkehrte Zeitpunkt, wieder in die Spur zu finden.

Poland Maciej Kot
Position im Gesamtweltcup 2016/17: 5.

Eigentlich ist Zakopane sein Heimatort, aber Maciej Kot wird sich sicherlich auch sehr auf die beiden Springen in Wisla freuen. Er hat sich in diesem Winter in der Weltspitze etabliert und hat auch eine tolle Vierschanzentournee hingelegt. Zwar holte er sich bei den vier Springen keinen einzigen Podestplatz, landete aber in der Gesamtwertung nur knapp hinter Daniel-Andre Tande auf dem vierten Rang. Um ein Haar hätte es einen polnischen Dreifachsieg in der Tourneewertung gegeben, denn Piotr Zyla ist dort ja Zweiter geworden. Mit beiden wird in Wisla nun zu rechnen sein. Die Form aller Polen ist im Augenblick beinahe sensationell. Auf der Malinka konnte Maciej Kot schon mehrfach im Sommer-Grand-Prix und im Continental Cup gewinnen. Er dürfte daher an diesem Wochenende deutlich mehr als ein aussichtsreicher Außenseiter sein. Das gilt auch für seinen Landsmann Piotr Zyla. Wir können uns vorstellen, dass beide am Ende um den Sieg mitspringen werden.

Austria Michael Hayböck
Position im Gesamtweltcup 2016/17: 6.

Michael Hayböck war der Türöffner für die gesamte österreichische Mannschaft, als er vor der Vierschanzentournee in Engelberg gewann und den Druck von den ÖSV-Adlern nahm. Nachdem Stefan Kraft dann in Oberstdorf gewann und auch Hayböck Dritter wurde, sah es wieder nach einer österreichischen Tournee aus. Für Hayböck kam der Rückschlag mit Rang zehn in Garmisch dann aber umgehend. Krankheitsbedingt konnte er dann in Innsbruck nicht an den Start gehen und alle Hoffnungen auf eine gute Platzierung in der Gesamtwertung waren dahin. Bei seinem Heimspringen in Bischofshofen wollte er es dann noch einmal wissen und wurde dort hinter Kamil Stoch dann Zweiter. So geht der Österreicher zumindest mit einem guten Gefühl aus dieser Tournee und wird nun auch in den nächsten Wettkämpfen motiviert sein. In Wisla sprang er bisher noch nicht auf das Podium. Wir trauen ihm aber durchaus zu, dass sich daran an diesem Wochenende etwas ändern wird.

Austria Manuel Fettner
Position im Gesamtweltcup 2016/17: 7.

Manuel Fettner springt wirklich eine gute Saison, nur die Ausreißer nach oben, die fehlen dem 31jährigen Sportsoldaten. Bei der ersten Weltcupstation in Kuusamo landete er gleich auf dem dritten Platz. So weit ist er in diesem Winter dann aber nie wieder nach vorne gesprungen. Er war aber dennoch oft vorne mit dabei und auch seine Vorstellung bei der Vierschanzentournee war aller Ehren wert. Viermal landete er zwischen den Plätzen fünf und zwölf. Weil er sich aber keinen groben Schnitzer erlaubte und die Konkurrenz ja reihenweise patzte, landete der Österreicher am Ende auf dem fünften Rang in der Gesamtwertung. Damit kann er sehr zufrieden sein. In diesem Bereich könnte er nun auch in Wisla landen. Den Sieg trauen wir ihm aber nicht zu, immerhin hat er noch keinen Weltcupsieg auf seinem Konto. 2012 siegte Manuel Fettner auf der Malinka aber einmal in einem Springen des Continental Cups.

Germany Markus Eisenbichler
Position im Gesamtweltcup 2016/17: 8.

Wenn man einmal vom Sieg von Severin Freund in Kuusamo absieht, lief es in diesem Winter bei der deutschen Mannschaft im Grunde genommen überhaupt nicht rund. Nichts gegen Markus Eisenbichler, aber wenn er derzeit der beste Deutsche im Weltcup ist, spricht das nicht gerade für die höher gehandelten Severin Freund, Richard Freitag oder Andreas Wellinger. Markus Eisenbichler hat sich bisher nicht gerade als Siegspringer ausgezeichnet. In seiner Karriere steht überhaupt erst ein Podium zu Buche. Bei der Vierschanzentournee war der 25jährige der beste Deutsche, hat dann aber in Bischofshofen eine bessere Platzierung als Rang sieben in der Gesamtwertung vergeben, als er nur auf Rang 13 landete. Wir gehen nicht davon aus, dass Markus Eisenbichler nun in Wisla Bäume ausreißen wird. Im vergangenen September hat er auf der Malinka allerdings noch ein Springen im Continental Cup gewonnen. Vielleicht fällt in Polen nun der Ballast der Vierschanzentournee vom DSV-Adler ab.

Prognose & Wettbasis-Trend – Poland Skispringen in Wisla 14.01.2017

An der Malinka-Schanze wird an diesem Wochenende eine großartige Atmosphäre herrschen. Endlich haben die polnischen Wintersportfans wieder einen Sieger der Vierschanzentournee. Besser hätte das Timing im Weltcup eigentlich gar nicht sein können, als dass es jetzt nach Polen geht. Die polnischen Springer haben sich zuletzt in einer derart guten Verfassung gezeigt, so dass Kamil Stoch, Maciej Kot und Piotr Zyla sicherlich zu den großen Favoriten in Wisla zu zählen sein dürften. Daniel-Andre Tande, Domen Prevc und die beiden Österreicher Stefan Kraft und Michael Hayböck könnten die größten Konkurrenten des polnischen Teams werden. Die deutschen Adler sehen wir auch in Wisla nicht ganz vorne landen. Das eine oder andere Resultat in den Top Ten könnte möglich sein, wobei das dann auch das höchste der Gefühle ist. Wir freuen aus aber auf die Rückkehr von Gregor Schlierenzauer in den Weltcup. Vielleicht kann der Österreicher in Wisla ja gleich für Furore sorgen.

 

Key-Facts – Poland Skispringen in Wisla 14.01.2017

  • Gregor Schlierenzauer wird an diesem Wochenende in Wisla sein Comeback im Weltcup geben.
  • Nach den tollen Erfolgen der Polen bei der Tournee, werden sie in Wisla sicherlich vom eigenen Publikum zu weiten Sprüngen beflügelt..
  • Vorjahressieger Roman Koudelka wird heuer wohl keine Rolle spielen können.

 

Die Buchmacher sehen auch in Wisla den Triumphator der Vierschanzentournee vorne. Die geringsten Wettquoten werden auf einen Sieg von Kamil Stoch angeboten. Immerhin hat er ja auch in Wisla schon einmal gewinnen können. Wir denken, dass er gute Chancen auf den Sieg haben wird. Seine polnischen Landsleute werden ihm das Leben aber schwer machen. Wir können uns gut vorstellen, bei diesem Wettbewerb auf einen polnischen Sieger zu wetten. Die Quoten auf einen Sieg von Piotr Zyla und Maciej Kot sind auch nicht sonderlich hoch. Beide haben aber noch kein Weltcupspringen gewinnen können. Wenn der Knoten aber schon platzt, warum dann nicht bestenfalls vor eigenem Publikum. Eigentlich sehen wir Kamil Stoch leicht vorne. Wir halten es aber nicht für ausgeschlossen, dass Piotr Zyla am Samstag alle überraschen wird.

Beste Wettquoten für den Sieger beim Skispringen in Wisla 14.01.2017

Poland Kamil Stoch: 2.75 @Bwin
Norway Daniel-Andre Tande: 5.50 @Bwin
Slovenia Domen Prevc: 5.50 @Bwin
Austria Michael Hayböck: 8.00 @Bwin
Austria Stefan Kraft: 8.00 @Bwin
Poland Piotr Zyla: 9.00 @Bwin
Poland Maciej Kot: 15.00 @Bwin
Germany Severin Freund: 17.00 @Bwin
Germany Markus Eisenbichler: 51.00 @Bwin
Austria Manuel Fettner: 51.00 @Bwin
Germany Richard Freitag: 101.00 @Bwin
Austria Andreas Kofler: 101.00 @Bwin
Germany Stephan Leyhe: 201.00 @Bwin
Germany Karl Geiger: 201.00 @Bwin

Head-to-Head

Poland Piotr Zyla: 1.85 @Bwin
Poland Maciej Kot: 1.85 @Bwin

Austria Michael Hayböck: 1.85 @Bwin
Austria Stefan Kraft: 1.85 @Bwin

Norway Daniel-Andre Tande: 1.85 @Bwin
Slovenia Domen Prevc: 1.85 @Bwin

Wettquoten vom 10.01.2016 um 20:00 Uhr